Lyriost – Madentiraden

10.05.2005 um 20:38 Uhr

Opfer

von: Lyriost

Opfer

Das zerbrochene
Honigglas
in ihrem Gepäck
du siehst es nicht
doch du hörst es
knirschen.
Setz dich zu ihr
und schau zu
wie sie schleckt
als ginge es
ums Leben.
Schau zu und
halte ihr
den Löffel.
Was ist das
schon groß.
Nicht Abraham
nicht Alexander
und da brennt
kein Haus.
Nur ein kleines
Opfer.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenBernardo schreibt am 11.05.2005 um 09:29 Uhr:Wir haben jetzt noch Frühling. Hast du das unschuldige Grün, das hell leuchtende Grün um dich herum nicht nur wahrgenommen sondern auch verinnerlicht? Dieses jungfräuliche wunderschöne Leben sagt uns, ein neuer Zyklus beginnt. Hab\' Freude in dir für diesen neuen Zyklus.
  2. zitierenLyriost schreibt am 11.05.2005 um 10:16 Uhr:@ Bernardo Es ist eine andere Freude, die Schmetterlinge fliegen zu sehen, wenn man weiß, daß man kein Schmetterling ist, aber es ist keine geringere. Eben eine andere. Niemand kann sagen, welches die größere ist, und es wäre auch unsinnig, das zu bewerten. Werde, der du bist.
  3. zitierenBernardo schreibt am 11.05.2005 um 10:19 Uhr:Ich geh\' einen Schritt zurück: entdecke, wer du bist - werde, der du bist.
  4. zitierenLyriost schreibt am 11.05.2005 um 10:23 Uhr:... aber wenn du es entdeckt hast, mußt du es freudig annehmen. Meine Eigenart ist mein Schicksal.
  5. zitierenLyriost schreibt am 11.05.2005 um 10:48 Uhr:Dschuang Dsi träumte, er sei ein Schmetterling, ein taumelnder Schmetterling, der sich wohl und glücklich fühlte und nichts wußte von Dschuang Dsi. Plötzlich wachte er auf: Da war er wieder wirklich und wahrhaftig Dschuang Dsi. Hat Dschuang Dsi geträumt, daß er ein Schmetterling sei, oder träumt der Schmetterling jetzt, daß er Dschuang Dsi sei?
  6. zitierenBernardo schreibt am 11.05.2005 um 10:51 Uhr:oder dachte der Schmetterling, er sei eigentlich Dschuang Dsi, der träumte, er sei ein träumender Schmetterling?
  7. zitierenLyriost schreibt am 11.05.2005 um 11:02 Uhr:Möglich. Aber wir können nicht wissen, was der Schmetterling dachte.
  8. zitierenBernardo schreibt am 11.05.2005 um 11:07 Uhr:@ Ly => du siehst mich schmunzeln.



    @Honey => hat Ly nicht eben richtigerweise und auch von dir unterstützt \"dazulernen\" gefordert? Wir sind denke ich alle jung genug, unser Erfahrungswissen kreativ zu nutzen, ohne jemanden bis zum Brechen zu verbiegen.
  9. zitierenchero schreibt am 11.05.2005 um 11:12 Uhr:Bernardo, du beeindruckst mich.
  10. zitierenBernardo schreibt am 11.05.2005 um 11:22 Uhr:danke für die Blumen, chero



    Honey, Damit finde ich mich nicht ab: das ist eben Ly. Ich sage JA, wenn Ly mitteilt, \"Meine Eigenart ist mein Schicksal\". Ich nenn das immer \"Basisstrukturen\", es geht nicht darum, die zu verändern.



    Stell dir bitte mal ein Haus vor. Du spazierst durch ein schönes bewaldetes Tal und da steht das Haus: schon seit 348 Jahren. Erfahrungsbewehrt.

    Du stehst vor diesem Haus und schaust dir das Haus an.



    Jetzt denkst du, ich will doch mal den Standort meiner Betrachtung wechseln. Du gehst auf einen kleinen Hügel in der direkten Nähe des Hauses. Und du siehst das Haus plötzlich im Gesamtzusammenhang mit seiner Umgebung. Du siehst es ganz neu.



    Ich reiße das Haus nicht ab; ich habe nur einen anderen Standort gewählt und mir damit eine neue Sichtweise verschafft.



    Um mehr will ich hier ja gar nicht bitten.
  11. zitierenchero schreibt am 11.05.2005 um 11:43 Uhr:Es wird Zeit für eine Ode an Ly ...
  12. zitierenchero schreibt am 11.05.2005 um 11:51 Uhr:Nicht, wenn er wüsste, wie schön ich singen kann.

    Aber ich hatte dabei eher an dich gedacht, ich kenne ihn noch nicht so gut.
  13. zitierenchero schreibt am 11.05.2005 um 11:59 Uhr:Ja, Ly, wir denken an dich ...

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