grundsicherung politik

11.04.2012 um 17:52 Uhr

Wo bleiben die lobenden Worte von Gauck für Grass

Bei dem SPD Rassisten Sarrazin fand Gauck schnell lobende Worte, für dessen Mut Themen anzusprechen die nicht Mainstream sind.
Bei dem Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Grass tut sich unser Bundespräsident Gauck da schon schwerer.
Er schien abgetaucht zu sein, keine Äusserungen zu dem viel dikutierten und kritisierten Thema der Kritik an Israels Regierung.
Kein Lob von Gauck für Grass und dessenMut "zu sagen was gesagt werden muss".
Nur die dürre Mitteilung, Gauck reist Ende des Monats zum Staatsbesuch nach Israel.

Darf man, oder besser gesagt, dürfen wir Deutschen, Israel, oder die Juden kritisieren, ohne gleich als Antisemit beschimpft zu werden, so wie es Grass nach seinem Artikel geschah, als er prompt in diese antisemitische Ecke geschoben wurde?
Ja man darf. Dieser Meinung sind auch viele Israelis.
Weshalb sollte man Mitglieder der israelischen Regierung nicht Faschisten oder Rassisten nennen dürfen, wenn sie dieses eindeutig sind? So wie der Israelische Aussenminister Liebermann, der den Palästinensern die Pest an den Hals wünscht,
Die andauernde Besatzungspolitik und das Zuslassen des Siedlungsbaus widerspricht den UN Forderungen und den internationalen Gesetzen.
Was falsch ist, ist und bleibt falsch, da hilft auch kein beschönigendes Reden.

Nur hüten sollte man sich, von den "Juden", den Israelis" zu sprechen. Es sind immer einzelne Menschen, die die diese Fehler machen, die zu kritisieren sind.

Marina Weisband, die politische Geschäftsführerin der Piraten, ist der Meinung es sei nicht antisemetisch Mitglieder der israelischen Regierung zu kritisieren .
Sie meint, man muss auch Freunde kritisieren dürfen, wenn sie etwas falsch machen oder eben etwas was uns nicht gefällt.
Marina Weisband weiss wovon sie spricht, sie ist selbst jüdischer Abstammung und wird dadurch wohl auch schon einige unqualifizierte Anfeindungen in ihrem Leben erlebt haben.

Sie war als Talkgast zur Antiemitismusdebatte bei Günther Jauch eingeladen und hat zu dieser ganzen Diskussion auf ihrem Blog

marinaslied/ eine halbe Antisemitismusanalyse *klick*

recht einleuchtende Worte zu dieser Debatte und der Jauch Sendung gefunden.

Nebenbei beschwert sich Marina in einem anderen Blogeintrag über die Medien, die zwar über sie berichten, aber nicht über ihr politisches Anliegen. Sondern sie immer in erster Linie als hübsche Frau oder "Piratin" darstelllen.
So wie die Bild Zeitung mit ihrem Foto fragt :"Würden sie diese hübsche Piratin wählen?"
Die politischen Inhalte werden dabei garnicht gefragt oder erwähnt, die sie vertritt.
Zu den Inhalten werden dann von der Presse eher die männlichen Piraten befragt und gelöchert, gerade so, als seien die Frauen hohl und Inhaltslos.
Als lohne es nicht, Frauen nach ihrer politischen Meinung zubefragen. Gerade so, als hätten sie keine.
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