Heer von Freiwilligen baut New Orleans wieder auf
Kaum eine Katastrophe hat weltweit so für Aufsehen gesorgt wie "Katrina".
Der Hurrikan sammelte sich am 29.08.05 über dem Atlantischen Ozean und fegte dann über die Stadt
hinweg. Obwohl New Orleans nur von Ausläufern des Hurrikans getroffen wurde, brachen die Wände
zweier Kanäle, worauf das Wasser des Lake Pontchartrain die Stadt fast vollständig überschwemmte.
Die offizielle Bilanz ist verheerend: 1.836 Menschen verloren ihr Leben, 770.000 wurden obdachlos, 350.000 Häuser wurden zerstört.
Von der US-Regierung kam nur schleppende Hilfe. 
Es gibt aber auch eine andere Seite dieser Bilanz –
die Seite der Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe. Ebenso unvorbereitet
wie "Katrina" traf die Bewohner die Hilfsbereitschaft ihrer Mitbürger im ganzen Land.
Millionen waren betroffen und spendeten, doch beispiellos war die Zahl derer, die sich aufmachten, um
selbst mit Hand anzulegen.
Mehr als 500.000 (!) Bürger der USA machten sich inzwischen auf den Weg, um beim
Wiederaufbau von Privathäusern mitzuhelfen. Sie reisen auf eigene Kosten an, oft quer
durch das Land, schlafen in 10-Mann-Zelten, werden von der Heilsarmee verköstigt und
arbeiten bis zu 10 Stunden am Tag bei 40 Grad Celsius und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit.
Eine ungeheure Energie der Mitmenschlichkeit macht sich breit in New Orleans.
Es geht voran. Doch die Armee der Freiwilligen kommt nicht nur, um Häuser zu
reparieren. So ganz nebenbei reparieren sie auch die Herzen ihrer Bewohner… Quelle: gnt