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<title>always on the road</title>
<link>http://www.blogigo.de/handlungsreisender</link>
<description>Tagebuch eines Handlungsreisenden.</description>
<language>de</language>
<dc:creator>handlungsreisender</dc:creator>
<dc:publisher>handlungsreisender</dc:publisher>
<pubDate>Thu, 02 Feb 2006 21:12:15 +0100</pubDate>
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<title>Konzertbesuch &quot;Mighty Dwights&quot;</title>
<description> Auf eine Einladung vom Fachmagazin MusicMania hin konnte ich am letzten Sonntag an einem Konzert der Mighty Dwights teilnehmen. Als Rolf, Peggy und ich gegen 19:30 die Sporthalle an der&amp;nbsp;Schäferkoppel betraten, spielte gerade noch die 3. Herren - ich glaube, es war Handball. Na ja, jedenfalls haben wir bei den Müttern, die immer Kuchen während des Spiels verkaufen erstmal 6 Hülsen gekauft und weggezischt. Danach ging&#039;s auch wieder. Nach dem Spiel - es muss so gegen 20:00 Uhr gewesen sein, hat uns eine Spielerin der B-Jugend gefragt, warum wir denn &quot;diese lustigen Kutten&quot; anhätten. Mensch Mädel, wohl noch nie was von den &quot;Mighty Dwights&quot; gehört, was? Offensichtlich nicht, denn sie und der Rest der Bagage kicherten uns total doof aus. Peggy holte eine Rundy Feiglinge und Sandkuchen. Der Hallenwart Herr Gielfeld gab dann endlich grünes Licht, nachdem die letzten Minderjährigen die Halle verlassen hatten. Unter Stroboskop- und Flutlicht und einem Höllensound betraten die Dwights dann endlich die...</description>
<pubDate>Thu, 02 Feb 2006 21:12:15 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/handlungsreisender/Konzertbesuch-Mighty-Dwights/9/</link>
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<title>Offener Brief an Holzner-Figalla</title>
<description>Lieber Prof. Dr. Holzner-Figalla,
 

 
ich habe, und ich weiss das sehr zu schätzen, lange nichts mehr von dem 
(andere sagen auch der) Problem (bzw. problembehafteten) 
Relativsatzverschachtelung in der teutschen, oder auch deutschen, 
Sprachen vernehmen lasse, die jedoch - und diesen Einschub möge man mir 
verzeihen, wie er auch schon in vergangener Zeit des öfteren verziehen 
wurde - nach wie vor eine gewisse Unbill bei Mitmenschen verursacht, die 
a) sich nicht auf Satzkonstrukte, die aus mehr als einem Subjekt, 
Prädikat und Objekt bestehen, b) einem andere Kulturkreise angehören, 
oder c) sowohl der Schnittmenge aus a und b angehören, oder d) keinen 
Sinn für Sprachkultur haben, obwohl es ihnen doch wohl längst in 
Fleisch, Blut und - in Abhängigkeit ihres Sexus - in Gonaden bzw. 
Ovarien übergegangen sein müsste.
 

 
Als Vorschlag, diesen Umstand zu entschärfen, der über Kurz oder Lang - 
bei diesen beiden Wörtern ist mir nie ganz klar, ob sie gross oder klein...</description>
<pubDate>Wed, 14 Dec 2005 12:43:57 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/handlungsreisender/Offener-Brief-an-Holzner-Figalla/8/</link>
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<title>Weiche Ziele</title>
<description>&quot;Ich reite weiche Ziele - das habe ich immer schon getan. Es ist sozusagen mein Steckenpferd, ungeachtet der Tatsache, dass dies als ein drittklassiger Wortwitz aufgefasst werden könnte&quot;. LaRousse lächelte und blickte erwartungsvoll zu seinem Kunden auf. Edmund nickte salbungsvoll und kratze sich am Nackenschorf, der fast gänzlich abgetrocknet war. Nur ein kleines bisschen Feuchtigkeit wurde von seinen runzeligen Fingerkuppen ertastet. Ahh, herrlich. Endlich wieder trocken.   LaRousse knöpfte sich die Hose zu und summte &quot;Gimme Gimme Gimme (A Man after Midnight)&quot;, allerdings so schlecht, dass Edmund es kaum wiedererkannte. Mit einer fast unmerklich langsamen Handbewegung schüttelte er die letzten Hautpartikel von seinen krummen Fingern - Möwenfedern gleich segelten sie langsam zu Boden und verbanden sich auf dem verwarzten Teppich mit den mannigfaltigsten Elementen, die ihr dunkles Dasein in dieser untersten Raumebene fristeten.   &quot;Ich mache mir nichts aus weißen Leinwänden. Mein Ziel ist die...</description>
<pubDate>Mon, 05 Dec 2005 20:56:44 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/handlungsreisender/Weiche-Ziele/7/</link>
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<title>Flatulenzia Propan</title>
<description>Perry war sich sicher - der Vertrag war wasserdicht. Es fehlte nur noch
die Unterschrift, aber das war reine Formsache. Nach stundenlangen,
zähen Verhandlungen - die Perry nur durch regelmäßiges nachpegeln
seines mittel Bier und Jubi herbeigeführten Glimmerzustandes
überstanden hat - war es jetzt endlich soweit. Er hatte die Bande
weichgekocht. Die zwei Herren waren nicht einfach zu beeindrucken
gewesen, da hat es schon einiger Anekdoten aus seiner langjährigen
Tätigkeit als Fleischbeschicker bei der CMA bedarft. Die Dame hingegen
(Dame - pah, sie war blutjung und roch nach Oilyly bzw.
Hubba-Bubba-Parfüm, da hilft auch der Abschluß aus Göttingen nix) hat
er schnell auf seine Seite ziehen können. Offensichtlich wirkt sein
leicht zerlotterter Zustand am Ende einer Arbeitswoche wunder. 
 
Perry hatte sich nochmals verdrückt, als absehbar war, dass alles im
Lot ist. Nun wankte er beschwingt zurück aus der Teeküche und checkte
nochmals seinen Scheitel. &quot;Euch habe ich im Sack! Yeah!&quot;...</description>
<pubDate>Thu, 22 Sep 2005 20:22:40 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/handlungsreisender/Flatulenzia-Propan/6/</link>
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<title>Sieben Wochen</title>
<description> Seit sieben Wochen hing Edmund nun
schon in diesem elenden Kaff fest. Sieben Wochen voller Schmerz, sieben
Wochen voller Angst und bohrender Ungewissheit. Seit Mund war trocken,
der Schädel brummte wie eine frisierte Harley auf dem Highway to
Hell. Nur langsam schaffte Edmund es, die verklebten Augenlieder zu
öffnen, um einen Blick auf seinen Timex Quartz zu werfen - diese
Uhr war das einzige, was ihn davon abhielt, komplett abzuschnallen und
einfach loszulassen. 
 
 
       Die Uhr. Ein Wunder, das dieses
Zeugnis eines besseren Lebens ihm noch geblieben war (eines weit
entfernten Lebens, meldete sich die Stimme im Ohr zu Wort) - aber er
versteckte sie ja Abend für Abend wieder dort, wo SIE nie
nachschauen würde. Die Uhr. Ute, die geckenhafte Gespielin des
Alten, hatte sie im nach seinem erfolgreichen Vertragsabschluß
mit der Hille AG geschenkt. Ihre flötenhafte Stimme klingt ihm
noch im Ohr: &quot;Edmund, als Zeichen unserer Anerkennung möchten wir
Ihnen diese Uhr überreichen. Sie...</description>
<pubDate>Tue, 30 Aug 2005 21:43:27 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/handlungsreisender/Sieben-Wochen/5/</link>
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<title>Suzukakia</title>
<description>Kurz nachdem Frau Sodautschik ihre Order abgesetzt hatte, erschien der Patron des Hauses. Wortlos entfernte er durch Einsatz eines mit Frittierfett getränkten Lappens die Speise- und Tropfspuren von unserem Tisch, die offensichtlich noch von den letzten Gästen herrührten und knallte uns die abgegriffelten Plastikhefter, in die lieblos die Speisekarte getackert war. Zwar hatte man sich die Mühe gemacht, die einzelnen Seiten durch Klarsichthüllen vor vorzeitigem Aufweichen zu bewahren, allerdings war das Lesen der Speisekarte durch die in mehreren Schichten aufgedampften Fett-, Soßen- und Speichelspuren ein schwieriges Unterfangen. An der Speisekarte haftete genug genetisches Material, um einen ganzen Jahrgang&amp;nbsp; Gerichtsmediziner für mehrere Monate zu beschäftigen.      Mit lautem Gefluche kündigte sich unterdessen die Rückkehr des Gastwirtes an. Er nestelte an seiner fleckigen Schürze und zückte einen Notizblock hervor, um unsere Bestellungen aufzunehmen. Als ich ihn freundlich anblickte,...</description>
<pubDate>Mon, 18 Jul 2005 21:30:28 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/handlungsreisender/Suzukakia/4/</link>
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<title>Bacchus</title>
<description>Ich blieb den ganzen folgenden Tag und verbrachte ein sehr inniges
Wochendende mit Irmgard. Viel ist in den letzten Tagen passiert und ich
versuche, meine Gedanken wieder auf geordnete Bahnen zu bringen. Noch
immer hämmert mein Kopf und dieses fade Gefühl im Mund lässt sich trotz
Einnahme von Mundbertpastillen nicht eindämmen. Was war nur passiert?
Hier ein Versuch das Erlebte in Worte zu fassen...  Nachdem ich
Frau Sodautschik durch Handreichung eines kühlen Bieres von Ihrem
Hustenanfall befreien konnte, lud sie mich voller Dank auf ein Essen
beim nur wenige Schritte vom eigenen Gehöft liegenden Griechen Bacchus
ein. Da ich noch nichts gegessen hatte und die Arbeit auch warten
konnte, willigte ich ein. Frau Sodautschik entschuldigte sich und
verlies die Küche. Kurze Zeit darauf konnte ich deutliche
Erbrech-Geräusche aus dem nebenan gelegenen Bad vernehmen. Mangels
einer besseren Idee angelte ich mir ebenfalls ein Bier aus dem
Kühlschrank und lies den güldnen Nektar in mich...</description>
<pubDate>Sun, 17 Jul 2005 22:19:42 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/handlungsreisender/Bacchus/3/</link>
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<title>Sodautschiks Küche</title>
<description> Frau Sodautschik bat mich mit aller ihr noch verbliebenden Würde hinein und wir schritten andächtig durch die Eingangshalle. Durch die nikotingelben Vorhänge perlte träge das Sonnenlicht. Wir bewegten uns langsam und ohne große Eile in Richtung Küche, so dass ich genügend Zeit hatte, mir die schlecht rasierten Waden von Frau Sodautschik anzusehen. In der Küche roch es bestialisch nach angebrannter Milch und ausgelaufenem Fleischsud. Mit einer gönnerhaften Bewegung räumte Frau Sodautschik die leeren Flaschen (4 Bier und 1 Nordhäuser Doppelkorn 0,7l) vom Tisch und bat mir einen einfachen Stuhl zum Sitzen an. Sie selber drapierte sich auf einem Melkschemel.  
   
 Im Hintergrund dudelte ein Song von Andrea Berg. Ein Hund bellte. Frau Sodautschik holte tief Luft und verschluckte sich an einem Hauchetropfen. Um die Situation nicht eskalieren zu lassen öffnete ich meinen Aktenkoffer und legte die diversen Papiere, Offerten und vierfarbigen Prospekte zu drei übersichtlichen Stapeln auf dem...</description>
<pubDate>Thu, 14 Jul 2005 22:42:50 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/handlungsreisender/Sodautschiks-Kueche/2/</link>
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<title>Der Fall Sodautschik</title>
<description> Es war ca. 11:28 als ich die Loggia von Sodautschiks betrat. Sofort
stieg in mir eine dunkle Ahnung auf: heute wird es besonders schwer
werden. Ich öffnete die von jahrezehntelanger Witterung und schlechter
Kunsstoffpflege mürbe und riefig gewordene
Fliegengitterschutzverkleidung aus dem Hause Tesa und klopfte gegen die
rustikale Holztür, die den Eingangsbereich zu Sodautschiks geheiligte
Hallen markierte. 
   
 Etwa um 11:29 öffnete Frau Sodautschik die Tür und kurz darauf ihren
Mund - der saure Atem der mir entgegenschlug, deutete auf ein
ausgewachsenes Sodbrennen durch massiven Alkoholkonsum zu früher
Tageszeit hin, so dass ich Schwierigkeiten hatte, mein freundlich
süffisantes Lächeln aufrecht zu erhalten. Frau Sodautschik wirke
derangiert aber in der Substanz nicht unerotisch. Sie schloss den Mund
wieder um sich zu vergewissern, dass der halbzerkaute Zigarillo
(Dannemann) noch an der trockenen Unterlippe haftete. Sie musterte mich
mit blutunterlaufenen Augen.  Mit einem...</description>
<pubDate>Wed, 13 Jul 2005 23:19:33 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/handlungsreisender/Der-Fall-Sodautschik/1/</link>
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