Lyriost – Madentiraden

19.02.2009 um 03:14 Uhr

Suboptimal

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Suboptimal

Die Verwendung des Wortes "suboptimal", sahniger Euphemismus allererster Güte, außerhalb einer ironischen Bemerkung ist nicht nur suboptimal, sie ist auch ein Zeichen für intransparente Gedankenführung eines Menschen nicht nur andern gegenüber, sondern auch gegenüber sich selbst. Er merkt nicht, daß er mehr scheinen möchte, als er ist, und möchte den andern suggerieren, daß er mehr ist, als er scheint. Das gilt insbesondere dann, wenn eigenes Fehlverhalten ohne verschämtes Lächeln als "suboptimal" bezeichnet wird.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenProchrist schreibt am 22.03.2009 um 19:01 Uhr:Sie, lieber Dichter, sagen es vielleicht etwas philosophischer, aber als ich zum Glauben kam, fiel es mir wie Schuppen von den Augen, und ich bin jetzt an dem Römerbrief erinnert, von dem Apostel Paulus - ich finde Ihre Worte hier, wenn auch vereinfacht, exakt zurückgegeben: (Römerbrief, Kapitel 1, ab Vers 28)

    Und gleichwie sie nicht geachtet haben, daß sie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt, 29voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit, Geizes, Bosheit, voll Neides, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenbläser, 30Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hoffärtig, ruhmredig, Schädliche, den Eltern ungehorsam, 31Unvernünftige, Treulose, Lieblose, unversöhnlich, unbarmherzig. 32Sie wissen Gottes Gerechtigkeit, daß, die solches tun, des Todes würdig sind, und tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.

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