Die Ocken von Wanne-Eickel
Herzlichen Glückwunsch liebe Märchenschreiber beim RTL Familiengericht.
Während sonst ja nur die normale Alltagsscheiße aus Ihren Feder fließt
und sich auf der Mattscheibe zum ultimativen Erlebnis des leibhaftigen
Grauen manifestiert, ist es Ihnen diesmal gelungen, eine Geschichte zu
schreiben, die alles dagewesene in den Schatten stellt.
Vor Gericht: Die Uschi aus Wanne-Eickel und ihr Mann Günni. Ich weiß leider nicht ganz genau, wie die Anklage lautete, denn ich bin beim Zappen zuerst nur am Ruhrpott-Slang hängengeblieben, aber die interessiert auch nicht. Die Geschichte war folgendermaßen: Der Günni hat mit seinen Kumpels Atze und Enno eine Disko gekauft. Das ganze natürlich schön auf Dispo, was seine Frau wenig besgeisterte. Die Frauen der anderen beiden, die allesamt (Frauen und Männer) ebenfalls als rhein-ruhrisch motivierte Zeugen auftauchten, auch nicht. Mit der Zeit stellte sich dann aber raus, WARUM die drei die Disko gekauft haben. Der Kalle nämlich, der hat die Disko dichtgemacht, weil er seine Alte geschwängert hat und jetzt Gedöns mit der ihren türkische Bürdern hat. Und die drei Kollegen haben eine Reise in die Südsee gebucht. Wie passt das zusammen? Ganz einfach. Die drei hatten eine Lottotipp-Gemeinschaft und haben 1,5 Mio. Ocken (= Euro) gewonnen. Dummerweise haben sie im Suff in eben dieser Disko (so ein Erfolg will ja gefeiert werden) den Lottoschein verloren. Ohne Schein keine Ock... kein Geld. Jetzt dachten sich die drei aber, wenn sie genau diese Szene nochmal nachspielen (wieder besoffen, wieder Disko), würden sie sich wieder daran erinnern. Dummerweise hat der Kalle aber Gedöns mit seine Alte ihre türkische Brüders! Was machen die drei? Richtig, sie kaufen via Dispo die Disko um sie wieder zu eröffnen, damit sie sich wieder an den Lottoschein erinnern. Dummerweise erinnert sich Atze aber danach wieder, wohin er den Schein gelegt hat. Hatte auch mit der Disko nichts anne Hacken. Dumm nur, dass der Schuppen bereits gekauft ist. Atze hat sich übrigens bei einem Lied im Radio wieder erinnert, bei dem er auch gleich an einen Südsee-Urlaub dachte...
Und nun kommt der Clou: Die drei zocken die 1,5 Mio. Ocken ab, setzen sich in die Karibik ab und lassen ihre Ollen mit der maroden Disse und dem unangenehmen Dispo zurück. Dummerweise gibt es unser aller Held, Freund Silbertoupet vom Familiengericht auf RTL, der sowas zu verhindern weiß.
Und jetzt nochmal, ganz aufrichtig: Glückwunsch zu so einer Geschichte. Es gibt kaum einen besseren, menschenwürdigeren und ethisch vertretbareren Spiegel, den man der Gesellschaft vorhalten kann. Ihr seid Gott!...Spackenverein... echt ma'... geht gar nicht...
sjÁlfur
PS: Da ich mich nicht dazu zwingen konnte, alles durchgängig anzuschauen, bitte ich um Rücksicht, falls kleinere Unstimmigkeiten auftreten sollten, wer es besser weiß (und sich outen will), darf gerne verbessern.
Vor Gericht: Die Uschi aus Wanne-Eickel und ihr Mann Günni. Ich weiß leider nicht ganz genau, wie die Anklage lautete, denn ich bin beim Zappen zuerst nur am Ruhrpott-Slang hängengeblieben, aber die interessiert auch nicht. Die Geschichte war folgendermaßen: Der Günni hat mit seinen Kumpels Atze und Enno eine Disko gekauft. Das ganze natürlich schön auf Dispo, was seine Frau wenig besgeisterte. Die Frauen der anderen beiden, die allesamt (Frauen und Männer) ebenfalls als rhein-ruhrisch motivierte Zeugen auftauchten, auch nicht. Mit der Zeit stellte sich dann aber raus, WARUM die drei die Disko gekauft haben. Der Kalle nämlich, der hat die Disko dichtgemacht, weil er seine Alte geschwängert hat und jetzt Gedöns mit der ihren türkische Bürdern hat. Und die drei Kollegen haben eine Reise in die Südsee gebucht. Wie passt das zusammen? Ganz einfach. Die drei hatten eine Lottotipp-Gemeinschaft und haben 1,5 Mio. Ocken (= Euro) gewonnen. Dummerweise haben sie im Suff in eben dieser Disko (so ein Erfolg will ja gefeiert werden) den Lottoschein verloren. Ohne Schein keine Ock... kein Geld. Jetzt dachten sich die drei aber, wenn sie genau diese Szene nochmal nachspielen (wieder besoffen, wieder Disko), würden sie sich wieder daran erinnern. Dummerweise hat der Kalle aber Gedöns mit seine Alte ihre türkische Brüders! Was machen die drei? Richtig, sie kaufen via Dispo die Disko um sie wieder zu eröffnen, damit sie sich wieder an den Lottoschein erinnern. Dummerweise erinnert sich Atze aber danach wieder, wohin er den Schein gelegt hat. Hatte auch mit der Disko nichts anne Hacken. Dumm nur, dass der Schuppen bereits gekauft ist. Atze hat sich übrigens bei einem Lied im Radio wieder erinnert, bei dem er auch gleich an einen Südsee-Urlaub dachte...
Und nun kommt der Clou: Die drei zocken die 1,5 Mio. Ocken ab, setzen sich in die Karibik ab und lassen ihre Ollen mit der maroden Disse und dem unangenehmen Dispo zurück. Dummerweise gibt es unser aller Held, Freund Silbertoupet vom Familiengericht auf RTL, der sowas zu verhindern weiß.
Und jetzt nochmal, ganz aufrichtig: Glückwunsch zu so einer Geschichte. Es gibt kaum einen besseren, menschenwürdigeren und ethisch vertretbareren Spiegel, den man der Gesellschaft vorhalten kann. Ihr seid Gott!...Spackenverein... echt ma'... geht gar nicht...
sjÁlfur
PS: Da ich mich nicht dazu zwingen konnte, alles durchgängig anzuschauen, bitte ich um Rücksicht, falls kleinere Unstimmigkeiten auftreten sollten, wer es besser weiß (und sich outen will), darf gerne verbessern.


