Lyriost – Madentiraden

29.06.2006 um 10:31 Uhr

Vom Ego

von: Lyriost

Vom Ego

Nirgendwo läuft das (eigene) Ego so so sehr zur Hochform auf wie bei der Jagd auf das Ego (der andern). Und nicht nur das der andern. Wenn man sieht, mit welcher Inbrunst manche sich selbst geißeln und erniedrigen, dann bekommt man ein Gefühl für die egozentrische Selbstüberschätzung, die dahintersteckt.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenzartgewebt schreibt am 30.06.2006 um 08:28 Uhr:Tja, das eigene EGO will doch gestärkt, genährt werden, folglich begibt man sich auf die Jagd.

    Jeder Mensch, der mir begegnet, wird somit automatisch aus dem eigenen egozentrischen Blickwinkel abgetastet – bewertet; Dünkel (Überlegenheits- oder Minderwertigkeitsdünkel) entsteht.



    Gut, wie stärke ich nun mein Ego?

    Indem ich meine „anscheinende“ Überlegenheit aufblase und sie dem „anderen“ minderen EGO wie eine Glocke überstürze. Natürlich unter dem Deckmantel „ich weise dir den richtigen – („meinen“ )Weg – halte dich an der Hand – führe dich – stütze dich.



    Auf den ersten Blick, scheint diese ja in Ordnung. Ich gebe!

    Aber auf den zweiten Blick gesehen, NEHME ich.



    Die ABSICHT entscheidet – nicht das TUN!!!

    ABSICHT und TUN können ganz konträr sein.



    Die ABSICHT, die hinter meinen Handlungen steht – gilt es zu überdenken!!!



    NEHME ich nur (wohlgemerkt unter dem Deckmantel \"GEBEN\") – wird mein EGO platzen, denn es wächst nur dieses – NICHT ABER MEIN SELBST.





  2. zitierenzartgewebt schreibt am 30.06.2006 um 08:37 Uhr:Hörst du sie schon läuten die Glocke - Lyriost ;-)
  3. zitierenLyriost schreibt am 30.06.2006 um 08:44 Uhr:Wenn man mir eine Glocke überstülpt, bin ich der Klöppel. ;-) Du siehst: ausgeprägtes Ego. Trotzdem handle ich meistens absichtslos in bezug auf andre, ich will mich nur selbst entfalten, aus der Verfaltung befreien. Unter der Glocke wegkriechen.
  4. zitierenzartgewebt schreibt am 30.06.2006 um 09:53 Uhr:Unter der Glocke wegkriechen funktioniert aber nur, wenn man sich überhaupt gewahr wird, dass einem eine übergestülpt wurde.



    Jeder hört eben die Glocke nicht läuten…hat den Klöppel zwar in der eigenen Hosentasche, ihn aber vorsichtshalber in Watte gepackt!



    Warum wohl… ?



    Außerdem ist man meist zuviel damit beschäftigt, in irgendeiner Form – SELBST GLOCKE zu sein. Ich denke, das kann man nicht verleugnen – das passiert uns unwillkürlich! Jeden von uns!



    Ist ja auch nichts Verwerfliches – kommt immer nur auf die ABSICHT an, die dahinter steht!

    Denn, ALLEM was wir tun, geht ein innerer Impuls der ABSICHT voraus - ob wir dies nun merken oder nicht.



  5. zitierenLyriost schreibt am 30.06.2006 um 10:01 Uhr:Leider nicht nur der innere Impuls, sondern auch viel von außen Eingepflanztes, dessen konditionierender Kraft wir unterliegen und das wir häufig nicht von unserm eigenen Antrieb unterscheiden können.

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