Lyriost – Madentiraden

03.05.2005 um 10:34 Uhr

Verletzungen

von: Lyriost

Verletzungen

Es ist eine Illusion, zu glauben, man könne eigene Verletzungen besser ertragen, wenn man den andern verletzt, ob nun den, der uns verletzt hat, oder wieder andere – weil die verletzbarer oder einfach nur greifbar sind –, von heilen ganz zu schweigen.

Wenn wir einen anderen verletzen, verletzen wir immer auch uns selbst, und dadurch werden unsere Wunden nur tiefer.

Besser ist es, mit dem anderen über unsere Verletzungen zu sprechen.

Und über seine.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenBernardo schreibt am 04.05.2005 um 10:02 Uhr:\"Wenn wir einen anderen verletzen, verletzen wir immer auch uns selbst, und dadurch werden unsere Wunden nur tiefer.\" => ja, dann, wenn für mich ein moralisches Lebensprinzip dahinter steht, nicht zu verletzen.



    \"Besser ist es, mit dem anderen über unsere Verletzungen zu sprechen.\" => auf jeden Fall. Sprich über di, wie du dich fühlst; Du-Botschaften verhindern eine unvoreingenommene Erörterung.



  2. zitierenLyriost schreibt am 04.05.2005 um 11:16 Uhr:@ bernardo Nein, kein moralisches Lebensprinzip, sondern Einsicht in die nur scheinbare Disparatheit des Identischen, den Schleier der Maya, Aufhebung des principium individuationis in der Liebe. Metaphysik, nicht Moral.



    Auch Ich-Botschaften nützen nur dann etwas, wenn der andere aufnahmewillig ist und nicht nur mit der Schulter zuckt.

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