HeadSpeakerBox

03.11.2006 um 17:37 Uhr

mon opium

von: sjAlfur   Kategorie: sjAE

Ich will jetzt nicht über noch nicht endgültig bestätigte Dinge reden, aber nach dieser Prüfung heute, sollte das Diplom doch ziemlich sicher sein... In jedem Fall war es die letzte Prüfung und jetzt habe ich erstmal frei. Nach der Prüfung noch einer meiner obligatorischen Kreislaufkollapse, und gleich zu Emilie Simon. Man soll das Tempo ja nicht zu schnell drosseln.

je laisse aller, me laisse inhaler les vapeurs en dégradé
evaporée comme la fumée dans un nuage cendré
mon opium pas de sérum, mon opium

je laisse aller, me laisse inhaler les vapeurs dans les détails
toute embuée je pars en fumée comme un bon petit cobaille
mon opium pas de sérum, mon opium

je laisse aller, me laisse inhaler les vapeurs en profondeur
ensommeillée je me laisse guider, j'avance en apesanteur
mon opium pas de sérum, mon opium
["opium" - emilie simon]


sjÁlfur

27.10.2006 um 01:28 Uhr

gone 'til november

von: sjAlfur   Kategorie: sjAE

so leute, jetzt wird es ernst. noch ein hektisches wochenende mit gedanklicher prüfungsvorbereitung, familienbesuch und dem runden geburtstag eines onkels. ein versuch die gelassenheit aufrecht zu erhalten, der oft genug scheitert. es ist weniger die prüfung an sich als vielmehr das gefühl, psychisch momentan komplett kaputt zu sein. ich brauche dringend eine pause. aber die ist ja nahe...

montag drei stunden praxisprüfung in den beiden großen studios, um 12 uhr bitte daumen drücken oder was man sonst so machen kann, um 15 uhr bin ich dann quasi durch. die sechsstündige theorieprüfung am freitag darauf sollte kein großes problem mehr sein. und dann habe ich mein diplom. hoffentlich.

da ich ohnehin keine klaren gedanken mehr im kopf habe und bis nächsten freitag auch kaum sinnvolle zusammenhänge nicht tontechnischer natur auf die reihe bekommen werde, verabschiede ich mich mal für die nächsten tage, am 03.11. werde ich nachmittags wahrschienlich mal betrunken eine (hoffentlich) erfolgsmeldung machen. oder am montag bereits, wenn es sehr gut läuft.


ansonsten eine angenehme zeitumstellung allerseits.

sjÁlfur 

14.10.2006 um 15:53 Uhr

things got damaged, things got broken...

von: sjAlfur   Kategorie: sjAE

Und wieder mal Berlin. Dieses mal die Fahrt zur Alumni Convention und der damit verbundenen 30-Jahre-SAE-Party. Mit 1000 Liter Freibier und Buffet umsonst. Das Freibier hat sogar ungefähr eineinhalb Stunden gehalten... Vorher neun Stunden Busfahrt und danach neun Stunden Busfahrt, dazwischen etwas Schlaf im blauleuchtenden Generator Hostel an der Storkower Straße und ein Abstecher zur Convention (so eine Art kleine Messe). Da wäre jetzt viel zu schreiben, aber ich warte noch auf die Fotos, dann wird es etwas... plakativer.

sjÁlfur 

11.10.2006 um 11:12 Uhr

Pause

von: sjAlfur   Kategorie: sjAE

Moin. Ich berichte hier gerade live aus dem SSL-Studio von unserer Abschlussproduktion. Ich bin mit meinen Drums-Aufnahmen durch und habe einen Moment Ruhe, nachdem wir gerade nochmal das halbe Drumset umgebaut haben. Bisher läuft es gut, und eigentlich schreibe ich auch nur, weil ich grad Zeit dazu habe. Es ist nicht wirklich so, als gäbe es etwas schreibenswertes...

sjÁlfur 

17.09.2006 um 11:00 Uhr

my reflection dirty mirror

von: sjAlfur   Kategorie: sjAE

Ich bin heiser. 'Heiser' ist ein eher komisches Wort... ich bin trotzdem heiser. Doof jetzt. Wollte eigentlich dieses Wochenende die letzten Gesangsaufnahmen machen, aber... naja, immerhin hat sich das heiser sein gelohnt. Aber der Reihe nach:

Wir - also unser SAE-Kurs - befinden uns gerade in den Abschlussproduktionen. Soll heißen, sechs Stunden Recording Session, sechs Stunden Mixdown und vier Stunden Mastering, in denen man ein Lied fachgerecht produzieren soll. Zwei Freunde von mir - nennen wir sie R und U - aus meinem Kurs hatten am Freitag eine Doppelsession. Das heißt dann zwei Lieder an einem Tag, also 14 Stunden Recording am Stück (zwei Stunden mittags können in dem Fall mitgenutzt werden). Ich habe dafür Gitarren und Bass eingespielt.

Das musikalische Programm war... höchst divers... Einerseits haben wir zu dem Zweck "Zero" von dem Smashing Pumpkins gecovert, andererseits einen Schlager geschrieben, der... ähm... durchaus überzeugend ist. Leider, sollte man fast sagen, denn er ist so gut gelungen (ich darf das sagen, von mir stammt songwritingtechnisch nur der Bass), dass er tierisch nervt. Und an dem Lied sechs Stunden am Stück zu arbeiten... ja... mit M (das ist jetzt noch wieder ein anderer), der auch Schlagzeug gespielt hat, habe ich noch folgendes Cover dafür gebastelt:

 

 

Ich denke, wir sollten das professionell machen...

Es begab sich aber dummerweise, dass wir mittags Pizza bestellten. Das ist an sich nicht schlimm, und ich bin es auch schon gewohnt, dass alle immer die Augen verdrehen, wenn ich Thunfischpizza will, dass mir die Pizza aber gehörig den Magen verdrehte, damit hatte ich nicht gerechnet. Denn trotz der wenigen Stunden Schlaf an den (durchaus arbeitsreichen) Tagen zuvor und dem viel zu frühen Aufstehen war mein nicht immer sehr stabiler Kreislauf ganz gut beisammen. Bis zu dieser Pizza.

Nachdem ich mir den Thunfisch nochmal durch den Kopf gehen ließ und dann schnell wieder in den Aufnahmeraum musste um die Gitarren einzuspielen, beobachtete ich doch ein leichtes Zittern meiner Hände, das glücklicherweise aufhörte, wenn ich sie zum Gitarrespielen anspannte.

Irgendwann aber kam der Schlagergesang an die Reihe, ich konnte mich im Regieraum also  schön im Sessel zurücklehnen und die grandiose Show unseres Kurs-Südtirolers mitverfolgen, der - auch wenn er Schlager wohl ebenso schlimm findet wie wir - das richtige Feeling irgendwo zwischen Hansi Hinterseer und den Flippers förmlich im Blut hat.

Danach war ich wieder bestens drauf, etwas zugedrogt von zuviel Schlager vielleicht, aber damit konnte man ja vorher rechnen... Danach waren Bass- und Gitarrenaufnahmen zu "Zero" dran. Dieses Lied höre ich seit etwa zehn Jahren mindestens alle zwei Wochen, wenn ich viel Auto fahre auch öfter, und die ersten fünf Jahre, die "Mellon Collie and the Infinite Sadness" in meinem Besitz war auch gerne öfter am Tag. Das Einspielen war eigentlich fast Routine. Allerdings den vollen Sound des SAE-Equipments auf den Ohren zu haben, das hatte ich bei dem Lied auch noch nie. Die letzten zwei Stunden von 20 bis 22 Uhr war dann der "Zero"-Gesang gefragt. Ich hatte das Lied vorher eigentlich nie wirklich gesungen, außer natürlich mal im Auto (sowieso der definitiv beste Platz um zu singen, egal ob auf eigene Stücke Gesang auszuarbeiten oder mit anderen mitzugröhlen...). Aber mir wurde oft gesagt, ich solle doch vielleicht nicht ganz so singen wie Billy Corgan, und daher dachte ich, versuch ich das doch mal.

Von dem Ergebnis bin ich selbst fast begeistert, ich habe versucht nicht so ztu singen wie Billy Corgan und... ich glaube, das ist ganz gut geworden. Die Gesangsart kommt mir mal definitiv entgegen. Wir haben dann noch einige zusätzliche "Shoutings" eingebaut, und ich habe aus stechenden Lungen und brennender Kehle irgendwann nur die letzten Takes ins dreieinhalbtausend Euro teure Neumann TLM 170 gebrüllt.... wusste gar nicht, wieviel Spannkraft so ein Körper hat, wenn man sich ein paar Silben volles Rohr aus den Rippen leiert.

Am Samstag dann war ich erstmal fertig. Mein Magen hatte zwar die Thunfischpizza weitestgehend vergessen und auch mein Kreislauf kam langsam mit dem Schlafmangel klar, aber als ich mit meinen Eltern telefonierte merkte ich doch, dass meine Stimme maximal zum Drittel da war. Ich dachte, gut, dann halt Kommunikation via Mails... doch trotz intensiver Neutrogena-Behandlung waren meine Fingerkuppen unfähig zu tippen. Man muss dazu sagen, dass das nicht am GitarreEINspielen lag, sondern an der Tatsache, dass ich vom Schlager auf "Zero" einen Halbton runterstimmen musste, und damit sich die Gitarren und der Bass nicht während der "Zero"-Aufnahme immer wieder verstimmten, habe ich sie eigentlich immer und ununterbrochen gespielt. Außer beim Pizza essen und beim Kotzen. Versteht sich.

Heute bin ich wieder fit, nur noch etwas heiser, ich habe die PostMix-PreMaster-Version von Zero gehört und bin doch sehr zufrieden mit meinem Gesang und dem Sound des ganzen Lieds... und außerdem bereit für die nächste Thunfisch-Pizza.

Mahlzeit!


sjÁlfur

27.08.2006 um 04:55 Uhr

OMFEN!

von: sjAlfur   Kategorie: sjAE   Stichwörter: SAE, PostPro, Tontechnik

Am Freitag hatten wir eine Unterrichtseinheit PostProduction. Es ging konkret um dei Tonbearbeitung von Filmen. Der Dozent ist der Norm. Der arbeitet selber in so einem Studio (hat z.B. die Foleys für Lola rennt aufgenommen) und berichtet daher auch anschaulich aus seiner Berufserfahrung. Und mal abgesehen davon, dass der an sich schon unterhaltsam ist und bisweilen durch gekonnte Situationskomik glänzt, hat eine Szene aus diesem Unterricht noch mehr als sonst eingeschlagen.

Sie mussten in ihrem Studio einen Film vertonen, bei dem die Protagonisten Hunde waren. So richtige gefilmte Hunde. Der O-Ton vom Set war Mist, ist mit Hunden auch nicht unbedingt so einfach. Also musste es nach-synchronisiert werden... mit Hunden? Nein, nicht mit Hunden, denn wozu gibt es Foleys? Die machen ja allerlei Geräusche, warum nicht auch Hunde. Ja, und so haben zwei Männer, ein kleinerer jüngerer udn ein älterer größerer in dem Studio gesessen und für einen 50-minütigen Film Hundegeräusche nachgemacht. Hecheln, Schnüffeln, Trappeln, Schnauben...die ganze Palette halt. Und er hat es im Unterricht auch vor gemacht.

Ihr tut mir leid, dass ihr das nicht erlebt habt! Ein Dozent, der vorne schnüffelnd und hechelnd und gesichtverziehend hinter seinen Tisch auf und ab tapert, der ist... naja... sehenswert. Sehr sogar.

Das wollte ich nur mal gesagt haben.

Desweiteren ging es um Sessiondatentransfer vom Avid ins ProTools. Also vom Bildschnitt zum Tonschnitt. Das geht i.d.R. via OMF (Open Media Files). Und wie der Techniker so ist, spricht man Abkürzungen auch gerne mal als Worte aus. Wenn man den Transfer macht, wird also "geomft".

"Omfen klingt wie schlumpfen" meinte der Norm. Stimmt. Preisfrage: Für was ist dann bitte "Schlumpfen" die Abkürzung? 

 

sjÁlfur