Hase in Öl
Schadensbericht Urlaub 2006
Teil 1: "Gestrandet in Firlefanz"
Vorweg die Erkenntnis: Es gibt Orte, die sollte es besser nicht geben. Und deren Namen schonmal gar nicht.
Rückblende auf Freitag, den 21. Juli: Ich hole meinen opafarbenen '96er Ford Escort von der Werkstatt in Pasing ab. Der Wagen war vor einem guten Jahr in der Werkstatt und hat mich Unsummen gekostet, Spurstangen, Bremsen, neue Reifen... und die Prophezeiung: "Die Stoßdämpfer halten aber auch nur noch ein Jahr etwa, gell..."
Gut, es gibt Dinge, mit denen kann man rechnen. Zum Beispiel mit der Reparatur der Stoßdämpfer. Ich holte den Wagen ab und dachte, dem Urlaub würde nun nichts mehr im Weg stehen. Erst war der Schein auch noch trügerisch. Am Abend war das SAE-Sommerfest. Eine bestimmte Person aus meinem Kurs, nennen wir sie X, hatte schon ordentlich eingepegelt. Mit Wodka. Als wir ankamen, war er mit seinem Spießgesellen gerade dabei, die Bierzelttische mit Bierflaschenetiketten zu tapezieren. Etwas später saß er dann neben AiHua und erzählte ihr von seiner Freundin. Alkoholisiert.
X: "...und als ich dann nach Hause kam, sagte ich zu ihr: 'Hase' - ich nenne sie Hase, also meine Freundin - ich sagte..."
Alles lacht.
AiHua: "Du nennst sie nicht wirklich 'Hase', oder?"
X: "Doch, und ich schäme mich auch nicht dafür...!"
Alles lacht noch mehr.
X: "Guck, ich kann es sogar beweisen..."
Er holt sein Handy raus und hatte ihre Nummer tatsächlich unter "Hase" abgespeichert...
Aber gut, zurück von der Beatles-Coverband-begleiteten SAE-Party (der letzte Tag, an dem ich Regen erlebte...) zur meinem Auto...
Verschuldet durch das Sommerfest am Freitagabend fiel die Abfahrt am Samstag etwas später aus, aber wir überstanden die Fahrt ins Havelland inklusive Auto gut. Und vor allem schnell. Fünf Stunden brauchten wir, das ist nicht ganz unwichtig, denn...
...dann kam der Tag danach:
Nachdem wir einen Abend mit Christopher-Street-Day-tauglichem Sushi (mit pinkem Kaviar...) verbracht hatten, wollten wir zu meinem Bruder nach Neukölln fahren. Das hätte sehr einfach sein können, die Berliner Stadtautobahn durch... aber es kam anders.
Als wir los fuhren, blieb dort, wo das Auto gestanden hatte eine große Öllache zurück. Die stammte augenscheinlich aus dem Motor meines Escorts. Wir fuhren zur nächsten Tankstelle in einem Kaff mit dem seltendoofen Namen "Vehlefanz" und kauften Öl nach, fuhren noch ein Stück zum nächsten Parkplatz und dann wollte ich nachfüllen, um zumindest nach Berlin reinzukommen (neben dem Haus, in dem mein Bruder wohnt ist eine Werkstatt...). Allerdings lief das Öl je wärmer es wurde immer schneller, und bevor es getrockneten Kolben zum Mittag gibt, wollte ich doch lieber mal den ADAC rufen.
Der hat mich dann gleich zur nächsten Werkstatt in Vehlefanz (so ein dummer Name!) gebracht. Es war Sonntag. Gute Idee, kein Werktag. Ganz gute Idee...
Wir schleppten also das wichtigste Gepäck aus dem Auto zum nächsten kleinen Bahnhof, vorbei an Vorgärten in denen unter anderem ein Grill hing, der wohl teurer war als ein neues Auto, an hässlichen, alten... mutigen Frauen in zu engen Bikinis bei der Gartenarbeit. Irgendwann kamen wir auch an. Nach - Achtung, die fünf Stunden vom Vortag nicht vergessen! - genau sechs Stunden!
Heute habe ich das Auto wieder abgeholt, die Ölwanne war durchgerostet und die Dichtungen im Arsch, aber jetzt geht es wieder... die Frage ist, wie lange es diesmal hält...
Dazwischen sind auch noch einige Dinge passiert, und zwar unter der Berliner Erde, vergrabene Pointen, die nur bedingt des ausbuddelns würdig waren, aber... das folgt dann im zweiten Teil...
sjÁlfur
Teil 1: "Gestrandet in Firlefanz"
Vorweg die Erkenntnis: Es gibt Orte, die sollte es besser nicht geben. Und deren Namen schonmal gar nicht.
Rückblende auf Freitag, den 21. Juli: Ich hole meinen opafarbenen '96er Ford Escort von der Werkstatt in Pasing ab. Der Wagen war vor einem guten Jahr in der Werkstatt und hat mich Unsummen gekostet, Spurstangen, Bremsen, neue Reifen... und die Prophezeiung: "Die Stoßdämpfer halten aber auch nur noch ein Jahr etwa, gell..."
Gut, es gibt Dinge, mit denen kann man rechnen. Zum Beispiel mit der Reparatur der Stoßdämpfer. Ich holte den Wagen ab und dachte, dem Urlaub würde nun nichts mehr im Weg stehen. Erst war der Schein auch noch trügerisch. Am Abend war das SAE-Sommerfest. Eine bestimmte Person aus meinem Kurs, nennen wir sie X, hatte schon ordentlich eingepegelt. Mit Wodka. Als wir ankamen, war er mit seinem Spießgesellen gerade dabei, die Bierzelttische mit Bierflaschenetiketten zu tapezieren. Etwas später saß er dann neben AiHua und erzählte ihr von seiner Freundin. Alkoholisiert.
X: "...und als ich dann nach Hause kam, sagte ich zu ihr: 'Hase' - ich nenne sie Hase, also meine Freundin - ich sagte..."
Alles lacht.
AiHua: "Du nennst sie nicht wirklich 'Hase', oder?"
X: "Doch, und ich schäme mich auch nicht dafür...!"
Alles lacht noch mehr.
X: "Guck, ich kann es sogar beweisen..."
Er holt sein Handy raus und hatte ihre Nummer tatsächlich unter "Hase" abgespeichert...
Aber gut, zurück von der Beatles-Coverband-begleiteten SAE-Party (der letzte Tag, an dem ich Regen erlebte...) zur meinem Auto...
Verschuldet durch das Sommerfest am Freitagabend fiel die Abfahrt am Samstag etwas später aus, aber wir überstanden die Fahrt ins Havelland inklusive Auto gut. Und vor allem schnell. Fünf Stunden brauchten wir, das ist nicht ganz unwichtig, denn...
...dann kam der Tag danach:
Nachdem wir einen Abend mit Christopher-Street-Day-tauglichem Sushi (mit pinkem Kaviar...) verbracht hatten, wollten wir zu meinem Bruder nach Neukölln fahren. Das hätte sehr einfach sein können, die Berliner Stadtautobahn durch... aber es kam anders.
Als wir los fuhren, blieb dort, wo das Auto gestanden hatte eine große Öllache zurück. Die stammte augenscheinlich aus dem Motor meines Escorts. Wir fuhren zur nächsten Tankstelle in einem Kaff mit dem seltendoofen Namen "Vehlefanz" und kauften Öl nach, fuhren noch ein Stück zum nächsten Parkplatz und dann wollte ich nachfüllen, um zumindest nach Berlin reinzukommen (neben dem Haus, in dem mein Bruder wohnt ist eine Werkstatt...). Allerdings lief das Öl je wärmer es wurde immer schneller, und bevor es getrockneten Kolben zum Mittag gibt, wollte ich doch lieber mal den ADAC rufen.
Der hat mich dann gleich zur nächsten Werkstatt in Vehlefanz (so ein dummer Name!) gebracht. Es war Sonntag. Gute Idee, kein Werktag. Ganz gute Idee...
Wir schleppten also das wichtigste Gepäck aus dem Auto zum nächsten kleinen Bahnhof, vorbei an Vorgärten in denen unter anderem ein Grill hing, der wohl teurer war als ein neues Auto, an hässlichen, alten... mutigen Frauen in zu engen Bikinis bei der Gartenarbeit. Irgendwann kamen wir auch an. Nach - Achtung, die fünf Stunden vom Vortag nicht vergessen! - genau sechs Stunden!
Heute habe ich das Auto wieder abgeholt, die Ölwanne war durchgerostet und die Dichtungen im Arsch, aber jetzt geht es wieder... die Frage ist, wie lange es diesmal hält...
Dazwischen sind auch noch einige Dinge passiert, und zwar unter der Berliner Erde, vergrabene Pointen, die nur bedingt des ausbuddelns würdig waren, aber... das folgt dann im zweiten Teil...
sjÁlfur









