Gutes Leben - kulturell-kreative Webzeitschrift

25.07.2007 um 11:01 Uhr

Vatikan boykottiert amnesty international - >Religion und Spiritualität<

Der Kardinal Martino rief – im Namen des Vatikans – die Katholiken
 zum Boykott der Menschenrechtsorganisation amnesty international auf.

     
Vatikan boykottiert amnesty international    

Katholiken und katholische Organisationen müssten ihre Unterstützung
von amnesty einstellen –
weil sich die Menschenrechtsorganisation für einen Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch
für vergewaltigte Frauen ausgesprochen hat.
Kate Gilmore, stellvertretende amnesty – Generalsekretärin, stellte fest, ihre Organisation
habe sich nicht für Abtreibung als universelles Recht stark gemacht.
Durch ihre falsche Darstellung gefährde die katholische Kirche die Arbeit von amnesty.

Britta Baas – Redakteurin von Publik Forum / Zeitung kritischer Christen –
schreibt in einem Kommentar der Zeitschrift : "Wenn es nicht so wahnsinnig –
und vor allem folgenreich – wäre, müsste man gar nicht darüber schreiben :
Der Vatikan hat wieder einmal bewiesen, dass er in Sachen Frauen einfach
nicht mehr zu retten ist. …"

Sie schließt mit den Gedanken :
Wie immer Kardinal Martino das im Kern begründen zu können glaubt : Den psychischen
Tod einer Frau in Kauf zu nehmen, um eine Schwangerschaft um jeden Preis zu erhalten,
ist unmenschlich.  Und wer Opfer und Täter verwechselt, handelt auch nicht
in der Tradition christlicher Lehre.  Das sollte einem Theologen zu denken
geben.  Selbst im Vatikan.
Link zu Publik Forum / Zeitung kritischer Christen - - >
http://publik-forum.de/f4-cms/tpl/pufo/display.asp?cp=pufo

20.07.2007 um 16:45 Uhr

Buddhistischer Friedhof in Berlin - >Religion und Spiritualität ..<

    Buddhistischer Friedhof in Berlin

Friedhöfe sind Orte der Bestattung und der Besinnung.  Sie dienen darüber hinaus oft auch
der stillen Erholung der Besucher und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen – besonders
in der Großstadt.

In Berlin gibt es einen Ort der Besinnung dieser Art für Buddhisten, buddhistisch orientierte Menschen.  Er liegt zwischen Spandau und Charlottenburg auf dem Gelände des städtischen Friedhofs
und Krematoriums Ruhleben.
Auf diesem Friedhof befanden sich schon immer Flächen für Anhänger anderer Konfessionen.

Dieses Gräberfeld Nummer V befindet sich am Rande eines Naturschutzgebietes.  Es wurde im Jahr 2002
auf Initiative vietnamesischer Buddhisten eingerichtet – und steht selbstverständlich allen Buddhisten – unabhängig von der Tradition – zur Verfügung.

In der Mitte des Gräberfeldes steht die ungefähr vier Meter hohe Marmorfigur des Bodhisattva Kshitigarbha – der u.a. auch als "Bodhisattva des großen Gelübdes" bezeichnet wird.
Solch ein »Bodhisattva« kann als spirituelles Wesen verstanden werden, nicht unähnlich der westlichen Vorstellung von »Engelwesen«, das sein Leben dem Wohl aller Wesen verschrieben hat.
Der Legende nach gelobte Kshitigarbha so lange in der Hölle zu bleiben, bis alle Wesen aus ihr befreit sind.
Sein Mitgefühl dient auch Armen, Unterdrückten, Kranken, Hungernden und jenen, die von Geistern und Alpträumen heimgesucht werden, er spendet Trost und Zuversicht.
Eine Information über Bodhisattvas - - >
http://de.wikipedia.org/wiki/Bodhisattva

28.06.2007 um 14:22 Uhr

Homoehen mit kirchlichen Segen – im alten Irland

Homoehen mit kirchlichen Segen
                      –  im alten Irland                 

Entdeckt im Internet-Forum der Zeitschrift Publik Forum / Zeitung kritischer Christen :

Aus einem … Internetforum ein bemerkenswertes Posting:

" - ein Nachsatz noch. Wussten Sie das es in Irland im 14. oder 15. Jahrhundert (?)
Homoehen mit kirchlichen Segen gegeben hat ?

Die gleichgeschlechtlichen Beziehungen wurden nicht nur toleriert, sondern öffentlich anerkannt.  Noch heute kann man auf Grabsteinen die Namen lesen.
Sie wurden also auch gemeinsam begraben. "

Eine Information, die es wert ist, bekannt gemacht zu werden.  So können sich die Ewiggestrigen
noch weniger auf das Gestern berufen, wie sie immer so gern tun.

Quelle : Forum der Zeitschrift Publik Forum.  Thema : Die katholische Kirche und die Sexualität;
Themen-Thread : Die Kirche(n) und die Homosexualität.
Der Link zum Forum - - >
http://www.publik-forum.de/wwforum/

26.06.2007 um 12:38 Uhr

Advaita – Satsang im Westen - >Religion und Spiritualität<

Advaita  –   Satsang  im Westen     

Im Westen relativ neu – im Osten uralt. Seit einiger Zeit entwickelt sich bei uns ein zunehmendes Interesse am Advaita – dem Weg der "Nicht-Zweiheit" –
zur Verwirklichtung des >Bewusstseins der Einheit<;
in der östlichen Spiritualität meist als Erleuchtung bezeichnet.
Einen bedeutenden Impuls im letzten Jahrhundert setzte Ramana Maharshi, einer der großen spirituellen Lehrer der Geschichte – bekannt als der Weise vom Berge Arunachala.

Seit einigen Jahren entsteht in diese Richtung eine regelrechte Bewegung – Menschen kommen zu "Satsangs" zusammen, um sich für die tiefere Erfahrung des "Selbst", wie Ramana Maharshi es nannte, zu öffnen.
Satsang bedeutet "Zusammensein in Wahrheit". Om C. Parkin, ein deutscher Satsang-Lehrer, nennt es "Dialoge zur Selbsterforschung".
Der Einzelne wird wohl selbst erspüren müssen, ob all die, die heute Satsang anbieten, dieses "innere, höhere Selbst" wirklich realisiert haben. Es finden sich hier jedoch ernstzunehmende Lehrer wie Gangaji, Om C. Parkin oder Arjuna Nick Ardagh.


"Das Geheimnis des Seins offenbart sich dir als dein Selbst. Es kann nicht in Worte gefasst werden. Es kann vom Denken nicht erfasst werden. Es kann nicht verstanden werden. Diese Bewusstheit ist endlos." - Om C. Parkin -
"Indem du wahrhaftig bleibst, wirst du genau dorthin geführt, wo du sein musst. Für alles wird gesorgt. Alles, was du brauchst, erscheint." – Gangaji –

Leseempfehlungen :
Ramana Maharshi und die Suche nach dem Selbst (Ansata)
Freiheit und Entschlossenheit – Gangaji (Lüchow)
Die Geburt des Löwen - Om C. Parkin (Lüchow)
Warum nicht jetzt? - Arjuna Nick Ardagh (Lüchow)

Link zu Satsang.de - - > http://www.satsang.de/
Link zur Allionce e.V. - - > http://www.allionce.de/

23.06.2007 um 15:10 Uhr

Paramahansa Yogananda – ein Yogi und Hindu Weiser

 Paramahansa Yogananda – ein Yogi und Hindu Weiser

Der Yogi Paramahansa Yogananda gilt als einer der großen Heiligen und Weisen Indiens –
seine Schriften haben in allen Teilen der Welt Anerkennung gefunden.  Sein Ableben jährte sich
zum 55sten Mal.

1920 reiste Yogananda als einer der ersten hinduistischen Meditationsmeister in die USA.
Sein Leben und Schaffen war dadurch geprägt, Brücken zu schlagen zwischen dem religiösen Denken des Ostens und dem westlichen rationalen Weltverständnis.

Er gründete die Self-Realization Fellowship, um Menschen den Weg zur Selbstverwirklichung zu ermöglichen;
und das Verständnis in die Welt zu bringen, dass der Sinn des Lebens in der Höherentwicklung des begrenzten menschlichen Bewusstseins liegt
- bis es sich aus eigener Kraft zum Bewusstsein Gottes erweitert.
Yoganandas Werk "Autobiographie eines Yogi" ist heute international ein Klassiker der spirituellen Literatur.

Lesehinweise :  "Autobiographie eines Yogi" und "Religion als Wissenschaft"
- von Paramahansa Yogananda
(Self-Realization Fellowship Verlag)

22.06.2007 um 17:16 Uhr

Der Vatikan, seine Doktrinen - und die KirchenVolksBewegung

Der Vatikan, seine Doktrinen 
  -  und die KirchenVolksBewegung     

In jüngerer Vergangenheit : Der Vatikan hat die Priester wegen "missbräuchlicher Praktiken" im Gottesdienst gemaßregelt.

Mit Blick auf Deutschland heisst es, dass "ökumenische Initiativen" zwar "gut gemeint" seien -
aber dem Sinn der Eucharistie widersprächen. Erneut eine Absage des gemeinsamen Abendmahls mit Protestanten.
Frauen am Altar werden geduldet - männliche Messdiener aber als "lobenswert" erwähnt.
Weiter steht in der "Instruktion" - nur Priester dürften das Evangelium verkünden, und nur Priester und Diakone predigen - niemals Laien.
Ausdrücklich werden die Gläubigen aufgerufen, "Straftaten gegen den Glauben" zu melden.

Die Deutsche Bischofskonferenz begrüßte das Dokument.

Die Bewegung >Wir sind Kirche< sieht darin eine "Rückwärtsbewegung" und "Denunziation".

Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche ist aus dem 1995 in Österreich gestarteten Kirchenvolks-Begehren hervorgegangen und setzt sich ein für eine Erneuerung der römisch-katholischen Kirche auf der Basis des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) sowie der darauf aufbauenden Thelogie und Praxis.
Eine Information über die Bewegung Wir sind Kirche - - >
http://de.wikipedia.org/wiki/Wir_sind_Kirche
Die Website der KirchenVolksBewegung - - > http://www.wir-sind-kirche.de/

21.06.2007 um 15:53 Uhr

Buddhismus aktuell - >Religion und Spiritualität<

B u d d h i s m u s  a k t u e l l   

Der Buddhismus ist bei uns im Westen, auch in Deutschland, nicht mehr wegzudenken.
Viele Menschen schätzen Buddha als einen Meister, wie auch Jesus von Nazareth ein Meister war.
Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift der Deutschen Buddhistischen Union - lange "Lotusblätter"  -  gibt es seit einiger Zeit neu als >Buddhismus aktuell<.

Sie ist sympathisch aufgemacht, hat ein Titelthema - und bringt in jeder Ausgabe verschiedenes aus den
großen Traditionen "Theravada", Zen und dem tibetischen Buddhismus.
Dazu noch die unterschiedlichsten Informationen unter der Rubrik >Aktuelles< ... neue Bucherscheinungen -
und die Adressen der Mitglieds-Gemeinschaften in ganz Deutschland.

DBU / Deutschen Buddhistische Union - Geschäftsstelle - - >
http://www.buddhismus-deutschland.de/dbu/frameset.php
Buddhismus Aktuell (Zeitschrift) - - > http://www.buddhismus-aktuell.de/
Eine weitere buddhistische Zeitschrift : Ursache & Wirkung / Buddhistische Aspekte - - > http://www.ursache.at/website/output.php?dc=1
Eine kleine Buchempfehlung :  "Was würde Buddha tun ?  101 Lösungen
für die kleinen und großen Probleme des Lebens" - von Franz Metcalf (O.W.Barth)

21.06.2007 um 15:04 Uhr

Christlich-buddhistische Taufe - >Religion und Spiritualität<

Christlich - buddhistische Taufe

  Davon sollten viel mehr Menschen erfahren -
Fritjof Capra - Physiker und Vordenker eines ganzheitlichen Weltbildes -
hat seine Tochter mit einer christlich-buddhistischen Zeremonie taufen lassen.

Er bat den Benediktiner Bruder David Steindl-Rast die Feier zu arrangieren.
Gemeinsam mit Bruder David hat er das Buch >Wendezeit im Christentum< (dtv)
verfasst, für das sie mit dem "American Book Award" ausgezeichnet wurden.

Leseempfehlung zum Interreligiösen Dialog : "Der Geist reißt Mauern nieder"
- von Sebastian Painadath (Kösel).
Pater Sebastian leitet in Indien einen Ashram der Interreligiösen Begegnung.

05.06.2007 um 15:36 Uhr

Pentakel als religiöses Symbol anerkannt – Religion und Spiritualität - >Info-Box<

Pentakel als religiöses Symbol anerkannt        

Zumindest in den USA ist das Pentakel, ein fünfzackiger Stern in einem Kreis,
nun als religiöses Symbol anerkannt und darf auf Grabsteinen abgebildet werden.
Mehrere Wiccas hatten gegen eine Entscheidung des >US Department of Veterans Affairs< protestiert, die das Einprägen des Wicca-Symbols auf den Grabsteinen verstorbener Veteranen untersagen wollte. Und das, obwohl das Wicca-Hexentum schon seit 1994 in den USA als Religion anerkannt wird.


Nun hat die Regierungsstelle endlich nachgegeben. Fortan gilt das Pentakel als religiöses Symbol und darf auch auf den Grabsteinen der gefallenen Soldaten abgebildet werden.
"Dieser Vergleich drängte die Bush-Regierung zu akzeptieren, dass es in Amerika keine Religion zweiter Klasse gibt" - stellte Barry W. Lynn von der Organisation "Americans United for Separation of Church and State" (Amerikanische Vereinigung für die Trennung von Kirche und Staat) fest, der die Wicca-Anhänger vor Gericht vertrat.
Quelle : www.paranews.net

29.04.2007 um 16:22 Uhr

Vor 15 Jahren – Drewermann als Priester suspendiert - >Religion & Spiritualität ->Info-Box<

Gott spricht zum Menschen unmittelbar – Drewermann’s unliebsame Wahrheiten

Eugen Drewermann ist einer der bekanntesten Wegbereiter für neue Wege im Christentum – darum wurde er vor nunmehr fünfzehn Jahren in der katholischen Kirche vom Priesteramt suspendiert.
Drewermann nannte vieles beim Namen, sprach vieles direkt aus, was heute ein Grossteil der Christen sowieso glaubt – engstirnige Glaubensdogmen bezeichnete er als "Hindernisse auf dem Weg zu Gott".

Er machte die Erkenntnisse der historisch-kritischen Bibelforschung populärer – dass beispielsweise zwei Drittel der Paulus-Briefe nicht von Paulus selbst stammen; dass die allermeisten Jesus-Geschichten nicht historisch sind, Jesus aus Missionierungsgründen vieles in den Mund gelegt wurde …
Er zeigte auf, dass Begriffe wie "Sohn Gottes" auch schon in anderen Kulturkreisen vorkommen, dass es Jesus darum ging zu vermitteln, dass >alle Menschen< "Söhne bzw. Töchter Gottes" sind. Und er machte klar, dass viele der Texte von einem tiefenpsychologischen Blickwinkel her zu sehen sind : die "Stillung des Sturms" z.B. war kein übersinnliches Ereignis – sondern es geht um die Stillung des Sturms "in unserer eigenen Seele". Dinge, um die Drewermann weiß - da er auch Therapeut ist.

Dem Neuerer Drewermann geht es auch um eine "Neubelebung der Mystik" –
während die katholische Kirche lehrt - - > dass Gott nur "mittelbar" durch den Mund der päpstlichen und bischöflichen Amtsinhaber "sich dem Menschen mitteilt"
- sagte der Kirchen-Rebell, dass die Wahrheit Gottes im Menschen selbst liegt. Und dass Gott zum Menschen unmittelbar spricht.

Das war zu viel für die Vertreter der orthodoxen Religion – er durfte fortan kein Priester mehr sein.
Die Menschen selber empfinden das glücklicherweise anders – die Bücher Eugen Drewermanns gehören zu den meistgelesenen, seine Vorträge – auch in Kirchen – sind seit Jahren viel besucht.