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24.11.2005 um 02:10 Uhr

jarðarkyrrðin

von: sjAlfur

Ich schreibe hin und wieder. Nicht an meinen Blogs, bzw. nicht nur. Viel länger schreibe ich schon Geschichten. Nicht weil ich damit ein Ziel oder ein Ergebnis verfolgen würde, das würde zumindest etwas Planung erfordern, sondern als Zeitvertreib, wenn mir langweilig ist. Folglich kam das in den zurückliegenden Monaten eher selten vor, ich hatte genug andere Dinge im Kopf. Aber an einem Abend wie diesem, an dem man den Kopf nicht mehr frei für die Musik hat, das Lautstärkekontingent für Gesangsaufnahmen nicht mehr ausreicht um die Uhrzeit, das Fernsehprogramm wie üblich kaum etwas hergibt, der Computer sich beharrlich weigert, Computerspiele die Hardwarebeschleunigung benötigen länger als zehn Minuten ohne Absturz laufen zu lassen und die Ruhe zum Schlafen gehen noch nicht da ist, da wünsche ich mir das Schreiben wieder...

An etwas zu schreiben ist für mich vermutlich das entspannendste, was es gibt. Lesen ist nicht gut, ich kann kaum zwei Seiten lesen ohne mit meinen Gedanken in eigene Geschichten abzuschweifen, Musik hören ist für mich nie Entspannung, Laufen gehen ist momentan eher Essig, Autofahren wäre eine Alternative, aber in der Stadt nicht wirklich toll, zudem muss ich vorher mal die Winterreifen überziehen... Ich werde unruhig und schlecht gelaunt, wenn ich nicht mit etwas beschäftigt bin, was mich in meinen Augen irgendwie weiter bringt (auch wenn das - wissentlich - meistens nur Illusion ist).

Schreibe ist da gut. Ich texte vor mich hin, habe keine wirklichen Grenzen und am Ende habe ich Seiten produziert. Wofür? Keine Ahnung, ist egal, Hauptsache es ist etwas da. So sind an einer Geschichte, an der ich immer mal wieder geschrieben habe bis zum letzten Juni gut 450 Seiten entstanden. Ich habe mir als Genre das ausgewählt, was für so etwas am geeignetesten ist: Fantasy. Keine Recherchen, wenn man was nicht weiß, wird's erfunden, und wenn man keine Lösung sieht, murmelt das Unterbewusstsein "deus ex machina"... Natürlich habe ich spätestens nach den ersten 100 Seiten eine Menge Organisation betrieben und richtige Strukturen reingebracht, das geht bei der Länge auch nicht anders, vor allem nicht bei an die 20 Hauptcharakteren. (Grammatik?)

Ich will da jetzt mal weiter schreiben, muss mich aber vorher mal einlesen, da gibt es eine Menge zu beachten. Aber ich werde das machen. Ganz sicher. Im letzten Mai hatte ich schon einmal fast 6 Monate Pause seit dem letzten geschriebenen Wort, dann habe ich mich in die Geschichte eingelesen und gut 100 weitere Seiten geschrieben. 100 Seiten bis zu den Weihnachtsferien, das wäre cool, dann könnte ich Band 1 schließen.

Es gab mal eine Website dazu, wo der komplette Text als PDF online stand. Ich lade die Seite vielleicht demnächst mal wieder hoch, nicht dass es wirklich jemand lesen wird, aber es gibt mir die Illusion es sei für irgendwen interessant. Die Geschichte hat natürlich alle Fantasy-Klischees, allerdings konnte ich diesbezüglich meinen Sarkasmus nicht immer verstecken. Wenn man zudem weiß, dass ich die meisten wichtigen Rollen filmgleich mit real existierenden Personen besetzt habe, wird es eigentlich schon fast surreal... die Geschichte selbst ist es, aber das ist bei dem Genre auch keine große Kunst... Der Titel ist "jarðarkyrrðin" bzw. "Erdenstille". Gimme trash!

° ° ° ° ° the ° ocean ° floor ° is ° hidden ° from ° your ° viewing ° lens ° a ° death ° perception ° languaged ° in ° the ° night ° ° ° ° °

° sjÁlfur °

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenTo01 schreibt am 24.11.2005 um 13:24 Uhr:schreiben am stück, mit konzept und mit struktur für mich nicht denkbar; nicht über kurzgeschichten hinaus... wahnsinnig, wenn man es kann, mir fehlt die geduld, die ich sonst eigentlich gepachtet habe...



    aber lesen würde ich es gerne einmal ;)
  2. zitierensjAlfur schreibt am 26.11.2005 um 01:30 Uhr:hab\'s online (siehe neuerer Beitrag). also Geduld ist generell nicht unbedingt meine Stärke, es sei denn, ich zwinge mich dazu, aber in diesem Fall klappt es irgendwie... allerdings ist es wirklich nur ein (therapierendes...) zeitvertreibendes Schreiben, dementsprechend spinne ich die Geschichte auch einem Traum, den man irgendwie mit Vorsatz weiterträumen will, gleich immer weiter vorwärts.
  3. zitierenTo01 schreibt am 28.11.2005 um 06:54 Uhr:mit vorsatz träumen, die anleitung bräuchte ich noch...
  4. zitierensjAlfur schreibt am 28.11.2005 um 12:41 Uhr:naja, manchmal funktioniert das... aber wenn du es professionell willst: <a rel="nofollow" href=\"http://www.klartraum.de/\">hier</a>



    oder wikipedia \"luzider traum\" (ist btw das Konzeptmotiv von dredgs \"El Cielo\")

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