Gutes Leben - kulturell-kreative Webzeitschrift

31.05.2007 um 14:36 Uhr

Spiritualität im Christentum - Brücken zwischen den Religionen

  Bruder David Steindl-Rast :
Laßt uns Brücken bauen zwischen den Konfessionen  – 1 –

Bruder David Steindl-Rast ist als "Brückenbauer" bekannt, er versucht die Religion wieder zu ihrem Ursprung zurückzuführen, zur inneren Erfahrung.
Da diese Erfahrung im Kern für alle Menschen gleich ist, bedeutet dies für ihn auch, die eigenen Grenzen von Kultur und Überlieferung zu überschreiten.
Ich bin ihm vor Jahren einige Male begegnet  –  im folgenden Auszüge aus einem Interview.

Bruder David, Sie sind als "Brückenbauer" bekannt.  Sie gehören dem Benediktinerorden an,
haben aber auch schon in japanischen Zen-Klöstern gelebt.
Wie bringt man die Erfahrung mit zwei so verschiedenen Kulturen in einem Leben auf einen Nenner ?


Vielleicht sage ich das am einfachsten so  :  Wenn jemand in seiner eigenen Religion wirklich zum Herzen der Religion vorstößt, dann braucht er nicht hinaus zu den anderen Religionen zu gehen.
Denn im Herzen und Zentrum, in der Kraftquelle seiner eigenen Religion, wird er dieselbe Kraft finden -
wie in allen anderen Religionen.
Ich kann diese Behauptung natürlich nicht in Worten beweisen – aber ich selbst habe das Glück gehabt,
mit so vielen Vertretern anderer Religionen zusammenzutreffen, dass ich weiß, wie der Weg der Hindus, Jains,
der tibetanischen Buddhisten, Sufis und so weiter, aussieht.
Wann immer man einen Vertreter einer Religion findet, der wirklich inneren Zugang zu ihr hat, je mehr er
wirklich vom Wesen einer gewissen Religion verkörpert –
je näher kommt er den anderen, und in diesem Fall meiner, der christlichen, Religion.

Da gibt es die schöne Metapher vom Rad, dessen verschiedene Speichen einander treffen -
als Beispiel für die verschiedenen Wege zu dem einen Gott. Und es heißt, dass die Mystiker der verschiedenen Religionen dem Zentrum des Rades am nächsten sind.

Es ist nicht das beste Bild, aber es ist ein gutes Bild.  Aber ein Bild, das mich persönlich besser anspricht und vielleicht der Wahrheit am nächsten kommt, ist, dass die verschiedenen Konfessionen auf Entdeckungsreise sind auf demselben Erdteil.
Es ist schließlich ein ganzes Universum, das man gemeinsam erforscht.
Man geht auf vielen verschiedenen Wegen, und letztlich findet auch jeder etwas anderes, aber auch das ist nur ein Teil, ein Aspekt des Ganzen. Der eine entdeckt im Innern des Erdteils die Gebirge, ein zweiter die Meeresküste, ein dritter die Flussläufe.  Es ist ja eine ganze Welt, die zu erforschen ist.
Dieses Bild erklärt vielleicht besser, warum die verschiedenen Traditionen auf ihrer Suche nach dem Göttlichen zu so vielen verschiedenen Antworten kamen.
Aber es ist für alle die gleiche Suche und der gleiche Kontinent, den sie durchziehen.

David Steindl-Rast wurde Benediktinermönch – lernte aber zunehmend auch Menschen aus anderen Konfessionen kennen.

Ich war etwa 12 Jahre im Kloster, da wurde ich hier und da immer wieder mal von meinem Abt herausgeschickt, um Vorträge zu halten.
Und das war nun die Zeit, die sechziger Jahre, wo auf einmal östliche Lehrer in den USA aufgetreten sind, auch Hindu-Mönche, und mit denen musste ich mich eben aus intellektueller Ehrlichkeit heraus auseinandersetzen -
wie mit allen modernen Wegen, Mönch zu sein.
Ich habe also erst einmal Bücher gelesen über buddhistische Mönche und habe zuerst einmal gemerkt, dass der Weg der buddhistischen Mönche unserem Dasein als Benediktiner unglaublich ähnlich ist.  Das war eine große Überraschung für mich.


-  wird fortgesetzt  -

30.05.2007 um 14:56 Uhr

Das Klimachaos, die globale Krise und der Weltzukunftsrat - >menschheitsgeschichtliche Herausforderungen<

Das Klimachaos, die globale Krise und der Weltzukunftsrat

Inseln werden im Meer versinken, Millionen Menschen vor Überschwemmungen oder Dürrekatastrophen fliehen –
die jetzt bekannt gewordenen möglichen Folgen des Klimawandels stellen heute die menschheitsgeschichtliche Herausforderung schlechthin dar.


Ein Projekt der Hoffnung,  das sich diesen Herausforderungen stellt, ist ganz sicher der im
Frühjahr 2007 gegründete >Weltzukunftsrat< - ein Gremium von 50 Wissenschaftlern, Politikern und Künstlern aus aller Welt, welche die Interessen der künftigen Generationen vertreten sollen.

Der Mitbegründer Jakob von Uexküll sagt auf die Frage, wie viel Zeit nach seiner Ansicht noch zum Umsteuern bleibt, damit wir die Zukunft des Planeten nicht gefährden :
Es gibt noch Möglichkeiten.  Aber wir können nicht mehr sagen, wir planen für das Jahr 2030
oder 2050. Wir müssen schauen, was wir sofort tun können.  Al Gore hat die Situation mit der Zeit des Faschismus und dem Zweiten Weltkrieg verglichen. Damals wurde die Wirtschaft in den USA und in Großbritannien innerhalb weniger Monate auf Kriegswirtschaft umgestellt, obwohl das viel aufwendiger war als heute die Umstellung auf eine klimafreundliche Produktionsweise. Damals ging es um ein Fünftel des Bruttosozialprodukts, heute geht es um drei Prozent.  Also, es ist zu schaffen.

Zur Frage, warum der Klimawandel obenan gestellt werden muss :

Das Klimachaos ist ein so weitreichendes Problem, dass es alle anderen Planungen über den Haufen wirft.  Es gibt keine Menschenrechte, wenn das Land überflutet wird.  Es gibt dann auch kein Wirtschaftswachstum mehr.  Dann sind nicht 20 oder 30 Prozent verloren, wenn zum Beispiel Hamburg unter Wasser steht, sondern 100 Prozent. Deshalb ist wohl auch die Resonanz auf den Weltzukunftsrat so groß. Ich hatte die Idee vor fünf Jahren.  Ich habe nicht geahnt, wie schnell wir ihn brauchen.

Zu der Frage, wer den Weltzukunftsrat unterstützt, sagt er :
Es gibt private Spender, und wir bekommen sehr viel Unterstützung von den erstaunlichsten Seiten.  Der frühere UN-Generalsekretär Butros-Ghali hat die Idee begrüßt, ebenso der Weltbankchef, aber auch der afrikanische Leiter einer Anti-Weltbank-Kampagne. Tausende Gruppen haben uns Vorschläge für die Besetzung des Rats geschickt.

Von Uexküll geht davon aus, dass die verschiedenen Probleme heute zusammengedacht werden müssen :
Der Klimawandel zum Beispiel ist auch ein Wirtschafts- und ein Menschenrechtsproblem, das kann man nicht getrennt betrachten. Man wird es auch nicht lösen können ohne eine ökologische Steuerreform. Und der Klimawandel hat natürlich auch Auswirkungen auf die Fragen von Krieg und Frieden.
Das erste Thema, wie schon gesagt, sind die Klima-Fragen: "Wir konzentrieren uns zunächst auf die Klima-Fragen und suchen nach "best policies". Wo gibt es Lösungen, die irgendwo schon funktionieren und die man verbreiten sollte?"

Die Probleme sind zu lösen.  Aber es bleibt nicht viel Zeit.  Die nächsten fünf bis zehn Jahre entscheiden, ob wir es schaffen, den globalen Temperaturanstieg auf jene zwei Jahre zu begrenzen, die gerade noch beherrschbar sind.  Wenn aber nicht, könnte das gesamte Ökosystem kippen.
Dann werden am Ende womöglich nur noch etwa zehn Prozent der heutigen Menschheit auf dem Planeten leben können.  – Jakob von Uexküll –

Bleibt zu hoffen, dass genügend Menschen für die Gedanken und Vorschläge dieses zukunftweisenden Gremiums offen sind – und Wege finden, sie zu verbreiten und zu unterstützen. Die herkömmliche Politik "wird es nicht richten".
Die Website des Weltzukunftsrates - - >
http://www.worldfuturecouncil.org/deutsch.html

30.05.2007 um 13:18 Uhr

Unterwanderung von Krebs – Selbsthilfegruppen - >Thema Gesundheit<

Wie unabhängig sind Krebs – Selbsthilfegruppen ?

Spätestens als DIE ZEIT im Mai 2005 ihren äußerst interessanten Artikel über die Unterwanderung von Krebs–Selbsthilfegruppen durch die Pharmaindustrie veröffentlichte
(Info - - > http://www.zeit.de/2005/21/Pharmafirmen_neu) veröffentlichte, hätte vielen Krebspatienten ein Licht aufgehen müssen.
Doch der Zulauf bei den SHG-Gruppen ist weiterhin groß.

Was ursprünglich eine gute Idee war, nämlich dass sich Krebspatienten in einer entspannten Atmosphäre austauschen können, stellt sich immer mehr als eine große Gefahr heraus.
Auch 2007 erhalten leider gerade die großen Organisationen viele als Spenden getarnte Zuwendungen.
So sandten z.B. bekannte Firmen an Gruppenleiter zum Weihnachtsfest 2006 einen "kleinen Dankeschön-Scheck", und das ist ganz bestimmt noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs.
Die Zeitschrift >KREBS als Chance< legt ans Herz, auf der Hut zu sein, wenn dann wieder einmal "das neueste" Krebsmittel in einer SHG vorgestellt wird.

Quelle:  KREBS als Chance – Das Magazin für Menschen, die unabhängige Nachrichten
zu schätzen wissen
Die Website von Menschen gegen Krebs e.V. - - >
http://www.krebstherapien.de/index.html

29.05.2007 um 14:16 Uhr

Kinder - neuere Umfragen und Fakten

von: kulturellkreativ   Kategorie: Kinder, Kinder

Kinder mögen beide Eltern gleich gern
          - aber : seelische Störungen nehmen zu.

Kinder mögen beide Eltern gleich gern. Die große Mehrheit der Kinder in Deutschland macht bei der Zuneigung zu ihren Eltern keinen Unterschied zwischen Mama und Papa.

In einer Umfrage für die Zeitschrift "Eltern Family" unter Kindern zwischen 9 und 18 Jahren sagten 78 Prozent : "Ich liebe beide gleich".
Für 14 Prozent ist Mama die Beste, vier Prozent nannten ihren Vater.
Traurige 0.9 Prozent der Kinder erklärten, dass sie ihre Eltern nicht mögen.


Diese Umfrage bezieht sich natürlich auf die Liebe, die die Kinder empfinden –
andere Umfragen und Untersuchungen zeigen die dringende Notwendigkeit, unsere Gesellschaft kinderfreundlicher zu gestalten :


"Meine Eltern haben keine Ahnung, was in mir vorgeht" - sagte bei einer Umfrage der Zeitschrift "Eltern for Family" fast jedes dritte ( ! ) Kind.  Fast jeder Vierte der befragten 10- bis 18-jährigen fühlt sich von den Eltern unter Druck gesetzt - insbesondere, was schulische Leistungen betrifft.

Darüber hinaus:
Die Zahl seelisch gestörter Kinder bei uns ist seit 1970 rasant gestiegen.
Heute sei bereits jedes fünfte Kind ( ! ) betroffen. ( tz )

Ein zukunftweisendes Zitat :   
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch
ein unglückliches Kind auf Erden gibt.  – Albert Einstein

29.05.2007 um 12:49 Uhr

Buddhas Anleitung zum Glücklichsein - >Thema Glück<

.. und ein Blick von Buddha’s Seite her

Buddhas Anleitung zum Glücklichsein  Buddhas Anleitung zum Glücklichsein. Fünf Weisheiten, die Ihren Alltag verändern
Fünf Weisheiten, die ihren Alltag verändern -  Marie Mannschatz (Gräfe und Unzer Verlag)

Das Buch bietet eine fundierte Hilfestellung, uns mit den fünf Hindernissen auseinander zu setzen – die unserem Glücklichsein im Wege stehen.

Der Buddha erkannte, dass jeder Mensch mit diesen fünf Hindernissen zu tun hat, die uns davon abhalten,
glücklich zu sein :  Zweifel, Unruhe, Trägheit, Verlangen und Widerwille.
Die Autorin beschreibt nachvollziehbar, wie sich diese negativen Gewohnheiten bei uns zeigen können –
und leitet auch konkrete Übungen an, sich diese Muster achtsam anzuschauen, genau zu untersuchen und anzunehmen –
damit wir sie nach und nach verändern können.
Das Buch wird aufgelockert mit einigen Weisheitsgeschichten – und vielen praktischen Übungen.

Jedem der Hindernisse ist ein eigenes Kapitel gewidmet – zu Beginn steht als Vorbereitung die Achtsamkeit :
sie ist das wichtigste Instrument, die fünf Hindernisse zu erkennen.
Das Buch stellt einen praktischen Leitfaden dar, für die Arbeit an unseren inneren Hindernissen – und ist sowohl für Einsteiger als auch für geübte geeignet.
Es beschreibt den Weg, Glück zu erfahren – das uns eigentlich in die Wiege gelegt ist.

Die Autorin
Marie Mannschatz praktiziert Achsamkeitsmeditation seit 1978.
Sie war Schülerin des international bekannten buddhistischen Lehrers und Autors Jack Kornfield.
Sie hat ebenfalls eine gute Meditations-Einführung geschrieben:

Meditation – mehr Klarheit und innere Ruhe (Gräfe und Unzer)
Die Website von Marie Mannschatz - - >
http://www.mariemannschatz.de/marie.html

29.05.2007 um 12:34 Uhr

Günter Wallraff wieder undercover - >Mensch, Gesellschaft, Eine Welt - Info-Box<

Enthüllungsjournalist Günter Wallraff
 schreibt über zweifelhafte Machenschaften.  

Enthüllungsjournalist Günter Wallraff schreibt wieder über zweifelhafte Machenschaften.
Statt bei Springers «Bild» schlich er sich diesmal in einem Callcenter ein – scheinbar 15 Jahre jünger.

Der Autor Günter Wallraff hat nach mehr als zehnjähriger Pause wieder als Enthüllungsreporter Missstände aufgedeckt. «Ich habe wieder under cover angefangen. Die Zustände fordern es», sagte der Schriftsteller (64) in einem Gespräch mit der dpa.
Wallraff ist international vor allem mit seinem Buch «Ganz Unten» (1985) bekannt geworden, für das er sich in Betrieben als türkischer Leiharbeiter Ali ausgab, um später die dortigen Arbeitsbedingungen anzuprangern.
«Es gibt Themen wie Billiglohn oder betrügerische Machenschaften von Callcentern, wo ich gebraucht werde.»

Für seine jüngste Enthüllung habe er unter falscher Identität als Bewerber in einem Kölner Callcenter angeheuert. «In der Branche herrschen Zustände, die man sichtbar machen muss», meinte Wallraff. Für die Rolle habe ihn ein Maskenbildner um 15 Jahre verjüngt. Als vermeintlicher Hans Esser hatte er einst auch die «Bild»-Zeitung unter die Lupe genommen - und die Arbeit beim Boulevardblatt in «Der Aufmacher» (1977) geschildert.

«In den Callcentern, die sich ausbreiten wie eine Seuche, werden Leute zu Betrügern ausgebildet», kritisierte der Schriftsteller. Äußerlich kämen die inzwischen mehr als 5500 Callcenter in Deutschland meist seriös daher, aber: «Es wird sehr stark über Telefondrücker gearbeitet, den Leuten werden Dinge angedreht, die sich nicht brauchen oder die ihnen schaden.» Beispiele seien Abonnements, Versicherungsverträge oder Lottolose, die in belästigender Weise und zu überteuerten Preisen am Telefon feilgeboten würden. 

    Wallraf war für seine Enthüllungsreportagen in früheren Zeiten auch in gefährliche Rollen geschlüpft, hatte dabei sogar Folter und monatelange Haft in Kauf genommen. Wir dürfen wieder auf ein Buch gespannt sein – Thema:
«In der schönen neuen Arbeitswelt». Auch beim Thema Billiglöhne und Abbau von sozialen Rechten hat er vor, den Finger in die Wunde zu legen.

28.05.2007 um 17:30 Uhr

Millionen trinken zu viel - >Thema Gesundheit<

Zehn Millionen in Deutschland haben ein Alkoholproblem.

Etwa zehn Millionen Menschen in Deutschland haben ein Alkoholproblem.
Ungefähr jeder Dritte von ihnen ist abhängig – so der Tübinger Psychiater Götz Mundle.
Ein Drittel der Alkoholkranken sind Frauen – "und ihre Zahl nimmt zu", so Mundle.


Einen Weg heraus zeigen die Anonymen Alkoholiker, die 1935 entstanden –
1953 nach Deutschland kamen – und hier um die 2200 AA-Gruppen haben.

Mit ihnen entwickelte sich die weltweite Bewegung der 12-Schritte-Selbsthilfegruppen.
Link zu den Anonymen Alkoholikern - - >
http://www.anonyme-alkoholiker.de/
Link zum 12 Schritte Internet-Forum - - > http://zwoelf-schritte.de/

Leseempfehlung : "Alkoholismus - eine Krankheit" von Walther H. Lechler –
erhältlich über den Förderkreis Ganzheitsmedizin Bad Herrenalb - - >
http://foerder-kreis.de

28.05.2007 um 17:08 Uhr

Heiligenfeld Kliniken - Bester Arbeitgeber im Gesundheitswesen 2007 ->Info-Box<

Die Heiligenfeld Kliniken - Mehr als nur ein Job !    

Die Heiligenfeld Kliniken in Bad Kissingen – für Viele zunehmend ein >Geheimtip< -
belegten den 1. Platz beim Wettbewerb "Beste Arbeitgeber im Gesundheitswesen".

In dem bundesweiten Wettbewerb ermittelte das Great Place to Work Institut unter 51 Teilnehmern
die attraktivsten Arbeitgeber. Als Gesamtsieger gingen die Heiligenfeld Kliniken aus Bad Kissingen hervor.
Ergänzend hat die Klinikgruppe, die sich auf die Behandlung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen spezialisiert hat, auch den Sonderpreis "Qualifizierung" für ihre umfassende und systematische Qualifizierung der Mitarbeiter gewonnen.

Die Heiligenfeld Kliniken gehören auch sonst zu den besten Kliniken überhaupt –  Fröhlich
so wird die therapeutische Fachklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen von ehemaligen Patienten immer wieder
als "Lebensoase" und *Oase der Gesundung* beschrieben.
Der Link zu den Kliniken - - >
http://www.heiligenfeld.org/heiligenfeld/

28.05.2007 um 15:51 Uhr

Die Glotze: 3 ½ Stunden täglich ! - >Kultur und Gesellschaft<

Die Glotze : 3 ½ Stunden täglich !     

Im Durchschnitt schaut der Bundesbürger jeden Tag fast 3 ½ Stunden ( ! ) Fernsehen.
Trotzdem liegt Deutschland in Westeuropa nur auf dem 7. Platz.

Welt - Spitzenreiter sind die USA mit 4 ½ Stunden
!

Dabei gibt es doch auch kreative Möglichkeiten, Freizeit zu gestalten – zum Beispiel Spiele-Abende.


Narrbert meint:
vielleicht kommt ja auch im Fernsehen eine Sendung über Spiele-Abende
  Fröhlich

28.05.2007 um 15:27 Uhr

Studie: Medien und Propaganda - >Kultur und Gesellschaft<

Studie
Medien und Propaganda

Journalisten werden immer anfälliger für Propaganda – von Politikern, Militärs und deren Propagandastrategen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine kritische Medien-Studie, in Auftrag gegeben von einer schwedischen Regierungsbehörde.
Grundlage war vor allem die Informationspolitik zu Zeiten des Kosovokrieges.

Die Studie konstatiert eine "Dominanz des US-Weltbilds".  Eine Tendenz
zu einer regelrechten freiwilligen Gleichschaltung meinen die skandinavischen ForscherInnen ausgemacht zu haben:
"Die Unabhängigkeit und die Integrität der Medien in der westlichen Welt ist in der neuen Weltordnung immer mehr zurückgegangen."

28.05.2007 um 14:46 Uhr

Küssen dient Gesundheit - >Interessantes aller Art - Info-Box<

   Küssen dient der Gesundheit

Wer häufig und gerne küsst, fördert damit auch seine Gesundheit. Dabei werden die empfindlichen Nervenenden von Mund und Lippen stimuliert und es kommt im Körper zu einer wahren Explosion.
Das haben nach Angaben der Apotheker-Zeitschrift "amphora" Wissenschaftler herausgefunden:

Weiterhin steige der Puls, die Blutzirkulation werde angekurbelt, Stoffwechsel und Kreislauf
kämen richtig in Schwung. Zudem würden Adrenalin und Glückshormone ausgeschüttet.
All diese positiven Körperreaktionen führen nach "amphora"-Angaben dazu, dass Küssen als ganz natürliches Heilmittel gegen viele Beschwerden gilt. "Schmerzen lassen nach, schädliche Stresshormone werden abgebaut, Verspannungen gelöst, depressive Verstimmungen gemindert", hieß es weiter.

Zudem sei speziell der Zungenkuss "ein wahres Schönheitselixier". Bei ihm seien zahlreiche Gesichtsmuskeln gleichzeitig in Aktion, was einer straffenden Massage gleichkomme.

Aufgeschnappt :  Verrückt
Ein Kuss ist eine Erfindung der Natur, um das Reden zu unterbinden –
sobald Worte überflüssig werden.

28.05.2007 um 14:27 Uhr

Stabile Beziehung statt Dramatik - >Info-Box<

Lieber stabile Beziehungen statt große Dramatiken

Das INDRA Institut Köln ermittelte, dass die meisten Deutschen lieber eine stabile, alltagstaugliche Beziehung statt großer Dramatik in der Liebe wollen.

Jede zweite Frau meint außerdem, dass die Persönlichkeiten in einer Beziehung ähnlich sein sollten.

Nach einer Umfrage der Apotheken-Rundschau sind drei von vier Bundesbürgern (75,1 Prozent) davon überzeugt, dass es den Partner für’s Leben gibt.

26.05.2007 um 17:57 Uhr

Arno Gruen: Ich will eine Welt ohne Kriege - >Bücher, die die Welt braucht<

  Wir müssen uns nicht damit abfinden, daß es Kriege gibt.  Sie sind von Menschen gemacht.
Jeder kann etwas tun, um sie zu verhindern.  - Arno Gruen -

Ich will eine Welt ohne Kriege  "Ich will eine Welt ohne Kriege"
  - vom Arno Gruen (Klett Cotta)

Mit seinem bisher persönlichsten Buch richtet sich Arno Gruen direkt an Leser aller Generationen, die nicht aufgeben, von einer besseren Welt zu träumen.

Über das Buch :
Was ist lächerlich an der Vorstellung einer Welt ohne Gewalt ? Warum wird der Traum von einem friedlichen Zusammenleben als kindliche Illusion abgetan, für Frieden demonstrierende Jugendliche sogar belächelt ?
Arno Gruen antwortet : Weil die Kraft der Träume die Anpassung an die angebliche Realität gefährdet.
Menschen werden genau dann zu Eroberern und Kriegstreibern, wenn sie Gewalt mit Lebendigkeit verwechseln. Solange diese Illusion funktioniert, wird Größenwahn für Stärke gehalten.
Gerade junge Menschen sind noch in der Lage, Ungerechtigkeit und Benachteiligung zu erkennen, weil sie noch mit den Opfern mitfühlen. Doch angesichts nicht endender Kriege fragen sich viele Menschen, ob es heute überhaupt noch richtig ist, Kinder in die Welt zu setzen.
Arno Gruen engagiert sich in diesem aufrüttelnden Manifest mit Nachdruck für die Kraft der Träume.   Denn der
feste Glaube an das Gute in der Welt ist folgenreicher und lebendiger als politische Ideologien.  Es ist sein Appell an die kommenden Generationen, sich die Kraft für den Frieden zu bewahren, und macht Mut, dafür einzutreten.

Stimmen zum Buch :
... »Ich möchte euch ein Buch ans Herz legen, das mich bewegt hat, wie schon lange keines mehr.
>Ich will eine Welt ohne Kriege< ist ein Buch, das vor allem auch jungen Menschen Mut machen will, sich weiter
zu engagieren, auch wenn man verlacht wird, als naiv verspottet, als unrealistisch beschimpft.  Sich weiter für Menschen einzusetzen, deren Werte sich nicht an Macht, Erfolg und Geld orientieren, sondern die keine Angst vor dem Anderssein haben, frei von Anpassungsdrang.
Das ist die Botschaft dieses wunderbaren Büchleins: das eigene Selbst zu entdecken, das auf Mitgefühl gründet. ...«
- Konstantin Wecker (Internettagebuch, www.wecker.de) -


»Diesem schmalen, manifestartigen Bändchen wünscht man viele Leser. …  Dieses kleine Buch ist das Manifest
eines mutigen Analytikers, der es trotz seiner 83 Jahre nicht verlernt hat, unserer Zivilisation den Spiegel vorzuhalten und auf die leise Stimme des Gewissens zu vertrauen. … Arno Gruens kleines Buch will ... nach dem Anschlag auf das World Trade Center die Sehnsucht nach Frieden wachhalten.  Wer das Büchlein gelesen hat, beginnt … eigene Gewohnheiten und Verhaltensmuster zu überdenken.«  - aus einer Tageszeitung -

Der Autor :  Arno Gruen promovierte 1961 als Psychoanalytiker.  Es folgten Professuren in Neurologie und Psychologie.  Daneben führte er seit 1958 eine psychoanalytische Privatpraxis in Zürich, wo er seither lebt und praktiziert.  In seinen zahlreichen Veröffentlichungen beschäftigt sich Arno Gruen mit dem plötzlichen Kindstod, mit den psychologischen Ursachen für Gewalt und Fremdenhaß, mit den Voraussetzungen für Autoritätsgläubigkeit und Demokratie.  Für sein  Buch >Der Fremde in uns< erhielt er im Jahr 2001 den Geschwister-Scholl-Preis.

26.05.2007 um 16:59 Uhr

Erich-Fromm-Preis 2007 – für Drewermann und Wecker

Eugen Drewermann und Konstantin Wecker      
 erhalten den »Erich-Fromm-Preis«

Der Kirchenkritiker Eugen Drewermann und der Liedermacher Konstantin Wecker haben für ihr friedenspolitisches Engagement den Erich-Fromm-Preis erhalten.
Mit diesem Preis sollen Personen ausgezeichnet werden, die mit ihrem wissenschaftlichen, sozialen, gesellschaftspolitischen oder journalistischen Engagement Hervorragendes für den Erhalt oder die Wiedergewinnung humanistischen Denkens und Handelns im Sinne Erich Fromms geleistet haben bzw. leisten.
Anders gesagt – im Sinne einer "Revolution der Hoffnung" – für die Fromm sein Leben lang gewirkt hat.

Zur Begründung sagte Norbert Copray von der Frankfurter Fairness-Stiftung in der Laudatio, die beiden Preisträger seien «gegen eine zunehmend religiös verbrämte kriegslüsterne Politik» eingetreten.
Gewürdigt werde auch «ihr furchtloses Auftreten gegen Antisemitismus und Fremdenhass, ihr Einsatz für eine humane Zukunft der Menschheit und gegen eine Praxis, die den Menschen nur noch als Ware, Kostenfaktor und Konsument sieht».

Eugen Drewermann und Konstantin Wecker eint das Engagement für eine Welt ohne Gewalt und ohne das Sieger-Verlierer-Prinzip, für eine unbeirrbare Hoffnung auf eine humanitäre Gesellschaft. Sie eint eine Orientierung am Sein statt am Habenwollen, die Hingabe für Frieden, Freiheit und Würde der Menschen.

Nach der Preisverleihung beklagte der Theologe Drewermann einen Mangel an kritischer Berichterstattung in den Medien über Kriege und ihre Folgen.  Viele Journalisten schrieben gefällige Texte, um ihren Arbeitsplatz zu behalten. Aufrüstung weltweit und die Ausbildung von Soldaten seien «keine Sicherheitspolitik».
Ebenfalls nachdenklich, aber humorvoll sang und sprach Wecker von Revoluzzertum und Politikern, die mit Reformen den Sozialstaat zerstörten.  Er sei vor 40 Jahren angetreten, die Welt zu verändern, die sich auch geändert habe : «Aber nicht durch mich.  Das frustet!»


Link zur Internationalen Erich Fromm Gesellschaft - - >
http://www.erich-fromm.de/d/index.htm
"Hoffen" so heißt es bei Erich Fromm, "hoffen heißt, jeden Augenblick bereit sein für das, was noch nicht geboren ist, und trotzdem nicht verzweifeln, wenn es zu unseren Lebzeiten nicht zur Geburt kommt"

26.05.2007 um 14:18 Uhr

Unterwegs zu einer humanen Zivilisation - 3 –

  Unterwegs zu einer humanen Zivilisation - 3 –

Ein Bewusstsein einer achtsameren, mehr mitfühlenden Geisteshaltung hat sich in neuerer Zeit entwickelt und wächst – während bisherige, andere Geisteshaltungen gleichzeitig existieren. Es ist gut, darauf zu vertrauen, dass es weiter wächst.  Und in diesem Vertrauen mit dem umzugehen, was ist.

Unsere Welt kann sich ohnehin nur verändern, wenn wir uns verändern.
Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen – dieser Satz von Gandhi kann uns Leitsatz sein.  Weil das nicht begriffen wurde, scheiterte der sogenannte real existierende Sozialismus.
Ein humaner Sozialismus hat nie existiert.  Ebensowenig wie jetzt ein humaner Kapitalismus existiert.
Eine Gesellschaft, die den Menschen und der Natur gerecht werden will, braucht neue Wege.

Es macht Sinn, auf unverbissene Weise nach neuen Wegen zu schauen – im Kleinen wie im Großen.
In unserm persönlichen Leben können das >Tauschringe< sein, an denen immer mehr Menschen teilnehmen. Im gesellschaftlichen Bereich kann die Idee des >bedingungslosen Grundeinkommens< in eine menschlichere Zukunft weisen.  Allein, sich dafür einzusetzen, scheint mir lohnend.

Die Entwicklung zu zunehmend empfindsamer, mitfühlender Bewusstheit, um die es geht, betrifft alle Bereiche unseres Menschseins. Der Philosoph Ken Wilber vermittelt das auf vielfältigste Weise.
So durchläuft auch die >moralische Entwicklung< verschiedene Stufen.
Sie beginnt egozentrisch ("Was ist gut für mich?"), und bewegt sich über soziozentrisch ("Was ist gut für meine Gruppe, für meinen Stamm, mein Volk?") und weltzentrisch ("Was ist gut für alle Menschen?") bis zur höchsten Stufe, die das Wohl aller Lebewesen zum Ziel hat.
Wie viel kann noch möglich werden – wenn die menschliche Kreativität nicht mehr nur für Profitstreben – sondern auch dafür eingesetzt wird, unsere Welt zu einem *guten Ort* für alles Lebendige zu machen !? !?

Noch ein Zitat von Konstantin Wecker, auf das ich gestoßen bin :
"Wir wissen, dass wir am Ende der Zivilisation stehen,
wollen es manchmal nur nicht wahrhaben.
Vielleicht ist die Zeit reif für Veränderungen."
  - Konstantin Wecker –

Diese Veränderungen wünsche ich mir – für uns alle.
Henri Hermes

25.05.2007 um 16:10 Uhr

Jane Goodall – über Kinder und Tiere - >Seite für die Tiere<

Jane Goodall und Mr. H  Jane Goodall – über Kinder und Tiere

In meinen Augen können Kinder sehr viele, für das spätere Leben wichtige Eindrücke und Erfahrungen gewinnen – wenn sie das respektvolle Zusammenleben mit Tieren lernen.
Die Nähe zu Tieren lässt sie zu einfühlsameren Individuen werden.

Es scheint so, dass der Kontakt mit einem Tier einen wertvollen Einfluss auf die psychische Entwicklung eines Kindes hat. In den Großstädten, wo Kinder fast keinen Kontakt mehr mit der Natur haben, kann eine Beziehung zu Tieren fast schon lebenswichtig werden. –

Zu dieser Erkenntnis gelangte die international bekannte Verhaltensforscherin Jane Goodall.

Buchempfehlungen : Grund zur Hoffnung / Autobiographie - von Jane Goodall und Phillip Berman (Riemann)
Das Leben retten – Jane Goodall (Bombus Verlag)

Eine Information über Jane Goodall - - >
http://de.wikipedia.org/wiki/Jane_Goodall
Website des Jane Goodall Institut Deutschland - - > http://www.janegoodall.de/

25.05.2007 um 14:41 Uhr

Unterwegs zu einer humanen Zivilisation – 2 –

  Unterwegs zu einer humanen Zivilisation – 2 –

Schauen wir einmal zurück. In unserer Vergangenheit finden wir Zeiten, in denen Menschen Menschen als Sklaven hatten.  Oder als Leibeigene.  Wo Folter gang und gäbe war.  Das waren Zeiten, in denen empfindsame mitfühlende Bewusstheit noch wenig ausgeprägt war.

Ein Meilenstein in unserer Geschichte war etwa die Verkündung der Menschenrechte.
Und die Idee, dass diesen Menschenrechten weltweit Geltung verschafft werden muss.
Andere Meilensteine waren etwa die Emanzipation der Frauen – oder, in bereits einigen Teilen der Welt, die Gleichberechtigung homosexueller Menschen.
Wir können sehen, dass die Weiterentwicklung zu mehr Humanität immer gegen den Widerstand der am Gestern Verhafteten geschehen musste.
Und dass humanere, weitherzigere Bewusstseinsformen sich nie gleichzeitig überall durchsetzen.


Es gibt heute Menschen, die auch Tiere – sogar Pflanzen – als empfindende Wesen erkennen. Und die deshalb Tierschutz, Tierrechten und Ökologie einen zentralen Stellenwert in einer humanen Gesellschaft geben wollen.
Die die Todesstrafe abschaffen wollen, den Krieg als zwischenstaatliche Auseinandersetzung überwinden – und in persönlichen Auseinandersetzungen gewaltfreie Kommunikation lernen.
Das ist ein neues, humaneres Bewusstsein, das zu entstehen beginnt.
Aber gleichzeitig finden wir auch die Formen weniger ausgeprägter Empfindsamkeit weiterhin – Menschen, die Tiere wie Dinge betrachten, einfach nur des Profits willen; und weiterhin bereit sind, die Natur und andere Kulturen auszubeuten – weil sich so Geld verdienen lässt und weil keinerlei Bewusstsein eines nicht-lebensrichtigen Tuns vorhanden ist.

24.05.2007 um 16:31 Uhr

Weltzukunftsrat gegründet - Mensch, Gesellschaft, Eine Welt - >Info-Box<

Der Weltzukunftsrat   
  -  für eine andere Politik und den Schutz der Erde

Im Mai 2007 wurde von rund 50 renommierten Wissenschaftern, Umwelt-
und Menschenrechtsaktivisten in Hamburg der Weltzukunftsrat gegründet -
mitinitiiert von Jakob von Uexküll, dem Stifter des alternativen Nobelpreises.
Der Rat will als moralische Autorität fungieren und sich weltweit für eine Politik einsetzen, die dem Schutz der Erde Rechnung trägt.

"Vor dem Hintergrund zunehmender globaler Probleme - mit Auswirkungen auf allen Ebenen menschlichen Zusammenlebens - haben Persönlichkeiten aus aller Welt die Gründung des >World Future Councils< als politisch neutrales und unabhängiges Gremium beschlossen –
um unsere fundamentalen Werte als Bürger dieser Erde im Interesse künftiger Generationen zu schützen",
sagte Jakob von Uexküll beim Gründungsakt im Hamburger Rathaus.

Auf die Frage, was der Weltzukunftsrat bewirken soll, sagt er :    
Es gibt zwar immer größere Nischen, in denen sich ein anderes Leben und Wirtschaften entwickelt. Aber global gesehen bewegen wir uns immer noch in die falsche Richtung.
Wir holzen immer noch die Regenwälder ab, obwohl wir wissen, dass wir damit unsere eigene Zukunft zerstören. Die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger scheinen Angst zu haben, das zu tun, was notwendig ist. Sie haben vor 30 Jahren die Berichte des Club of Rome über die natürlichen Grenzen des Wachstums lächerlich gemacht, obwohl es jedem klar ist, dass es auf einem endlichen Planeten solche Grenzen des materiellen Wachstums gibt und geben muss.
Statt aber sich darauf einzustellen und zu überlegen, wie man Lebensqualität mit weniger Ressourcen erreichen kann, und statt auf die Klimawissenschaftler zu hören, die auch damals schon auf den Temperaturanstieg hingewiesen haben, hat die ganze westliche Welt Wachstum und Freihandel um jeden Preis zum Programm erhoben.
Die Probleme haben sich dadurch in den vergangenen Jahrzehnten unglaublich verschlimmert.
Jetzt müssen die Politiker zugeben, dass sie 30 Jahre lang gelogen haben, indem sie behauptet haben, die Probleme seien zu meistern, der technische Fortschritt, der Erfindungsreichtum und die freie Marktwirtschaft würden sie schon lösen. 
Das ist das größte Politikversagen aller Zeiten.
Die Politiker genießen dadurch noch weniger Vertrauen, und je weniger Vertrauen sie haben, desto weniger können sie große Schritte wagen, was wiederum das Misstrauen in sie stärkt.  Ein Teufelskreis.
Aber es gibt noch Menschen, die Vertrauen genießen, und wenn man solche Menschen zusammenbringt, dann kann man so etwas wie ein Weltgewissen schaffen. Wir brauchen eine Stimme, die die Interessen der künftigen Generationen vertritt.

Zur Frage, ob es nicht schon genügend Institutionen gäbe, in denen über Zukunftsfragen beraten wird :
Der Weltzukunftsrat will kein Diskussionsforum sein und keine neue NGO.
In ihm sind Parlamentarier, die Zivilgesellschaft, Wissenschaftler und Künstler aus der ganzen Welt vertreten, darunter der bekannteste Sänger Afrikas.  So etwas gab es noch nicht.
Im vorkolonialen Indien gab es so genannte Räte der Seher in die Zukunft. So etwas brauchen wir heute auch. Unsere Entscheidungen haben heute so große Auswirkungen auf die Zukunft wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Aber unsere Kinder und Enkel haben keinen Einfluss darauf.
Also brauchen wir ein Gremium, das die Interessen der Zukunft vertritt.
Link zum Weltzukunftsrat - - >
http://www.worldfuturecouncil.org/deutsch.html

24.05.2007 um 15:19 Uhr

Unterwegs zu einer humanen Zivilisation - >Ein Essay< (1)

   Unterwegs zu einer humanen Zivilisation
- zu einem Menschsein mitfühlender Bewusstheit (1)

Ich vertraue darauf, dass wir unterwegs sind in Richtung einer humanen Zivilisation.
Das meine ich nicht in naiver Weise. Ich weiß nicht, ob wir bei diesem Ziel jemals ankommen. Ich nehme – neben guten Entwicklungen – auch die Kräfte von Gier, Hass und Verblendung wahr. Und ich gehe auch davon aus, dass dieser Weg eine Reise über viele Jahrhunderte ist – eine Reise, die in Schlangenlinien verläuft.
Aber ich vertraue darauf, dass wir als Menschheit auf einem solchen Weg sind.
Wie wollen wir sonst gemeinsam Sinn finden ?

Dass es Menschen wie Buddha, Lao Tse und Jesus von Nazareth gab, zeigt uns, was Menschen möglich ist.  Sie wurden bisher noch ungenügend oder falsch verstanden, indem man sie einfach erhöhte.
Aber sie wollten nicht von uns >erhöht< werden.
Sie wollten uns zeigen, welche Möglichkeiten und welches Potential in uns liegt. In allen Menschen.
Im Buddhismus wird das tiefer verstanden – man geht davon aus, dass jeder ein Buddha ist; ein Buddha werden kann.  Aber auch der weise christliche Mystiker Meister Eckehart sah das sehr klar.  Alles, was die Bibel über Christus Jesus sagt, das lässt sich über jeden wahrhaftigen und guten Menschen sagen. Sagte Eckehart – und war unter anderem deshalb auch der Inquisition ein Dorn im Auge.

Die genannten Menschen, so können wir sagen, verkörpern das höchstmögliche Maß an empfindsamer, mitfühlender Bewusstheit.
Und darum geht es, denke ich, in der menschlichen Entwicklung. 
 Um stufenweise Weiterentwicklung – zu zunehmend >empfindsamer, mitfühlender Bewusstheit<.
Natürlich geht es auch um Lebensfreude und um Kreativität.  Aber ohne die Rückbindung an empfindsame Bewusstheit – bleibt von Freude nur oberflächlicher "Fun" . Und wird Kreativität missbraucht, sich persönlich zu bereichern – auf Kosten von Anderen.
Denn Bewusstheit in ihrer höchsten Form weiß um die >Einheit allen Lebens<.

Glück, das auf dem Unglück anderer beruht, ist nur ein Schein-Glück. Ein Mitgefühl, das Andere ausschließt – ob andere Menschen oder andere fühlenden Wesen – ist ein verkümmertes Mitgefühl.

- wird fortgesetzt -

23.05.2007 um 14:45 Uhr

>Wendezeit< und >Lebensnetz< - Bücher, die die Welt braucht

   Zu den >Büchern, die die Welt braucht<, gehören m.E. auch die von Fritjof Capra – ebenfalls ein Physiker –  und Weiterdenkender.

Wendezeit - Bausteine für ein neues Weltbild
- von Fritjof Capra (Knaur)


Kurzbeschreibung
Fritjof Capras Bestseller Wendezeit ist aktueller denn je: Die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Krisen haben sich weiter verschärft, weil das geforderte gesellschaftliche und politische Umdenken hin zu einem ganzheitlichen Weltbild ausblieb.
»Capras Thesen sind so faszinierend, weil sie nicht nur eine Erklärung der derzeitigen Menschheitskrise anbieten, sondern einen Weg zu ihrer Überwindung aufzeigen.« (Bild der Wissenschaft)

Über das Buch :  Fritjof Capra setzte mit diesem Buch einen Markstein in der Diskussion um die Zukunft der Menschheit. Wirtschaftskrise, Energiekrise, Rüstungskrise, Umweltkrise - wie viele Krisen soll unser Jahrhundert noch verkraften?  Weiterleben kann die Menschheit nur, wenn sie lernt, von Grund auf anders zu denken und zu leben.

Lebensnetz – Ein neues Verständnis der lebendigen Welt
von Fritjof Capra (Knaur)

Buchbeschreibung:
Ein neues Buch von dem Physiker Prof. Fritjof Capra nach dem "Tao der Physik" und "Wendezeit".
Ein neuer Entwurf - auf der Basis grundlegender Arbeiten vieler Wissenschaftler aus allen Teilen der Erde. 
Alle Puzzleteile fügen sich bei Capra zu einem erstaunlich schönen, gelungenen und intelligenten Evolutionsmechanismus zusammen.
Endlich wird das von den Wissenschaftlern seit hunderten von Jahren betriebene Zerteilen der Welt in Einzelheiten und dem damit versuchten Verstehen der Welt umgekehrt.
Zusammenhänge, Abhängigkeiten von allem mit allem bilden das Lebensnetz.
Nicht die Prinzipien des "Fressens und Gefressenwerdens" und die Selektion des am Besten angepassten sind die stärksten Motoren der Entwicklung -  sondern Zusammenarbeit, Symbiose und Bildung völlig neuer Eigenschaften durch Zusammenschluss unterschiedlicher Organismen zu einem neuen waren und sind auch weiter in der Lage, in einer sich rasch verändernden Umwelt nicht nur zu überleben, sondern immer intelligentere Formen anzunehmen.

Die zentrale Aussage des Buches:
Das Leben hat sich evolutionär entwickelt, aber nicht mit den fälschlicherweise Darwin zugeschriebenen Mechanismen, sondern die heute immer noch größte und anpassungsfähigste Gattung der Micro-Organismen hat durch Kooperation, Spezialisierung und Vernetzung immer größere wirksamere Netze - die heutigen Lebewesen - geschaffen.

Ein Entwurf für ein neues Verständnis der Evolution.
Wer endlich mit dem immer noch grassierenden Darwinismus Schluss machen will, findet in diesem Buch einen 100%-igen Ersatz.
Es wird Zeit, dass dieses von Capra beschriebene Denkmodell über die Entstehung der heutigen Welt weite Kreise der Wissenschaft durchdringt und Auswirkungen auf die Weltbevölkerung nimmt.
Capra möchte auch in Lebensnetz Anstöße zu einem überlebensnotwendigen Paradigmenwechsel geben – der die Ausbeutung von Natur und Menschen durch Kapitalismus, Patriarchat, Imperialismus und Militarismus ablöst - und sich stattdessen auf Grundwerte der gesunden Balance zwischen Expansion und Erhaltung, Wettbewerb und Kooperation, Quantität und Qualität und zwischen Dominanz und Partnerschaft gründet.
Wenn die Bücher vergriffen sind, können sie über - - >
http://amazon.de/  bezogen werden.