Lyriost – Madentiraden

06.09.2015 um 22:36 Uhr

Mund abputzen?

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Mund abputzen?

Bei Mißerfolgen, besonders im Fußball, wird geradezu inflationär der Spruch von Oliver Kahn gebraucht: Aufstehen, Mund abputzen (alternativ für die Feinfühligeren: abwischen), weitermachen. Besonders lustig ist das, wenn Löw so vor sich hin floskelt, während Oliver Kahn neben ihm steht. Ich höre mir das jetzt seit Jahren amüsiert an und frage mich ein ums andere Mal: Wieso eigentlich Mund abputzen? Wenn jemand hinfällt – und das ist doch die Metaphernbasis –, fällt er eher selten auf den Mund, weil die Nase so weit vorsteht und sich überall vordrängelt, gibt sie doch gern etwas Blut von sich, was man gerade bei Fußballspielen häufig sehen kann, wenn ein Spieler gegen den Ellenbogen eines andern fällt. Dann muß natürlich erst mal die Nase abgeputzt und mit pommes- oder tamponähnlichem Verschlußgerät versiegelt werden, damit es weitergehen kann. Aber der Mund? Leider hat bisher niemand unseren ehemaligen Nationaltorhüter danach gefragt. Vielleicht sind ja mit Mund abwischen auch nur die gemeint, die vor dem Scheitern große Töne gespuckt haben.

21.06.2015 um 11:56 Uhr

Kleidung und Wetter

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Kleidung und Wetter

Man sagt, es gäbe kein schlechtes Wetter, sondern nur unzweckmäßige Kleidung. Interessanterweise propagieren vor allem jene diese Meinung, deren Kleidung einen hohen Grad an Langweiligkeit aufweist und sich stark an den Normen der jeweiligen gesellschaftlichen Gruppe orientiert, der sie sich zugehörig fühlen. Das bedeutet Selbstbeschneidung von Individualität.

Ob etwas zweckmäßig ist oder nicht, hängt in erster Linie von den Zwecken ab, von denen jemand seine Handlungsweise leiten läßt. Wenn wir (neben der jeweiligen Peergroup) ausschließlich das Wetter darüber bestimmen lassen, wie wir uns kleiden, lassen wir uns völlig unnötig in unserer Autonomie beschränken, was in einer Zeit, in der jeder – ob nun in seiner Wohnung oder in seinem Fahrzeug – über ausreichend Heizmöglichkeiten verfügt und zumindest einen Schirm besitzt, völlig unnötig ist.

Es ist heute möglich, trotz widrigen Wetters einen individualisierten Kleidungsstil zu verwirklichen, der zum Ausdruck bringt, wie wir uns selber sehen, wie wir uns fühlen und welchen Teil unserer Persönlichkeit wir öffentlich werden lassen möchten.

Ob Kleidung zweckmäßig ist oder nicht, kann nur der entscheiden, der die Zwecke kennt, die die Kleidungswahl beeinflussen. Also im Idealfall jeder nur für sich selbst.

Der Zweck von Kleidung ist nämlich, wie banal, aber besonders von Langweilern gern vergessen, keineswegs nur Schutz vor Witterungseinflüssen. Die Kulturgeschichte ist auch eine Geschichte „unzweckmäßiger“ Kleidung. Und das ist schön. Kartoffelsäcke und Co. sind es weniger.

25.05.2015 um 09:37 Uhr

Wo der Arg wohnt

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Wo der Arg wohnt

Unehrliche Menschen sind oftmals arg mißtrauisch, wittern leicht hinter jeder Ecke den tückischen Hinterhalt und glauben, ständig auf der Hut sein zu müssen, weil viele andere etwas gegen sie im Schilde führten – wissen sie doch von sich selbst: Wo der Arg wohnt, ist auch Tücke.
 
Der ehrliche Mensch, von Hause aus ohne Arg, muß sich zum Argwohn zwingen.

21.05.2015 um 12:58 Uhr

Paradoxie

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Paradoxie
 
Laut dem aktuellen Drogenbericht der Bundesregierung sterben in Deutschland jährlich 74 000 Menschen an den Folgen von Alkoholkonsum.
 
Deshalb ist Alkoholverkauf verboten, sollte man meinen. 
 
Trotz intensiver Bemühungen ist es bisher nicht gelungen, einen Haschischtoten nachzuweisen.
 
Deshalb ist Haschischverkauf erlaubt, denkt man.
 
Aber nein, es ist andersrum: Haschischverkauf ist verboten und Alkoholverkauf erlaubt.
 
Das verstehe, wer will.

07.05.2015 um 12:54 Uhr

Eins nach dem anderen

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Eins nach dem anderen

Bevor wir uns mit der Frage nach dem Sinn des Lebens befassen, sollten wir erst mal nach dem Sinn des Sinns fragen: Was ist der Sinn von Sinn?  Im Ergebnis dessen – falls wir zu einem Ergebnis kommen oder auch gerade nicht – wird die erste, die Ausgangsfrage, möglicherweise unbedeutend oder doch zumindest zweitrangig, denn wir haben genug damit zu tun, über den zugrundeliegenden circulus vitiosus nachzudenken, der beim ernsthaften Nachdenken über den Sinn von Sinn mehr und mehr das Blickfeld ausfüllt. Wir geraten da in einen hübschen infiniten Regreß und verlieren uns schnell in labyrinthischer Gedankenzirkulation.

05.05.2015 um 16:21 Uhr

Die sinkende Bevölkerung

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Die sinkende Bevölkerung

„Deutschlands Bevölkerung sinkt“, ist auf tagesschau.de zu lesen. Das verwundert mich. Schiffe sinken gelegentlich, das ist bekannt, aber nicht die Bevölkerung. Es sei denn, sie befindet sich an Bord dieser Schiffe. In diesem Fall sinkt sie mit, jedenfalls dann, wenn zuwenig Westen vorhanden sind und sie nicht schwimmen kann, die Bevölkerung.

Vielleicht ist das Ganze nur ein sogenannter Druckfehler, denn gemeint ist möglicherweise: „Deutschlands Bevölkerung singt.“ Doch weshalb sollte die Bevölkerung singen? Etwa wegen des angeblichen Abbaus von „aufgestautem Nachholbedarf“ im selben Beitrag? Bedarfsstau ist ja witzig als Denkpirouette, aber wie soll man sich das vorstellen? Tatsächlich ist es doch so, daß durch einen Stau der bedürftigen und unbefriedigten Interessenten ein Nachholbedarf entsteht. Das ist aber nicht dasselbe wie „aufgestauter Nachholbedarf“.

Am besten wäre, wenn der Schreiber versänke, vor Scham im Boden (was jedoch nicht geht, weil der Boden zu hart ist), wegen seiner offensichtlichen Unfähigkeit, durch bewußtes Denken zu klaren Formulierungen zu gelangen. 

03.05.2015 um 13:05 Uhr

Ei, ei, ei, die Kämpferei

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Ei, ei, ei, die Kämpferei

„Ich werde als Gewinner sterben“, sagte Floyd Mayweather, ein Boxer, der beinahe alles gewonnen hatte.
 
Und wenn er dann das Leben mit all seinen Gewinnen verloren hat, wird man sagen: Er ist als Dummkopf gestorben, weil er nicht verstanden hat, daß es letztlich nichts zu gewinnen gibt. 
 
Das Leben ist zwar auch eine Art Lotteriespiel, aber eines, bei dem es nur scheinbare Gewinner gibt, denn am Ende steht der Torhüter zum Jenseits, und der sammelt all die erworbenen Pokale und anderen Trophäen erbarmungslos ein. Niemand verliert sein Leben als Gewinner.
 
Den Kampf des Lebens hat man schon verloren, bevor man ihn begonnen hat. 
 
Deshalb plädiere ich für Zurückhaltung, wenn es um die großen Kämpfergesten geht, und genieße mein entspanntes Dasein.

24.04.2015 um 03:56 Uhr

Schönheit

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Schönheit und ihr Ideal

In der Antike, als die meisten Menschen noch weitgehend ungestört sinnliche Erfahrungen machen durften und mußten, meißelte man seine Vorstellungen von Schönheit in Stein. Schon frühe Artefakte sind Ausdruck der Auseinandersetzung mit der Anmut des Lebendigen und dessen weniger geschätzten Teilen wie auch mit den ambivalenten Erscheinungen der Natur.

Nach und nach entstanden ästhetische Theorien, die dazu beitrugen, den subjektiv-sinnlichen Anteil bei der Herausbildung des Schönheitsgefühls zurückzudrängen und das in den Vordergrund zu schieben, was wir als Schönheitsideal bezeichnen. Im Zusammenspiel zwischen ästhetischer Theorie und Kunst, aber auch mit Religionen und Moden, entwickelten sich die Schönheitsideale der verschiedenen Kulturen und Epochen.

Heute, im Zeitalter von Globalisierung und technischer Perfektionierung, ist das Schönheitsideal in erster Linie Ausdruck von Warenästhetik und einer computergestützten Glättung des Realen. Am Ende steht das Ideal des Photoshop-Realismus: der faltenfreie schlanke Mensch, der mit sich selbst reparierenden technischen Geräten hantiert, wie dem Smartphone, dessen Oberfläche selbsttätig etwaige Kratzer „heilt“.

Das Schönheitsideal der Zukunft wird Benutzungsspuren nicht mehr tolerieren. Und vermutlich auch keine Zeichen gelebten Lebens.  

Was übrigbleibt, ist ein industriell vorgegebenes universelles Wahrnehmungsmuster höhergradiger Perfektion, ein nicht mehr in Frage zu stellendes Ideal der Ideale.   

17.04.2015 um 15:54 Uhr

Witzig

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Witzig

Wolfgang Schäuble hat in New York Witze gemacht, und alle haben laut F.A.Z. darüber gelacht. Wer Schäubles Englisch-Pronunciation kennt, fragt sich, worüber die wohl genau gelacht haben. 

16.04.2015 um 21:48 Uhr

Über Rücksichtslosigkeit

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Über Rücksichtslosigkeit

Wenn zwei sich nicht zuletzt deshalb streiten, weil einer von beiden seine Interessen rücksichtslos durchzusetzen versucht, dann ist es kein Beitrag zu einem Kompromiß, wenn der Rücksichtslose sein rabiates Verhalten etwas abmildert. Es ist ein Witz, daß einer, der seine Rigorosität einem anderen gegenüber etwas dämpft, dafür ganz selbstverständlich ein Entgegenkommen dieses anderen als dessen Beitrag zu einem Kompromiß erwartet.

15.04.2015 um 10:19 Uhr

Meinung

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Meinung

Mit der Meinung ist es ganz ähnlich wie mit dem Geschmack. Ebenso wie der Geschmack bildet auch jene sich allzu häufig leider im wesentlichen unbemerkt und ganz ohne eigenes Zutun im Kopf der Meinenden oder auch Meinenwollenden. Ob es sich bei diesen um Wohlmeinende handelt, ist dabei zweitrangig, und dem Vorgang der Meinungsbildung vorgeschaltet ist nicht selten der der Meinungsübernahme. Man kann auch neudeutsch sagen: Die Generierung von Meinung wird gerne „outgesourct“. Das Wort wirkt auf mich in diesem Zusammenhang genauso schrecklich wie der damit bezeichnete Vorgang.

04.04.2015 um 09:59 Uhr

Kein Einklang

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Kein Einklang

Wenn das Leben vieler Menschen nicht in Einklang ist mit der einen oder anderen Religion, in deren Geltungsbereich“ sie leben, dann stimmt etwas nicht. Mit der einen oder anderen Religion.  

30.01.2015 um 20:55 Uhr

Kulturbeutel

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Kulturbeutel
 
Wenn ich, leider allzu häufig, in einem Roman wiederholt den Ausdruck „Kulturbeutel“ lese – und zwar ganz unironisch gebraucht und auch nicht eine Figur charakterisierend –, statt von Necessaire, Waschbeutel, Waschtasche oder dergleichen zu sprechen, dann weiß ich, dieser Autor ist nicht ernst zu nehmen, es fehlt ihm am Nötigsten, was ein Schriftsteller haben muß: Abstand, semantisches Reflexionsvermögen, kurz Eigenständigkeit.       

11.01.2015 um 13:42 Uhr

Was sind die Dinge?

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Was sind die Dinge?

Sind nicht die Dinge tatsächlich nichts weiter als die Essenz eines Konglomerats unterschiedlich strukturierter Wahrnehmungen und Wahrnehmungsstörungen? 

09.12.2014 um 16:32 Uhr

Aufklärung

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Aufklärung

Es gibt so viele, die mich aufklären wollen, die ganze Medienlandschaft um mich herum überschüttet mich mit Angeboten, mich aufklären zu lassen. Wenn ich mir diese Angebote allerdings genauer anschaue, stelle ich fest, daß sie sich zunehmend immer mehr gleichen: von ZEIT und FAZ über SPIEGEL und WELT bis hin zur BILD dieselbenTöne, dasselbe stark verengte Weltbild, transatlantisch eingefärbt und zunehmend potemkinsch windflatterig. Zum Glück hatte ich in der Grundschule Kant und Adorno.

FAZ 

06.12.2014 um 21:50 Uhr

Journalistische Falschheit

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Journalistische Falschheit

In der deutschen Presse mangelt es nicht an antirussischer Propaganda. Deshalb ist mir unverständlich, weshalb RT deutsch, statt wie angekündigt den fehlenden Teil zu einem Gesamtbild Rußlands zu liefern, nun selbst auf überaus plumpe Art und Weise antirussische Propaganda betreibt, indem es eine modulierte Wirklichkeit präsentiert, die so offensichtlich propagandistisch verformt ist, daß es auch der Dümmste sofort bemerkt.

Unter der Überschrift „Russische Zustände? Femen-Aktivistin drohen 3 Jahre Haft wegen Nacktauftritt im Kölner Dom“ zeigt man sich verwundert, daß im Gegensatz zum Fall Pussy Riot amnesty international nicht interveniert: „Während im ähnlich gelagerten Fall der russischen Punkband Pussy Riot … die deutsche und internationale Medienlandschaft massiv Russland und den russischen Präsidenten kritisierten … und Amnesty International umgehend die Festnahme kritisierte sowie die sofortige Freilassung der Bandmitglieder forderte, blieben ähnliche Reaktionen bei der Hamburger Femen-Aktivistin bisher aus.  

Dabei wird allerdings bewußt übersehen, daß in Köln erstens niemand festgenommen wurde, was bedeutet, daß man sinnvollerweise keine Freilassung fordern kann, und es zweitens im Gegensatz zu Rußland hierzulande keine direkte staatliche Einflußnahme auf die Justiz gibt. Und auch keine Straflager.

Immerhin gibt es in RT deutsch einen Nachtrag, natürlich nicht in so großer Schrift wie die Headline, in dem festgestellt wird, daß die Aktivistin tatsächlich verurteilt wurde: zu 1200 Euro Geldstrafe. Auf solcherlei irreführende Berichterstattung kann ich gut verzichten.

RT deutsch


06.12.2014 um 17:37 Uhr

Deutsch in Bayern

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Deutsch in Bayern
 
In Bayern wird es wohl am Sonntag Demonstrationen gegen die CSU geben, nachdem sich herumgesprochen hat, die CSU fordere, daß in bayrischen Wohnzimmern Deutsch gesprochen werden soll.

Süddeutsche Zeitung 
 

20.11.2014 um 10:08 Uhr

Geld und Wasser

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Geld und Wasser

In der Presseschau im Radio war zu hören, der SPD falle es schwer, zu akzeptieren, daß auch in der Sozialpolitik „das Wasser nicht bergauf“ fließe. Soso, auch in der Sozialpolitik nicht. Da wollte mal wieder jemand mit einem bildhaften Vergleich glänzen, ohne sich das Bild vorher genauer anzuschauen. Und ohne nachzudenken, denn er selbst hat vermutlich seinen Morgenkaffee oder -tee nur deshalb trinken können, weil vorher das Wasser in der Leitung bergauf geflossen war; denn natürlich fließt Wasser bergauf, wenn nicht durch das physikalisch-chemische Phänomen der Kohäsion, dann angeregt durch Pumpen. So wie das meiste Geld bergauf in die gutgefüllten Speicher fließt statt bergab die leeren Kassen.   

05.11.2014 um 09:53 Uhr

Künstliche Aufregung

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken   Stichwörter: Erdogan, Böhmermann

Künstliche Aufregung

Neueste Erdogan-Posse: eine Karikatur in einem deutschen Schulbuch. Der deutsche Botschafter wurde ins türkische Außenministerium einbestellt. Die Karikatur sei „ein Spiegelbild des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit“ und „beleidige die in Deutschland lebenden Türken“, meint das türkische Außenministerium. Von „Hass und Islamophobie“ ist die Rede.

Ich habe mir die Karikatur angeschaut. Was ist dort zu sehen? Ein gut integrierter, perfekt bayerisch fluchender Türke und zwei Eingeborene, von denen einer an der Wasserpfeife hängt, während der andere sich mit dem Essen wohl etwas übernommen hat, weil er es nicht so scharf verträgt, wie er glaubt. Die Bayern wirken ein wenig deppert, der Türke zwar ein bißchen zu echauffiert, aber letztlich doch souverän. Von Rassismus und Ausländerfeindlichkeit keine Spur. Rechts im Bild allerdings, und das wird der wahre Grund der Aufregung sein: ein zähnefletschender Hund in einer Hütte, auf der der Schriftzug „Erdogan“ zu lesen ist. Das erinnert an den Präsidenten Erdogan, das türkische HB-Männchen, wie man ihn kennt: immer ein wenig zu erhitzt, immer ein wenig zu bissig, immer ein wenig zu laut, immer ein wenig zu wenig souverän für einen Staatsmann.

Und immer viel zu schnell beleidigt.


FAZ

07.06.2014 um 16:32 Uhr

Gedankenausfall

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Gedankenausfall

Manche Leute verwickeln sich so in ihren Hintergedanken, daß ihnen der Grundgedanke verlorengeht. So ist das, wenn man älter wird: Die einen verlieren ihre Haare, die andern ihre Gedanken. Und manche beides. Da bleibt dann nur noch der falsche Stolz.