Gutes Leben - kulturell-kreative Webzeitschrift

25.06.2007 um 14:51 Uhr

Die Auseinandersetzung zum Thema würdiges Sterben

Die Auseinandersetzung zum Thema würdiges Sterben

In einer Umfrage für den SPIEGEL sprachen sich ¾ aller Befragten dafür aus, es solle
"für unheilbar erkrankte Menschen mit eng begrenzter Lebenserwartung die Möglichkeit geben, mit ärztlicher Hilfe ihr Leben selbst zu beenden".
In den Niederlanden, Belgien und in der Schweiz ist dies für den Arzt straflos.

Eine breitere Auseinandersetzung zu diesem Thema steht auch bei uns an. Und es ist zu sehen, dass das Thema verschiedenste Aspekte hat – so auch den, dass natürlich auch kein Arzt zu diesem Schritt gezwungen werden kann – der dies mit seinem Gewissen nicht zu vereinbaren vermag.

Ein Buchhinweis zum Thema:
Würdig leben bis zuletzt – von Katrin Göring-Eckardt, Hg.    Würdig leben bis zuletzt
  (Gütersloher Verlagshaus)

Eine Leserbeschreibung:
In der aktuellen Debatte zum Thema "Sterbehilfe" kommt diese Streitschrift gerade richtig.  Sie informiert
auch über gesetzliche Regelungen, die nicht oder viel zu wenig bekannt sind.  Was ist tatsächlich verboten,
was ist erlaubt – welchen Spielraum haben Ärzte ?
Es wird klar erläutert, was indirekte und passive Sterbehilfe ist. Die Autoren des Buches sind Praktiker : Palliativmediziner, Hospizmitarbeiter, Seelsorger, auch Juristen und Ethik-Experten.  Sie treten aus unterschiedlichen Blickwinkeln für ein Sterben in Würde ein.
Beispiel Niederlande : Hier ist Euthanasie legal – wird aber von vielen Ärzten umgangen.
Die Autoren interpretieren Selbstbestimmung und Autonomie am Lebensende unterschiedlich.
Ein wichtiges Buch – es klärt einerseits auf, und wirft andererseits viele neue Fragen auf.
Denn der Streit um das würdige Sterben hat hier in Deutschland gerade erst angefangen.

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