Lyriost – Madentiraden

21.01.2008 um 22:45 Uhr

Sprache und Utopie

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Sprache und Utopie

Einer der Herausgeber der FAZ, Berthold Kohler, schrieb in einem Kommentar: "Ein Regierungswechsel in Hessen aber ermöglichte es dem linken SPD-Flügel, wieder von sozialistischen Utopien zu träumen."

Woran wieder einmal deutlich wird, wie negativ ideologische Panzerung sich auf Urteilsfähigkeit und Sprachgestaltung auswirkt. Denn: Ein Flügel träumt nicht. Und wenn ein Linker in der SPD träumt, dann vielleicht von etwas, was ein Rechter in der FAZ für Utopie hält, weil er selbst andersgeartete Träume oder auch Utopien hat. Und wenn ich von einer Utopie als Utopie träume, dann hat sie bereits ihren utopischen Charakter verloren und ist bestenfalls nostalgisches Wehmutsschnarchen. Geträumte Utopie ist schimmeliger Schimmelkäse.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZwischenweltler schreibt am 22.01.2008 um 08:53 Uhr:Geträumte Utopie ist aber auch probates Schlafmittel... was so mancher Politiker aus seiner Praxis bestätigen kann.

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