Meine Welt - chaotisch klassisch

23.12.2006 um 20:35 Uhr

Advent Advent

von: heeli

Huch, Morgen ist ja schon Weihnachten. Und ich bin so gar nicht in Weihnachtslaune... mir geht der Schnee ab. Und irgendwie ist die Tatsache, dass wir gar keinen Weihnachtsbaum haben irgendwie abstrus. Besonders doof, weil ich dieses Jahr keinen Weihnachtsbaum schmücken kann. Weil wir haben ja keinen weil wir morgen nach Polen fahren - und wenn wir da ankommen haben die ihn wohl schon geschmückt. Ech, wenn ich  zehn Jahre jünger wär könnt ich bei dieser einmaligen Gelegenheit ein ich-bin-ja-so-traurig-keiner-hat-mich-lieb-gesicht aufsetzen und tolle Trostaktionen von meiner Umwelt provozieren. Das funktioniert so herrlich wenn man achteindrittel und schrecklich geknickt ist weil man keinen Weihnachtsbaum schmücklen darf.... Aber nicht mal das lässt sich mit 18 noch machen.

Und drum sitz ich abends immer minutenlang vor meinem staubtrockenen Fenster, auf dem da Dachbodenfenster bergeweise Schnee liegen sollten und wünsche mich in glücklichere Weihnachten.

Das denkwürdigste Fest dieser Art war immer noch vor fünf Jahren. Paris war noch ganz neu in unserer Familie und wackelte auf seinen vier Beinchen ziemlich neugierig durch die Wohnung. Der Weihnachtsbaum war Mittelpunkt seines Interesses. Dauernd schlich er schnuppernderweise um ihn rum. Wir jagten ihn zwar regelmäßig aus Sicherheitsgründen fort - wir hatten uns in Schichten aufgeteilt um eine andauernde Bewachung zu gewährleisten - aber das schien ihn nicht so sonderlich zu beeindrucken. In einem unbeachteten Moment, die Wache war wohl eingeschlafen - an dieser Stelle bitterböser Blick in Richtung meines Bruders - schob er sich hinter den Weihnachtsbaum (der immer vor der Terrassentür steht) um zur kontrollieren ob der Garten wohl immer noch so aussieht wie den Rest des Jahres.  Der Garten sah immer noch so aus. Unser  Wohnzimmer anschließend nicht mehr. Ich kann an dieser Stelle nur vermuten, was sich hinter dem Weihnachtsbaum abspielte.  Der Hund musste wohl einer plötzlichen Eingebung folgend einen eleganten Haken schlagen . Jedenfalls fühlte sich der Baum  bemüßigt in einer formvollendeten Parabel  zu Boden zu stürzen.  Ich saß derweil im Sessel und hab  nur  den  ohrenbetäubenden Knall im Hintergrund gehört in dem unser  vereinter Weihnachtsschmuck zerbarst, immer begleitet von den lieblichen Tönen bekannter Weihnachtsliedchen.
Mein Vater indes hielt es just in diesem Augenblick für angebracht zornschnaubend ins Wohnzimmer su stürzen. In einem alten Reflex sprang ich auf und brüllte alle Schuld von mir weisend sofort "Ich wars nicht!", was sich auf die ein oder andere Weise mit meines Bruders Gebrüll "Der Hund wars!" vermischte, nur dass sich mein Bruder unterdessen auf dem Sofa gehalten hatte.
Interessanterweise überstanden wir das ganze nichtsdestotrotz ohne großartige Schimptiraden von Seiten meiner Eltern. Und glücklicherweise waren die Feierlichkeiten zu Eheren von Christi Geburt bereits abgeschlossen als mein Hund sein trauriges Schicksal erfüllte und den Weihnachtsbaum darniederwarf, und zur Krönung ist ein großteil meiner Lieblingskugeln heil geblieben, von daher blieb uns bis auf das Chaos im Wohnzimmer nur noch eine recht kuriose Erinnerung. Stellte sogar meine Mutter fest. Sie grinste nämlich über beide Ohren und meinte relativ gelassen "na, da haben wir doch mal was zu erzählen."
 
Tjoa so ist das gewesen. Und mein letzer Lichtblick in diesem Weihnachtsbaumlsen Weihnachtsbaum ist der Weihnachtsbaum in dem weihnachtsbaumreichen Weihnachten meiner weihnachtsfeiernden Familie in Polen. Die Menschen im Weihnachtsrausch also. Ich bin sogar bereit, zu verschmerzen, dass ich aufs Schmücken dies Jahr verzichten muss. Ich freu mich auf Morgen^.^
 
 
 
 

16.12.2006 um 20:28 Uhr

Führerschein

von: heeli

Jawohl, es ist so weit, man hat mich samt Lizenz auf die deutschen Straßen losgelassen. Montag hab ich meinen Führerschein rechtmäßig erworben. Bin sehr glücklich und sehr stolz.

Meine Familie hat die Nachricht wohl aber mit gemischten Gefühlen aufgenommen.  Zunächst hatten sie alle ein hocherfreutes Grinsen im Gesicht, aber dann gings ans Fahren...

Am bemerkenswertesten ist dann doch der Abgrund zwischen meiner Mutter und meinem Vater.

Kaum kam ich nämlich freudestrahlend mit dem neuen Wisch der mich in die mobile Welt entlässt nach Hause, startete ich mit meiner Mutter und meinem Bruder im Gepäck - die ich gnädigerweise aber im Auto statt im Kofferraum Platz nehmen ließ - eine kleine Rundfahrt.

Meine Mutter ließ sich auch standesgemäß auf dem Beifahrersitz nieder um mir mit ihrer Lebenserfahrung tröstend zur Seite zu stehen, während mein Bruder sich bescheiden mit der Hinterbank begnügte.

Ich schlatete also voller Stolz das Auto ein und wollte grade losfahren als ein ohrenbetäubender Schrei die ungestörte Stille des Autoinnenraums zerriss.

Soll heißen, ich hatte noch kaum die Hände am Lenkrad als meine Mutter sich entsetzt in ihren Sitz krallte und mich in Phonstärke 180 auf den Baum hinwies, der da dreieinhalb Meter hinter mir seine Wurzeln ins Laub gegraben hatte.

Nichtsdestotrotz obwohl leicht verwirrt setzte ich mein Vorhaben, nämlich zurückzusetzen, umstandslos um.

Das mit dem Gebrülle nach allen möglichen Gegenständen, die ich jetzt aber gleich rammen würde, wurde auch auf den folgenden fünf Metern nicht besser, und nachdem wir diese erfolgreich hinter uns gebracht hatten und ich auf einen wilden Aufschrei meiner Mutter anhielt um nicht aus Versehen in unsere Küche zu fahren stieg mein Bruder kategorisch aus und verbannte meine Mutter nach hinten. Sie bekam noch die Anweisung, sich ja nur bitte auf ihre Hände zu setzen und so begann dann endlich unsere Fahrt.

Es wurde auch tatsächlich ein wenig besser. Meine Mutter ließ sich den ein oder anderen Einwurf über lebensgefährliche Manöver meinerseits zwar nicht nehmen, aber alles in allem war es dann doch sehr lustig.

Abends kam dann mein Vater nach Hause und zu meiner großen Freude wollte auch er die Vorzüge der Fahrkünste seiner Lieblingstochter erproben. Jede Gelegenheit zum Fahren ist eine gute Gelegenheit.

Im Geiste machte ich mich wieder auf Schreiorgien höchster Güte gefasst, doch mein Vater sah das offenbar gaanz anders.

Zunächst einmal sagte er nicht viel, außer ich solle doch mal endlich beschleunigen, wenn ich doch recht gesittet anfing, nach dem Kreisverkehr schneller zu werden.

Was ich aber am Genialsten fand war folgendes:

Ich fahre da also innerorts meine ordnungsgemäße 50 kmh, während mein Vater unruhig auf seinem Platz hin und her rutschte. Aus dem Augenwinkel leicht verwundert fuhr ich weiter.

"Na mach, na schneller, bleib nicht stehen!", lautete Vaters Kommentar. Hmm.... Ein dezenter Blick auf den Tacho. Die Nadel zeigt wie angetackert auf die 50.

"Aber ich fahr doch schon 50..."

"Na und?"

"Man darf nur 50 fahren"

"Quatsch  wenn da 50 stehst kannst du noch wenigstens bis 55 draufgeben!", empfahl mein Vater. Sturheit liegt bei uns in der Familie... Aber ich will mal nicht so sein dachte ich mir und ließ mich zu sanften 55 kmh breitschlagen.

Etwa in ähnlichem Stil gings weiter.

Hin und wieder ermahnte mich mein Vater in einer man höre und staune normalen Lautstärke das ein oder andere besser zu machen, beispielsweise auf meiner Fahrbahnseite zu bleiben^^ Aber die Fahrt war alles in allem sehr entspannend.

Meine Ma saß währenddessen wohl händeringend zu Hause und betete jegliche Götter an, die ihr spontan einfielen, ihre Familie nur ja wieder in ganzen Stücken nach Hause zu bringen... 

 

 

03.12.2006 um 00:05 Uhr

Woyzeck

von: heeli

Letzten Sonntag waren wir im Theater mit unserem Deutsch LK - eine in letzter Zeit nich gerade seltene Erfahrung. Diesmal war das Stück aber erträglich, in verständlichem Deutsch - eine nette Interpretation von Büchners "Woyzeck", in der der Held doch recht häufig von seinen Mitmenschen angepinkelt wurde. Man sollte es nicht glauben, aber ja, wir sind tatsächlich wild entschlossen uns weiterzubilden.

Angehaucht von der Theaterkultur hatten Maja und ich in der SBahn - Umschlagplatz für weltverändernde Gedanken - geistige Höhenflüge.

Unsere  intelektuellen Ergüsse formierten sich in einem Kollektivschlag eines formvollendeten Upper Class Gesprächs. Soll heißen wir bemühten uns ausgiebig um Wörter die ein Durchschnittshauptschüler wohl nicht mal verstehen würde.

Wir philosophierten in gehobenem Deutsch - Deutsch LK schließlich - über das Für und Wider einer gehobenen Sprache, wir haben ja schließlich Niveau.

Wir waren auch richtig schön in Fahrt, als sich ein offensichtlich leicht angetrunkener Mitbürger gegenüber von uns dazu aufraffte, unser Gespräch zu beurteilen. Sporadisch warf er uns lakonische Bewertungen unserer neusten Wortkreationen zu a la "das war jetzt gut" und "das war jetzt nicht so toll". Also volle Kanne auf der Höhe unseres Gesprächs. 

Wir haben uns dann auch bald von dem Hochniveaudeutsch verabschiedet, weil auf die Dauer gestaltete sich das dann doch ein wenig kompliziert.

Trotzdem eine interessante Erfahrung. Und ich bleibe doch bei meinem Ottonormaldeutsch.....^^

28.10.2006 um 17:28 Uhr

Picnic

von: heeli

Wir, das sind Maja und ich, haben uns gestern einen schönen Ferienanfangsfeiertag gegönnt. Hab ich auch redlich verdient nach dem Massaker auf meinem 18. Geburtstag.

Die Maja ist also pflichtgerecht um 19 Uhr 30 bei mir angetreten. Zur Feier des Tages, und weil wir sonst zeitlich in ernstzunehmende Schwierigkeiten getappt wären, übernachtete sie an diesem glorreichen Abend zu mir.

Am Ende sind wir herzlich wenig zum Schlafen gekommen, aber die Nacht war toll.

Also der Plan jedenfalls sah folgendermaßen aus:

Zunächst wollten wir ins Kino. Wir kuckten uns also einen Film aus. "Der Teufel trägt Prada". Zugegebenermaßen nicht gerade allzu anspruchsvoll, aber darauf waren wir schließlich an diesem Abend nicht aus, sondern auf pure Entspannung und Spaß am Leben. Und es muss ja auch nicht immer ein Film sein der das Leiden der Welt behandelt.

Wir haben uns auf jeden Fall zwei schöne Plätze reserviert und packten uns abends in die SBahn. Der Film fing um 22 Uhr 45 an, soll heißen wir mussten eine halbe Stunde früher dort sein um unsere Resevierungen wahrzunehmen.

Die S Bahn fuhr genialerweise punktgenau sechs Minuten nach zehn Uhr ein, das heißt wir waren zielsicher um viertel nach zehn an der Kasse und nahmen lächelnd unsere Karten entgegen.

Da wir ja nun noch ne halbe Stunde hatte entschlossen wir uns für einen kleinen Spaziergang Richtung McDonalds. Ein kleines Eis, ein großes Wasser, ich war glücklich.

Dann hatten wir allerdings noch ein existentielles Problem zu lösen. Der Film dauerte 109 Minuten. Die letzten beiden S Bahnen Richtung Heimat fuhren allerdings um 0 Uhr 58 und dann erst wieder um 2 Uhr 18. Was also tun? Zusammen mit der Werbung die im Mathäser doch immer ziemlich großzügig, also schön lang, ist, würden wir die vorletzte S Bahn wohl gerade so verpassen und dann ne Stunde dastehen. Zusätzlich zu der blöden Situation dass wir warten müssten, käme dann auch noch das Problem, dass wir nach dem Kino noch anderweitige Pläne hatten, und eine ausgeprägte Müdigkeit, wie sie nun mal nach so ner langen Wartezeit mitten in der Nacht auftrat, konnten wir da gar nicht gebrauchen.

Jedenfalls verschoben wir das Problem dann erst mal auf später. Erst mal wanderten wir wieder zurück zum Kino und machten uns da auf unseren Plätzen breit.

Lediglich 35 Minuten später, nach wirklich ausgiebiger Werbung, entschloss sich der Film dann tatsächlich dazu mal anzufangen.

Der Film war dann aber auch wirklich gut. Schön lustig und verquer und hatte ein Happy End. Ich glaube, um diese Uhrzeit hätte ich ein Ende ohne Happy End nicht mehr so ganz vertragen.

Als die Vorstellung dann vorbei war, huschte der Rest der Gesellschaft wie verschreckte Heuschrecken davon, während wir die Beine über Kreuz auf den Sesseln vor uns ablegten und amüsiert der Truppe zuschauten, die sich die Überbleibsel des Popcorns von den Hosen schlug.

Als letzte verließen wir dann den Kinosaal, während uns ein beflügelndes Hoch erfasste. Solche natürlichen High-Zustände habens in sich und wir kicherten, grinsten und lachten bis das Kino wackelte.

Draußen machten wir es uns dann bequem und philosophierten über Bücher und Filme.

Die Stunde Wartezeit war dann auch tatsächlich bald rum und störte gar nicht so gravierend.

Etwa 20 Minuten vor drei stiegen wir dann wieder aus der Bahn. Im Zug hatten wir so einen Rocker kennengelernt. Maja und ich haben uns gerade über Chris unterhalten, da setzte sich so n Typ in Lederjacke und so nem Zeug zu uns, Marke Rocker. Pltözclich begann er zustimmend zu nicken, sah uns an und im nächsten Moment unterhielten wir uns auch schon.

Wir kamen dann auch ziemlich schnell wieder zu dem Thema Bücher, und, was man am Anfang vielleicht nicht unbedingt gedacht hätte, der Typ, laß gerne, mochte sogar Bücher die ich kürlich gelesen hatte und all so was. Fand ich eine interessante Erfahrung.

Nun ja und zu Hause schlichen wir dann ums Haus herum in den Garten. Dor wartete ein Rucksack mit Fressalien und eine Decke auf uns. Wir schnappten uns beides und verkrochen uns wieder, Richtung Spielplatz in der Nähe der Schule.

Dort gab es einen Hügel, nicht gerade bergartig, aber immerhin eine hübsche Erhebung in der Landschaft. Und das war unser Ziel. Wie zwei Schatten schlichen wir durch die Nacht. Besonders unauffällig waren wir wohl trotzdem nicht, alle paar Schritte brachen wir in Lache aus, wobei wir uns allerdings bemühten den Leuten in den Häusern wenigstens eingermaßen das Schlafen zu ermöglichen.

Der Spielplatz war nur einige Minuten zu Fuß entfernt, und so waren wir schon ziemlich bald dort, breiteten die Decke aus, zogen die Schuhe aus und ließen uns auf der Decke nieder.

Der perfekte Ort für ein ausgiebiges Picnic.

Und so packten wir dann unsere Sandwiche aus und ließen uns vollkommen fangen im Zauber dieser Nacht. Es war nicht grausig kalt, höchstens ein wenig kühl. Und es stand nicht eine Wolke am Himmel. Wir betrachteten die Sterne und fachsimpelten über die Unendlichkeit des Universums. Auch Sternschnuppen haben wir gesehen. Einfach ein unglaubliches Gefühl, dort mitten in der Nacht auf dem Hügel zu sitzen und das Gefühl zu haben, in den Himmel tauchen zu können.

Da saßen wir dann auch ne Weile, zwischendurch legten wir uns hin und betrachteten in schweigender Bewudnerung die Sterne, den Polarstern und die Sternenbilder.

Wir hatten uns auch Kaba gemacht, den wir jetzt begeistert trinken konnten. Es war herrlich. Meine Ma hatte mir den Vogel gezeigt, aber so ein Mitternachtspicnic hat schon was......

Gegen halb fünf waren wir daheim. Am Ende war es doch kalt geworden und als die Wolken aufzogen hatten wir ohnehin schon Lust wieder zurück zu gehen. Mittlerweile hatten wir beide je zwei Sandwiche, einen Apfel, eine Banane und ich weiß nicht wie viel Kaba intus und ich hätte den Weg fast zurück rollen können so voll wie ich war.

Es war ne lustige Nacht, vor allem aber mit schmerzhaften Krämpfen in den Backen vor lauter Lachen.

Demtenstprechend müde sind wir  dann - nach dem wir uns pflichtbewusst gewaschen hatten - ins Bett gefallen und schliefen unsere wohlverdienten vier Stunden, kurz bevor uns meine Mutter zum Frühstück herbeilärmte....

05.10.2006 um 14:50 Uhr

Hilton

von: heeli

Letzten Sonntag wurde gefeiert! Mein Geburstag. Das ist jetzt besonders lustig zu erzählen weil ich morgen ja schon wieder feiern werde. Ebenfalls meinen Geburstag.

Logisch betrachtet mach das sogar Sinn, denn am Sonntag war das Essengehn mit Familie und Co während morgen ne schöne Party angesagt ist.

Das Mittagessen im Hilton am Sontag war auch der Grund warum ich um unbarmherzige elf Uhr morgens am Sonntag aus dem Bett geklingelt wurde nachdem ich die Nacht davor bis in die Morgenstunden meine Energie in der Disco ertränkt habe.

Zugegebenermaßen wars trotzdem schön. Wie gesagt, wir waren im Hilton, ein angesagter Schuppen, sehr edel, sehr teuer.

Wir haben auch unsere Nachbarn eingepackt, die B.s so wie sichs gehört. Zu Jerry 18.-Essen waren sie auch dabei und sie könnten sich persönlich verletzt fühlen wenn ich mich erdreisten würde sie nicht einzuladen.

Mal ganz abgesehen davon dass ich natürlich auch nichts gegen ihre Gesellschaft habe.

Halb zwölf jedenfalls marschierten die B.s bei uns ein, nachdem sie einen Kurzsprint von zwei Häuser weiter bis zu uns hingelegt hatten.

Ihr Sohn, Thomas, seines Zeichens angehender Anwalt, war eigetnlich auch eingeladen, so wie im Jahr zuvor auch bei Jerry, aber er konnte Studienzweckstechnisch nicht. Deswegen trudelten seine Eltern eben ohne ihn aber dafür mit seinem Geschenk unterm Arm bei uns ein.

Ohne zu übertreiben kann ich mit ruhigem Gewissen sogar behaupten, dass ich vollkommen vergessen hatte, dass es von unseren Nachbarn dann auch noch Geschenke geben sollte.

^^

Am Ende hatten die B.s und ihr Sohn die Geschenke wohl abgestimmt. Das eine war ein Zitatenbuch das andere ein Sprichwörterbuch, + von den B.s gabs noch, worauf ich wirklich stehe, solche silbernen Armreifen, von denen ich schon stolze fünf hatte (3 von meinen Eltern zum 17., einen hatte ich mir zwischenzeitlich selbst besorgt und einen hatte ich von meinem Patenonkel zum 18. Geburtstag geschenkt bekommen als er das letzte mal da war) und die immer so herrlich klimpern.

Von denen gabs dann für mich auch noch mal fünf. In diesem Fall, wie die überwältigende Mehrheit meiner Armreifen bis dahin, nicht aus Silber sondern Modeschmuck in silberfarben, aber das stört mich auch nicht weiter hauptsache es sieht hübsch aus und es klimpert^^

Naj a dann sind wir zum Hilton nach München gefahren, ich noch halb pennend an die Scheibe gelehnt.

Im Hilton bin ich dann aber wach geworden. Sah tatsächlich nobel aus. Wir waren kaum drin da schüttelte man mich bereits an der Hand um mir zum Geburtstag zu gratulieren.

Man führte uns hinein, an einen Tisch, ob wir zur Begrüßung schon mal Champagner wollten, pur oder mit Saft gemischt. *höhö*

Mitten im Raum saß ein Mann am Piano und klimperte fröhlich drauf rum. Live Musik.. Das hatte was^^

An unserem Tisch, der entsprechend einem solchen Restaurant aussah, hielt unser Nachbar der ohnehin gern Reden und Trinksprüche, letztere vorzugsweise in einer ihm unbekannten Sprache, schwingt, eine beeindruckende Rede über die Pflichten und Rechte die ich jetzt nun hatte. Ja....

Naj a vielleicht war ich noch zu müde für tiefgehende Apellationen an meine erwachsene Seite.

Dann gings erst mal ab zum Buffett. Solche Läden haben immer diese Eigenart, dass die Portionen winzig waren, Bah. Wie soll man da denn satt werden? Ich hatte allenfalls noch die Hoffnung dass sie gut nachfüllten.

Erst war ich ja wenig beeindruckt von dem Zeug, das man mir da offenbar andrehen wollte. DAvon konnte man tatsächlich nicht satt werden, absolut nichts mit Substanz.... Aber daaaannn ja dann entdecke ich den Schweine- und den Rinderbraten.... Hmmmm.

Ich positionierte mich also vor dem Schweinebraten und libäugelte schon ein wenig mit ihm, da kam so ein Mensch daher, vermutete 20 und ein paar Zerquetschte, komplett im Chefkochoutfit, lächelte freundlich und fragte, was es denn sein dürfe.

Naj a Schweinebraten darf es sein.

Mhhhh.... Er hat also ne Scheibe abgeschnitten, mir den Teller gereicht und mir dann zugekuckt wie ich nach "Ene Mene Mu" auszählte welche der beiden Soßen ich nehmen sollte.

"Ich würde die rechte nehmen."

Okay, wenn er das sagte. Ich bedankte mich lächelnd und griff herzhaft nach der Soße die er empfohlen hatte.

Zum dahinschmelzen....

Aber es ging onch weiter. Rinderbraten. Auch sehr lecker. Ich hab mich tatsächlich nur mit Mühe davon losreißen können.

Und fast die ganze Zeit über spielte der Pianomensch

Dann schließlich und endlich Nachtisch. Auch ein besonderes Erlebnis da. Die hatten da Waffeln. Nicht alte drei Tage vorher geamchte pappige kalte Waffeln. Frische Waffeln, die da in dem Waffeleisen auf der Stelle gebrutzelt wurden wenn man sich da hinstellte und nach Waffeln verlangte. Leckere, weiche, duftende, warme Waffeln..... Und jede Menge Früchte, Himbeeren, Erdbeeren und was nicht alles als Belag, samt Puderzucker natürlich...

Apropos Puderzucker, Zuckerwatte gabs da auch, ebenfalls produktionsfrisch, denn sie hatten da ne eigene Zuckerwattemaschine.

Aus Anstand, aber vor allem weil ich meinen Eltern die Scham erlassen wollte, ihre 18-jährige Tochter in einem Nobelrestaurant auf Zuckerwatte rumbeißen zu sehen, hab ich dann Abstand genommen von der Zuckerwatte. Hab dafür Waffeln gegessen.

Und zwischendurch kamen immer und immer wieder die Bedienungen und fragten, ob wir noch was haben wollten. Saft? Wasser? Champagner?

Nun ja und dann, ja dann die Krönung. Ich schob gerade vollkommen geschafft meinen letzten Teller von mir weg, als ich auf einmal die ersten Klänge von "Happy Birthday" zu hören glaubte. Gespielt auf einem Piano.

Das war doch nicht.... das war die Möglichkeit! Ich drehte mich um um einen verstohlenen Blick auf den Pianisten zu werden, da seh ich diesen Mann der wohl kein Kellner war sondern was wichtigeres weil er kein Kellnerzeugs trug, hinter mir stehen, breit lächelnd und mit einem Päckchen in der Hand.

Damit. obwohls eigetnlich abzusehen gewesen war, hatte ich tatsähclich nicht gerechnet.

Ich öffnete das runde Päckchen also uuuund - ein Kuchen! Hehe. Ich bestaunte ihn immer nohc, als der Mann schon die Kerze in die Mitte steckte, und Sekunden später auch schon mit einer Wunderkerze hinter mir stand. So lob ihc mir das doch!

Er zündete Kerze und Wunderkerze an, Happy Birthdach verklang allmählich und ich war glücklich!

Den Kuchen haben wir uns dann allerdings für zu Hause aufgehoben, auch weil wir keinen Bissen mehr runter gebracht hätten, aber vor allem weil er so klein war dass er für alle Anwesenden gar nicht gereicht hätte^^

04.10.2006 um 11:58 Uhr

Kleine Monster

von: heeli

Ich arbeite wieder. Das heißt es fließt Geld. Aber im Gegensatz zu all den anderen Jahren in denen ich jetzt schon nachmittags auf die Kleinen aus der Unterstufe aufpasse, glaube ich wird dieses Jahr mein Geld sauer verdient sein.

Es sind Monster.

Bisher wars eigetnlich immer ganz entspannt. Ich hab die Kleinen einigermaßen still gehalten, hab ihnen bei den Hausaufgaben geholfen und sie und ich sind allesamt mit den Hausaufgaben fertig geworden.

Dieses Jahr hab ich eine Bande Sechsklässler bekommen. Ich hab sie genommen weil ich dachte, so tragisch wirds schon nicht werden. Weiiiiit gefehlt. Es war tragisch.

Um zwei Uhr sind sie alle mehr oder weniger brav mit mir nach oben in den zweiten Stock und in ein Klassenzimmer marschiert, wo dann Hausaufgaben angesagt gewesen wären.

Ich betrete also den Raum und die kleinen Monster springen auf den Tischen rum, gröllen was die Lunge her gibt und werfen mit einem Ball um sich. Hallo?

Naj a, ich hab mir nichts gedacht ehrlich gesagt. Hab angefangen wie immer, hab gesagt, hockt euch hin, seid jetzt leiser. Reaktion? Nö. Nicht mal im Ansatz. Sie zuckten noch nicht mal.

"Hey!" - Keine Reaktion.

"SETZT EUCH!" Nichts.

Hilfe?

Ich stand dann in der Mitte und hab versucht mit ihnen zu reden. Aber nicht mal der Ansatz guten Willens. Sie haben nicht nur überhaupt nicht das getan was ich woltle sie haben sich noch nicht mal die Mühe gemacht, so zu tun als würden sie sich wenigstens ANHÖREN was ich da sage.

"RUUUHHEEEE!" Für den Bruchteil einer Sekunde hielten sie inne. Und prompt bekam ich den Ball an den Kopf geschmissen.

Tief durchgeatmet, dann wollt ich erst mal den Ball einsammeln. Aber eins von den Monstern ist vor mir da, krallt sich den Ball und trippelt damit vor mir davon. Verfolgen? Zwecklos.

Schließlich hab ich den Ball doch erwischt und hab ihn vorsichtshalber an seinen Platz gelegt. War ja Schuleigentum.

Das Beste überhaupt ist, dass die Kleinen zu dem Zeitpunkt nur zu viert waren. Die andern sollten erst noch kommen, die hatten noch andere Beschäftigungen, diverse Förderstunden und all so was.

Der schlimmste von den Vieren, den ich schon nich hatte leiden können als ich ihn vor zwei Jahren für eingie Wochen hatte, ging gott sei Dank nach ner halben Stunde wieder, weil er ne entschuldigung hatte.

Aber der Rest der Landplagen stürmte bald darauf herein und die waren genauso schräg drauf.

Bis vier Uhr saß ich dann da und hab alles erdenkliche getan um sie einigermaßen zu beruhigen.

Einer von ihnen triebs besonders bunt. Die saßen überhaupt alle in dem Bewusstsein da, dass ich ihnen ja doch nichts kann. Und egal was ich sagte, nichts. Ich hab natürlich einge Möglichkeiten Druck auszuüben, zu Hause anzurufen oder die Kleinen in andere Gruppen zu stecken, aber solche Drohungen kommen wohl nicht ganz so wirkungsvoll wenn ich mit ihnen rede und sie währenddessen was ganz anderes machen und nicht mal in meine Richtung sehen.

Und genau so war auch der eine Junge. Hat sich zwischendurch hingesetzt und "e..... e...... e....... e...... e...... e......"

"Sei leise!" "e..... e..... e..... e....." Ohiii.... Was mach ich? Und er immer weiter "e.... e..... e.... e......."

Irgendwann hat er aufgehört. Und ich war am Ende.

Schließlich hab ich die zwei Schlimmsten von ihnen in andere Gruppen aussortiert weil ich kann einfahc nicht die ganzen Chaoten in meinem Trupp vereinen, die anderen Nachmittagsbetreuer sollen schon ruhig auch was von denen haben.

Unsere Nachmittagsleitungsfrau, die uns immer helfend unter die Arme greift, meinte auch dass die beiden in zwei verschiedene Gruppen kommen in denen sonst nur reine Engelchen - also Mädchen - sitzen. Damit hab ich auch kein schlechtes Gewissen.

Zugegebenermaßen war es nicht die ganze Zeit so schlimm wie am Anfang, aber eben kein Vergleich mit dem was ich die letzten zwei Jahre genossen hab..... Die gute alte Zeit......

03.10.2006 um 12:43 Uhr

Die Höhle

von: heeli

Hech, das hab ich ja direkt vergessen zu erzählen.....

Letzten Freitag, also grob genommen vor fünf Tagen, war Maja hier zwecks Referat. "Napoleon und Bayern" für Geschichte. Ist n schönes Stück arbeit, wir hatten uns zuvor schon getroffen und das Internet unsicher gemacht auf unserer verzweifelten Suche nach Informationen. Zusammen mit unserem Schulbuch forsteten wir überall nach Dingen, die wir irgendwie verwenden konnten und vor allem Infos, die Napoleon und Bayern irgendwie unter einen Hut brachten.

Das Problem war auch viel eher, dass wir am Ende entweder wussten, was in Bayern passiert war, aber nicht was Napoleon damit zu tun hatte oder auch umgekehrt. Zum Mäusemelken.

Also trudelte Maja Freitag hier ein um das Referat mit mir zu einem glücklichen Ende zu bringen. Wir hatten zwischenzeitlich genug Informationen zusammengeklaubt und fühlten uns geistig und körperlich in der Lage, uns an unsere erste Power Point Präsentation zu machen, also ein Programm in dem man Folien macht die man dann direkt an die Wand projeziert, um dem angagierten Zuhörer später eine visuelle Stütze zu unserem packenden Vortrag zu bieten.

Nicht ohne Stolz möchte ich behaupten, nach geschlagenen vier Stunden Arbeit hatten wir neun Folien auf die Beine gestellt, die sich sehen lassen können.

Damit hatten wir uns den entspannten Abend verdient.

Wir flegelten uns also bei mir ins Zimmer, räumten den Sessel und das Bett frei damit wir uns darauf niederlassen konnten und quaaatschten und quatschten.

Es war mittlerweie etwa 20 Uhr als mir naj a nicht langweilig wurde weil das ist mir selten mit Maja, aber als mich doch irgendwie Tatendrang packte. Ich brauchte Beschäftigung.

"Maaajaaaa was machen wir?", lautete also meine lapidare Frage.

Ratloses Schulterzucken.

Ganz hatten wir aber noch nicht aufgegeben und schließlich kamen wir langsam zu einem Ergebnis. Wir hatten uns darüber unterhalten, was wir denn immer gemacht hatten, als wir klein waren.

Zugegebenermaßen kannten wir uns damals noch nicht weil ich erst in der siebten hergezogen war, aber nichtsdestoweniger konnten wir unsere Erinnerungen einwandrei austauschen.

Im Prinzip sind wir alle gleich. Nichts mit jeder ist was besonderes, jeder hat eigene Gedanken und Gefühle, Einfälle und Idee. Hat er nämlich nicht. Und ich bin sicher tausende Kinder sind genauso unanders wie wir beide es waren, denn einen Großteil unserer Zeit verbrachten wir beide als Kinder damit, so zu tun als wären wir alle möglichen Tiere. Die ein oder anderen Einzelheiten unterschieden sich natürlich. Ich war oft ein gefangener Tiger als ich klein war, Maja mimte mit ihren Freunden zusammen gleich ein komplettes Rudel während ich meist als einsamer Wolf unterwegs war.

Aber eins war uns doch gleich - Höhlen. So sah das aus. Man nehme eine Decke und bastle eine Höhle.

Höhle.... Höhle.... Richtig. Wir bauen eine Höhle. Guuuuute Idee.

Nun ja, wir wollten mit unseren erwachsenen 17 und 18 Jahren natürlich nicht mehr Tiere nachmachen, wir wollten nur eine Höhle bauen wie es junge Heranwachsende eben tun. Also tigerten wir die Treppen hinab und besorgten uns Decken. Stolze drei Stück.

Zurück im Zimmer ein prüfender Rundumblick. Was wir als kleine Knirpse geschaffte hatten sollte doch jetzt unsere Kreativität nicht übersteigen.

Wir suchten uns schließlich meinen Schreibtisch als Lagerplatz aus. Zugegebenermaßen gibt es wohl kreaitvere Möglichkeiten als am Schreibtisch eine Decke festzuklemmen, aber hey, wir waren seit Jahren aus dem Baugeschäft ausgestiegen, soll heißen es war langeh er dass wir unsere letzte Höhle kreiert hatten, da wird man uns so eine kleine Einfallslosigkeit wohl nachsehen.

Zuerst legten wir auf jeden Fall den Boden mit einer Decke aus. Bequem sollte es scließlich sein. Die zweite Decke klemmten wir mit Büchern, der Schreibtischlampe und allem was eben verhältnismäßig schwer war am Schreibtisch fest und spannten sie zeltartig zum Boden, wo sie ebenfalls beschwert wurde, unter anderen mit meinem Schreibtischstuhl.

Und die dritte Decke, jaaa die war dann der Eingang. Am Rand des Schreibtischs schoben wir ne Ecke der Decke unter ein Buch, die andere Ecke klemmten wir am Bettkasten fest. Wir legten den Rest der Decke über die Sitzfläche des Stuhls und klemmten die vierte Ecke in die Tür e voila! Ein Eingang.

Maja kroch hinein und ich reichte ihr die großen Kissen von meinem Bett, das gab schöne Polster für unsere hochmoderne Höhle.

Darin verkrochen wir uns dann und zerflossen in tiefenpsychologischen Gesprächen nach den Urängsten der Menschen, warum es für mich unangenehm ist in der Höhle zu liegen und die Beine hinauszustsrekcen weil ich dann meine Horrorvisionen habe dass mich etwas an den Fesseln packt und mit einem Ruck hinauszieht, was für verschiedene Eigenschaften wir von unseren Urahnen geerbt haben und der Frage, warum das Marmeladenbrot immer mit der beschmierten Seite nach unten fällt.

Später gesellte sich Paris zu uns. Der Hund, der es prinzipell genießt sich auf allen möglichen Decken niederzlassen, und sei's nur eine winzige Ecke die vom Bett runteräfllt und noch grad so auf den Boden reicht, bildete sich ein, sich umbedingt auf der Außenseite unserer Höhle breit machen zu müssen, was unsere empflindliche Konstruktion gefährlich ins wanken brachte.

Leicht panisch lotsten wir ihn dann hinein, wo wir ihn im Blick behalten konnten und setzten unsere Gespräche bezüglich der Fragen, warum man Angst im Dunkeln hat und wie der Selbstschutzmechanismus funktioniert fort.

Interessanterweise wurde es innen nie wirklich stickig. Natürlich alles Teil unserer unglaublichen arichtektonischen Meisterleistung, aber ich fands trotzdem faszinierend. Da kam offenbar genug Luft durch...

Wir amüsierten uns köstlich über die Vorstellung, was wohl jemand denken würde der ins Zimmer käme und uns in unserer "erwachsenen" Höhle sitzen sah.

Nun ja, sie war verblüfft. Meine Mutter meine ich, als sie uns sah.

Wir luden sie herzlich ein, worauf sie halb hereinkroch um uns zu sehen und zu begutachten, was und warum wir da fabriziert hatten.

Die Vorstellung, was JETZT wohl jemand denken würde, der herinkäme und die Höhle sah, aus der Mums Hintern herausragte, war einfach zu gut......

Übrigens stellten wir bei der Gelegenheit fest, dass nicht nur unsere Generation der Kinder sich so erschreckend ähnelt, sondern dass auch meine Mum damals gerne Höhlen baute, damals jedoch meist zwischen zwei Stühlen.

Faszinierend....

02.10.2006 um 17:03 Uhr

Disco!

von: heeli

Uuuund es ist passiert. Meine Premiere in der Disco.

Julia hat zwei Tage vor mir Geburtstag, nämlich am 24. und ihre Geburtstagsfeier fiel in Form eines Discobesuchs aus. War auch für mich das erste Mal in einer Disco.

Ich saß abends hier am Computer und war tatsächlich NERVÖS. Keine Ahnung... war seltsam. Aber ich mag dieses nervöse Flattern. Das macht alles ein wenig besonderer.

Um halb zehn bin ich dann ausgerückt, weil wir die SBahn um zehn nehmen wollten.

Dann schließlich in der Disco. Ich glaube, ich hab bevor ich losgefahren war bestimmt ein halbes Dutzend mal nachgesehen, ob ich meinen Ausweis auch wirklich dabei hatte, um jaaa nicht daran zu scheitern dass ich den Ausweis vergessen hätte. Da bin ihc schon mal 18 und darf wirklich und ehrlich in die Disco und dann den anderen winkend zusehen wie sie drinnen verschwinden während mich die Türsteher unbarmherzig zurückhalten weil sie mir nicht glauben wollen dass ich tatsächlich alt genug bin. NÖ, is nich. Also hab ich dauernd kontrolliert ob meine Eintrittskarte auch sicher verstaut in meiner Tasche war.

War sie aber. Und so kam ich auch rein. Und obwohl ich wusste dass ich rein durfte und rein käme und was nicht alles war da so ein unterschwlliges Gefühl von Du-Kommst-Hier-Nicht-Rein als ich - unkontrolliert - an den Türstehern vorbeihuschte und zum ersten Mal meinen Fuß in eine offzielle Disco setzte. Atemberaubendes Gefühl.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch die letzten Reste dieses Gefühls das man hat, wenn man ist wie ich und - früher zumindest - Skrupel hat in der Öffentlichkeit zu tanzen. Damit hatte ich früher extreme Probleme, aber wie gesagt war dieses Gefühl nur noch so ein bisschen am Rande da und ich war noch nicht ganz sicher, ob das nur die Tatsache war dass es noch nicht so weit war mit dem Tanzen - und ob ich dann später auf der Tanzfläche erstarren würde.

Wir waren also im 4004, was nach Stefans These so heißt, weil es 2004 erbaut bzw. eröffnet wurde und vier verschiedene Areas mit verschiedenen Musikrichtungen hatte.

Ach jaaa dabei waren übrigens Julia, Sandra, eigentlich 17, kam aber auch problemlos rein, Hannah und Stefan, Julias Freund.

Naj a jedenfalls gönnten wir uns dann erst mal einen Drink, suchten uns eine Area aus und stürzten uns ins Getümmel. Die Mädchen hatten absolut keine Lust, erst in der Ecke zu stehen und sich dann vorsichtig auf die volle Tanzfläche zu schwingen. Neeiiin sie gingen da souverän auf der Stelle rein. Ich folgte ihnen sooo.... sagen wir zögerlich. Hmmmmm...

War aber im Endeffekt gar nicht so schlimm. Die Musik war ein wenig undefinierbar. Bekannte Lieder aber so Trance-Techno-artig, falls man diese beiden Musikrichtungen irgendwie in einem Atemzug nennen kann, ich kenn mich da nicht so aus.

Ziemlich unbeholfen wackelte ich die ersten Minuten mit den anderen mit, die offenbar alle wussten was zu tun war. Nach den ersten aufmunternden Feedbacks und der erschlagenden Erkenntnis dass ich genauso tanze wie alle anderen, also nicht überragend toll aber eben normal gut, hatte ich dann endlich den Mut gefunden hemmungslos mit den anderen mitzuziehen. Und nach und nach, als sich die Tanzfläche allmählich füllte, tanzten wir schneller, und ausfallender und überhaupt! Achhh tooolll.

Bis etwa halb zwei blieben wir da in dieser Area, die Sandra aber so gar nicht taugte, also wechselten wir sie hinterher.

Zwischendurch ließen wir immer mal wieder andere Tänzer in unseren illustren Kreis. Die meisten Kerle waren aber relativ aufdringlich so dass wir sie bald verscheuchten.

Um halb zwei etwa verdrückten wir uns wie gesagt auf eine andere Tanzfläche. Ich kann mal überhaupt nicht sagen, welche Musikrichtung das darstellen sollte. Ebenfalls bekannte Lieder, aber neben solchen Hits wie "Eye Of The Tiger" liefen tatsächlich auch Songs wie "99 Luftballons"...

Was solls, wir gröllten alle brav mit, meine Stimmbänder waren schlussendlich auch schön demoliert.

Wir hatten uns auf dieser zweiten Tanzfläche ein paar Jungs angeschlossen, mit denen wir im Endeffekt dann den Rest der Zeit verbrachten. Wir vier Mädchen, Stefan der ohnehin nicht gerne tanzt, hat den Tanzflächenwechsel als Chance genutzt, sich an den Rand zu setzen und uns Mädels alleine tanzen zu lassen, und die Jungs tanzten im Endeffekt in einem größeren Kreis. Sandra verschwnad irgendwann, ich bin nicht ganz sicher wo sie war, vermutlich bei Stefan, und Julia lud sich einen anderen Kerl zu uns ein, den sie offenbar toll fand und mit dem sie ausgiebig tanzte, und so blieben Hannah und ich übrig und am Ende auch nur noch zwei Jungs, da ergabs sich dass wir dann eben immer zu zwei tanzten.

Meiner war teilweise auch bitter aufdringlich. Ich hab keine Ahnung wie er hieß denn es war wirklich sehr laut, aber was solls, ich hab ihn dann hin und wieder diskret wieder zur Seite geschoben. Und im Prinzip war er eine gute Abwehr gegen die meisten anderen Lüstlinge, die einen immer von hinten antanzen und sich einbilden sich da festhacken zu dürfen.

Nur einen Kandidaten schiens nicht zu stören dass ich ganz offenbar überhaupt aber so gar keine Lust hatte mit ihm zu tanzen.

Als sich der Kerl mit dem ich eigentlich tanzte wegdrehte um mit irgendwem zu reden kam so ein großer hässlicher Kerl Marke "Gott bin ich cool" daher und tanzte so lasziv und so bääääähhh und grinste mich an und fuhr mir durch Haar und neee. Ich also zu meinem eigentlichen Tanzmensch gekuckt, leicht vorwurfsvoll, und fast schon um Hilfe geschrien.

Der hat sich grinsend von mir weggedreht, aber die Hand hingehalten. Ich also panisch nach seiner Hand gegriffen und mich mitziehen lassen, weg von dem widerlichen Kerl. Und man könnte meinen so was wär ihm unangenehm, peinlich oder zumindest DEUTLICH genug. Aber nein.

Als sich mein Tanzmensch wieder wegdrehte war er schon wieder da, packte meine Hände und hielt sie mit voller Absicht unnatürlich fest, damit ich nicht wieder davonsprang. Mein Tanzmensch zuckte nur entschuldigend mit den Schultern. Hech, auf die Männer kann man sich echt nich verlassen.

Und dieser widerliche Typ furh mir durchs Haar und ähhh.... Dann hiel er meine Hände fest und wollte meine Handrücken über die Ansätze seines Haarwuchs an den Wangen fahren. Ist das widerlich? Wäähhhhh....

JULIAAAAAAAA!!!!!! Ich streifte sie am Ellbogen und schickte einen erbarmungswürdigen Blick in ihre Richtung.

Danke, sie hatte mich bemerkt. Mich und meine offensichtliche Notlage.

Sie packte mich am Arm und zerrte mich davon. Halleluja....

Und ich kehrte, vorwurfsvoll wie eh und je, zu meinem eigenen Tanzmenschen zurück.

Bis drei Uhr, seit elf, tanzten wir nur mit ein, zwei kurzen Trinkpausen ununterbrochen durch. Meine Füße rauchten förmlich.

Als wir im Klo verschwanden hörte ich alles nur extrem gedämpft....

Ab drei setzen Hannah und ich uns hin, tranken was und entspannten, erst an der Bar, später setzten wir uns in der Area auf die mit Kissen ausgelegten Sitzflächen und ließen alles relaxt ausklingen.

Um sech - wir mussten ne knappe Stunde an der SBahn warten, weil wir - eigentlich ich - dachten um 4 : 39 käme eine, sie kam dann aber erst um 5:23 Uhr - fiel ich todmüde ins Bett. Und wurde um 11 Uhr morgens aus dem Bett geklingelt. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden^^

30.09.2006 um 19:32 Uhr

18!

von: heeli

Soll mans fassen? Ich bin 18. Ich bin VOLLJÄHRIG!!! Woohooooo *Freude*

Und mein 18. Geburtstag war soooooo coooool.

Ich bin morgens um Punkt 6:29 aufgewacht, noch vor meinem treuen Wecker.

Zu meiner Schande hab ich den Tag damit angefangen ein wenig in meinem Schulzeug herumzustöbern weil ich am Abend zu vor wirklich und ehrlich keine Nerven mehr gehabt hab zu lernen. Aaaber dann gings los.

Meine Familie kam mit einem Megagrinsen in mein Zimmer marschiert. "Naaa schon wach?"

Jawohl, bin ich, war ich mein ich. Hellwach wie nie, bereit, 18 zu sein und in freudiger Erwartung einmaliger, toller, hinreißender Geschenke. Die kamen dann auch gleich hinter meiner Familie hinterhergezuckelt.

Soll heißen, mein Bruder hielt sie im Arm. Die hab ich dann auch glücklich entgegengenommen, weil mein Bruder mir DAS Geschenk überhaupt prophezeit hatte und ich ja schon gespannt war, was er sich da ausgedacht hatte.

Im Endeffekt lief es darauf hinaus, dass er wohl kein Geld mehr hatte, er hat mir seine Geschenke nämlich völlig kostenfrei besorgt. War am Ende aber gar nich schlimm die Geschenke waren trotzdem genial.

Da hing so ein Poster im Zimmer meines Bruders, seit Jahren schon. Das Porträt eines Wolfes am nächtlichen Firmament, der mit geschlossenen Augen hingebungsvoll den Vollmond anheult, unter ihm ein Tannenwald im Hintergrund und ein kleines Wolfrudel, das vor dem Wald steht und in die Kamera linst. Ein unglaubliches Bild, aller Wahrscheinlichkeit nach wohl ein ganz klein bisschen kitschig, aber ich kanns nicht so wirklich beurteilen weil es mir so gut gefällt.

Na jedenfalls, es gefiel mir schon immer, aber mein Bruderherz weigerte sich standhaft, es mir zu geben, und nun hat er sich am Ende doch von ihm getrennt, denn dem 26. 9. meinem Geburtstag, schmückt es nun mein Zimmer. Es hängt gut so, dass ich es vom Eingang aus sofort sehe, und vom Bett heraus auch, denn es hängt an einer Schrägwand.

Das wars dann noch nicht ganz denn als Krönung gabs eine CD. Ebenfalls der Privatsammlung meines Brüderchens entstammend, und ironischerweise einst ein Geschenk von mir an ihn, hat er mir die CD "Bittersweet", die ich ihm damals unter Tränen geschenkt habe, weil ich die CD eigetnlich auch gern hätte haben wollen, quasi zurückgeschenkt. War für ihm im Endeffekt nicht mal im Ansatz teuer, aber sein Herzblut hängt dran, glücklicherweise nicht wörtlich, und das machts dann doch zu was ganz besonderem.

Meine Eltern haben sich auch selbst übertroffen.

Denn wisst ihr, was in meinem Zimmer tatsächlich fehlt? Brockhaus. Jawohl. Hab ich nich, weil teuer, aber es würde wirklich helfen, weil ich sehe prinzipiell oft mal im Brockhaus meiner Eltern nach, wenn ich über irgendwas lese, was mich interessiert, und so ein eigener Brockhaus im Zimmer wär schon was, dann müsst ich nich immer die Treppe runtersprinten um was nachzuschlagen.

Und soll ich euch was sagen? Ich hab jetzt ein Brockhaus. ZEHNBÄNDIG. Bestimmt sauteuer. Oder was heißt bestimmt, es IST sauteuer, ich weiß das, ich habs aus meiner Mutter rausgekitzelt. 500 Euro. Das sollte man sich doch echt mal auf der Zunge zergehen lassen, welche Kostbarkeiten da jetzt meine Bücherregale zieren.

Das interessante ist ja, ich hab meiner Mutter tatsächlich nur mal bei Gelegenheit, als ich gerade über einen Brockhaus gebeugt dastand als sie vorbeikam, erklärt, dass ich gern einen eigenen hätte. Das ist bestimmt fast ein Jahr her und seitdem hab ichs auch nie wieder angeschnitten, aber meine Mutter muss wohl schon damals auf der Jagd nach dem perfekten Geschenk gewesen sein oder ich weiß auch nicht, aber auf jeden Fall hat sie auf der Festplatte wohl irgendwo gespeichert dass ich so was will und siehe da....

Ich komme also ins Wohnzimmer und biege in einem eleganten Winkel Richtung Esstisch neben der Küche, wohin mich meine Familie mit fettem Grinsen bugsiert hat. Fehlte nur noch dass die drei Umleitungsschilder in der Hand gehalten hätten.

Jedenfalls stand da quer aufa dem Esstisch, perfekt in meine Richtung ausgerichtet, der zehnbändige Brockhaus. Meine Mutter stand bereits mit dem Fotoaperat fertig um diesen ersten Moment der absoluten Verwirrung und des Unglaubens für ewig auf Bildmaterial festzuhalten. Und mir sind wirklich bald die Augen aus dem Kopf gesprungen.

Meine versammelte Familie stand um mich, als ich meine ersten zaghaften  Versuche machte, in diesem Ungetüm geballten Wissens zu blättern, als ich ein Buch aus den Schutzhüllen herausschälte und begann nach Stichworten zu suchen.

"Neeiiiin, Helena, man fängt mit dem ersten Band an", warf mein Vater da ein.

Aha. Alles klar. Erster Band. 700 Euro.

...

SIEBENHUNDERT EURO!!!!

Da lag das Geld schön säuberlich gestapelt auf der ersten Seite des ersten Bandes meiner neuen Eroberung. Alles in Fünfzigern.

Jap, ich habs immer gewusst, ich bin REICH!!!

Das Geld kommt auf n Sparbuch hab ich mittlerweile beschlossen. Dort wirds gehortet und ich werde es hemmungslos für jeden Urlaub ausgeben, den meine Eltern mir nicht zahlen. Ich liebe Reisen^^

Und ab diesem Moment wurde der Tag immer nur noch besser.

Ich hatte mich von meiner Glückseligkeit noch nicht mal annährend erholt, da bimmelts an der Tür.

Vicy. Wohahaa, sie wollte früher kommen um mir gleich morgens zu gratulieren, und ich hab ihr befohlen so schnell wir möglich zu kommen. Es war noch nicht ganz sieben als sie lächelnd auf der Matte stand.

Wir haben uns dann Richtung oben verzogen, wo ichs mir in meinem Zimmerchen, in dem ich nun 18 bin, bequem zu machen. Vicy packte derweil ein Päckchen für mich aus. Wohahaaa noch ein Geschenk.

Und nur so am Rande, damit hier kein falscher Eindruck entsteht, natürlich hatte ich es nicht nur auf Geschenke abgesehen^^

Na jedenfalls gab sie mir dann dieses Päckchen, von dem ich keine Ahnung hatte was drin ist, aber auf jeden Fall von ihr und Jonas und, wie sie mir erklärt hatte, ihr kleiner Bruder David hatte es sich nicht nehmen lassen auch mit zu unterschreiben^^ Der kleine ist schon wirklich niedlich.

Als ich es vorsichtig auspackte, denn es war zerbrechlich, wie mir die Vicy immer wieder an den Grenzen der menschlichen Hörfähigkeit in Erinnerung rief. Ein Kreuz war das. War fast anzunehmen. Vicy ist sehr gläubig. Nicht abwertend gemeint oder so. Außerdem hab ich mich darüber genauso riesig gefreut. Es sieht sehr hübsch aus, und passt farblich sogar zu der Bibel, die ich mir auch dieses Jahr gekauft hatte. Das Kreuz steht da jetzt neben der Bibel. Eigentlich könnt ichs auch aufhängen aber es sieht hübsch aus so gegen die Wand gelehnt. Es gefällt mír. Ich sehs gerne an dort. Es sieht aus als würde es da schon ewig stehen, als würde es einfach da hingehören, und das ist das, was die Dinge ausmacht, die wahrlich zu jemandem ins Zimmer sollen.

Ich war noch kaum fertig damit, es mir gründlich anzusehen, als das Telefon klingelte. Jonas höchstpersönlich. Eigentlich bin ich mit ihm nich so eng befreundet, sondern nur über die Vicy, weil sie ja mit ihm zusammen ist, aber wir kennen und verstehen und recht gut, weil wir uns auch oft sehen. Aber er hat tatsächlich dran gedacht, anzurufen um mir gleich morgens selbst zu gratulieren. Ich hab mich auch höflich für das Geschenk bedankt, nachdem ich meinen Lachanfall einigermaßen gezähmt hatte, denn Vicy schnappte hörbar nach Luft und ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass da jemand anruft und alles zusammen ergab eben einen Lachanfall ohnegleichen^^ Vicy durfte gnädigerweise dann aber auch mit ihm telefonieren :P

In der Schule gabs dann nicht nur aaauuuusgiebig Knuddeleinheiten von meinen Freunden, es hat sich sogar im Laufe des Tages ein Haufen anderer Leute aus meiner alten Klasse (denn jetzt bin ich ja schon sooooooo groß und bin in der K12^^) gefunden, die alle irgendwie über drei Ecken gehört hatten, dass da mein Geburtstag kam und sie gratulieten mir alle. Ein schönes Gefühl. Vor allem wenn man bedenkt, dass mir in der Schule noch nie von anderen gratuliert worden war, nur von ein, zwei Freunden, weil einfach bisher nie jemand gewusst hat, dass ich Geburtstag hab....

Es ist sogar so ein kleiner Knirps aus der Nachmittagsbetreuung (ich hatte am Tag davor gearbeitet, er gehört eigentlich zu einer anderen Gruppe aber er hat, als ich zur Eve gegangen bin, weil ich nichts mehr zu tun hatte, mitbekommen, dass ich am nächsten Tag meinen 18. hatte), als er mich am Morgen in der Schule einstapfen gesehen hat, herbeigeeilt um mir auf der Stelle höchstselbst zu gratulieren. Putzig^^ Ich mag die Unterstufler, die uns kennen und es gaaanz toll finden sich in der Pause mit uns zu unterhalten weil wir ja schon so groß sind und sie uns trotzdem kennen^^

So ging denn auch der Schultag rum, zur Krönung hab ich sogar in der Chemiestunde den Faden nicht verloren.

Leider Gottes müssen wir anch der letzten Stunde, in diesem Fall Chemie im Nachmittagsunterricht, immer warten bis es klingelt, wenn der Lehrer früher fertig ist. Aber mir dem dezeeeenten Hinweis darauf dass heute mein 18. Geburtstag ist ließ mich mein Lehrer lächelnd vor allen anderen meine Wege ziehen *wohahaaaa*

Zu Hause gings weiter. Während ich weg gewesen bin sind Blumen von Bekannten aus Polen eingetroffen, die sich jetzt sehr gut auf unserem kleinen Schrank im Wohnzimmer machen. Eine schöne Überraschung^^ Vor allem hatte ich nicht damit gerechnet. Die Leute hatten zwar meinem Bruder auch Blumen geschickt, ihm damals 18 rote Rosen, aber nun ja, unsere Tante, wenn auch nicht leiblich, ist immerhin die Patentante meines Bruders. Aber an mich hatten sie trotzdem gedacht und mir ebenfalls Blumen geschickt.

Und dann - trööörrrööööö - Lasagne zu Mittag. Heute hab ich übrigens das letzte Stück davon verputzt. Ich liebe Lasagne^^ Die gibts hier nur so selten weil ich ja meistens auf Diät bin :P Aber heute hab ich alle Hemmungen fallen lassen und ordentlich zugelangt..... Mhhhh lecker.......

Ich war kaum fertig da haben wir unsere Siebensachen gepackt und sind losgezuckelt. Seit letztem Jahr haben wir nämlich so eine nette Tradition entwickelt, dass meine Mutter und ich zusammen Einkaufen gehen. Da krieg ich immer Klamotten^^

Und bisher ist das die einzige Gelegenheit im Jahr wo ich wirklich gern Klamotten kaufen gehe. Plus der Tatsache, dass wir an diesem Tag immer sehr schnell Sachen für mich finden, die toll aussehen und die mir auch gut passen.

Jedenfalls sind wir ins OEZ gefahren. Wir sind in den ersten Laden rein und hatten quasi schon nach den ersten Schritten ein paar Teile entdeckt, die schön waren. Leider passten nicht alle. Aber saßen dann doch wie sie sollten und sie gefielen mir soo gut^^ Also eingepackt und ab in den nächsten Laden!

Ohhh Hosen hingen da. Schöne Hosen. Tolle Hosen. Anprobieren.

Zugegebenermaßen passte ich in die erste nicht rein. Aber dann hatten wir immerhin eine Orientierung nach was wir suchen sollten. Und in der zweite Hose, die jetzt meinen lieben Hintern bedeckt, passte ich wunderbar und drehte mich grinsend vor dem Spiegel. Hervorglänzend. Ich liebe meinen Geburtstag^^

Wunderbar, zwei Läden, drei Stücke, zwanzig Minuten und 60 Euro - das konnte sich sehen lassen. Ich war zufrieden. Vor allem war die Hose reduziert, von 100 auf 35 Euro, so was teures hab ich noch nicht gehabt^^

Meine Mutter schaute dann noch bei sich in Karstadt vorbei, wo sie arbeitet, aber dann sind wir schon nach Hause gefahren.

Während unserer Kaufexpedition schrieb Marcus noch ne SMS mit den besten Wünschen zu meinem Geburtstag.

Wieder zu Hause stellte ich fest, dass die Nachbarin zwischenzeitlich ebenfalls Blumen gebracht hatte. 18 gelbe Rosen. Sie hat, wie sie später erklärte, sich nicht getraut, mir rote Rosen zu kaufen, ihr stünde das nicht zu. Na, Chris wirds ihr nicht verbieten.... (War das gemein?)

Und dann, ja dann war es Zeit für Geburtstagskuchen.

Ein Kuchen mit einer Helena in klein zum Essen drauf. Eine Fototorte. Nuss-Nougat. Sehr lecker. Seehr kalorienreich. Aber, hey, ich bin 18, ich darf das.

Mein Bruder hat letztes Jahr auch so eine gekriegt. Eigentlich hatte ich das komplett vergessen und es wäre DIE Überraschung schlechthin für mich gewesen, aber leider hatte die Woche davor die Frau von dem Laden angerufen, wo der Kuchen bestellt worden war, weil immer noch kein Bild da war, und allmählich die Zeit knapp wurde, und ich hatte diesen Anruf entgegengenommen...

Im ersten Moment war ich ja schon ein wenig perplex gewesen. "Hallo?" "Ja hallo hier (kann mich an den Namen nich erinnern^^). Das Foto für die Bildtorte is noch nich da und es wird allmählich Zeit."

Hüh? Was war?

Tick. Tick. Tick.

Aaaaaaaaaaachhhhhh. Ich hatte verstanden.

Okay, so ne Überraschung wars dann also nicht an meinem Geburtstag als ich mein eigenes essbares Antlitz sah, aber es war trotzdem sehr schön. Und hat immerhin teuflisch gut geschmeckt.

Die Nachbarin war auch zum Kuchenessen eingeladen.

Gegen 21 Uhr riefen dann noch die Leute aus Polen an, von denen die Blumen stammten, um mich zu beglückwünschen, und andere Leute aus Polen riefen auch an.

Zwischenzeitlich war ich kurz am Computer, weil ich noch eine kurze email verschicken musste und bekam auch über ICQ massig Glückwünsche^^

Naj a und schließlich und endlich horteten sich abends die Leute, die per SMS alles gute wünschten, Sonja und Manu schrieben mir und Julia. Fand ich genial.

Abends bin ich dann schööön müde aber überglücklich und immerhin 18 Jahre und einen Tag alt ins Bett gefallen.

Ochhhh.... schööööner Geburtstag. Schöner Geburtstag. *Schlaaaaf*

21.09.2006 um 22:06 Uhr

Partystress

von: heeli

Das Partyfieber ist offiziell ausgebrochen. Allerdings mit gutem Grund denn es steht ein Jubiläum vor der Tür. Mehr oder weniger. Mein 18. Geburtstag jedenfalls. Und wer wills da schon nicht mal krachen lassen.

So weit so klar, dachte ich mir also, und bin losgezogen auf der Suche nach Gästen. Das noch ziemlich erfolgreich, würd ich sagen.

Mein Efolg geht sogar so weit, dass ich nicht mehr mutterseelenallein feiern muss, sondern die Dany kennengelernt hab. Dany, ihres Zeichens 17 und ebenfalls kurz vor der Volljährigkeit, saß bei Thomas Abschiedsparty, weil der ja nu wegen Ausbildung und so davonzieht, zufällig ebenfalls auf der Decke, die ich mir am Pucher Meer, einem schönen See, wo die Party stattfand, ausgekuckt hatte um mich darauf niederzulassen.

So hab ich sie dann auch ganz schnell kennengelernt, und nachdem wir uns gegenseitig auf unsere Partys betreffs unseren 18. eingeladen und festgestellt hatten, dass wir am selben Tag zu feiern vor hatten, haben wir unsere Partys genialerweise zusammengelegt.

Perfekt, mehr Leute, größere Party - nur leider nicht genügend Platz um alle gemütlich unterzubringen.

Und damit ertönte der Startgong zu unserer Odysse auf der Suche nach einem geeigneten Partystandort, während ich nebenbei weiterhin meine Gäste einsammelte und sie schonend darauf vorbereitete, dass sie auf meiner Party zu erscheinen hätten.

Die Sache mit dem Partyraum stellte sich dann allerdings tatsächlich als Schwierigkeit heraus. Ich hab kurzerhand mal bei meinen Bekannten aus Bruck durchgeklingelt, bei denen wir ja des öfteren auf Partys sind und die deshalb doch wissen müssten, wo man in Bruck feiern kann.

Sie hatten dann auch den ein oder anderen Vorschlag, ich rief erst beim Manu an, der mir zwei Tage darauf mitteilte, in der einen Halle ginge es nich abba ich sollte doch Markus anrufen der kenne sich in der anderen aus. Hab ich dann auch brav gemacht und Markus gab mir am nächsten Tag dann die Nummer von nem Typ den ich anrufen sollte, damit ich herausfinden konnte obs nun in der anderen Halle ging.

Den hab ich dann tatsächlich auch erreicht, aber er konnte mir nichts genaues sagen, nur dass es vermutlich nicht ginge, und er melde sich noch mal wenn er genaueres wisse.

Das ja jetz nicht unbedingt etwas worauf ich meine Partyplanung aufbauen möchte.

Also weiter..... Rettung kam dann von ganz unerwarteter Seite. Maja, eine Freundin von mir, hat Eltern. Wie jeder von uns im übrigen, aber ihre Eltern, ihr Vater im Speziellen, ist Landwirt. Und was haben Landwirte? Genau, große Hallen.

Zu unser aller Glück war in einer dieser Hallen am Samstag, einen Tag nach unserer geplanten Party also, bei ihnen ein Weinfest. Im Klartext: Am Freitag den 6. Oktober würden dort schon Bierbänke und -tische für gut 200 Leute stehen und wir konnten dort UM SONST feiern!!

Das doch mal ein Angebot, und so hab ich die Dany dann auch gleich informiert, dass wir genügend Platz, einen Thresen und nen Kühlschrank zur Verfügung hatten.

Momentan bin ich immer noch dabei, die Leute, die ich einladen wollte, zusammenzuklauben und deren Zusagen einzusammeln. Ist gar nicht so einfach.

Dann müssen wir noch den Alkohol und das Knabberzeug besorgen, dass natürlich nich fehlen kann, und was auch eine Schwäche in meinem Plan ist, ist die Tatsache, dass keine Sau weiß wo Maja wohnt und ich denen allen noch den Weg beschreiben muss........

Aber auch das kriegen wir irgendwie hin, erst mal müssen wir uns wie gesagt um die Fressalien kümmern, was seinerseits eine Herausforderung ist, alles zu organisieren, zu besorgen und dann finanziell noch in der Lage zu sein das zu bezahlen...

15.09.2006 um 08:09 Uhr

Die Welt dreht sich weiter

von: heeli

So, hab mich daheim wieder eingelebt. Im Prinzip ist alles beim Alten. Und eigentlich freut mich das ja auch. Trotzdem. Es ist schon irgendwie deprimierend, nach Hause zu kommen und festzustellen, dass die Welt auch ohne einen prima funktioniert...

13.09.2006 um 21:46 Uhr

Teneriffa

von: heeli

Huii war hier viel los. Die Sommerferien waren toll. Leider auch ziemlich vollgestopft.

Da gibts viel aufzuarbeiten. Fangen wir trotzdem mit was angenehmen an.

Ich hab mit meinem Freund Schluss gemacht. Naj a nun, das ist wohl noch nicht das Angenehme. Das heißt, doch irgendwie schon, weil ich nicht mit ihm zusammen sein wollte, nicht mehr zumindest, logischerweise, sonst hätte diese ganze Schlussmacherei ja keinen Sinn gehabt.

Aber seltsam ist es schon. Da wünsch ich mir ewig einen Freund herbei, nun hab ich einen, oder, hatte muss ich ja jetzt fast sagen, und da mach ich mit ihm Schluss. Fast ein halbes Jahr waren wir zusammen, kurz bevor es vorbei war.

Naj a jedenfalls hab ich am Freitag vor zwei Wochen endgültig Schluss gemacht mit dem lieben Chris, was mir im Endeffekt furchtbar leicht war, weil ich just in dem Augenblick in dem ich es aussprach gewaltige Zweifel bekam, ob ich nun wirklich nicht mehr will und überhaupt... Hochhhhh... Ich weiß auch nicht. Davor hatte ich auch Zweifel, und nach dem endügltigen Aus auch noch ne Weile. Rückblickend, wenn ich das ganze also von meinem zwei Wochen älteren und daher natürlich viel reiferem und klügeren Standpunkt betrachte, bin ich wirklich glücklich dasses rum ist.

Schwer wars trotzdem. Am Tag darauf, Samstag also, ließ ich mich in aller herrgottsfrühe aus dem Bett schmeißen um in den Urlaub nach Teneriffa zu brausen. Meine üble Niedergeschlagenheit interpretierten die anderen fälschlicherweise aber im Endeffekt dann zu meinem Glück als endlose Müdigkeit und ließen mich in Ruhe.

Und ich wusste nichts mit mir anzufangen. Wir wurden von unserem Nachbar zum Flughafen kutschiert und ich trabte weinenderweise hinter meiner Familie her. Geschickterweise hab ich das blöde Geweine, dass sich leider mit Betteln und Brüllen nicht abstellen ließ, vor meiner Familie einigermaßen kaschieren können, und die waren auch alle gut beschäftigt um ihre Schäfchen nicht zu verlieren, also hatte ich zumindest in der Richtung keine Probleme.

Trotzdem hab ich die ersten zwei Tage des Urlaubs damit verbracht, in stillen Momenten vor mich hin zu weinen, bis schließlich mein Bruderherz, der ja immerhin mit mir in einem Zimmer schlief, dann doch mitbekam dass irgendetwas nicht ganz so sein konnte wie es sollte.

So erfuhr er es, und kurz darauf meine Mutter. Viel Unterstützung gabs zwar nicht für das arme, gebeutelte Helenchen, aber immerhin hab ich das dieser Tage gar nicht mehr gebraucht. So langsam kam mein durchtränktes Hirn nämlich dahinter, dass ich nicht meinem -Ex-Freund nachweinte, sondern dass es schlicht das schlechte Gewissen plagte dass mich heimsuchte, solange ich mich nicht einigermaßen ablenken konnte. Mit diesem Wissen war das alles schon leichter zu ertragen, wobei ichs immer noch nicht so wahnsinnig angenehm fand, mir einen Chris vorzustellen, den ich mit gebrochenem Herzen in Deutschland zurückgelassen hatte.

Was mich zu der wahnsinnigen Erkenntnis bringt, dass Schlussmachen nicht einen deut einfacher ist als Schlussgemachtwerden...

Nach diesen bitteren Anlaufschwierigkeiten hab ichs aber dann tatsächlich geschafft meinen Urlaub zu genießen... Man höre und staune^^

Wir haben so ziemlich jeden Tag Karten gespielt, meine Eltern mein Bruderherz und ich. Auf unserem letzten gemeinsamen Urlaub... Mein Bruder hat in der Gesamtrechnung haushoch gewonnen, fast schon beschämend für den Rest der Familie.

Ansonsten haben wir uns die meiste Zeit entspannt, wir waren einen Tag nur am Meer, am gewaltigen Atlantischen Ozean, mit pechschwarzem Sand. Den Rest der Tage bevorzugten wir dann doch den Pool, wo Mum und ich gemächlich unsere Runden im Wasser zogen, während die Herrn der Schöpfung am Rand saßen und applaudierten.

Wir haben auch den ein oder anderen Ausflug gemacht. Da war zum einen der Schiffsausflug mit der Shogun. Der hat mir besonders gefallen. Der Mann am Mikro, 20 und ein paar Zerquetschte, meiner unprofessionellen Schätzung nach, war besonders genial. Er hat fast mehr Sprachen gesprochen als ich kenne.

Nun ja, vielleicht nicht mehr, als ich kenne, aber er hat immerhin fließend und so weit ichs hören konnte akzentfrei deutsch, englisch und spanisch rezitiert, was wir auf der Bootsfahrt gerade sahen und wäre auch noch zu französisch in der Lage gewesen. Als wir ihm am Ende sein wohlverdientes Trinkgeld gaben, da seine Ausführungen über Land und Leute auch noch formvollendete Witze enthielten, sagte er auch noch artig auf polnisch Danke und Aufwiedersehen. Für meine Verhältnisse beeindruckend^^

Zwischendurch hielt das Schiff für einen kleinen Badestopp. Nichts ist Summerfeeling-Hollywoodähnlicher als von hinter der Reeling eines Schiffes in den endlosen Ozean zu springen.

Getränke gabs da auch frei haus, also griff ich tüchtig zu. Wie ich mich also zwischen all den Menschen zur Theke zwängte und mir die Fantaflasche unter den Nagel riss, um möglichst unfallfrei einen der Pappbecher vollzuschenken, stand gerade der Mikromensch dort und schenkte die Sangria ein. Ohne mich dabei anzusehen und wie selbstverständlich sagte er plötzlich zu mir: "Ah, von dir krieg ich ja noch einen Kuss." Spanische Umstandslosigkeit? Mir wäre auf jeden Fall annährend die Fantaflasche aus der Hand gefallen, als mir nach Sekundenbruchteilen aufging, dass ich mich da wohl angesprochen fühlen sollte. Ein gemurmeltes "Jaaaa...ech. Beim nächsten Mal dann" und ich zog mich, zugegebenermaßen nicht besonders elegant aber dafür unbeschadet aus der Affäre.

Unglücklicherweise hatte ich bis dato noch keine Sangria, die hauseigene, die hier angeblich so himmlisch schmecken sollte, und stand daher schon nach kurzer Zeit, vermutlich wie bestellt, erneut an der Theke. Der Mikromensch grinste mich bereits an, fragte nach seinem Küsschen und hielt mir erwartungsvoll die Backe hin.

Ich konnte direkt die brennenden Blicke meiner Mutter spüren, die mich auch tatsächlich nicht eine Sekunde lang aus den Augen ließ. Ach nu ja... ich bin jung, ich bin im Urlaub, n Bussi auf die Backe bringt mich nicht um, dachte ich mir, beugte mich also lächelnd über die Theke und setzte zu einem formschönen Backenbussi an. Allerdings entsprach das anscheinend nicht ganz seinen Plänen. Jedenfalls, einen Moment bevor ich an seiner Wange ankam drehte er auf einmal den Kopf und ich landete punktgenau auf seinem Mund. Noch im selben Augenblick hörte ich meine Mutter in Phonstärke 180 und anscheinend höchst amüsiert die Luft ausstoßen mit einem lautstarken begleitenden "Uiiiii"

Diesmal brauchte ich dann nur eine Sekunde, um verblüfft auszusehen, bevor ich mich wieder fing, grinste und erklärte, dass ich dafür aber eine besonders gute Sangria erwartete. Bekam ich im Anschluss auch auf der Stelle. Meine Mutter betonte hinterher noch die ganze restliche Fahrt über, dass ich in meiner Sangria unverschämt viele Früchte hatte...^^

Ansonsten war die Shogun auch ein fantastisches Erlebnis. Wir haben richtige, echte, freie, wilde Delfine gesehen! Tümmler haben wir gesehen! Und Pilotwale. Alles sehr beeindruckend, die Herde und alles, aber Delfine, echte Tümmler! Ich bin quer über das ganze Schiff geflitzt um die Tierchen nur ja möglichst lang im Blick zu haben...

Keine wilden, aber dafür dressierte Delfine durften wir dann im Loro Parque bewundern. Dort gabs, wie in jedem anständigen Tierpark, Affen, Gorillas und allerlei Getier, aber das Highlight waren eindeutig die Vorstellungen. Da gabs Shows mit Delfinen, Orkas, Papageien und Seelöwen. Es war wirklich toll. Die Delfine drehten Saltos und Piruetten, kamen aus dem Wasser an Land geschliddert und bogen sich durch, die Orkas waren genauso beeindruckend. Einer von diesen Kolossen hat tatsächlich auch einen kompletten Überwassersalto hingelegt. Ansonsten waren die netten Killerwale damit beschäftigt, die Zuschauer in den vorderen Reihen gründlich nasszuspritzen. Einige sahen tatsächlich aus, als seien sie soeben den Fluten enstiegen...

Die Seelöwen liefterten dagegen eine dezentere aber absolut putzige Show, verteilten Küsschen und winkten und klatschten nach Kräften. Besonders gefiel mir die Szene, als einer der Betreuer einem Seelöwen, die drei Seelöwen standen brav in Reih und Glied, einen Kuss gab und dieser Seelöwe das Küsschen an den nächsten Seelöwen weitergab und so weiter. Zum Niederknien!

Ich bin ja bekennender Tierliebhaber^^

Weniger gefallen hat mir die Bustour über die Insel. Naj a nicht über die ganze Insel, das hätte dann wohl mehr als einen Tag gedauert. Aber die Leiterin konnte nur begrenzt deutsch und verhaspelte sich immer mit den Zahlen. Sie versuchte uns zu erklären, wie viele Arbeitslose es gab, ob sie nun auf Teneriffa oder den Kanarischen Inseln meinte wollte sie nicht so deutlich sagen, aber nach einigem hin und her einigte sie sich darauf dass es wohl 2000 Arbeitslose seien, was für sie eine utopische Summe zu sein schien, für uns aber dann doch nicht so riesig klang.

Der Ausflug bestand dann hauptsächlich daraus, uns nen Haufen Felsen anzusehen. Meine Eltern fandens toll, zumindest die Aussicht, vom Rest des Ausflugs waren sie wohl auch nicht restlos überzeugt. Und mir hats mit den Steinquadern nach den ersten zwei Fotostopps dann auch wieder gut gereicht.

Schöner fand ich da den Botanischen Garten.

Der steht übrigens symbolisch für meine geisitige Entwicklung. Noch letztes Jahr hätte ich einen gemütlichen Tag am Pool wohl vorgezogen, aber vorallem meine Einstellung zu Reisen und Ausflügen hat sich grundlegen geändert. Ich vertrete nun die Meinung, dass man auf jeder Reise oder jedem Ausflug etwas besonderes erleben kann, jemand tollen kennenlernen oder sonst irgendwas finden könnte, was man sonst eben verpasst, und das traurigste dabei wäre, dass man nicht mal weiß dass mans verpasst. Die Erfahrung mit dem Bussiklauer beispielsweise, ist nun nicht weltbewegend, aber immer eine nette Anekdote mit schönem Unterhaltungswert und lässt einen das Leben, wenn man ganz genau drüber nachdenkt, am Ende dann auch lockerer sehen. Die ich verpasst hätte hätte ich nicht an dem Ausflug teilgenommen.

Naja, beim botanischen Garten ist nun nichts passiert, was ich im Leben nicht hätte missen wollen, aber die Pflanzen waren toll, haben also tatsächlich auch mir gefallen. Kein Vergleich zum deutschen botanischen Garten. Und es gibt dutzende verschiedene Palmenarten.

Der Ausflug mit dem Bus, der ansonsten, für mich zumindest, ziemlich nutzlos war, hat übrigens meiner Anwesenheit auch Rechnung getragen, da ich in einem der Läden bei einer der Pinkelpausen ein hübsches Andenkent-shirt entdeckt hab. Tshirts als Andenken mag ich nämlich besonders gern. Hatte also am Ende doch seine Vorteile, dass ich mitgefahren bin.

So sahen da also unsere Tage aus. Abends ließen wir uns auch oft zu einem Spielchen Karten hinreißen, unten in der Wartehalle bei der Rezeption saßen wir da, in bequemen Sesseln bei Tisch. Ansonsten waren wir auch oft in der Stadt, wo ich, zu meiner Schande, ehrlich gesagt die Leute auf der Straße um eine Zigarette anschnorrte. Ich hatte meiner Mutter gedankenlos nämlich schon Wochen zuvor versprochen im Urlaub nicht zu rauchen. Daran hielt ich mich auch ganz gut. Eine bescheidene Zigarette alle zwei bis drei Tage, die ich mir dadurch erklärte dass ich wegen der Trennung einen Trost verdient hatte :P

Nichtsdestotrotz rauche ich wesentlich weniger, seit wir aus dem Urlaub zurück sind, was wohl neben der Tatsache, dass ich im Urlaub nich nach Kippe riechen sollte, einer der Hauptgründe für Mums Bitte, dort nicht zu rauchen war.

Fazit ist also, einstimmig, dass der Urlaub gelungen war^^ Trotzdem plane ich schon bereits meine nächsten Ferien. Ich liebe Reisen^^

30.07.2006 um 10:01 Uhr

Sports

von: heeli

Ich, immer noch auf einem erfolglosen aber dafür lustigen Abnehmtrip, hab heute überraschenderweise festgestellt..... es macht Spaß. Ja ehrlich. Wie ich heute morgen also pflichtschuldig meine Runden dahintrabe, mein Hund mit etwa der gleichen Motivation wie ich vor ein paar Wochen, also irgendwo im negativen Bereich, ist mir aufgefallen, es macht tatsächlich Freude, durch die Welt zu joggen und damit allen Menschen zu zeigen dass ich offensichtlich zu viel Zeit hab und nicht weiß was ich damit anfangen soll.

Eigetnlich hätte mir dieses Licht schon gestern aufgehen sollen. Generell beläuft sich meine stolze Joggingrunde nämlich auf 22 Minuten und 8 Sekunden plus minus 20 Sekunden. Und wie ich da gestern also an der Abzweigung vorbeikomme, die mich schnurgerade zurück nach Hause und ins Bettchen führt, hab ich gemerkt, im Prinzip hatte ich noch gar keine Lust wieder nach Hause zu laufen. Also bin ich, man höre und staune, WEITERGELAUFEN.

Leider Gottes hatte ich an diesem Tag meine Stoppuhr vergessen, und konnte daher nicht messen, wie lange ich im Endeffekt tatsächlich gelaufen bin. Viel mehr wars auch gar nicht.

Heute, gleich am DARAUFFOLGENDEN TAG, bin ich die Strecke noch mal gelaufen. Dabei ist mir mal nebenbei bemerkt aufgefallen dass ich die Uhr gar nicht vergessen hatte sondern dass sie fröhlich wie immer in meiner Jackentasche baumelte.

Na nichtsdestotrotz hab ich also heute die Zeit gemessen und bin auf stolze 28 Minuten gekommen. Sechs Minuten mehr. Ich bin glücklich^^

Und mir ist aufgefallen, dass ist nicht mal der einzgie Sport der mir jetzt Spaß macht. Schwimmen hab ich schon immer geliebt, aber mittlerweile ist die Freude ins Wasser zu kommen fast exzesiv. Fahrrad fahren macht auch mehr Spaß.

Das ganze ist zwar schön, aber in gewisser Weise auch ein wenige beängstigend... Jedenfalls bin ich gespannt wies wohl weitergehen wird mit meiner Sportbegeisterung^^

23.06.2006 um 13:25 Uhr

Endlich

von: heeli

Meine Tage sind daaahaaa

22.06.2006 um 16:10 Uhr

-Bei Gelegenheit-

von: heeli

Hab ich schon erwähnt dass heut Donnerstag ist? Und dass ich meine Tage immer noch nicht habe??

21.06.2006 um 22:46 Uhr

Do You Feel The Heat?

von: heeli

Gott ist das heiiiß hier. Bei meinem Ausschlag nicht gerade angenehm.

Naj a, heiß wars in den letzten Jahren schon immer, vor allem im Sommer, und insbesondere in unseren Zimmern, Jerrys und meinem. Liegt unter Umständen daran dass unsere Zimmer unterm Dach liegen....

Auf jeden Fall sind wir dank meinem genialen Hund, dem es da oben auch eindeutig zu heiß geworden ist und deshalb den Vorreiter machte und auszog, auf eine ebenso geniale Idee gekommen. Umzug ist angesagt.

Wir ahmten also meinen Paris nach, der sich aus meinem Zimmer verzogen hat. Ich hausiere nun zusammen mit Paris im Gästezimmer im ersten Stock, dort ists angenehm kühl und mein Bruder hat sich gleich ganz in den Keller verzogen.

Dort haben wir das alte Mobiliar vom Wohnzimmer, weil wir neue Möbel bekommen haben. Wir haben da im Keller quasi n ganzes Wohnzimmer, mit Schränken, Tisch, Sofas und all so was. Naj a und da verbringen wir jetzt unseren Sommer. Ist ganz erfrischend. Vor allem weil ich das Gästezimmer schon immer als meinen Lieblingsraum im Haus betrachtet hat, furchtbar einladend und himmlisch gemütlich und dabei ohne das Chaos das mein eigenes Zimmer ziert^^

19.06.2006 um 22:30 Uhr

Gebeutelt

von: heeli

Normalerweise bin ich ja putzmunter und fidel. Seltenst bis nie krank und glücklich.

Und Jetzt? Ha, mir tut alles bis auf der große Zeh weh.

Zuerst hatte ich ne gepflegte Angina. Der musste ich mit Antibiothika zu Leibe rücken.

Als sich die Angina endlich in ihren letzten Zügen wand hab ich ne saftige Bronchenentzündung gekriegt und mir die Seele aus dem Leib gehustet.

Mehr oder weniger kuriert, wieder dank Freund Antibiothika, düste ich also mit Chris und Maja nach Italien.

Mitten in Italien dann auf einmal ominöse Halsschmerzen die ich sorgfälltig zu einer neuerlichen Mandelentzündung heranzüchtete. Tat DAS weh. Hat sich schließlich in nem Heulkrampf entladen, während meine Freunde hilflos neben mir saßen.

Wir sind dann also zur Apotheke marschiert, wo sie mir ein völlig unbrauchbares Mittelchen gegen die Schmerzen gaben. Die Nacht darauf war der Horror.

Und nicht nur für mich. Chris, der bei mir lag, und dem sein Schlaf fast so heilig ist wie sein Essen, wurde von meinem Gehuste und Gejammere die Nacht über regelmäßig aufgeweckt.

Der nächste Vormittag ging mit einem schönen Hin und Her durch die traumhafte Stadt Bolsena dahin, wo wir verzweifelt nach einem Arzt suchten. Fanden wir schließlich. Einen kompetenten Sachverständigen von der Charitas. Wir machten uns mit Händen und Füßen deutlich und schließlich untersuchte er mich. Und verschrieb mir Antibiothika und ein Schmerzmittel, dass ich später heillos überdosierte weil ichs anders nicht ausshielt.

Wieder in Deutschland, die Schmerzen sind abgeklungen, zur Feier der ersten Nacht, in der ich nicht aufwachte und mir Schmerzmittel hinter die Binde kippte führte ich in meinem Zimmer ein Freudentänzchen auf.

Meine gute Laune hielt auch. Bis heute. Als ich plötzlich auf dem Klo nach der Schule bei mir daheim einen gigantischen Ausschlag entdeckte. Kann ja nicht sein, dachte ich mir, konnte aber doch.

Der Arzt öffnete erst wieder um vier und so vertrieb ich mir die Zeit.

Und das beste war, ich konnte dem Ausschlag beim Wachsen zusehen. In allein den vier Stunden, die ich wartend zubrachte, verbreitete sich das ganze über Arme, Hals und Kopf. Mein Brustkorb ist übersäht mit dem Zeug. Ich tu mir Leid....

Dann bin ich schließlich zum Arzt getrampt. Der hat mir ne Infusion verpasst. Ich hing ne dreiviertel Stunde am Tropf. Währenddessen bin ich eingeschlafen.

Seitdem ist der Ausschlag nicht wirklich besser geworden. Ich drück mir die Daumen....

03.05.2006 um 19:26 Uhr

Verplant

von: heeli

Ich weiß ja nich, was los ist, aber in letzter Zeit ist meine komplette Zeit total verplant. Letztes Wochenende schon, und letzten Dienstag war dieses Wochenende jetz auch schon wieder total weg....

Morgen kommt der Chris, Freitag fahr ich zur Maja (is n schönes Stück, rauf aufs Fahrrad und los, verbrennt zumindest Kalorien^^) Samstag kommen Chris und Maja (Maja wollte ihn mal kennenlernen bevor wir alle zusammen in Urlaub nach Italien zum Zelten fahren) und Sonntag fahr ich zur Vicy.

Freitag und Sonntag ist der Hauptzweck der Treffen n bisschen Sport zu treiben. Muss ja nach was aussehen wenn ich nach Italien fahr^^

01.05.2006 um 14:00 Uhr

Langes Wochenende

von: heeli

Was fürn cooles Wochenende^^

Freitag hielt sich der Funfaktor noch in Grenzen, war Babysitten. Zweieinhalb Stunden, acht Euro, macht nicht die Welt, aber Geld ist Geld, was solls^^.

Samstag wollt ich mich eigentlich mim Chris treffen, aber der hat dann nich angerufen also hab ich mich eher auf einen gemütlichen Nachmittag eingestellt.

Er hat dann aber am Samstag Nachmittag doch angerufen und nach ewigem Hin und Her hat er dann vorgeschlagen, doch auf ne Party zu gehen, die im Pfarrheim in Bruck stattfindet.

Also hab ich meinen Vater gelöchert, Auslauf bis ein Uhr rausgeschlagen und mich um neun von den Jungs, Chris Kumpel Martin war auch dabei, abholen lassen.

Vor Ort ist die Astrid noch dazu gekommen. Eintritt drei Euro.

War eigentlich ganz lustig. Die meiste Zeit standen wir unten rum und haben gequatscht. War richtig lustig. Zwischenzeitlich stand ich dann alleine rum, weil alle ganz dringend kurz weg mussten, Chris telefonieren und der Rest hat Begleitschutz gegeben.

Da kam so n betrunkener Typ den Gang entlang, ich stand da gegen den Tisch gelehnt.

Ich hab grad hingekuckt, als er so n Mädel umarmt hat, zur Begrüßung wohl, dann is das Mädel weitergegangen und der Typ hatte end den verwirrten Gesichtsausdruck a la "kenn ich die???"

Dann ist er zwei Schritte weitergegangen, hat mich gesehen und sichtlich angefangen zu überlegen "kenn ich die???"

Ich daraufhin "Doppelgrins" und Kopf geschüttelt. "Nee nee, mich kennst du nich", hab ich dann hilfsbereit wie ich hatl bin gesagt.

"Na macht ja nixx", meinte er und hat mich zur Begrüßung umarmt.

Christoph hieß er. Und wollte dringend dass ich mit raus gehe. Da ich aber nicht konnte, weil ich die ehrenvolle Aufgabe hatte auf Jacken und ne Pfandflasche aufzupassen und weil ich mir nich denken kann dass der Chris es so prickelnd findet wenn ich mit nem wildfremden Besoffenen hinterm Busch verschwinde :P hab ich dankend abgelehnt.

Er woltl mich dann so probehalber rausziehen, ließ ich aber nich mit mir machen.

"Was zickst du so rum?", hat er dann gefragt, und Glück für ihn dass er dabei nich so Ernst dreinschaute, sonst gäbs nen saftigen Fußtritt :P Aber er hatte das eher nur so halbert ernst gemeint und in seinem Zustand hab ich ihm das durchgehen lassen.

Also freundlich gegrinst und "Nee, ich zick nich, ich will nich raus." "Zick nich", kam die charmante Antwort. "Macho", hab ich dann abschließend festgestellt.

Wir haben uns dann unterhlaten, er hat mir Gesellschaft geleistet.

Allerdings ist er mir dann ziemlich bald ziemlich eng auf die Pelle gerückt, was ich dann weniger gelungen fand. Ich hatte noch meine Kippe in der Hand, also einfach schwungvoll mit beiden Händen wegdrücken war auch nich.

Also hab ich mich unauffällig weit nach hinten über den Tisch gebeugt, an den ich gelehnt stand. Und in dieser Position is dann der Chris mit den anderen zurückgekommen, hat mir den Arm umgelegt und der Typ is davongezogen.......

Nach Hause wurde ich dann mim Auto gefahren, die Astrid hat mich gebracht, deswegen konnte ich relativ lang dort bleiben...

Und jetzt fahr ich zum Chris^^

Ganz schön vollgepackt das Weekend^^

18.04.2006 um 15:50 Uhr

Polen

von: heeli

Ich bin noch voellig geplaettet. KEINE LANGWEILE!!

Wer haette das gedacht. Ich habs tatsaechlich geschafft meine Zeit hier zu verleben ohne mich zu langweilen.

Wer sich vielleicht an meine ersten Eintraege erinnert, die hier in Polen waren, wird vielleicht wissen, dass wir jedes Jahr nach Polen zu unserer Familie fahren, und dort vier Stationen haben wo wir fuer einige Tage halt machen.

Bei einer dieser Stationen, bei der Familie vaeterlicherseits, war es imer grutzerbaermlich langweilig. Als wir klein waren waren die Jungs, mein Bruderherz und mein KuZinherz, immer mit ihren Kumpeln draussen und haben Fussball gespielt. Keine Beschaeftigung, die mir unbedingt liegt. Also sass ich zu Hause rum und hab mich von einem Sofa zum naechsten geschleppt. War immer besonders aufregend.

Und obwohl die Jungs schon vor einiger Zeit das Fussballspielen zu Gunsten von Bier und Co aufgegeben haben (naj a, sie sind nicht gleich uebergangslos von Fussball zu Bier uebergegenagen sondern sassen halt immer unten auf den Baenken rum und ham gequatscht^^) hab ich mich da niemals so eingelebt, dass ich mich einfach mal dazu gesetzt haette.

Und so blieb mir nur das Rumhocken und Staubkoerner zaehlen. Nach den ersten vier bis fuenf Stunden nach dem Aufstehen merkt man da schon fast gar nicht mehr dass das langweilig ist.

Aber diesmal wars anders. Ich hab mir gesagt, Helena, hab ich mir gesagt, so geht das ja nicht weiter. Da geht man ja ein wie ne zermatschte Banane.

Also hab ich mich zusammengenommen und mir was ueberlegt. War ein bisschen schwieriger als das Kuechenlicht einzuschalten, aber schliesslich und endlich bin ich auf die ebenso geniale wie simple Loesung verfallen, dass ich keine drei mehr bin, wo man seine Mami braucht um rauszugehen, und auch keine sieben mehr, wo eine strikte Trennung nach Geschlechtern den allgemeinen Hoeflichkeitsregeln entsprechen. Worauf ich hinauswill, ist, dass mich schliesslich nichts und niemand daran hinderte, mich einfach zu den Jungs zu gesellen. Genial banal was?

War dann auch gar nicht schwierig. Ich bin mit dem Paris ne Runde spazieren gegangen und wie ich zurueck komme sitzen die da schon alle schoen brav aufgereiht auf der Bank, als haetten sie auf mich gewartet. Ich hab mich unauffaellig dazugesellt und nachdem ich sowohl Kohle als auch Kippen besass war ich auch schnell ein gerngesehener Gast, weil Kohle zum Leihen und Kippen zum Beschenkt werden sieht jeder gern.

Aber sie haben mir versichert dass sie mich auch sonst gern haben :P

Und so kams dann dass ich mich schlicht und ergreifend einfach immer zu den Jungs gesetzt hab, wenn sie rumsassen bzw. standen. So einfach dass ich mir nicht ganz schluessig bin, wieso ich so lange die Langeweile vorgezogen hab, statt mich einfach mal aufzuraffen.

Naj a es lief darauf hinaus, dass die Jungs anfingen mich zu gruessen, wenn sie mich unterwegs trafen, was frueher nicht so wirklich drin war, weil ich a) selten draussen war und b) sie mich nicht kannten und ich mehr oder minder dazugehoerte.

Besonders lustig wars am letzten Abend, wo ich die Jungs wieder traf (unter uns gesagt, es hat auch was als einziges Maedchen unter nem Pulk von Jungs zu hocken :P ) und mich halt dazugesetzt hab. Ich verbrachte dann den ganzen Abend draussen, waehrend die Jungs (also ich mein jetzt Jerry und mein KuZin) oben in der Wohnung sassen. Die Zeiten haben sich geaendert. Die Rollen auch. Strike^^

Jedenfalls war mir nicht langweilig. Und das hat doch was. Mittlerweile gefiels mir da sogar ganz gut und ich war fast ein bisschen traurig als wir losfuhren.

Aber Hey, aller Spass hin oder her, zu Hause wartet Chris, da haelt mich nichts =)