Lyriost – Madentiraden

07.02.2009 um 05:20 Uhr

Schlaf des Selbstgerechten

von: Lyriost

Schlaf des Selbstgerechten

"Er schläft den Schlaf des Gerechten", sagt man, denn ein gutes Gewissen sei ein sanftes Ruhekissen. Wie so manche Redensart, ist die vom "Schlaf des Gerechten" nicht allzu ernst zu nehmen. Selbstgerecht, sich ihrer Schuld nicht bewußt, guten Gewissens haben die Ungerechten häufig einen ruhigeren Schlaf als die andern. Daher sollte es besser heißen: Er schläft den Schlaf des Selbstgerechten.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenzartgewebt schreibt am 07.02.2009 um 09:51 Uhr:Ich tu` mir sehr schwer, deine Worte zu verstehen Lyriost.

    Den Schlaf des Gerechten deute ich so wie des Babys Schlaf,
    dessen sich der „Erbsünde“ noch nicht bewusst ist.
    Also auf sein SELBST gerichtet.
    SELBSTgerecht,
    oder so
    oder so ähnlich
    irgendwie ;)

    Wenn das ICH-Bewusstsein ins Spiel kommt,
    ja dann … *grübel* …

    Du meine Güte, ich sollte mir darüber nicht den Kopf zerbrechen!
  2. zitierenSo lange... schreibt am 07.02.2009 um 14:43 Uhr:...es Ungerechtigkeit gibt, wird der Gerechte nicht ruhig schlafen können.

    Ich stimme dir zu.
  3. zitierenAnais schreibt am 07.02.2009 um 14:46 Uhr:Upps... Nr. 2 ist von mir. Sorry.
  4. zitierenUnbreakable schreibt am 07.02.2009 um 19:04 Uhr:Nr. 2 klingt ein wenig selbstgerecht. ;o)
  5. zitierenAnais schreibt am 07.02.2009 um 19:21 Uhr:Wirklich Unbreakable? :-) Darüber muss ich mal nachdenken.
  6. zitierenLyriost schreibt am 08.02.2009 um 09:40 Uhr:Wir sind alle auch mal ungerecht, wir Gerechten, und wir kennen uns selbst nicht gut genug, um der Selbstgerechtigkeit gänzlich zu entgehen. Leider trinkt auch die Ungerechtigkeit bisweilen aus der Hauptquelle der Selbstgerechtigkeit: Unwissenheit. Neben Gleichgültigkeit und Bosheit ist Unwissenheit der Hauptgrund für Ungerechtigkeit (was immer das genau sein mag).

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