Lyriost – Madentiraden

14.03.2005 um 09:48 Uhr

Tat twam asi

von: Lyriost

Tat twam asi

Hinter den Spiegel
der Griff in die Spinnweben
entstaubtes Gesicht

und ungläubiges Staunen
wenn du dich nicht mehr erkennst

und ungläubiges Staunen
wenn du dich wieder erkennst

und ungläubiges Staunen
wenn du dich wiedererkennst.

 


 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenBernardo schreibt am 17.03.2005 um 15:14 Uhr:Hey,

    das ist es doch, was auch ich sage: das Staunen nach dem Wiedererkennen. Dazu erfordert es aber, daß du den Mut aufbringst, dir die Maske von deiner wunderschönen Politur runterzureißen. Wenn du aber den Mut nicht aufbringst, weil du befürchtest, es könnte ein schlimmer innerer Konflikt auf dich zukommen, dann wirst du angstbehaftet dicht machen, resignieren, weiterhin mit dem verflucht schönen Schein leben.
  2. zitierenLyriost schreibt am 17.03.2005 um 16:02 Uhr:Da muß man durch, weil es nur so eine Chance gibt, diese Angst dauerhaft zu überwinden, und wie du schon schön sagst, hinter der Maske ist immer noch Politur. Und auch hinter der Politur vielleicht wieder ne neue Maske. Man weiß es nicht, muß es einfach ausprobieren. Sonst wird man ein weißer Vogel wie die anderen.



    http://tagebuch.aol.de/lyriost/SchwierigesLeben/entries/588
  3. zitierenBernardo schreibt am 17.03.2005 um 22:03 Uhr:Ja, verdammt, du hast Recht: das sind die 19 Mauern in jedem von uns, weil es so bequem ist, sich nicht in Frage zu stellen, mein Freund ...
  4. zitierenLyriost schreibt am 17.03.2005 um 22:05 Uhr:... jetzt sind es nur noch 18, mein Freund.
  5. zitierenBernardo schreibt am 19.03.2005 um 10:38 Uhr:dieser Gedanke ist schließlich eine weitere Ergänzung des Hesse\'schen Gedankens ...

    Ich glaub, der eigentliche Wert in unserem Leben ist, sich um das Verständnis zu unserem Leben zu bemühen. Selten genug habe ich Höhepunkte, an denen ich feststelle, wieder etwas Fundamentales entdeckt zu haben.



    Manchmal denk ich, wir haben eine denkwürdige Beziehung zur Zwiebel: viele Schalen umhüllen den Kern, mit jeder neu entfernten Schale weinen wir um so mehr.
  6. zitierenLyriost schreibt am 19.03.2005 um 10:44 Uhr:... das mit dem Weinen und den Zwiebeln ist schön und poetisch gesagt. Schreibst du ein Gedicht darüber oder soll ich ...?
  7. zitierenLyriost schreibt am 19.03.2005 um 12:11 Uhr:http://tagebuch.aol.de/lyriost/SchwierigesLeben/entries/603
  8. zitierenBernardo schreibt am 19.03.2005 um 15:29 Uhr:komisch, wir tragen ähnliche Bilder in uns.
  9. zitierenBernardo schreibt am 19.03.2005 um 15:35 Uhr:hatte nicht aus Datum geschaut ... wer mir in den 10 Tagen Urlaub Gedanken machen.

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