Lyriost – Madentiraden

09.04.2015 um 22:47 Uhr

Zum Beispiel Heraklit

von: Lyriost

Zum Beispiel Heraklit

Zum Beispiel Heraklit, der am Fluß steht und sinnend zu dem Schluß kommt: Panta rhei, alles fließt. Und zwar in doppelter Bedeutung: Der Fluß, an dem wir morgen stehen, ist ein anderer, und auch wir sind nicht mehr die, die wir gestern waren. Aber stimmt das heute noch wie zu Zeiten der Vorsokratiker? Damals bestanden die Flüsse allesamt aus Wasser und flossen ins Meer. Es gab noch keine durch ein Medium wie das Internet akzelerierten und gleichzeitig diffundierten Informationsflüsse, die keineswegs ein Ziel, ein Mündungsgebiet ansteuern, sondern im wesentlichen unkontrolliert umherwabern und auf deren Ausflüsse“ wir immer aufs neue stoßen, wenn wir uns im Netz bewegen. Nimmt man das heraklitische Fragment so symbolisch, wie es gemeint ist, dann ist es in seiner Geltung unterminiert, nicht mehr das, was es einmal war. 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenTrutze schreibt am 09.04.2015 um 22:59 Uhr:Wenn du wenigstens in Klammern hinter die vielen "ausländischen" Wörter die Bedeutung schriebest .... seufz ...
    Ja, ja ... es ist dein Sprache - aber weißt du, wo du hier schreibst? Vorsokratiker, akzelerierten, diffundierten, unterminiert .... Asche über mein Haupt.

    Davon abgesehen, wenn Heaktlit auseinandergenommen wird, führt das doch evtl. mal zu neuen Gedanken.

  2. zitierenLyriost schreibt am 09.04.2015 um 23:05 Uhr:Du hast recht, es ist meine Sprache. Tut mir leid, aber ich bin ja kein Übersetzer, das wäre zuviel verlangt, finde ich.

    Aber in dem andern liegst du auch richtig: Es gibt nichts, das nicht in Frage gestellt werden kann. Und sollte.
  3. zitierenTrutze schreibt am 09.04.2015 um 23:11 Uhr:Deine Sprache muss dir nicht leid tun. Mancher wünschte, er hätte eine solche.

    Nur ... wir diskutieren hier zu zweit und das nur, weil ich mutig genug bin, zuzugeben, dass ich dir ohne Duden nicht folgen kann. Andere trauen sich da gar nicht erst 'ran. ;)
  4. zitierenLyriost schreibt am 09.04.2015 um 23:20 Uhr:Es ist auch ohne philosophische Terminologie, also Fachsprache, schwierig, sich zu verständigen, weil die Wörter und vor allem die Sätze in ihrer Bedeutung nicht eindeutig sind, sondern immer subjektiv gefärbt. Und auch die Fachsprache ist ziemlich willkürlich. Glaube nur nicht, die Fachwörter hätten bei allen Benutzern die gleiche Bedeutung.
    Und dann noch die Frage: Metapher oder nicht.

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