Stimmung: gut
Die Idee des bedingslosen Grundeinkommens gewinnt immer mehr Befürworter. Der Chef des HWWI (Hamburger Weltwirtschaftsinstitut) Prof. Straubhaar fordert die Einführung des Grundeinkommens füer alle, genauso wie der Thüringische Ministerpräsident, Dieter Althaus. Sie gehen von 700 Euro im Monat für jeden aus. Götz Werner, Milliardär und Besitzer der Drogeriemarktkette DM, fordert es ebenfalls, aber in einer Höhe zwischen 800 und 1500 Euro, damit auch die Teilhabe an Kultur gewährleistet ist.. Bestechend daran ist, dass der ganze riesige kostenintensive Sozialapperat abgebaut werden könnte. Die Gängelung durch den Staat, lange Antragsprozeduren und Bedürftigkeitsprüfungen würden entfallen. Götz Werner meint dazu: "Jetzt leben die Hartz IV Empfänger, wie in einem offenen Strafvollzug. Bei Zahlung eines Bürgergeldes würden die Menschen sich Aufgaben suchen in denen sie einen Sinn sehen." Er geht davon aus, dass dann die Menschen in ihren Lohnverhandlungen freier sind, dass heute minderbezahlte Arbeiten, dann eben besser entlohnt werden muessten. Da der Sozialapparat wegfiele, würden auf Arbeit auch keine Sozialabgaben mehr erhoben. So könnten die Arbeitgeber, höhere Löhne kostenneutral zahlen.
Einige denken, der Anreiz zur Arbeit würde abnehmen, aber wenn jedem frei steht, wieviel und womit er hinzuverdient, würden wohl die meisten diese Gelegenheit nutzen. Andere gehen davon aus, wie es heute ist, dass sich viele Arbeitslose zurückziehen, von Freunden, ehrenamtlicher Tätigkeit, aus dem öffentlichen Leben, aber liegt das nicht eher an den niedrigen HartzIV Summen und der Diskrimminierung? Dieser ganze Kontrollzwang der Bürokratie, ob ein Auto da ist, Sparbücher vorhanden, Meldepflichten, Zwang zum 1 Euro Job etc., dieses alles könnte entfallen. Es treibt ja auch schon seltsame Blüten, wenn in SH Arbeitsamtsermittler verdeckt, die Kinder fragen ob Mami einen Freund hat, oder Arbeitslose Zimmertüren vom Vermieter zunageln lassen muessen, damit die Wohnung nicht zu gross ist. Endlich müssten Kinder nicht mehr bis zum Alter von 25 Jahren, bei ihren Eltern wohnen bleiben. Was jetzt dazu geführt hat, dass einfach die Eltern ausziehen.
Auch auf dem Zukunftskongress der Grünen kam man zu dem Schluss, dass das Grundeinkommen eine Alternative zu den jetzigen Sozialausgaben ist. Ebenso befürwortet Katja Knipping, von der PDS dieses Modell. Zu sagen ist noch, dass schon jetzt, durchschnittlich pro Bundesbürger 625 Euro monatlich, an direkten Sozialleistungen gezahlt werden.