Gutes Leben - kulturell-kreative Webzeitschrift

10.02.2008 um 18:05 Uhr

«Freedom of Speech» - Neil Young, sein Film, sein Engagement

«Freedom of Speech»    Neil Young on the CSNY "Freedom Of Speech Tour '06"
  - Neil Young, sein Film, sein Engagement

Seit über vier Jahrzehnten schreibt Neil Young inzwischen Songs für eine friedlichere Welt – auf der Berlinade 2008 fand die Premiere seines Musikfilm «CSNY: Déjà Vu» statt - den er unter dem Pseudonym Bernard Shakey drehte.
Es geht um die «Freedom of Speech»-Nordamerika-Tour seiner Band Crosby, Stills, Nash & Young (kurz: CSNY) – und ihr friedenspolitisches Engagement.

Früher war es Vietnam  –   heute engagieren sich Neill Young und Freunde gegen den Irak-Krieg und die Bush-Regierung. In dem Film kommen Journalisten und Politiker, Hippies und Rednecks, Junge und Alte, Demokraten und Republikaner zu Wort. Ebenso bringt er Gespräche mit Veteranen und Familienangehörigen von gefallenen Soldaten.  Zum Beispiel eine Mutter, die ihren 26 Jahre alten Sohn im Irak verloren hat. Ein Schicksal, das Hunderte Familien teilen. An seinem Geburtstag lässt sie ein Bündel Luftballons in den Himmel steigen. An die Schnur hat sie Zettel mit kleinen Botschaften geheftet.

Das positive Feedback vieler Fans bestärkt Young, dass seine Mission von Bedeutung ist.
Die verklärte Hippie-Mentalität hat der 62-Jährige längst abgelegt. «Die Zeit, als Musik die Welt verändern konnte, ist vorbei», stellt er nüchtern fest. Die Welt sei heute eben anders als früher.
Neil Young ist mit Herz, Leib und Seele dabei. «I hate this fucking war», sagt er in einer Szene als Gast einer Talkshow.  Die Stimme bricht und es wird klar - seine Mission, gegen das Unrecht dieser Welt
mobil zu machen, ist zu seiner Lebensaufgabe geworden.

Die «Freedom of Speech»-Nordamerika-Tour fand 2006 statt.  Auf die Frage, warum es so lange gedauert hat, bis der Film fertig war, sagt er:
"Es war einfach verdammt viel Arbeit, aber es ist auch jetzt … genau die richtige Zeit für den Film."
FOCUS Online fragte ihn :  Ist denn die momentane Wechsel-Stimmung in den USA auch ein Verdienst Ihrer Bemühungen?
Young: Das wäre schön, ich weiß es nicht, ich hoffe es.
FOCUS Online :  Sind Sie denn optimistisch, dass es zu einem wirklichen Wechsel kommen wird?
Young: Ich bin immer optimistisch. Die Amerikaner haben das Ganze einfach satt, viele fühlen sich von den Entscheidungen der Regierenden einfach nicht mehr repräsentiert. Ziemlich lange hat man sie dafür verfolgt, jetzt spüren sie ihre Kraft und es ist wie mit einer Dampfmaschine, die rollt jetzt einfach an und ist nicht mehr zu halten. Amerika ist ja keine Bande von Idioten, aber es wird von einer Bande von Idioten regiert. Insofern tut man sich da vielleicht etwas schwer mit der Unterscheidung.

Eine Info über Neil Young - - >   
http://de.wikipedia.org/wiki/Neil_Young
Neil Young Info-News - - >  http://de.wikipedia.org/wiki/Neil_Young

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