Lyriost – Madentiraden

16.04.2018 um 09:42 Uhr

Unsinnige Sinnerei

von: Lyriost

Unsinnige Sinnerei

Sinn ist eine Erfindung des Menschen, um die Fragwürdigkeit und das Rätsel seiner Existenz vergessen zu machen. Funktioniert nicht. Selbst dann nicht, wenn man fragt, welchen Sinn Sinn habe. Man gerät nämlich in einen infiniten logischen Regreß, aus dem es keinen Ausweg gibt. Die Frage nach dem Sinn ist ebenso unsinnig wie die Frage, was unsinnig ist.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenSweetFreedom schreibt am 16.04.2018 um 12:27 Uhr:Hi Ly,
    warum bist Du so gegen den Begriff oder das Konzept? Viele Leute sehen das ganz anders.
    Ich bin der Meinung, es gibt nichts Sinnloses auf der Welt. Alles ergibt am Ende Sinn. Nur erschließt er sich uns sehr oft nicht...
    Liebe Grüße
    S.F.
  2. zitierenLyriost schreibt am 16.04.2018 um 12:55 Uhr:Ja, Sweet, viele Leute glauben auch, Politik hätte etwas mit Moral zu tun oder Religion mit Gott. Was sich mir nicht erschließt, ist die Grundfrage, weshalb etwas "Sinn" ergeben soll. Und darüber hinaus frage ich mich, wer das Wort "Sinn" erfunden hat und was es bedeuten soll. Drittens ist mir nicht klar, weshalb die vielenLeute nicht begreifen, daß man ihnen mit dem kleinen Wort bereits ein mit vielen Wörtern gefülltes Konzeptgemisch überstülpt, das ihnen selbst überhaupt nichts "nützt". Wobei wir beim engsten Verwandten des Sinns wären, dem Nutzen.
  3. zitierenAlcide schreibt am 16.04.2018 um 18:12 Uhr:Mit Sinn ist es ähnlich wie mit der Hoffnung: die Karotten vor der Nase des Esels. Ich möchte darauf auch nicht verzichten. Meine Lebenserfahrung: besser ein zufriedener Esel mit Visionen und Illusionen als ein messerscharfer Analytiker mit Hang zur Depression und dem schmerzenden Bewusstsein allumfassender Sinnlosigkeit.
  4. zitierenLyriost schreibt am 16.04.2018 um 21:16 Uhr:Lieber Alcide, leider sind diese Esel nur selten zufrieden, weil die Karotten vor ihren Nasen ständig wechseln. Ich genieße die Freiheit von internalisierten Sinnerfüllungspflichten, die so vielen Menschen das Leben vergällen, und ich glaube, die Depressionen kommen vor allem daher, daß man daran verzweifelt, weniger oder weniger schöne Karotten zu bekommen als andere.

    Mir geht es auch gar nicht darum, Sinnlosigkeit zu beklagen, sondern es ist vielmehr mein Anliegen, darauf hinzuweisen, daß jede Suche nach Sinn bereits ein Vorurteil voraussetzt, nämlich daß man wisse, was das ist, Sinn, und daß Sinn notwendig sei.

    Solange ich ein gutes Gefühl habe, ist mir vollkommen egal, ob das oder irgendwas sonst sinnvoll ist.

    Ist ist – sonst nichts.
  5. zitierenzartgewebt schreibt am 17.04.2018 um 00:03 Uhr:„Solange ich ein gutes Gefühl habe, ist mir vollkommen egal, ob das oder irgendwas sonst sinnvoll ist.“
    Den Satz klau ich mir, Ly, weil … eigentlich wollte ich gerade dasselbe sagen. Ehrenwort. ;-o

    Bind dabei. Voll. Mittendrin. Tut gut: „bah, bah, bah ….“ https://youtu.be/FBlnrRUVfo0

    ;-o

    ;-)
  6. zitierenLyriost schreibt am 17.04.2018 um 08:19 Uhr:https://www.youtube.com/watch?v=mRCe5L1imxg

    Liebe Grüße
  7. zitierenzartgewebt schreibt am 18.04.2018 um 00:15 Uhr:"Baaa ... baa .. ba ba ba baa baaaah?"

    s m i l e




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