Offener Brief an Holzner-Figalla
Lieber Prof. Dr. Holzner-Figalla,
ich habe, und ich weiss das sehr zu schätzen, lange nichts mehr von dem (andere sagen auch der) Problem (bzw. problembehafteten) Relativsatzverschachtelung in der teutschen, oder auch deutschen, Sprachen vernehmen lasse, die jedoch - und diesen Einschub möge man mir verzeihen, wie er auch schon in vergangener Zeit des öfteren verziehen wurde - nach wie vor eine gewisse Unbill bei Mitmenschen verursacht, die a) sich nicht auf Satzkonstrukte, die aus mehr als einem Subjekt, Prädikat und Objekt bestehen, b) einem andere Kulturkreise angehören, oder c) sowohl der Schnittmenge aus a und b angehören, oder d) keinen Sinn für Sprachkultur haben, obwohl es ihnen doch wohl längst in Fleisch, Blut und - in Abhängigkeit ihres Sexus - in Gonaden bzw. Ovarien übergegangen sein müsste.
Als Vorschlag, diesen Umstand zu entschärfen, der über Kurz oder Lang - bei diesen beiden Wörtern ist mir nie ganz klar, ob sie gross oder klein geschrieben werden, genauso wenig wie ich weiss ob das gross mit scharfen s bzw. eszet (nicht die Schnitten, sondern die Letter ß) bzw. weiss mit dito, oder nicht - doch ich schweife ab. Als Vorschlag also entlehne ich die Metapher des Klammerns aus der Mathematik, mit der man die Präzedenz von arithmetischen Vorgängen steuern kann, und wende sie auf die unsere, deutsche Sprache an. Als Beispiel soll dieses kleine Fragment meines aktuellen Werkes "Von der Schanknutte zur Wanderhure - die Evolution des weiblichen Berufsbildes zu Zeiten Erwins des Haarigen" dienen, das ab dem 24.12. hoffentlich unter jedem Baume liegt (Seite 43ff.):
"[...] Johanna kroch (nach wie vor mit nur mit dem Fetzen Stoff bedeckt) an dem sabbernden Hund vorbei und vermied direkten Blickkontakt mit Reimer (der (wie auch schon am Vortag (und in den Tagen davor)) immer noch stark mürbe aussah) [...]"
In diesem Sinne,
Dr. Smegma-Konifere
ich habe, und ich weiss das sehr zu schätzen, lange nichts mehr von dem (andere sagen auch der) Problem (bzw. problembehafteten) Relativsatzverschachtelung in der teutschen, oder auch deutschen, Sprachen vernehmen lasse, die jedoch - und diesen Einschub möge man mir verzeihen, wie er auch schon in vergangener Zeit des öfteren verziehen wurde - nach wie vor eine gewisse Unbill bei Mitmenschen verursacht, die a) sich nicht auf Satzkonstrukte, die aus mehr als einem Subjekt, Prädikat und Objekt bestehen, b) einem andere Kulturkreise angehören, oder c) sowohl der Schnittmenge aus a und b angehören, oder d) keinen Sinn für Sprachkultur haben, obwohl es ihnen doch wohl längst in Fleisch, Blut und - in Abhängigkeit ihres Sexus - in Gonaden bzw. Ovarien übergegangen sein müsste.
Als Vorschlag, diesen Umstand zu entschärfen, der über Kurz oder Lang - bei diesen beiden Wörtern ist mir nie ganz klar, ob sie gross oder klein geschrieben werden, genauso wenig wie ich weiss ob das gross mit scharfen s bzw. eszet (nicht die Schnitten, sondern die Letter ß) bzw. weiss mit dito, oder nicht - doch ich schweife ab. Als Vorschlag also entlehne ich die Metapher des Klammerns aus der Mathematik, mit der man die Präzedenz von arithmetischen Vorgängen steuern kann, und wende sie auf die unsere, deutsche Sprache an. Als Beispiel soll dieses kleine Fragment meines aktuellen Werkes "Von der Schanknutte zur Wanderhure - die Evolution des weiblichen Berufsbildes zu Zeiten Erwins des Haarigen" dienen, das ab dem 24.12. hoffentlich unter jedem Baume liegt (Seite 43ff.):
"[...] Johanna kroch (nach wie vor mit nur mit dem Fetzen Stoff bedeckt) an dem sabbernden Hund vorbei und vermied direkten Blickkontakt mit Reimer (der (wie auch schon am Vortag (und in den Tagen davor)) immer noch stark mürbe aussah) [...]"
In diesem Sinne,
Dr. Smegma-Konifere
