Peter in Japan

25.04.2005 um 15:06 Uhr

Fuji-san

von: gizmo

Hallo Daheim,

wie schon vorher angekündigt, waren wir am Fuji-san übers Wochenende. Samstag früh sind wir von unserer Bahnstation um 6:10 los und waren dann ca. gegen 10:00 dort. Wir waren in einem kleineren Ort nördlich des Fuji-san mitten in einer 5-Seen-Ebene. Da das ganze Gebiet um den Fuji-san herum relativ flach, jedoch auf 700m Höhe liegt, ragt er mit seinen 3770m ziemlich imposant heraus. Von den kleineren Hügeln außenrum hatte man eine Superaussicht auf den ruhenden Vulkan und um diese Jahreszeit hat man glücklicherweise meist wenige Wolken und es ist kaum diesig. Nur ist es natürlich etwas kühler, als hier unten in Yokohama (vor allem nachts hatte es 0°C).

Dort wohnt eine deutsche Bekannte (Susanne) von Thorsten und betreibt mit ihrem Freund zusammen eine Art Ökokaffee (namens Solarcafe) mit Übernachtungsmöglichkeit. Da sie dort auch ein paar Katzen, Hunde und Schafe haben, entschieden wir uns jedoch für ein Ryokan (traditionelle japanische Pension) von einer Freundin von Susanne im Nachbarort. Samstag vormittags erkundeten wir den beschaulichen Ort Kawaguchiko direkt an einem der Seen und fuhren mit der Seilbahn auf ein kleines Bergchen, um den Fuji noch besser zu sehen. Runter sind wir dann wieder zu Fuß und fuhren dann mit dem Buss weiter zu einem alten berühmten Schrein. Da diese Schreine meist in einem Wäldchen erbaut sind, herrscht dort himmlische Ruhe und man kann sich gut vom sonstigen Trubel in Japan erholen. Zudem haben die Arrangements aus Holztoren, Steinsäulen, alten Bäumen und shintoistischen Skulpturen eine relaxende Aura. Also hielten wir uns auch dort eine Zeit lang auf, bevor wir schon wieder zurück mussten, um noch rechtzeitig zum Bus zu kommen. Da die Zeit dann doch zu knapp wurde, fuhren wir mit dem Taxi zum Bussbahnhof, anstatt mit dem Bimmelbahn.

Als wir dann am späten Nachmittag das Solarcafe erreichten, labten wir uns an selbstgebackenem Schwarz-/Vollkornbrot und Butter. Ist schon krass, wie man so einfache Dinge vermissen kann im Land der Chinaspätzle (= Reis). Vor dem eigentlichen Abendessen haben wir ein Onsen besucht (traditionell japanisches heißes Bad, häufig mit vulkanisch erhitztem Quellwasser). Ich war schon sehr gespannt darauf, da ich zuvor noch nie im Onsen war. Es war wirklich sehr gut gemacht und schön hergerichtet. Nach dem bezahlen bekommt man gratis 2 Handtücher (ein sehr kleines zum Waschen und ein größeres zum Abtrocknen), zieht sich um bzw. aus und geht ins Bad. Dort wäscht man sich zuerst mit Hilfe des kleinen Handtuchs sitzend auf Schemeln oder wahlweise Grantiblöcken - Duschgel und Shampoo stehen auch bereit. Dieser Badebereich ist übrigens nach Geschlechtern getrennt, bevor da falsche Vermutungen aufgestellt werden. ;-)

Das Onsen selbst besteht dann aus mehreren Räumen bwz. es gibt auch im Freien Becken. Alle haben unterschiedliche Temperaturen, so dass für jeden etwas passendes dabei ist. Es geht von "kochend heiß" über angenehme Badewannentemperatur bis zu arschkalt. Auch Saunakabinen und ähnliches sind vorhanden. So probiert man alles mal durch und weiß dadurch schon bald, wo es einem gefällt (vor allem von der Temperatur her). Das kleine Handtuch legt man dabei normal zusammengelegt auf den Kopf bzw. wir haben es als Stirnband rumgebunden. Es darf auf keinen Fall das klare und reine Wasser des Onsen berühren, da es ja durch die vorherige Wäsche "verunreinigt" ist.

Alles in Allem war es sehr entspannend und man fühlt sich danach richtig erholt (und nicht fertig und erschlagen, wie ich es wegen der Hitze erwartet hätte). Ich denke, ich werde jetzt öfter mal in ein Onsen gehen...

Danach wurden wir freundlicherweise abgeholt von Jake (Freund von Susanne) und wurden im Solarcafe mit Pizza und Bier verköstigt. Gegen 23:30 wurden wir von der Ryokanbesitzerin im Minivan abgeholt und bezogen unser Quartier. Es bestand aus 2 Zimmer à 8 Tatamimatten (1 Tatamimatte = 180cm*90cm - das ist hier die Maßeinheit bei Zimmern) mit einer Schiebetüre dazwischen. So hatten wir einen großen "Schlafsaal" zu acht. Die Nacht war relativ kurz und kalt, da Ryokans nicht wirklich isoliert sind und die einzige Heizung über Nacht aus einer Heizlampe unter dem Tischchen in der Mitte besteht.  In 700m Höhe wird es auch jetzt noch Nachts empfindlich kalt.

Daher bin ich mit Jana und Florian schon vor dem Frühstück raus zum See und habe dort schöne Fotos in der Früh' geschossen. Nach dem Frühstück gings mit der ganzen Truppe auf Wanderschaft zu den verschiedenen Höhlen in der Umgebung: bat cave, ice cave und wind/lava cave. Leider gab es in ersterer keine Fledemäuse, sie waren aber dennoch alle sehr interessant. Die Engstellen zwischendurch erinnerten stark an unsere "Indiana Jones Höhlenexpedition" in Thailand auf Koh Lanta (Insider wissen Bescheid). Zumindest gab es in der ice cave ein paar schöne Eiszapfen, ja fast Skulpturen!

Nach einer weiteren Stärkung im Solarcafe fuhren wir zurück ins Städtchen und suchten uns einen Platz am Seeufer. Leider war es Sonntags nicht mehr ganz so warm, wir verbrannten uns aber trotzdem alle leichte den Pelz ;-)

Gegen 19:00 war die Abfahrt aus der Natur zurück Richtung Metropole Tokyo. So erreichten wir sehr erschöpft, aber mir vielen neuen tollen Eindrücken unser Wohnheim gegen 22:30.

Hier die zugehörige Bildergallerie vom Fuji-san und Umgebung.

Ach ja: rechts in der Weblog-Navigation unter dem Kalender gibt es jetzt alle Bildergallerien in einer Übersicht.

Bis zum nächsten Mal
Euer Peter

22.04.2005 um 13:55 Uhr

Was die nächsten 2 Tage so abgeht:

von: gizmo

Hallo Daheim,

 

ich melde mich noch mal kurz vor dem WE. Wir werden morgen früh um 6:30 losfahren in Richtung Fuji-san (gleich nördlich am Fuße des Fuji). Thorsten hat dort eine Bekannte, die eine Pension betreibt. Wir übernachten gleich nebenan in einem Ryokan (traditionelle japanische Unterkunft). Dort wollen wir ein wenig die Natur genießen (nach unseren anstrengenden Wochenenden in der Stadt), ein wenig die Seen um den Fuji und die Höhlen anschauen. Wir bleiben dort bis Sonntagabend. Ihr werdet also frühestens am Montag wieder was von mir hören.

 

Das Wetter scheint gut zu werden uns so werden wir hoffentlich eine gute Aussicht auf den heiligen Berg haben.

 

Viele Grüße

Euer Peter

18.04.2005 um 14:29 Uhr

Wieder mal Wochenendsbericht ;-)

von: gizmo

Hallo daheim,

letzte Woche (am Mittwoch abend) war ich das erste Mal im Volunteer Japanischunterricht. Das bedeutet, dass sich Japaner ehrenamtlich mit uns beschäftigen und uns ihre Sprache lehren. Es waren insgesamt nur sehr wenige Teilnehmer, so dass für Thorsten und mich gleich drei Betreuerinnen zuständig waren. Alle drei waren grob um die 50 und so ich könnte mir vorstellen, dass sie alle Hausfrauen sind, denen es daheim zu langweilig geworden ist, nachdem die Kinder aus dem Haus sind. Als Erklärung: in Japan ist es fast ausnahmslos üblich, dass Frauen nur bis ca. 25 arbeiten und danach ausschließlich Hausfrau und Mutter werden und auch bleiben.

Es war auf jeden Fall sehr lustig, interessant und lehrreich. Wir gehen jetzt jeden Mittwoch für 1 1/2 Stunden nach der Arbeit hin. Schon in der ersten Unterrichtseinheitseinheit haben wir doppelt bis dreifach so viel durchgenommen, als in einem VHS-Abend daheim. Ging wirklich alles im Sauseschritt ab... Wenn man was nicht kapierte, erklärten sie es einem zuerst auf japanisch, dann die Unklarheiten in der Erklärung wieder auf japanisch usw. usw.  Erst nach mehreren Versuchen kamen dann ein paar englische Erklärungen... Bis nächsten Mittwoch sollen wir den Stoff wiederholen, da dann ein anderes Themengebiet dran kommt.

Noch ein Nachtrag zum Schwimmbad. Ich war diese Woche noch einmal und habe mal nach der Wassertiefe geschaut: am "tiefen Ende" hat das Becken ganze 1,20m! Auf der flachen Seite nur noch 1,10m! Hier können nicht mal Japaner ertrinken... Ich streife sogar manchmal mit den Füßen auf dem Boden beim Brustschwimmen...

Zum Wochenende: Am Freitag wollten wir eigentlich in Kawasaki auf ein Festival gehen. Es sollte einen Festzug rund um einen berühmten Schrein geben. Leider waren wir zu spät dran, bis wir nach der Arbeit dort waren, war leider alles schon vorbei. Also gingen wir in ein Shabu-Shabu Restaurant - dort grillt man sein Essen selbst auf dem Tisch. Man bekommt einen kleinen Tongrill mit Kohlen drin und darüber hängt von der Decke ein kleiner Leistungsstarker Abzug. Wir haben eine Art gemischtes Familienmenü genommen - so reichte die Auswahl über Schwein, Rind,  Hühnchen und dessen Knorpel über Weißkohl bis zu scharf eingelegtem und normalem Gemüse. War größtenteils sehr lecker, nur der Knorpel war ungenießbar :-(

Danach gings noch 2 Stunden in die Karaokebar wo es wieder mal sehr lustig wurde. Ich mach doch noch eine in Deutschland auf.... ;-)

Samstags sind wir nach Odaiba (künstliche Insel aus Müll in der Tokyo Bay, auf die man mit einem fahrerlosen Transportsystem kommt) und haben dort das Fuji TV Zentrum besichtigt. Dazu gehört auch eine riesige begehbare Kugel in Schwindelerregender Höhe. Innen wurde ein neuer japanischer U-Boot-Kinofilm vorgestellt mit einer live U-Boot-Simulation, die uns aber nicht gerade vom Hocker riss. Danach waren wir endlich mal wieder eine richtige Pizza essen und sind entlang der Küste an einem Motorradrennen vorbei zum Toyota Showroom. Da wars wirklich cool: man konnte verschiedene Simulatoren fahren und sich alle Toyota-Modelle ansehen. Zudem wars möglich, in einen GTR-Supra zu sitzen, was mir nach einigen fakirartigen Verrenkungen und zur Belustigung aller auch gelang. Am Steuer sitzen sonst nur 1,65 große und 60kg schwere japanische Rennfahrer...

Gleich nebenan befand sich noch ein wunderschöne Einkaufspassage im Stil einer italienischen Innenstadt. Der künstliche Himmel und die restliche Beleuchtung wechseln nach Tageszeiten ihr Aussehen und auch Springbrunnen gehörten zur Ausstattung. Darin fanden wir auch die Toyota History Garage mit vielen Klassikern von verschiedenen Herstellern. Unter anderem auch der Honda S800 (der antiquierte Vorgänger des heutigen S2000), der schon in den 60ern mit 800ccm bis 8000U/Min drehte und 60PS locker machte!!!

Gegen abend gings dann noch nach Shibuya zum Essen und noch kurz in eine Bar, wo der Abend um 23:15 jäh endete, da wir noch den letzten Zug bekommen wollten.

Den Sonntag verbrachten wir in Kamakura, was seinerseits als eine Art nahgelegenes Kyoto für gestresste Tokyoter gilt. Hier bekommt man schöne Berühmte Tempel zu Gesicht und auch der sitzende 13m große Bronze-Buddha Daibutsu, dessen umgebender Schrein einst durch eine Flutwelle dahingerafft wurde. Lustigerweise kann man auch in ihn hinein und die eigentliche Konstruktion bestaunen.

Eine andere Schreinanlage drehte sich thematisch um totgeborene oder abgetriebene Kinder. Hier stellen die Mütter kleine Statuen in Gedenken an ihre schrecklichen Erlebnisse auf. Manche davon tragen auch selbstgestrickte Mützchen oder Lätzchen... Es war sehr berührend!

So weit für heute.
Wie immer gibts dazu auch wieder eine Bildergallerie.

Viele Grüße
Euer Peter

13.04.2005 um 14:48 Uhr

unter der Woche...

von: gizmo

Hallo daheim,

am Montag bin ich mit Thorsten zusammen auf dem Heimweg in Yokosuka das erste mal ins Schwimmbad gegangen. Zuvor haben wir mal wieder Horrorgeschichten über die Regeln dort gelesen. Angeblich soll es in manchen Schwimmbädern feste Pausen geben: man darf 30min Schwimmen und MUSS dann 10min Pause machen und raus aus dem Wasser (mehrere Bademeister sollen das angeblich überwachen und dabei auch ständig erklären wieso das Ganze). Zudem soll es verboten sein, in der selben Bahn hin- und zurückzuschwimmen - quasi lauter Einschwimmstraßen... etc.

Mal wieder hat sich fast nichts davon bewahrheitet und trotzdem war es anders, als bei uns. Angefangen von der Wassertemperatur: hier sind ja eh alles Warmduscher bzw. Heißbader und auch das Schwimmbecken warm gut lauwarm. Zudem war die tiefste Stelle ca. 1,50m und an der flachsten 1,20m, so dass man auch nirgends reinspringen konnte/durfte. Ansonsten wars mal wieder gut, sich eine Stunde sportlich zu betätigen. Die schwimmenden Japaner haben sich nicht gerade überanstrengt (wie in vielen anderen Lebensbereichen ja auch). Sie sind extrem gemächlich ihre Bahnen gepaddelt und die Pausen dazwischen war jeweils länger, als der aktive Teil. Die haben einfach überall die Ruhe weg! Da kann man sich noch was abgucken.

Gestern (Dienstag) sind wir (Wolfgang, Thorsten und ich) noch abends nach Yokohama rein. Wir waren in der Gegend um den Landmarktower und wollten nochmal ins bayrische Braustüble, nachdem wir letztes mal erst 10min vor Ladenschluss dort waren. In der Hoffnung, dort einen Wurstsalat oder einen Fleischkäse mit Zwiebeln und vor allem Schwarzbrot zu bekommen, liefen wir mit wässrigem Mund dort ein. Leider war die Speisekarte wie erwartet "eingejapanischt". Nur wenige Dinge wie Sauerkraut oder Eisbein kannte man von der Heimat. Die anderen Speisen waren eher international bis japanisch. Also entschied ich mich für ein "Hamburger Steak mit Zwiebelsoße" und erwartete etwas Rostbratenartiges. Die Soße und die Zwiebeln waren sogar leicht ähnlich, aber das Steak war quasi Hackbraten (wie der Name schon vermuten lässt)... Der Brotkorb dazu war leider auch nicht mit Schwarzbrot gefüllt, sondern mit Baguette und kleinen weichen Bötchen (fast wie Hefezopf). Schlecht war es trotzdem nicht, vor allem das Weizen dazu!

Danach sind wir weitergezogen und suchten eine Bar im Landmark Tower Plaza (das Einkaufzentrum am Landmark Tower). Im 4. Stock wurden wir fündig und verbrachten den restlichen Abend in einer Bar mit herrlichem Ausblick auf die Bucht von Yokohama, das Riesenrad und den 4mastigen Schoner. Die Barhocker standen an einem Thekenbrett direkt entlang des Fensters! Wir hatten also eine Superaussicht den ganzen Abend über. Selbst vom Klo aus konnte man in die Bucht schauen beim Pinkeln ;-)

Yokohama ist vom weggehen her viel relaxter als Tokyo. Dort ist alles laut, voll und teurer aber es gibt halt auch mehr Auswahl. In Yokohama ist es abends gemächlicher und vor allem günstiger (hat ja nur 3,5Mio. Einwohner, also quasi ein Städtchen ;-). Aber ich denke, gerade bei Karaoke u.ä. kommt man hier einiges billiger weg und wird durchgehen besser bediehnt.

Da auch vom Landmark Tower der Heimweg eine dreiviertel Stunde dauert und ich daheim auch nicht gleich ins Bett bin, wurde es mal wieder 1:00. Also eine kurze Nacht, wie so häufig hier. Man will ja schließlich was sehen und erleben und nicht nach der Arbeit heim und schlafen...

So viel für diesmal
Viele Grüße
Euer Peter

11.04.2005 um 15:26 Uhr

Neues aus Nihon...

von: gizmo

Hallo Zuhause,

 

das Wochenende war mal wieder sehr erlebnisreich. Es ist Hanami (Kirschblütenzeit) und das wird hier ausgiebig gefeiert, vergleichbar wie bei uns am 1. Mai: die Leute ziehen in die Parks mit Sack und Pack, Kind und Kegel. Dort trinken, feiern und grillen sie bis zum abwinken. Man wird richtig angesteckt, wenn man sich in Parks aufhält, da man ja eh auf Tuchfühlung gehen muss (wegen den vielen Leuten ist es ja voll genug).

 

Aber eins nach dem anderen:

Am Freitag waren Wolfgang (ein Praktikant aus Niederbayern vom Werk im Norden von Yokohama), Thorsten und ich in der Gegend um die Yokohama Station unterwegs. Zuerst sind wir in einen 6stöckigen "Fresstempel" gegangen. In jedem Stockwerk gab es eine leicht andere Küche, es gehörte jedoch alles zusammen. Dort bestellt man mehrere kleine Gerichte und teilt sie miteinander. Dadurch konnten wir viel durchprobieren: teilweise koreanische Küche, teilweise japanische. Interessant sind vor allem überbackene Dinge mit Fischflocken drauf (getrockneter Fisch ganz dünn gerieben), da sich dieser durch die Hitze auf dem Teller bewegt... War mal wieder sehr gut und günstig, auch wenn das Roastbeef nur aus 6 Stückchen Schaschlik bestand ;-) Pro Teller zahlte man nur 2-4Euro!

 

Danach sind wir eine Runde bowlen im 2. Stock in einem Spielkomplex gegangen. Im 1. Stock war eine Eishalle, wo gerade eine Eishockeymannschaft trainiert hat. Direkt daneben waren Spielautomaten und Billard. Im Stock darüber war dann Bowling mit 56 Bahnen! Darüber ging es glaub auch noch weiter... War auf jeden Fall mal interessant (für mich das erste mal Bowling), aber Kegeln liegt mir irgendwie mehr. Die Bahnen und die Kugeln dabei sind einfach "handlicher". Vor allem mussten wir die schwersten Kugeln nehmen, damit unsere europäischen Wurstfinger in die Löcher passten und auch bei den Bowling-Schuhen ging es sich gerade noch aus. Hier wird die Schugröße in cm gemessen (eigentlichlich sehr sinnvoll) und das größte war 30. Danach haben wir noch ein paar Bierchen (600ml Kingsize) aus schönen hohen Gläsern in einer Bar gezwitschert und mussten dann auch schon wieder langsam heim.

 

Samstag sind wir dann nach Tokyo in Richtung Kaiserpalast. Mit dabei waren zudem noch Jana und Matthias (auch aus dem Wohnheim im Norden von Yokohama). Wir genossen zuerst Hanami entlang der Palastgrabens und haben dann auf den Parkwiesen ein wenig relaxt. Da wir schönes sonniges Wetter hatten, bekamen wir sogar eine leichte Röte im Gesicht ab. Die Japaner huschen normal gleich in den Schatten unter einen Baum oder unter einen Sonnen/Regenschirm. Hier ist ja schöne weiße Haut IN, entgegen unserem westlichen Schönheitsideal. Speziell dafür gibt es, wie in Thailand, Whitening Cremes etc.

 

Dann ging es weiter zum eigentlichen Kaiserpalast (von dem man leider nur wenig sieht, dessen Vorhof aber sehr schön und impossant ist. Die ganze Fläche liegt mitten im Herz von Tokyo neben dem Bankenviertel und ist sehr verschwenderisch angelegt. Aber irgendwie ist das auch das schöne daran: man hat immer wieder grüne Lungen, die auch akustisch als Naherholungsgebiet der Tokyoter dienen. Gegen Dämmerung (schon ab 18:00) haben wir auf dem Weg zum Tokyo Tower noch einen kleinen Schrein gefunden. Die 86 sehr steilen Stufen, die auf den Hügel hinaufführen, sind bekannt dafür, dass dort immer wieder Reiter hoch- und runtergeritten sind. Allerdings war es schon für uns Menschen eine extrem steile Zumutung! Oben im Schrein fanden wir mal wieder eine Oase der Ruhe und Entspannung. Alles war sehr schön hergerichtet und mit viel Stil arrangiert. Kleine Gärtchen, Teiche, Kirschblüten, Statuen etc. ergeben ein harmonisches Ganzes...

 

Als es dann weiterging zum Tokyo Tower (Nachbildung des Eifelturms, jedoch mit 333m genau 11m höher als der Echte) war es schon dunkel. Also konnten wir oben die Aussicht auf Tokyo bei Nacht genießen, waren jedoch nicht die einzigen mit dieser Idee. Also hieß es Schlange stehen, vor allem auf der Zwischenebene auf 150m, bevor wir auf die oberste Besucherebene in 250m kamen. Dort wurden wir aber durch imposante Bilder von Tokyo beleuchtet bei Nacht entschädigt.

 

Wir wollten uns im Anschluss noch mit 2 Anderen (1 Deutscher, 1 Franzose) in Shibuya treffen, jedoch dauerte die U-Bahnfahrt (samt hinlaufen und umsteigen) wie immer ziemlich lange. Da geht immer zwischendrin 1/2 - 3/4h drauf. Bis wir dann dort ein Restaurant gefunden hatten, blieb nur noch eine Stunde bis zu unserem letzten Zug Richtung Wohnheim. Doch diese eine Stunde verbrachten in einer cool eingerichteten Bar: es war alles auf indisch und buddhistisch getrimmt mit einem riesigen goldenen Buddha in der Mitte und großen Holzelefanten am Eingang. Nachdem wir den Kellner um ein Gruppenfoto baten, lotste er uns vor den Buddha, verscheuchte höflich die davorsitzenden Gäste und lichtete uns ab. War fast ein bisschen peinlich, da das ganze Restaurant quasi zusah...

 

Am Sonntag zog es uns wieder in einen Park - diesmal allerdings in Yokohama. Da Matthias am Samstagabend durchgemacht hatte, war er Sonntags "außer Betrieb". Also waren wir nur zu viert unterwegs. Den Weg dort hin bestritten wir mit dem Bus. Das lustige war, dass ein kleines Kind mein Bein wohl für das seines Daddys hielt und es die halbe Fahrt fest umklammerte. Die Mutter entschuldigte sich mehrmals, aber der Kleine wollte nicht loslassen – war echt süß.

Wir fanden einen wunderschön angelegten Park mit Schrein und einer Art alter japanischen Siedlung (vgl. Wackershofen). Dahinter fand man immer wieder kleine Wasserfälle und Felsen mit alten "Naturkühlschränken" darin. Die vielen Japanerinnen in Kimonos trugen den Rest zum Gefühl bei, man sei mitten im altertümlichen Japan. Es gab viele Teiche mit Brückchen darüber, Enten, Karpfen und Schildkröten drin, überall Kirschblüten und darunter feiernde Japaner. Wobei es hier einiges gesitteter zuging, als in den großen Parks in Tokyo. Lustigerweise wurde ich auf dem Stück Fußweg vom Bus in den Park von einem alten Japaner angesprochen: er war glaub mindestens 85-90, hatte keine Zähne und kaum mehr Haare. Er fragte, ob wir Deutsche seien, freute sich darüber und redete dann plötzlich auf deutsch. Zumindest war sein deutsch besser als mein japanisch und so unterhielten wir uns während dem Laufen. Er erzählte, dass er gerade deutsch lerne und auch noch demnächst nach Deutschland wolle. Ich denke, dass es ein alter Kriegsveteran war und daher sein Interesse für Deutschland herrührte. War aber wirklich nett und interessant...

 

Als es gegen Abend kühl und zugig wurde, brachen wir wieder zur Yokohama Station auf um noch etwas zu essen: endlich mal PIZZA!!! allerdings hatte sie das Format einer Mini-Pizza, war aber geschmacklich recht gut.

 

Da es alles in allem ein sehr schönes, interessantes, erlebnissreiches aber auch anstrengendes Wochenende war, blieben wir nur bis 19:30 und gingen danach zurück ins Wohnheim.

 

Passenderweise fing es heute pünktlich zur Arbeitswoche an zu regnen. So war es bisher schon öfter: Am WE schön und sonnig und verregnet unter der Woche, aber so lange es sorum bleibt, kann man sich ja nicht beklagen! Heute morgen soll übrigens schon wieder ein Erdbeben hier in Tokyo und Umgebung gewesen sein. Davon gibt es ja 30-50 spürbare im Jahr. Von Florian (im Norden von Tokyo) habe ich mitbekommen, dass es ihn heute morgen um 7:22 samt Bett hin- und hergeschoben hat und eigentlich hätte man es bei uns auch gut spüren müssen. Ich bin um 7:26 von den Sonnenstrahlen aufgewacht, habe jedoch nichts vom Beben mitbekommen. Schon das zweite Beben, das ich einfach verpennt habe. Laut Asaya-san hat man es auch bei uns gut gespürt - auch er wachte davon auf! Naja - früher oder später werd ich aber sicher auch mal eins wach erleben ;-)

 

So viel mal für heute.

Viel Spaß mit der Bildergallerie, die das ganze noch anschaulicher macht...

 

Viele Grüße

Euer Peter

 

P.S. Ich muss meine Erdbeben-Erfahrung revidieren: gerade in der Arbeit um 15:35 war wieder ein Erdbeben. Laut Asaya-san genauso stark wie das heute früh. Fühlt sich komisch an, wenn alles wackelt (wir nicht-Pazifik-Insulaner kennen das ja nicht von Kind auf). Alles wackelte leicht, als würde einer außen die ganze Fabrik 2-3mal schütteln... War ja nur ein kleines, aber immerhin: ein Erdbeben!

07.04.2005 um 15:21 Uhr

Kleines lustiges Video

von: gizmo

Hallo daheim,
 
hab nach fast 4 Wochen Jagd endlich einen abbiegenden LKW filmen können. Was daran besonderes ist? Hier reden einige LKWs beim abbiegen oder rückwärts fahren. Es heißt so viel wie: "tüt tüt tüt - Achtung, ich biege links ab - tüt tüt tüt..." und soll verhindern, dass evtl. Radfahren umgenietet werden.  Also unbedingt Ton laut aufdrehen!
 
Auch vorbeifahrende Krankenwagen bitten per Lautsprecher höflich, doch bitte Platz zu machen und bedanken sich danach auch...
Sogar die Fahrzeuge sind hier also höflich ;-)
 
Link zum Video (Achtung: ist ca. 4MB groß)
 
Euer Peter

06.04.2005 um 11:39 Uhr

alltägliche Erfahrungen

von: gizmo

Hallo Daheim,

da mal wieder eine Arbeitswoche ist, erlebe ich nicht viel. Daher nehme ich mir die Zeit und muss mal mit ein paar Vorurteilen gegenüber Japan und seine Bewohner aufräumen. Man (auch ich) liest ja viele Dinge, von denen viele jedoch nur sehr eingeschränkt oder gar nicht gelten:

Es heißt zum Beispiel, dass man hier nicht Hand in Hand auf öffentlicher Straße mit seiner Freundin gehen darf, geschweige denn in der Öffentlichkeit küssen. Was ich hier so beobachte (besonders in den Parks) wiederlegt das eindeutig. Beides sieht man genauso häufig wie bei uns auch, also kann ich das durchaus auch mit meiner Maus machen, wenn sie mich besuchen kommt.

Dann liest man zum Beispiel dass hier alle Mangas (jap. Comics) lesen. Auch das stimmt so nicht. Es ist weder so, dass morgens im Zug jeder einen liest, noch dass man in jeder Tageszeitung einen findet. Natürlich sieht man es ab und zu, aber nicht immer und überall. Und wenn, dann sind die wenigsten Mangas krass bzw. derb, sondern meist normale Geschichten.

Was angeblich hier ja auch passieren soll, ist dass Männer angeblich einfach so mal irgendwo hinpinkeln, da es ja ein "natürliches Bedürfnis" ist. Seit nun knapp 4 Wochen habe ich das auch noch nie gesehen hier.

Was wiederum stimmt, sind die Gerüchte über die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Wenn man bei uns in Deutschland jemanden nach dem Weg fragt, wird einem zwar geholfen, hier läuft es aber oft anders ab: Der Gefragte zeichnet eine kleine Karte oder er geht einfach vorraus und weist einem den Weg (auch wenn es nicht zufällig sein eigener ist). Noch krasser geschieht das Ganze z.B. in einem Kaufhaus. Erst am Montag waren wir im Keikyu Kaufhaus in Kamioka (10 Stockwerke a Grundfläche des Ö). Wir suchten nach der Sportabteilung und fragten im 4. Stock einen Angestellten, der an der Rolltreppe stand und kurz vor Ladenschluss sich bei allen Kunden verbeugte und für den Einkauf bedankte. Nach gestellter Frage spurtete er los und holte eine Broschüre mit Lageplan des Kaufhauses. Doch er suchte selbst darin und bat uns danach mitzukommen. Er führte uns durch sämtliche Stockwerke nach unten in das EG (ist hier in Japan = 1. Floor) und dort aus dem Kaufhaus heraus in eine unterirdische Passage. Nach einigen Rolltreppen hatten wir den Sportladen erreicht, er verbeugte sich und bedankte (!) sich. Wir natürlich auch bei ihm mehrmals für die Hilfsbereitschaft. War schon krass. Zudem kam noch, dass wir schon kurz vor Ladenschluss während der Reise durch das Kaufhaus hatten. Der Weg zum Sportgeschäft führte u.a. quer durch die Damenabteilung, wo auf jeder Seite des Ganges ca. alle 5m eine Verkäuferin stand und sich bei vorbeilaufenden Kunden mit Verbeugung und mündlich bedankte (für den Einkauf) - und der Gang war ca. 100m lang! Man kam sich vor wie der Kaiser persönlich, der gerade an seinen Untertanen vorbeiläuft. Als die Reihe der Verbeugenden nicht enden wollte, wurde es fast schon gruselig ;-)

Generell ist es meistens so, dass sobald man jemanden etwas fragt oder um etwas bittet, dieser sich sofort auf den Weg macht und den Wunsch zu erfüllen bzw. das Problem zu lösen. Man erwartet das ja meist nicht, aber selbst wenn ich (auch in der Arbeit) nur eine Kleinigkeit frage, macht sich derjenige sofort auf den Weg und kümmert sich darum, egal wie lange es dauert... Das ist einem manchmal richtig peinlich!

So viel mal zu meinen alltäglichen Erfahrungen hier in Nihon.

Viele Grüße in die Heimat
Euer Peter

04.04.2005 um 15:30 Uhr

Review vom WE

von: gizmo

Hallo Daheim,

Das Wochenende war mal wieder anstrengend. Am Freitag waren wir wie zuerst Sushi essen mit Asaya und Keisuke. Die beiden haben für uns einen gemischten Teller bestellt. Es war reichlich und sah echt gut aus. Geschmacklich war es an sich auch lecker, nur ist bei Sushi immer schon Wasabi (japanischer Meerrettich) "mit eingebaut", d.h. unterm Fisch ist ein wenig grüne Chreme versteckt. Die ist allerdings sauscharf. Bei manchen rundete es den Geschmack optimal ab, bei manchen wars einfach zu viel des Guten. Mir schossen die Tränen in die Augen und es pfiff von hinten hoch durch die Nase wie 100mal stärkeres "Fishermens Friend Konzentrat". Keisuke wollte schon meine Freundin anrufen zum trösten, doch als er dann selbst dieses eine Stück mit Garnelle und viel Wasabi aß, konnte er es auch nicht zurückhalten und musste "weinen"... Wasabi ist übrigens anders scharf, als Chili: er brennt nicht im Hals und Magen, sondern in Mund und die Nase hoch. Dazu gab es natürlich auch wieder Mizu-suppe, diesmal allerdings frisch zubereitet mit ausgekochten Meeresfrüchten drin - sah am Ende etwas ecklig aus (siehe Bilder). Als zweiten Gang wollten uns die beiden überraschen: zuerst kam ein kleines Tellerchen mit geriebenem frischen Ingwer als Grundlage (ist hier eher säuerlich/salzig fast wie saure Gurke und nicht scharf) mit kleinen Fleischscheiben drauf. Sie waren dunkelrot, fein marmoriert mit Fett und tiefgefroren. Schmeckte etwas komisch und nachdem wir probiert hatten, wurden wir aufgeklärt, dass es Pferd war (roh gefroren). Die zweite Überraschung war ein Algensalat mit kleinen rohen Fischchen drauf. Sie waren weiß bis durchsichtig und hatten kleine Glubschaugen. Asaya erzählte, dass es dieselben Fische auch lebendig in einer kalten Suppe gibt ;-) Die schmeckten eigentlich ganz passabel.

Danach gings weiter in die Karaokebar. Das war vielleicht mal geil! Vorher war ich ein wenig skeptisch, da wir nur zu dritt angefangen haben (Keisuke hatte noch ein anderes Date) aber selbst da ging es schon ab. Karaoke läuft hier meistens so ab, dass man sich eine Box mietet (gibts in unterschiedlichen Größen von 2-12 Personen). Jeder in Japan geht dort mehr oder weniger häufig hin. Wir sahen auch ein älteres Pärchen, eine Mutter mit Kind u.v.a. eine Box mieten. Man bezahlt pro Kopf pro Stunde zwischen 7 - 10 Euro und hat nomihodai (dring an much as you can). Also geht es da nicht nur ums singen, sondern auch darum, den Fisch im Bauch schwimmen zu lassen bzw. besoffen zu machen ;-). Das Getränkeangebot geht von alkoholfreiem über Cocktails (sind sehr schwach), Wiskey, Sake und Bier. Nach einer halben Stunde kamen auch noch Beat und Wolfgang dazu und es wurde noch lustiger... Wir sangen und tranken uns die Seele aus dem Leib und blieben insgesamt 3h. Ich kann nicht sagen, wie viel Bier ich getrunken habe, da ich ja nicht mitzähle, gell? ;-)

Jedenfalls können sich alle Besucher auf heitere Karaokeabende gefasst machen. Und auch danach daheim müssen wir unsere (mal vor einer Weile angefangene) Karaokewelle wieder aufnehmen...

Am Samstag gings dann schon wieder um 10:30 los nach Tokyo, wo wir allerdings verspätet ankamen (wie viele andere auch). Das Praktikantentreffen begann ziemlich ausgeweitet (30-40 Leute inclusive einiger Japaner von Bosch) im Yoyogipark. Die Kirschblütenzeit ist gerade am beginnen und der Park war randvoll mit Leuten - eine Art Stadtfeststimmung. Zwischendrin sind wir noch kurz rüber in den anliegenden Meji-Schrein. Er ist sehr berühmt, riesig und auch sehr schön. Gegen halbsieben brachen wir auf und es bildeten sich Grüppchen: Karaoke, Disco oder Onsen (heißes japanisches Bad). Ich wählte die erste davon. Also gings ab nach Shibuya in eine große Karaokebox (wir waren ja 11). Auch da wurde es 2h lang richtig lustig und das Bier fing an wieder gut zu schmecken. Die ganzen tiefen Lieder musste ich singen - auch Metallica - das Bier und die Erkältung gaben den Rest zu meiner Stimme ala James Hetfield. Gegen 22:00 gingen wir weiter in eine normal Bar und die ersten "Leichen" verließen uns schon. Da um 23:30 der letzte Zug nach Gumyoji fährt, musste ich mich früh am Abend entscheiden, ob ich bleibe oder heim gehe. Es war mir aber noch zu früh - eine schwerwiegende Entscheidung, wie sich später herausstellte. Ich konnte dann nämlich erst wieder mit dem ersten Zug um 5:00 heim. Um 1:30 beschlossen wir übriggebliebenen 4 + 1 Japanerin (die ein Praktikant mitschleppte), die andere Gruppe in Ropongi zu suchen. Nach langer Überredung fuhr der Taxifahrer auch mit 5 Gästen los. Wir fanden sie in einem Club (wussten aber schon vorher, dass sie dort hinwollten). Ab 3:00 überkam mich dort dann eine brachiale Müdigkeit. Es gab zwar Lounge-ecken mit Sofas in die man aber nur durfte, wenn man Chamagner trank. Also nickte ich sitzend auf einem Barhocker bis 4:00, als wir losliefen in Richtung Shibuya Bahnhof. Dort warteten wir auf den 5Uhr-Zug und um halbsieben war ich halbtot daheim. Aber alles in allem war es trotzdem gut, auch wenn ich den Sonntag bis 15:00 mit schlafen verbrachte.

Sonntags lief dann, bis auf ein paar Telefonate u.a. mit meiner Maus, nicht mehr viel. Ich hab auch endlich mal mit Pat telefoniert und ein paar mehr Infos über seine Autowahl erfahren...

Machts weiterhin gut daheim. Ich denk oft an euch. Vieles von dem hier würde euch auch Spaß machen...

Hier die Bildergallerie dazu.

Zudem noch eine kleine Bildergallerie über die hießigen Autos.

So viel für diesmal.
Sayounara
Euer Peter

01.04.2005 um 11:14 Uhr

was demnächst passiert...

von: gizmo

Hallo zusammen,

es ist mal wieder Wochenende und ich habe einiges bereits verplant. Heute Abend gehe ich zusammen mit Thorsten und Asaya-san Sushi Essen. Hier  in Gumyoji gibt es ein kleines Sushirestaurant, das sehr bekannt und sehr gut sein soll. Da wir ja einen fachkundigen Begleiter dabei haben, kann ich hoffentlich den zähen Tintenfisch so oft wie möglich umgehen.

Danach solls dann noch weiter gehen - was trinken oder Karaoke mit nomihodai (drink as much as you can).

Morgen gehts dann nach Tokyo. Eine Praktikantin hat ein inoffizielles Treffen aller Praktikanten hier in Japan bei Bosch organisiert. Wenn alle kommen, wären es 20-30 Leute. Es soll zuerst in einen Park gehen (jetzt ist gerade Anfang der berühmten Kirschblütenzeit), danach in ein Onsen oder Vergnügungspark, dann Abendessen (vielleicht auch wieder Sushi) und zuletzt noch ein bisschen in eine Bar oder Kneipe. Da gibts aber wieder das Problem, dass man entweder gegen 23:30 losfahren muss um noch heimzukommen, oder halt bis 5:00 durchmacht und die erste Bahn nimmt...

Ich denke, den Sonntag brauch ich dann zum erholen. Vielleicht bekomm ich auch endlich mal meine nervige Erkältung weg. So stark und lange hatte ich so was noch nie! Alles ist immer noch richtig zugequollen und verschleimt. :-D

Ich melde mich dann wieder wie es so war...

Viele Grüße an euch alle
Euer Peter