Lyriost – Madentiraden

16.05.2011 um 09:48 Uhr

Wahre Wahrheit

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Wahre Wahrheit

"Die Wahrheit muss erlaubt sein." Das klingt ganz toll; die Frage ist nur: wessen Wahrheit? Das Schlimme ist: Ein jeder glaubt, seine Interpretation der politischen – und jeder anderen – Wirklichkeit sei wahr, und die des Widersprechenden entspreche nicht der "Wahrheit". Solange jemand glaubt, die "Wahrheit" in seinem Besitz zu haben, läuft etwas falsch, ganz egal ob am rechten Wegrand oder am linken. Es gibt Fakten, über die man diskutieren kann, und zwar kontrovers oder nichtkontrovers – "Wahrheit" aber gibt es nur in den Träumen von Vereinfachern.

Jakob Augstein

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZwischenweltler schreibt am 16.05.2011 um 11:15 Uhr:"Wahrheit" ist m.E. eine gedankliche Krücke, welche sich die Menschen erschaffen haben, um nicht völlig in Orientierungslosigkeit zu versinken. Und obwohl es sich dabei nur um ein individuelles Provisorium handelt, werden sie nicht müde, damit zu handeln, darum zu feilschen, ein Machtinstrument daraus zu machen und sie zur Prostitution zu zwingen.
  2. zitierenGretchen schreibt am 16.05.2011 um 19:26 Uhr:Lieber Lyriost, verzeih mir meine Trägheit, aber ich hatte in den letzten Wochen echt Streß. Freue mich über Dein Schreiben, und ebenso habe ich Dein Nachdenken über "Wahrheit" an mich herangelassen .. es trifft, fand ich.

    Dir, einen schönen Abend

    Deine Gretchen
  3. zitierenGretchen schreibt am 19.05.2011 um 00:34 Uhr:Bist Du vereist, Lyriost ..?

    Gretchen
  4. zitierenGretchen schreibt am 19.05.2011 um 00:37 Uhr:O, sorry .. es sollte heißen .. "Bist Du verreist ..?"

    Nachtgrüße

    Gretchen
  5. zitierenLyriost schreibt am 19.05.2011 um 08:01 Uhr:Guten Morgen, Gretchen,

    nein, verreist bin ich nicht, aber in der nächsten Zeit viel unterwegs, so daß ich zumindest zeitweilig wenig zum Schreiben kommen werde. In meinem Leben ändert sich im Augenblick alles.

    Liebe Grüße
    Ly
  6. zitierenLyriost schreibt am 19.05.2011 um 09:34 Uhr:Lieber Zwischenweltler, so scheint es zu sein: Wir leben in einem Provisorium, dem nichts anderes zukommt als die Tatsache, daß es ist, wie es ist.

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