Die Sache mit dem W33D...
Eine weitere, sehr viel ältere Anekdote aus der Symbolsofa-Reihe. Einige Zeit bevor solche
Erlebnisse geschehen sind, standen sie Symbolsofas noch als reguläre
Wohnzimmersofas im Wohnzimmer. Es war Herbst 1998, genauer gesagt: die
Herbstferien. Die letzte Schulwoche vor den Ferien und die erste Woche
der Ferien war ich in Italien, Schüleraustausch. Meine Eltern und
Geschwister waren beide Ferienwochen auf Gran Canaria (einem
Urlaubsort, der nie mein Urlaubsort werden wird...).
Was folgert man daraus? Eine Woche sturmfrei, ich war fast 17 Jahre alt und zu dieser Zeit bestimmten einige grundlegende Faktoren mein Leben. Neben exzessivem Smashing Pumpkins-Konsum, waren wir damals zumindest mit einem Bein auf der Dark Wave-Welle, zudem war Alkohol permanenter Bestandteil meines Blutkreislaufs und geraucht wurde viel und gerne, Tabak nur in Prozentanteilen (da mein Blog nicht anonym ist, will ich mal nicht konkreter werden).
Da niemand zu Hause war, bestand auch kein Grund, den Keller als Rückzugsraum zu suchen, zudem dort logischerweise noch keine Sofas standen. Diese standen - wie erwähnt - im Wohnzimmer. Am ersten Abend nach dem Austausch waren nur einige der anderen Austauschreisenden und ein Teil der Clique da, es wurde aber Abend für Abend mehr.
Vieles davon ist gängiger WirwarenjungundhabenPartygemachtbiskeinermehraufrechtstand-Kram, meistens endete es in einem Meer aus leeren Flaschen, zerrissenen Beck's-Etiketten, herumliegenden Leuten und schlechter Luft durch übertriebenen Einsatz von Räucherstäbchen und Kerzen. Und natürlich der nächtlichen Portion "Deine Lakaien" (von denen es jetzt übrigens die alten Alben mit zusätzlicher EP/Single zum Preis von einer CD gibt... aber das nur nebenbei...).
Am Tag bevor meine Familie wieder kam wurde logischerweise alles wieder wohnlich hergerichtet, wobei ich mich - wie immer - verflucht habe, nicht zwischendrin schonmal einige Dinge aufzuräumen... naja...
Einige Tage darauf war meine Mutter im Wohnzimmer am Staubsaugen. Und sie saugte unter den Symbolsofas (die damals noch eine ganz normale Polstergarnitur waren). Sie bat mich, die Sofas anzuheben, damit sie darunter saugen konnte. Den Wunsch konnte ich ihr natürlich nicht abschlagen und hob das Sofa gaaaaanz laaangsam an...
"Was ist das denn?"... so oder so ähnlich kam ihre Frage, als einige verlassen anmutenden Krümel gepressten $%/$% unter dem Sofa zum Vorschein kamen, die Relikte der zurückliegenden Ferien. Flashback-artig schossen mir Szenen durch den Kopf, irgendwo im Nebel zwischen Whiskey und Räucherstäbchen einem Freund (aus Diskretionsgründen #201529119 genannt) beim Drehen zugesehen zu haben, als er halb unterm Wohnzimmertisch vergraben sein Zeuch mit unkoordinierten Bewegungen in der Gegend verteilte.
Ich erzählte dann etwas von Tee, den wir ausprobiert hatten (was stimmte... wir haben allemöglichen Varianten grünen Tees durchgetestet in der Zeit), und der irgendwie wohl unter das Sofa gekommen war, wo ich dann wohl vergessen haben musste zu saugen (was nicht stimmte... unter Sofas zu saugen habe ich immer wieder gerne vergessen, es sei denn, die Chipsreste knirschten schon zu auffällig beim verrücken [natürlich nur nachher im Keller, im Wohnzimmer meiner Eltern wäre das nie passiert..]).
Ich frage mich bis heute, ob meine Mutter mir das abgenommen hat, wobei es jetzt aber auch kaum noch interessieren dürfte... das war so ziemlich der Anfang einer vertrauensvoll heimlichen Beziehung zwischen mir und dem Symbolsofa...
sjÁlfur
Was folgert man daraus? Eine Woche sturmfrei, ich war fast 17 Jahre alt und zu dieser Zeit bestimmten einige grundlegende Faktoren mein Leben. Neben exzessivem Smashing Pumpkins-Konsum, waren wir damals zumindest mit einem Bein auf der Dark Wave-Welle, zudem war Alkohol permanenter Bestandteil meines Blutkreislaufs und geraucht wurde viel und gerne, Tabak nur in Prozentanteilen (da mein Blog nicht anonym ist, will ich mal nicht konkreter werden).
Da niemand zu Hause war, bestand auch kein Grund, den Keller als Rückzugsraum zu suchen, zudem dort logischerweise noch keine Sofas standen. Diese standen - wie erwähnt - im Wohnzimmer. Am ersten Abend nach dem Austausch waren nur einige der anderen Austauschreisenden und ein Teil der Clique da, es wurde aber Abend für Abend mehr.
Vieles davon ist gängiger WirwarenjungundhabenPartygemachtbiskeinermehraufrechtstand-Kram, meistens endete es in einem Meer aus leeren Flaschen, zerrissenen Beck's-Etiketten, herumliegenden Leuten und schlechter Luft durch übertriebenen Einsatz von Räucherstäbchen und Kerzen. Und natürlich der nächtlichen Portion "Deine Lakaien" (von denen es jetzt übrigens die alten Alben mit zusätzlicher EP/Single zum Preis von einer CD gibt... aber das nur nebenbei...).
Am Tag bevor meine Familie wieder kam wurde logischerweise alles wieder wohnlich hergerichtet, wobei ich mich - wie immer - verflucht habe, nicht zwischendrin schonmal einige Dinge aufzuräumen... naja...
Einige Tage darauf war meine Mutter im Wohnzimmer am Staubsaugen. Und sie saugte unter den Symbolsofas (die damals noch eine ganz normale Polstergarnitur waren). Sie bat mich, die Sofas anzuheben, damit sie darunter saugen konnte. Den Wunsch konnte ich ihr natürlich nicht abschlagen und hob das Sofa gaaaaanz laaangsam an...
"Was ist das denn?"... so oder so ähnlich kam ihre Frage, als einige verlassen anmutenden Krümel gepressten $%/$% unter dem Sofa zum Vorschein kamen, die Relikte der zurückliegenden Ferien. Flashback-artig schossen mir Szenen durch den Kopf, irgendwo im Nebel zwischen Whiskey und Räucherstäbchen einem Freund (aus Diskretionsgründen #201529119 genannt) beim Drehen zugesehen zu haben, als er halb unterm Wohnzimmertisch vergraben sein Zeuch mit unkoordinierten Bewegungen in der Gegend verteilte.
Ich erzählte dann etwas von Tee, den wir ausprobiert hatten (was stimmte... wir haben allemöglichen Varianten grünen Tees durchgetestet in der Zeit), und der irgendwie wohl unter das Sofa gekommen war, wo ich dann wohl vergessen haben musste zu saugen (was nicht stimmte... unter Sofas zu saugen habe ich immer wieder gerne vergessen, es sei denn, die Chipsreste knirschten schon zu auffällig beim verrücken [natürlich nur nachher im Keller, im Wohnzimmer meiner Eltern wäre das nie passiert..]).
Ich frage mich bis heute, ob meine Mutter mir das abgenommen hat, wobei es jetzt aber auch kaum noch interessieren dürfte... das war so ziemlich der Anfang einer vertrauensvoll heimlichen Beziehung zwischen mir und dem Symbolsofa...
sjÁlfur


