Lyriost – Madentiraden

21.06.2005 um 11:12 Uhr

Über Toleranz

von: Lyriost

Über Toleranz

Wenn man Bodyguardphantasien und Selbstjustizwünsche bei sich entdeckt, ohne daß man sich selbst in einer aktuellen Bedrohungssituation befindet, dann sollte man darüber nachdenken, ob das Toleranzmodell, nach dem man zu leben vermeint, wirklich etwas Echtes und Gewachsenes ist oder nur Camouflage des internen Aggressionspotentials, das beständig nach außen drängt, wenn es mit Andersartigem konfrontiert wird. Oder gar nur von Andersartigem hört oder liest. Vielleicht aber ist es schon der Gipfel der gängigen Toleranz, wenn man Billy Mo gestattet, sich einen Tirolerhut zu kaufen. Dann hat man was zum Lachen, und Lachen befreit. Manchmal auch von tiefsitzenden Aversionen.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenchero schreibt am 21.06.2005 um 11:30 Uhr:Da ist sie ja, die Ecke. Wie schön, dass man sich die Freiheit der Phantasien nehmen kann, wenn man schon keine Ahnung zu haben scheint. Deine Eigentore nehmen zu, mein Lieber.

    Was regt dich eigentlich so auf? Dass du dich getäuscht hast und nicht einmal weißt, in wem? Wenn du ein Problem mit mir hast, dann lass bitte nicht alle Welt daran teilhaben, das ist unser beider nicht würdig, du kennst doch meine Mailadresse ganz gut.
  2. zitierenLyriost schreibt am 21.06.2005 um 11:45 Uhr:Weder rege ich mich auf, chero, noch habe ich ein Problem mit dir. Mir scheint es eher so zu sein, daß du ein Problem mit dir hast. Und mit mir. Und wenn du Einträge hier auf dich beziehst, dann ist das deine Sache. Dieser Eintrag ist eine Bemerkung nicht über dich, sondern über eine weitverbreitete Haltung, die hoffentlich nicht wieder mehrheitsfähig wird. Nur ein kleiner Beitrag zur Psychologie der Xenophobie.
  3. zitierenchero schreibt am 21.06.2005 um 12:08 Uhr:Deshalb die Bodyguardphantasien und Selbsjustizwünsche, aha, alles klar. Nur zufällig aus meinem Blog entlehnt. Bevor jetzt die Probleme hin und hergeschupft werden, möchte ich dir rechtzeitig kundmachen, dass ich bei diesem Spielchen nicht mehr mitspiele. Ich kann mit \"dummen\" Menschen ganz gut, auch mit intelligenten, aber arrogante Intelligenzler sind sogar mir - bei meinem Toleranzpegel - zu viel.
  4. zitierenLyriost schreibt am 21.06.2005 um 12:26 Uhr:Liebe chero, du bist wirklich nicht die einzige, die solche Phantasien hat. Deine \"Äußerungen\" waren mir Anlaß, etwas zu solchen Haltungen zu sagen. Mehr nicht. Spielchen spielst in diesem Falle nur du. Und wenn du unbedingt Feindbilder brauchst, nur zu, dann eben jetzt die \"arroganten Intelligenzler\". Auch nichts sonderlich Neues. Allerdings trifft man die nicht nachts im Park. Trotzdem Übung in Selbstverteidigung. Ein und dieselbe Geschichte: Reflex gegen das Fremde, Andersartige. Scheu vor wirklicher Auseinandersetzung. Herabwürdigung des Fremden. Du hast einen sehr niedrigen Toleranzpegel, wie mir scheint.
  5. zitierennikelaos schreibt am 21.06.2005 um 12:27 Uhr:Was ist eigentlich ein Toleranzmodell? Kann man das irgendwo bestellen? Bis anhin erlaubte ich mir stets soviel zu tolerieren, wie ich ertrug.
  6. zitierenchero schreibt am 21.06.2005 um 12:29 Uhr:Ja, DHL, du solltest bei Boudoir nachlesen, da ist die Vorgeschichte dazu. Aber es steht dir natürlich frei, deine Sicht der Dinge überall zu präsentieren, doch von Zensur war nie die Rede. Im Übrigen kann Ly sich ganz gut selbst verteidigen, auch ohne deinen geflissentlich erfolgenden Beifall. Ich hoffe, du fandest das jetzt nicht zu sehr unter der Gürtellinie, und um gleich vorzubeugen, mit Stutenbissigkeit hat es auch nichts zu tun, einem Mann würde ich ebenso begegnen. Bevor noch weiter Rundumschläge verteilt werden, bitte ich um Einsicht und die Weisheit, ein Thema nicht bis zum Äußersten auszureizen, damit man irgendwann vielleicht wieder miteinander umgehen kann.
  7. zitierenLyriost schreibt am 21.06.2005 um 12:38 Uhr:Wirkliche Toleranz kann man nicht bestellen, Nikelaos, sie wächst manchmal von innen, wenn man sich selbst die Gelegenheit gibt, Andersartiges nicht ausschließlich als etwas Störendes wahrzunehmen, und lernt, damit umzugehen. Unerträgliches darf man nicht tolerieren, aber man sollte sich klar darüber sein, warum man es als unerträglich empfindet.
  8. zitierenLyriost schreibt am 21.06.2005 um 12:48 Uhr:@chero Gegen was sollte ich mich verteidigen müssen? Ich fühle mich nicht angegriffen. Vergiß nicht, daß nicht alle Menschen beim kleinsten Widerwort nach dem Galgen oder der Polizei rufen. Auch mit scheinbar unverständlichen persönlichen Angriffen kann ich gut umgehen, ich bin toleranter, als du denkst. Und als du. Aber Falsches bleibt Falsches, auch wenn es nett gesagt wird. Ich sage einfach nur, was ich denke. Und begründe das. Nichts sonst.
  9. zitierenenne schreibt am 21.06.2005 um 12:57 Uhr:ich glaub, toleranz scheint zumeist das, was wir alle recht sicher sind, mehr oder weniger zu haben/zu zeigen und

    sehr schnell von anderen einfordern.

    wie 1 kleine barriere, ab welcher akzeptanz gewünscht ist, weil man kein verständnis erwartet oder erwarten darf. der bereich, wo man irgendeine der unsichtbaren persönlichen grenzen angetastet fühlt. obs letztlich tatsächlich auch so ist, ist dabei wahrscheinlich eher zweitrangig, das gefühl machts wohl schon.

    ich vermute, jeder kennt das, ich auch. ich nehm mich da nicht aus.



    p.s. wichtig von nikelaos und lyriost:

    beide sagten in etwa, toleranz reiche bis dorthin, wo man für sich (!) unerträgliches nicht mehr ertragen könne.

    das ist doch punktgenau ins schwarze? für uns alle. ich finde mich da durchaus auch mal wieder und glaube, jeder andere auch, denn es beschreibt 1 urmenschliche regung.

    was dann aber danach damit passiert, machts uns so schwierig, damit umzugehen, fürchte ich.
  10. zitierennikelaos schreibt am 21.06.2005 um 14:18 Uhr:Die verbalen Fettnäpfchen scheinen wieder so dicht zu liegen wie Tretminen in Kambodscha. Wäre die Polizei in unseren Städten so wachsam und präsent wie die Maulpolizei auf dem Blog, dann könnten die knackigsten Frauen in Strapsen und 1000Euronotenminiröcken in jeder Nacht durch unbeleuchtete Strassen spazieren gehen. So, nun hasse mich, wer mag.
  11. zitierenLyriost schreibt am 21.06.2005 um 15:32 Uhr:Hassen ist nun wirklich ein wenig viel verlangt, Nikelaos, warum sollte ich? An deiner Stelle würde ich mich aber mal fragen, warum dir so viel daran liegt, Aufsehen zu erregen. Andere lassen sich zu diesem Zweck ne Glatze schneiden. Häufig haben sie zuviel oder zuwenig Liebe bekommen. Wenn du etwas zu sagen hast, dann tu es einfach. Bisher hattest du aus meiner Sicht noch nichts zu sagen, über das es sich lohnte nachzudenken, von emotionaler Reaktion ganz zu schweigen. Dann such mal weiter schön nach Fettnäpfchen, vielleicht findest du ja mal ein richtiges. Aber lieber wäre es mir, wenn wir über Haltungen und über Realitäten sprechen und nicht über Personen. Und wenn du Streit suchst, dann gehst du besser in den Stadtpark, bei mir bist du da nicht richtig.
  12. zitierennikelaos schreibt am 21.06.2005 um 15:39 Uhr:Ach Lyriost, Du bist irgendwie langweilig.
  13. zitierenLyriost schreibt am 21.06.2005 um 15:43 Uhr:Zu vernünftig eben. Kein Partner für Messerstechereien. Sorry.
  14. zitierennikelaos schreibt am 21.06.2005 um 15:48 Uhr:Messerstecher? Das wird ja immer bunter. Die Abgründe der Betroffenheitsapostel scheinen endlos tief zu sein. Schäme Dich für diese Unterstellung, gehe in Dich, und bleibe da, solange Du es aushälst. Ich fürchte nicht lange.
  15. zitierenLyriost schreibt am 21.06.2005 um 15:56 Uhr:@ Nikelaos Ich sehe weder Abgründe bei mir, die dich was angehen, noch sehe ich mich als Betroffenheitsapostel, noch sehe ich bei mir eine Unterstellung zu deiner Person. Obwohl du selbst nichts anderes tust, als andern etwas zu unterstellen. Ich sehe vor allem, daß du dich maßlos überschätzt. Und daß du unfähig zu sein scheinst, etwas anderes zu produzieren als verbale Attacken, die völlig losgelöst sind von irgendeinem ernsthaften Gedanken. Bisher nicht ein Satz von dir, der auch nur im entferntesten so etwas wie ein Argument enthalten hätte.
  16. zitierennikelaos schreibt am 21.06.2005 um 16:01 Uhr:Ich liebe Dich auch.
  17. zitierenLyriost schreibt am 21.06.2005 um 16:13 Uhr:Mit den Zwischentönen scheinst du es nicht zu haben. Versuch es doch lieber erst mal mit Respekt.
  18. zitierennikelaos schreibt am 21.06.2005 um 16:16 Uhr:Punkt
  19. zitierenLyriost schreibt am 21.06.2005 um 16:35 Uhr:Auf meinem Blog, mein lieber Nikelaos, setzt man nur einen Punkt, wenn ich damit einverstanden bin. Oder ich setze ihn selbst. Ich hoffe, du respektierst wenigstens dieses Hausrecht.
  20. zitierennikelaos schreibt am 21.06.2005 um 17:01 Uhr:Also gut.
  21. zitierenLyriost schreibt am 21.06.2005 um 17:04 Uhr:Fein.

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