Lyriost – Madentiraden

08.05.2017 um 10:40 Uhr

Vom Man zum Ich und zurück

von: Lyriost

Vom Man zum Ich und zurück

Manchmal braucht man es, das Ich neu zu definieren. Und dann intern ein wenig umzuorganisieren. Die schwierigste Frage dabei ist, wer das Ich neu definieren soll. Da müßte man sich wohl oder übel entscheiden. Dann taucht allerdings die Frage auf: Wer ist "man"? Manchmal hilft es, das "man" neu zu definieren. Und dann ...

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenAlcide schreibt am 08.05.2017 um 19:14 Uhr:Sind "Ich" und "man" nicht zwei Seiten desselben innerpsychologischen Mysteriums?
  2. zitierenLyriost schreibt am 08.05.2017 um 20:00 Uhr:Beide sind schillernde Begriffe, nahe beieinander, nur theoretisch-analytisch voneinander zu trennen, aber ich denke, das "man" ist im Gegensatz zum Ich, wie soll ich sagen?: überichverschandelt, -verseucht, stärker kulturell kontaminiert vielleicht. Aber das ist natürlich Definitionssache, je nach Psychoschule.
  3. zitierenFrau_VonUndZu schreibt am 09.05.2017 um 20:57 Uhr:Ist "man" nicht auch unverfänglicher, weil unpersönlicher? Man macht Fehler, aber ich doch nicht ;-)
  4. zitierenLyriost schreibt am 09.05.2017 um 21:25 Uhr:Genau: Man hatte oben "brauch" geschrieben. Ich hab das korrigiert. ;-)
  5. zitierenGrafKroete schreibt am 18.05.2017 um 13:10 Uhr:Warum sollte man sich so wichtig nehmen um ein ich neu zu definieren??? Das geschieht doch automatisch, je nach Situation und Umgebung in der man, also ich, mich befinde. Wir sind was wir sein müssen um zu überleben, das "Ich" ist nur eine Illusion........ wenn auch eine extrem Coole und Anspruchsvolle.

    Ich liebe mein Dasein weil es so phantasievoll, reich und abwechslungsreich ist, aber ich kann mich nicht ernst dabei nehmen, dazu ist die Veranstaltung namens Dasein einfach zu lächerlich. Ja, ich leite diese meine Ansicht immer auf die mir Begegnenden ab und die Ernsthaften, die ihr Dasein unter allen Umständen absolut folgerichtig gestalten wollen, die Vertreter von Ehre und Stolz, diese lebendigen Konserven, die versorgen mein ich allzuoft mit grandiosen Lachanfällen.
  6. zitierenLyriost schreibt am 19.05.2017 um 11:01 Uhr:"Situation und Umgebung" sind in hohem Maße davon abhängig, als was sich ein Ich definiert, so daß die von dir genannten Automatismen, lieber Graf, in erster Linie ichgesteuert sind. Das Ich begibt sich vor allem in Situationen und Umgebungen, die zum aktuellen Ichbewußtsein passen, was natürlich Einengung bedeutet. Neue Erfahrungen macht einer aber gerade dann, wenn er die jedem Ich anhaftenden Vorurteile hinterfragt. Das geht aber nur, wenn das jeweilige Ich nicht statisch ist.

    Stolz ist in der Tat lächerlich, aber er hat viele Facetten, und oftmals entdecken gerade die Stolzesten den Stolz nur bei anderen. ;-)
  7. zitierenUnbreakable schreibt am 19.05.2017 um 23:12 Uhr:Ob Hinterfragen allein genügt? Da glaube ich nicht dran. Das Ich ist statisch (wie könnte es auch anders sein?), auch wenn wir es lieber anders hätten. Wir sind eingeengt und können uns nicht dagegen wehren.
  8. zitierenLyriost schreibt am 20.05.2017 um 11:31 Uhr:Also, ich selbst (als statische Annahme oder besser als Selbst) habe in meinem Leben schon ganz dynamisch eine Menge von dem Ichzeug verschlissen ...
  9. zitierenGrafKroete schreibt am 20.05.2017 um 17:58 Uhr:Danke für diesen Gedanken.
  10. zitierenUnbreakable schreibt am 23.05.2017 um 22:15 Uhr:Vermeintlich, Ly, vermeintlich.

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