farewell goodnight...
ich schließe mich To01 an. noch eine knappe woche, dann ist schluss.
sjÁlfur
ich schließe mich To01 an. noch eine knappe woche, dann ist schluss.
sjÁlfur
ja, und damit endet meine existenz hier. es waren fast zwei jahre, viel zu lang schon, ich verabschiede mich, endgültig von blogigo, zumindest vorerst aus der blogger-welt. meine blogs bleiben zumindest noch solange ungelöscht bis ich eine neue URL zum kontaktieren vorweisen kann. vermutlich werde ich das irgendwie mit meiner website sjalfur.net zusammenlegen.
was ich auf jeden fall demnächst wieder an anderer stelle machen werde, ist das sjÁlfurLOG über meine musik weiterzuführen. ansonsten: ich lauere immer irgendwo in euren kommentaren!
silent groaning on the floor
slight clicking out the light
gentle squeaking of the door
i am off in the night
away away
nothing's left to say
i am far away
far away from now
sorrows and grief
way up in the sky
you give me relief
like the way you are floating
conquers gravitation
makes me overcome
this leaden stagnation
kicking empty cans
just around the corner
maybe you look on me
as a lonesome mourner
while i'm drifting off
along distant shores
think i'm nothing but this tin
because i don't feel anymore
["away" - deine lakaien]
sjÁlfur
ich brauche erstmal eine pause. die erneute abzugswelle von blogigo wäre sicher unterstützungswert, aber momentan fehlt mir die energie dazu. wenn die drohung wahr gemacht wird und alle gehen, dann gehe ich mit, aber vorerst ins nirvana. ich hätte zwar momentan sicher noch einen berg an dingen, über die ich schreiben könnte, die ich in den letzten etwas hektischeren monaten vernachlässigt habe, aber es fehlt mir gerade... an substanz. die prüfungen erledigt, für einige zeit viele aufgaben, die kein muss sind, nur von mir selbst auferlegt, und das sind die gefährlichsten.
gestern vielleicht sowas wie ein "schlüsseltag" (wenn es die bezeichnung gibt). letzte prüfungen, zusammenbruch, rückkehr und emilie simon live als offenbarung und reizüberflutung für meine inspiration... nein, besser für meinen ehrgeiz an inspiration (das klingt zwingender und stimmt eher...).
ich werde mich jetzt meiner musik widmen und einigen anderen dingen, die ich vernachlässigt habe, vielleicht schaffe ich es in der zwischenzeit mal, meine wichtigsten einträge hier zu sichern und dann... mal sehen. sobald ich neues in sachen musik habe, das etwas mehr als nur vage ideen sind, melde ich mich.
aber vorerst lasse ich die headspeakerbox einschlafen und mich wegtreiben.
je laisse aller...
sjÁlfur
Ich will jetzt nicht über noch nicht endgültig bestätigte Dinge reden, aber nach dieser Prüfung heute, sollte das Diplom doch ziemlich sicher sein... In jedem Fall war es die letzte Prüfung und jetzt habe ich erstmal frei. Nach der Prüfung noch einer meiner obligatorischen Kreislaufkollapse, und gleich zu Emilie Simon. Man soll das Tempo ja nicht zu schnell drosseln.
je laisse aller, me laisse inhaler les vapeurs en dégradé
evaporée comme la fumée dans un nuage cendré
mon opium pas de sérum, mon opium
je laisse aller, me laisse inhaler les vapeurs dans les détails
toute embuée je pars en fumée comme un bon petit cobaille
mon opium pas de sérum, mon opium
je laisse aller, me laisse inhaler les vapeurs en profondeur
ensommeillée je me laisse guider, j'avance en apesanteur
mon opium pas de sérum, mon opium
["opium" - emilie simon]
sjÁlfur
Wie ich im letzten Eintrag schon geschrieben habe, hatte ich einst vor vielen Jahren eine Kerze. Diese Kerze lag auf meinem Nikolausteller (sowas wie Nikolausstiefel, nur dass man davon essen kann). Ich war eines der Kinder, die Kerzen, Schokoladenfiguren, etc. immer ewig aufbewahrten, wenn sie irgendwie die erkennbare Form eines lebenden Wesens hatten. Ein Schokoladennikolaus hat ja immerhin eine Seele! (Heute ist das natürlich ganz anders... AiHua, pssst!)
Und diese Kerze war auch sehr seelenvoll, sogar so seelenvoll, dass sie Ostern immer noch auf unserem Wohnzimmertisch stehen musste. Dann kam mein Vater auf die lustige Idee, man könne die ja zu Ostern anzünden und nicht erst zum nächsten Weihnachten, damit ich mich langsam dran gewöhne, dass jede Kerze ihre Zeit hat.
Ich war dagegen. Vor dem nächsten Essen holte ich also die Kerze von ihrem angestammten Platz und wollte sie in meinem Zimmer verstecken. Dumm nur, dass gerade da Schritte zu hören waren. Wohin also mit der Kerze? Ich sah mich um und erblickte das beste Versteck der Welt: die Tonvase auf unserem Ofen. Es war immerhin um Ostern herum und der Ofen war nicht mehr an...
Machen wir nun einen zeitlichen Schnitt...
Es ist kurz vor Weihnachten, meine Mutter ist im Wohnzimmer-Putzwahn und ich räume mein eigenes Zimmer auf, indem ich mit meinem Bruder im Flur Fußball spiele. Plötzlich höre ich, dass meine Mutter mich mit einer Mischung aus Belustigung und Bedauern ruft. Sie hatte die Vase vom Ofen genommen und wollte sie abstauben. Und da drin war noch die Kerze! Und der Ofen war an. Schon seit Wochen.
Ich hatte die Kerze umgebracht!!! Ich wollte sie retten, aber habe sie nur in den sicheren Untergang geführt! Allerdings... ich hatte mittlerweile meine Osterhasenkerze auf dem Weihnachtsdeckchen auf meiner Fensterbank stehen. Außerdem waren wir gerade beim Fußballspielen Aufräumen...
Ruhe in Frieden, Seelendocht!
sjÁlfur
AiHua hat es hier bereits gesagt, es gibt ein besonderes Band zwischen mir und Marienkäfern, ein vor langer Zeit gefasster Schulterschluss, und da To01 vor kurzem auf dieses Thema gekommen ist und die geheimen Überwinterungstaktiken von Marienkäfern offenbar nicht kennt... also:
Es begab sich eines Nachmittags im Herbst. Mein Bruder und ich standen auf dem Stoppelfeld hinter unserem Haus und suchten nach einer sinnvollen Tätigkeit, als ein Marienkäfer vorbeikam. Der Käfer setzte sich auf einen Stein in unserer Nähe und erinnerte uns an etwas, das wir am Vormittag im Fernsehen gesehen hatten. Man muss dazu sagen, dass wir als Kinder selten ferngesehen haben, so dass die wenigen Dinge umso eindrücklicher waren. Es muss entweder die Sendung mit der Maus oder Löwenzahn gewesen sein, ich tippe (des anarchistischen Grundgedankens wegen auf zweiteres). Dort hatten wir gelernt, warum Marienkäfer in den kalten Monaten des Jahres im Haus hinter Vorhängen und Schränken zu finden sind. Diese Frage hatte uns schon lange interessiert. Die Antwort war, dass die Käfer so im Warmen überwintern und im nächsten Frühjahr (beim Frühjahrsputz...) wieder nach draußen fliegen.
Wir sahen also zu dem gerade gelandeten Marienkäfer und sofort war klar, dass keiner von uns beiden Schuld am Erfrieren dieses Käfers haben wollte. Also holten wir die Marmeladengläser mit den Atemlöcher-Deckeln aus unserem Zimmer und sammelten den ganzen Nachmittag Marienkäfer. Warum? Na um sie im Wohnzimmer hinter den Vorhängen zu verstecken. Allerdings wohnten wir nicht in einem Bauwagen und meine Mutter sah Peter Lustig auch nicht im geringsten ähnlich...
Und noch etwas haben wir an diesem Tag gelernt: Hinter Vorhängen verstecken ist nicht besonders klug. Nichtmal für kleine Marienkäfer.
sjÁlfur
PS: Und nächste Woche dann: Wie ich meine Lieblingsweihnachtsmannkerze vor'm Anzünden retten wollte und sie deshalb in der Tonvase auf unserem Ofen versteckte... Außerdem: Wie wir einen echten Dinosaurier aus dem Hang hinter unserem Haus ausgruben. Dranbleiben!
no don't go
there are still dreams and bridges to burn
["dreams and bridges" - aereogramme]
und doch nochmal ein eintrag. ich bin in gedanken weit weg von hier. zu hause. tief eingegraben in meiner eigenen geschichte. mit zittriger hand und tauben fingern und dünnen wollhandschuhen durch die seiten meines terminkalenders blättern. ein terminkalender ist eine einrichtung, die ich nie genutzt habe. zeitlos. geschichtslos. gesichtslos. fick dich!
manchmal wird es zeit, seine eigenen seiten neu zu beschreiben und barfuß in scherben zu treten, mit dem finger in der flamme zu verweilen und dem staub der flügelschlagenden motte zuzusehen. ich kann gemein sein, und wenn ich es will, dann kann ich das sehr gut. ich habe es lange nicht mehr gewollt, aber es wird zeit, aggressionen zu kanalisieren. es wird zeit mal wieder auszubrechen, saufen bis der schädel dröhnt und kotzen bis der arzt kommt, rauchen bis... okay, das habe ich in letzter zeit bereits zuviel, aber... ich will nur ein stück meiner eigenen geschichte, das nicht in den windungen meiner eigenen gedanken verläuft. ein stück geradlinigkeit.
vielleicht sollte ich doch fischer auf 'nem kutter werden. nur vorübergehend. die passende kleidung hab ich, kein thema. oder greenpeace-aktivist, dann komme ich vielleicht mal nach island. rettet die wale, andskottan!
und ich sagte es: kein klarer gedanke mehr in meinem kopf nur das hämmern von aereogrammes "unravelling". ich brauche mehr als nur urlaub.
bis irgendwann.
sjÁlfur
so leute, jetzt wird es ernst. noch ein hektisches wochenende mit gedanklicher prüfungsvorbereitung, familienbesuch und dem runden geburtstag eines onkels. ein versuch die gelassenheit aufrecht zu erhalten, der oft genug scheitert. es ist weniger die prüfung an sich als vielmehr das gefühl, psychisch momentan komplett kaputt zu sein. ich brauche dringend eine pause. aber die ist ja nahe...
montag drei stunden praxisprüfung in den beiden großen studios, um 12 uhr bitte daumen drücken oder was man sonst so machen kann, um 15 uhr bin ich dann quasi durch. die sechsstündige theorieprüfung am freitag darauf sollte kein großes problem mehr sein. und dann habe ich mein diplom. hoffentlich.
da ich ohnehin keine klaren gedanken mehr im kopf habe und bis nächsten freitag auch kaum sinnvolle zusammenhänge nicht tontechnischer natur auf die reihe bekommen werde, verabschiede ich mich mal für die nächsten tage, am 03.11. werde ich nachmittags wahrschienlich mal betrunken eine (hoffentlich) erfolgsmeldung machen. oder am montag bereits, wenn es sehr gut läuft.
ansonsten eine angenehme zeitumstellung allerseits.
sjÁlfur
Als ich vorhin laufen war, kam mir so eine Maschine von der Stadt entgegen, die mit 'ner großen Puste das Laub vom Weg blasen auf dem Weg verteilen sollte. Ich kam aus der Fußgängerunterführung unter der Westendstraße hervor und lief direkt in einen wirbelnden Wind aus orangeleuchtenden Blättern vor dem tiefblauen Himmel. Ich spürte das reißende Flattern meines Kimonos und zog unwillkürlich mein Schwert, stieg in dem Wirbel auf, ließ mich tragen, machte einen doppelten Salto und eine dreifache Pirouette, transparent schimmernde Kalligraphien flogen an mir vorbei und dann...
..stieß ich fast an die Decke der Unterführung und besann mich drauf, doch weiterzulaufen. Ich will mal in einem Martial Arts Film mitspielen. Die können fliegen und wirbeln und Pirouetten machen... außerdem scheinen die auch keine begrenzte Ausdauer zu haben...
sjÁlfur
Und - aus Mangel an anderen, sinnvollen Einträgen (auch wenn ich die Berlin-Fotos habe, aber... später - geht es weiter mit sjÁlfurMusikTV. Heute: "Nude" von Radiohead.
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sjÁlfur
EDIT: okay, da blogigo scheinbar keine videos mehr einbinden will/kann/wasauchimmer, eben hier der link ...
Und noch eins... man sieht: beliebtestes Körperteil zum Drauffilmen bei Bassistinnen sind nicht zwangsweise die Hände...
sjÁlfur
Und wieder mal Berlin. Dieses mal die Fahrt zur Alumni Convention und der damit verbundenen 30-Jahre-SAE-Party. Mit 1000 Liter Freibier und Buffet umsonst. Das Freibier hat sogar ungefähr eineinhalb Stunden gehalten... Vorher neun Stunden Busfahrt und danach neun Stunden Busfahrt, dazwischen etwas Schlaf im blauleuchtenden Generator Hostel an der Storkower Straße und ein Abstecher zur Convention (so eine Art kleine Messe). Da wäre jetzt viel zu schreiben, aber ich warte noch auf die Fotos, dann wird es etwas... plakativer.
sjÁlfur
Moin. Ich berichte hier gerade live aus dem SSL-Studio von unserer Abschlussproduktion. Ich bin mit meinen Drums-Aufnahmen durch und habe einen Moment Ruhe, nachdem wir gerade nochmal das halbe Drumset umgebaut haben. Bisher läuft es gut, und eigentlich schreibe ich auch nur, weil ich grad Zeit dazu habe. Es ist nicht wirklich so, als gäbe es etwas schreibenswertes...
sjÁlfur
"it's where i will always be
in the universe-city
i've bound all my problems
i'm gone
i'm gone
i'm finally solved"
sjÁlfur
sjÁlfur"hochwertiges Kind, OVP, 2001er Modell, Li-Ionen-Akku, in versch. Farben, Auslaufmodell, nicht mehr im Handel verfügb., CHIFFRE 2-35434-634"
Was genau fasziniert die Menschen eigentlich an Eisenbahnen? Ist es das monotone Rauschen auf den Schienen das je nach Entfernung, Umgebung und Dopplereffekt irgendwo zwischen Tieffrequenz und 500 Hz durch die Knochen rauscht? Oder der stampfende Rythmus auf dem Bahndamm, der vergessene Fantasien von Pleulstangen und Dampf weckt? Oder die ungestüme Anarchie weitab der asphaltierten Straßen, die dennoch auf vorgeschriebenen Pfaden verläuft?
Noch jemand, der sich fragt, wie Eisenbahnen wohl Sex haben?
sjÁlfur
...this is the song i've been singing my whole life...
Es ist nicht das erste Mal, dass ich an mir selbst zweifel, und es ist auch nicht das erste mal, dass ich mich gnadenlos selbst überschätze. Ich sitze dort unter dem Baum im strömenden Regen und hadere mit den Dingen, mit denen man als 16jähriger gerne mal so hadert... (an dieser Stelle darf sich jeder gerne seine eigenen typischen Probleme der Jugendzeit denken, die für den Moment groß, verheerend und wichtig erscheinen und heute kaum mehr als eine Randnotiz sind).
Eine Randnotiz - nein, nichtmal mehr das - ist auch eine Person, die zu einer anderen Zeit wichtig schien... verheerend war sie auf jeden Fall. Aber wie alles, was uns für eine gewisse Zeit in Atem hält: Es wird unbedeutend, gerät in Vergessenheit. Doch jede Randnotiz, jede Fußnote im Lebenslauf taucht hin und wieder beim durchblättern der Vergangenheit wieder auf.
Und so gehe ich in Gedanken durch die Gallerie verwitterter Steckbriefe in den Straßenschluchten von 2046. Und irgendwo zwischen den Postern vergessener Helden hängt dein Bild. Ich habe nicht gewollt, dass du so endest, ich habe stets den Weg durch die Viertel dieser Stadt genommen, doch offene Türen findet man nur dort, wo man sie einrennt. Und ich bin nicht sehr aufdringlich. Im Moment des fortschreitenden Abends ziehe ich eine einsame Nacht vor...
...these are the tears i've been crying my whole life...
Chowlfur