Mysterium
Mysterium
Als ich heute morgen aufwachte und meine Frau neben mir atmen hörte, habe ich mich gefragt, warum sie mit mir zusammen die Nacht verbringt, wenn sie so weit von mir entfernt ist, wie sie nicht müde wird, immer wieder zu behaupten. Ich habe keine Antwort gefunden. Wenn auch viele Vermutungen. Keine von ihnen überzeugt, ich habe nicht mal eine Ahnung. Meine Vermutungen über ihre Motive überzeugen mich ebensowenig wie ihre Erklärungsversuche. Der Sinn ist verborgen. Wahrscheinlich uns beiden.
Aber ich werde nicht müde werden, immer wieder zu betonen, daß ich ihr nur so lange fern bin, wie sie mir fern sein will. Ob sie mir nun wirklich so fern ist, wie sie glaubt, oder ob sie mir aus irgendeinem mir und möglicherweise sogar ihr unbekannten Grund fern sein will, spielt dabei bis auf weiteres keine Rolle.
Das Handeln der Menschen ist manchmal ein Mysterium.



Virtualitaet
final
nach hass und lust,
erzwungener
moral,
fairem
kampf,
nicht
beziehungszerreissend:
ende.
loesungsuchend
traenenvoller machtworte
rede, sagtest du,
herumirren des
hasses der lust halber,
nichtende suchend.
Loesungsuchend
Raum, stuhlbesetzt, geoeffnet,
sicherheitshalber definitionsbehaftet nur virtuell,
der minimalloesung folgend
- du willst mich nicht sehen,
ich liebe kalte stuehle der chance halber
auf nichtende wartend.
definiert sind
wartezimmer der
virtuellen virtualitaet
und
virtuellen realitaet
entscheide raumexistenz
ich habe
ich liebe dich
automatenhaft
beantwortet
sinnentleert
immer wieder
bestätigungsuchend
plötz
lich
- warum -
das alleszerschneidende
subversive
trennungsneigende
- warum -
Mary: Radiergummi
weg damit
Ruhe !
aber
- warum -
Das ganze hat manchmal etwas von einem Marionettenspiel, wo man nicht weiß, wer an welchen Fäden zieht.
Kann es sein, daß deine Frau auf der vertieften Suche nach sich und ihrer Selbstverwirklichung sich etwas entfernt hat und dadurch die Schnittmenge deutlich reduzierte? Kann es sein, daß Partnerschaftstoleranz gerade in Eurem Fall auch diese Entfernung zulassen sollte, ohne, daß fundamental die Beziehung infrage gestellt wird.
Kann die Formel \"Nähe durch größere akzeptierte kreative Distanz\" aufgehen?
Ly, Erfolg ist endlich und brutal, tötlich gemein. Wir alle wissen das oder spüren es zumindest. Erfolg ist Lebenselexier, ist die Kraft, die neuen Erfolg gebiert. So lange du oben stehst und genügend Claquere hast, bist du der suppebespuckende Mann, der kritikasterhaft relativieren will.
Ly, hoffentlich ist der Sockel, an dem du den Prßlufthammer angesetzt hast nicht ein wichtiger Teil eures Fundaments, ich fürchte fast.
Meine Frau und ich wir haben ein Bild seit Anfang unserer Beziehung: hier ist mein Garten, teils wunderschön, so schön, daß ich dich einlade zu mir; wir kennen fast alle Pflanzen und Einzelheiten dieses Gartens. Doch dort hinten, in der Ecke, da ist ein Mäuerchen; das ist mein verschlossenes Bereichlein. Und nur mein Schlüssel paßt dort hinein. Ich will dir gar nicht sagen, was alles dort ist. Ich will dir auch nicht sagen, wie wohl ich mich dort auch fühle. Ich erwarte Respekt von dir, daß dieses mein ureigener Bereich ist.
Wir achten diese Spielregeln. Bisher haben wir noch keine Mauer flicken müssen.
Absolut richtig ist gut zuzuhören und Schwingungen wahrzunehmen; manchmal können Frauen das besser als wir Grobklotze.
Gegen offenes, beidseitiges taktisches Geplänkel ist übrigens nichts einzuwenden, aber das ist auch etwas anderes. Die wesentlichen Fragen und Antworten einer Beziehung dürfen nicht der Taktik unterliegen, wenn sie denn bestands- und funktionsfähig bleiben oder werden soll.
Also, ich weiß auch nicht... diese Trennungen auf Zeit... bringen die wirklich was...? Ich... nein, naja, ich weiß auch nicht... Egal...
Konsequenz: man hat die geistige Trennung schon vollzogen, von ihr aktiv betrieben, von ihm erlitten aber jederzeit offen zum Anfang.
Jetzt weiß ich nicht, ob du je den verantwortungsvollen Schritt einer Ehe/Partnerschaft gemacht hast. Wer an einer Stelle -nein- sagt, während der andere noch die Hand ausgestreckt hält, der handelt egozentrisch und verantwortungslos, der hat die Partnerschaft vielleicht nie in vollem Bewußtsein angenommen. Wer sich die Qual einer Ehe/Partnerschaft nicht auferlegen will - unabhängig, ob es jemals zu einer solchen Situation kommt oder nicht - ist meines Erachtens nicht reif für eine Ehe/Partnerschaft . Es ist eine absolute Illusion zu glauben, daß in einer Ehe/Partnerschaft fortwährend Milch und Honig fließen. Oft gibt es Kampf, der Individuen halber. Kampf, an dessen Ende entweder der Tod steht oder Kampf, an dessen Ende der Kompromiß und die Versöhnung stehen.
Sprachlosigkeit ist aus meiner Sicht die Grenze zwischen \"Problem erkannt\" und Bewältigung durch Kampf. Das ist der Zustand heute.
Ich denke, nur die Einsichtigkeit in die Notwendigkeit einer Lösungsfindung kann das bewirken. Reduziert sich dann die Frage auf die sehr einfache Unterfrage: wie wird man/frau einsichtig, daß eine Lösung gefunden werden muß?
Und ein klares NEIN ist besser als ein VIELLEICHT. Nur sollte es wohlüberlegt sein und nicht leichtfertig ausgesprochen werden. Vorher sollten alle Möglichkeiten ausgeschöpft sein. So ein beinhaltet aber auch eine Chance... Wer sich losgelassen hat, kann sich neu an den Händen fassen...
Ach, es ist schwierig...
Ich frage wieder: wie kommt es dazu, daß es für eine zielgerichtete Kommunikation nicht zu spät wird; anders ausgedrückt: wie kann in Partner dazu bringen, sich zu äußern?
( meine Sitzung fängt in 1 Minute an )
Den Einstieg in die Kommunikation kennt ihr doch beide: Sich selber zeigen und den anderen fragen. Mehr iss nich!
Das ist die Sache mit dem Angebot. Wenn der andere nicht antworten will, auch nicht auf neue und andere Fragen etc., dann hilft nur Geduld (die bringt zwar manchmal bekanntlich Rosen, aber auch die sind nicht blau) und wenn das auch nicht hilft, dann hilft nur die Einsicht, dass man eben keinen (Gesprächs-)Partner vor sich hat, sondern einen Schweigenden. Ende der verbalen Kommunikation!
Gegen seinen Willen kann man mit niemandem reden - manchmal möchte man dann Steine werfen, aber das ist gar nicht weise...
Angebote zum Managementcoaching nehme ich gern unter der bekannten e-mail Adresse entgegen. Vorsorglich weise ich daraufhin, dass ich mir Vertragsveränderungen nach Rücksprache mit meinem Rechtsberater vorbehalte...meine Honorare sind nur bedingt verhandlungsfähig.
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Auf das step by step bin ich gespannt. Ly, das mit den Taschtüchern wird sich wohl in Grenzen halten. Ich traue mir schon zu, die eine oder andere Träne der Rührung erzeugen zu können oder auch sonst jemand das Wasser in die Augen zu treiben, aber Mänäger und -innen haben sich doch immer so affig mit ihren Nadelstreifenanzügen und gleichnamigen Kostümen, die würden tapfer um Fassung ringen, schon dem Imätsch zuliebe...