Lyriost – Madentiraden

10.05.2005 um 12:03 Uhr

Zaubern lernen

von: Lyriost

Zaubern lernen

In den
Kaskaden
der Wörter
wortreiche Suche
nach dem
erlösenden Wort
Zauberwort
das die Türen
öffnet.
Ich fand es
nicht.
Doch ich
fand einen
Schlüssel.
Jetzt warte ich
wortlos.
Sprechen
ist leichter.

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenBernardo schreibt am 10.05.2005 um 12:51 Uhr:weißt du genau, daß der Schlüsselbart für dieses Schloß gedacht ist? Ich bin da nicht sicher.



    Ja, sprechen ist leichter, wenn du weißt, daß das gesprochene Wort auch wirklich ankommt. Du wirfst sonst auf einer einsamen Insel sitzend eine Flaschenpost ins Meer und hoffst.
  2. zitierenLyriost schreibt am 10.05.2005 um 13:00 Uhr:Das ist ein Universalschlüssel, Bernardo. Ich bin sicher, daß er paßt, aber vielleicht habe ich ihn zu spät gefunden.
  3. zitierenBernardo schreibt am 10.05.2005 um 13:10 Uhr:oh, gäbe es den Universalschlüssel, alle Menschen wären dann leider nur noch eine manipulierbare Masse für den Großen Besitzer. Ich hoffe, ich habe dich nicht falsch verstanden oder sehe dich immer noch Hoffnung umsetzen.
  4. zitierenLyriost schreibt am 10.05.2005 um 13:20 Uhr:@ Bernardo Keine Manipulation, das ist der Schlüssel.
  5. zitierenBernardo schreibt am 10.05.2005 um 13:39 Uhr:es wird ein interessanter Abend ...
  6. zitierenLyriost schreibt am 10.05.2005 um 14:13 Uhr:Hoffnung ist ein gutes Wort.
  7. zitierenBernardo schreibt am 10.05.2005 um 15:41 Uhr:ja, aber mehr auch nicht. Leider.
  8. zitierenLyriost schreibt am 10.05.2005 um 15:46 Uhr:Nein, Bernardo, viel mehr. Lebenselixier.
  9. zitierenBernardo schreibt am 10.05.2005 um 15:50 Uhr:wenn die Hoffnung sich nicht nur auf sie konzentriert: ich schenke dir gern das Lebenselexier aus.



    Zu ihr, zum Kaffee



    Welch ein Genuß, der Duft frischen Kaffees,

    von i h r!

    Er dringt in meine Seele,

    wirbelt, wie der Schuß Sahne, in ihr,

    göttlicher Kaffee, Lebenselexier.



    Sie lud mich ein zur Gemeinsamkeit

    des Kaffees über tausende Kilometer,

    über tausende Zeiten:

    tosendes Selbst!

    Göttlicher Kaffee, Lebenselexier.



    Es ist Winter geworden, klirrend kalt;

    ich käme über tausende Kilometer,

    über tausende Zeiten:

    suchendes Selbst

    nach göttlichem Kaffee, Lebenselexier

  10. zitierenLyriost schreibt am 10.05.2005 um 15:55 Uhr:Es gibt ein Gedicht von Günter Kunert, in dem es heißt: \"da hoffe du, du hoffst dich wund\". Ich halte das für falsch, denn die Hoffnung macht die Wunde erträglich, und sie bricht erst auf und ist vielleicht tödlich, wenn keine Hoffnung mehr da ist.

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