Unsexiest Women – »oder einfach nur wieder Un-Kultur«
Unsexiest Women – »oder einfach nur wieder Un-Kultur«
Es nahm den Anfang mit Charlize Theron. Die ernannte der Esquire zur "Sexiest Woman
Es nahm den Anfang mit Charlize Theron. Die ernannte der Esquire zur "Sexiest Woman
Alive" des Jahres 2007. Auch Anjelina Jolie wurde schon mal zur "Sexiest Woman“ gekürt.
Jetzt maßte sich "maxim.com" (hu se fack ist "maxim.com"?) an, fünf Frauen - die
Jetzt maßte sich "maxim.com" (hu se fack ist "maxim.com"?) an, fünf Frauen - die
normalerweise vom Blitzlicht geliebt werden – als "Unsexiest Women Alive" auszuwählen.
Darunter Britney Spears, Madonna und Sarah Jessica Parker aus der Fernsehserie "Sex and the City";
Darunter Britney Spears, Madonna und Sarah Jessica Parker aus der Fernsehserie "Sex and the City";
Frauen, die nun ganz gewiss nicht unerotisch sind.
Dabei ist Sex-Appeal und erotische Anziehung überhaupt ja wohl eher eine Sache
Dabei ist Sex-Appeal und erotische Anziehung überhaupt ja wohl eher eine Sache
des Betrachters, der Betrachterin.
Immer wieder fällt unser Blick auf neue Ausformungen vorherrschender Un-Kultur - in der ständig wie
Immer wieder fällt unser Blick auf neue Ausformungen vorherrschender Un-Kultur - in der ständig wie
suchtartig der/die Größte, Beste, Schönste, Tollste oder Hässlichste irgendwie ermittelt werden soll –
um im Rennen um Quoten und Aufmerksamkeit möglichst weit vorn zu liegen.
Vielleicht kommt einmal eine Zeit, in der zunehmend Menschen mehr auf das Wesentliche schauen – und den Erscheinungen von Unkultur gepaart mit Lieblosigkeit einfach keine Aufmerksamkeit mehr schenken.
Eine »Lebensweise des Seins« – die Erich Fromm nach seiner Analyse
um im Rennen um Quoten und Aufmerksamkeit möglichst weit vorn zu liegen.
Vielleicht kommt einmal eine Zeit, in der zunehmend Menschen mehr auf das Wesentliche schauen – und den Erscheinungen von Unkultur gepaart mit Lieblosigkeit einfach keine Aufmerksamkeit mehr schenken.
Eine »Lebensweise des Seins« – die Erich Fromm nach seiner Analyse
kranker gesellschaftlicher Erscheinungen als menschliche Zukunftsmöglichkeit sah.

Jetzt ist es raus.
Aber ich kenne auch nur "Haben oder Sein" sowie natürlich "Die Kunst des Liebens".
Wenn man sich aber dann noch "Brave New World" von Aldous Huxlex zu Gemüte führt, erkennt man, wie nah die Menschen dieser Dystopie und wie weit weg leider die Worte von Erich Fromm, Frederic Vester oder anderen schlauen Köpfen von dem Ist-Zustand sind.
Lieber schneller-höher-weiter, Superlative gehen immer und überall. Mega-sexiest-ultra-richest was-weiß-ich-denn..., ist doch alles Mumpitz.
Einfach ein stylishes Schwarzweißfoto, auf dem kirgisische Halbstarke und rumänische Schnitten cool kuckend herumlungern und unten rechts das Huxlex-Logo rein. Drunter noch 3 bis 5 englische Worte. Fertig.
Dazu, nicht unpassend,
noch Huxley selbst:
Wer so tut, als bringe er die Menschen
zum Nachdenken, den lieben sie.
Wer sie wirklich zum Nachdenken
bringt, den hassen sie.
- Aldous Huxley -