Lyriost – Madentiraden

05.06.2015 um 23:39 Uhr

Verhemmnis

von: Lyriost   Kategorie: Gedichte

Verhemmnis

Auf der Zunge der
Stau gewaschener Silben
Gedankenrosen bleich
am Verwelken

nah am Lippenrand
windige Wörter
verdunsten verdampfen 
zu Rauch ohne Feuer

wie Trockenbewölkung
verhängtes Hemmen

kein Hang
kein Verhängnis

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenSweetFreedom schreibt am 06.06.2015 um 07:16 Uhr:Dieses Buch hat einen schlechten Einfluß auf Dich, Junge, äh... Ly. ;-)
  2. zitierenLyriost schreibt am 06.06.2015 um 09:02 Uhr:Wenn es denn so wäre ... Wieso schlecht?
  3. zitierenSweetFreedom schreibt am 06.06.2015 um 10:38 Uhr:War nur ein Witz, offensichtlich kein guter. :-/
  4. zitierenSweetFreedom schreibt am 06.06.2015 um 10:47 Uhr:Ich dachte daran, daß einen solche Bücher auch runterziehen können. Tränenreiche und Verhängnisse ohne glaubwürdige Gefühlsbeschreibungen etc. pp.
    Du hast Spaß mit dem Kram (NICHT), dachte ich.
    Und Dein Gedicht war so überschattet.
    Hach! Nun versteh' mich schon!!! Also wirklich!
  5. zitierenLyriost schreibt am 06.06.2015 um 11:20 Uhr:Keine Sorge, ich verstehe schon, was du meinst, aber das Buch belustigt mich. Tendenziell traurig wirkende, "überschattete", Gedichte wachsen aber auf einem ganz anderen Humus, und meist ist es eher die Humus als der. Jedenfalls bei mir. ;-)
  6. zitierenzartgewebt schreibt am 10.06.2015 um 13:38 Uhr:Ein wunderschönes Bild,
    das du da zeichnest, Ly,
    auch wenn es
    nicht satt an Farbe ist
    und der Pinselführung
    ein Hauch von
    Resignation anhaftet.

    Und doch ist da
    ein kaum merkliches,
    stilles Erblühen;
    das Verwelkte
    scheint mir ein guter Dung,
    bringt Neues hervor
  7. zitierenLyriost schreibt am 10.06.2015 um 14:16 Uhr:Liebe zartgewebt, das hast du ganz richtig gesehen: Es handelt sich um die "Mühen der Ebene", wie Brecht das genannt hat, wenngleich in einem ganz anderen Zusammenhang. Aber ausgeprägte Resignation ist mir fremd.

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