Lyriost – Madentiraden

18.09.2006 um 16:44 Uhr

Über Päpste und Muslime und andere

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Über Päpste und Muslime und andere

Ist es nicht eine der größten Merkwürdigkeiten daß so viele keine Gelegenheit auslassen, um dafür zu sorgen, daß die begründeten oder unbegründeten Vorurteile, die man gegen sie hat, immer neue Nahrung bekommen? Ist es nicht Zeichen einer wahnhaften Gesinnung, wenn man geradezu auf den Knien darum bittet, die eigenen religiösen Gefühle mögen verletzt werden, damit man gegen die Verletzung auf die Barrikaden gehen kann?

Nur wer sich seines Glaubens nicht sicher ist, kann von einem Andersgläubigen oder einem Nichtgläubigen verletzt werden.

Das gilt für Papstzitate wie für Papstsatiren gleichermaßen. Und natürlich auch für Karikaturen aller Art.

Wenn die Köpfe zu voll sind mit Glauben und vor allem Glauben an den Glauben, können die Denkinstrumente nicht störungsfrei tätig werden, und die Instrumentalisierer aller Fundamentalismen kochen böse lächelnd ihr vergiftetes Süppchen.


Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierensynchrono schreibt am 18.09.2006 um 18:33 Uhr:Eben. Ist Opium nicht auch ein Gift?
  2. zitierenLyriost schreibt am 18.09.2006 um 20:28 Uhr:In Maßen konsumiert, sind Opioide dennoch eine feine Sache: Als Migräniker seit 30 Jahren weiß ich, wovon ich spreche, wenn ich das sage. ;-)

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