CDU und FDP bereichern sich an 1 Euro Jobs
Stimmung: gut
Ihnen können die Löhne garnicht niedrig genug sein.
Vorfahrt für Arbeit, was wollen die Beschäftigten da noch mit Geld, wenn sie schon die knapp gewordene Arbeit haben?
In Bergisch Gladbach liess der CDU und FDP Bürgermeisterkandidat Lutz Urbach Wahlplakate für sich aufhängen.
Urbach und seine CDU wählte dafür nicht eine Plakatfirma aus, die zumindest Mindestlöhne zahlen würde, sondern liess diese Arbeiten von der Stadteigenen GL Service Gmbh verrichten.
Liess seine Plakate von Ein Euro Jobbern aufhängen.
Von Ein Euro Jobbern, die nach dem Gesetz nur gemeinnützige zusätzliche Arbeiten ausführen dürfen, die dabei regulären Firmen keinen Job wegnehmen dürfen.
Gerade so, als ob es keine Plakatierungsfirmen geben würde, die auf Aufträge warten.
Bergisch Gladbach hat sich extra ein Plakatierungsgesetz geschaffen, in dem es heisst, dass nur die Patchwork GmbH plakatieren darf. Sie bekommt von der stadteigenen GL Service GmbH die
1 Euro Jobber für diese Arbeiten gestellt.
Durch diese Dumpinglöhne, die zudem noch von der Arge bezahlt werden, kann die Patchwork GmbH natürlich alle anderen Plakatierungsfirmen im Preis unterbieten und dafür sorgen, dass diese ihre Mitarbeiter entlassen müssen.
Die 1 Euro Jobber müssen Plakate für Ü30 Partys, Zirkusveranstaltungen etc. anbringen. Da nimmt die GL Service GmbH dann pro Plakat 1,50 Euro.
Diese 1,50 waren dem Bürgermeisterkandidaten Lutz Urbach von der CDU scheinbar auch noch zuviel. So beschloss die Stadt, dass die GL Service Firma der Partei einen Sonderpreis von 1 Euro pro aufgehängtem Plakat macht.
Ich frage mich, seit wann Wahlwerbung für die CDU eine gemeinnützige Arbeit ist?
Die 1 Euro Jobber dürfen diese Arbeit aber nicht ablehnen, da sie sonst Kürzungen ihrer Bezüge und Sanktionen befürchten müssen.
So sind sie verpflichtet, für die Parteien die ihnen immer mehr nehmen wollen, sie für Hungerlöhne bzw. Aufandsentschädigung arbeiten lassen, auch noch Wahlwerbung zu machen.
Irgendwie ist dieses ja schon als pervers anzusehen.
Und Lutz Urbach sowie die CDU, sie reiben sich die Hände, billiger Wahlkampf auf Kosten der Allgemeinheit und der Arge.
Parteien die so gerne das Wort Sozialschmarotzer in den Mund nehmen. Ich will Lutz Urbach, den CDU und FDP Bürgermeisterkandidaten nicht so nennen, denn er gehört ja zu den Leistungsträgern.
Und Leistungsträger sowie deren Parteien dürfen sich schon mal auf Kosten der Allgemeinheit bereichern, gehört mit zu ihren Leistungen die sie erbringen. Haben schon schwer genug an den Leistungen zu tragen, da kann man nicht noch erwarten, dass sie die Wahlkampagnen für sich ordentlich bezahlen, wenn es auf Kosten der Allgemeinheit auch billiger geht.
Und wo wir gerade bei Leistungsträgern sind, da denke ich an Ulla Schmidt. SPD Gesundheitsministerin. Und an ihren Dienstwagen, den sie sich im Urlaub hat klauen lassen. Ihr Chauffeur wurde zum Glück nicht mit geklaut. Dienstfahrt mit Chauffeur in den Urlaub.
Das Ministerium sagt, Dienstwagen dürfen immer und überall auch privat genutzt werden.
Ja, Ministerin müsste man sein. Dann kann man auch gepflegt mit dem Dienstwagen nebst Chaufeur sich in den Urlaub fahren lassen.
Ganz normale Sache scheinbar, ihr lasst euch doch auch alle mit einem Dienstwagen in den Urlaub fahren. Oder etwa nicht. Vielleicht ist das Ministergehalt auch zu niedrig um mit einem eigenen Wagen, der Bahn oder Flugzeu in den Urlaub zu fahren.
Aber auch dieses ist kein Sozialschmarotzertum. Sozialschmarotzer sind nur die, die nichts haben. Was man von Ulla Schmidt nicht behaupten kann, zumal sie zu Kanzlerkandidat Steinmeiers Kompetenzteam gehört. Und Komptenz hat Ulla Schmidt als Gesundheitsministerin in den letzten 8 Jahren allemal mit ihren unsäglichen Gesundheitsreformen in denen für die Patienten, Alten, Pflegebedürftigen und Behinderten alles schlechter wurde, ja zur Genüge bewiesen.
-
