Lyriost – Madentiraden

11.09.2006 um 14:24 Uhr

Zu laut zum Hören

von: Lyriost   Kategorie: Gedichte

Tirade 82 – Zu laut zum Hören

Nicht aus der Stille
wortreiches Taotönen
nur Leihbewußtsein

Logik im bunten Gewand
laut wie aller Machtverstand

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenzartgewebt schreibt am 11.09.2006 um 19:37 Uhr:„Leihbewußtsein“ – wow, welch famoses Wort!
    Man staune, nicht einmal geliehen, sondern selbst erdacht :-) wie passend!!
    (Ich kannte dieses Wort auf alle Fälle bis dato nicht – aber das soll ja nichts heißen, kenne ja so vieles noch nicht....)

    „Leihbewusstsein“ - Ja ja, man stopft so vieles in sich rein, und glaubt dann später, es käme alles von einem selber...wähnt sich als Erzeuger. Dabei sind viele niemals in der Lage „richtig“ zu verdauen – kommt alles ungekaut und unverdaut wieder raus.....

    Na ja, zähle wohl selbst auch dazu....bin ein schneller Esser....ein Vielfraß... :-o
  2. zitierenLyriost schreibt am 12.09.2006 um 10:47 Uhr:Du scheinst recht zu haben. Es passiert schon mal, daß man aus Versehen ein Wort erfindet, die deutsche Sprache mit ihren besonderen Möglichkeiten der Neuschöpfung lädt geradezu dazu ein.
  3. zitierenPressimo schreibt am 15.09.2006 um 11:58 Uhr:Tolles Gedicht. Es wirkt so, als könne man die Stille regelrecht "hören".
    Und auch deine Wortschöpfung sprechen mir aus der Seele. Ein "Leihbewusstsein" habe ich offenbar auch. So denke ich jedenfalls.

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