Jakobsweg_ohne_Geld

11.08.2006 um 11:59 Uhr

10. August, Auf der Autobahn

Musik: I shall be released, The Band

Ich dachte, ich bin immer früh unterwegs, aber das täusche ich mich. Der Camino ist längst schon zur Autobahn geworden. Ein Wanderweg, auf dem, das lerne ich dann später am Tag, die Freaks schon frühmorgens mit Stirnlampen loslaufen. Nur, um rechtzeitig am Refugio zu sein und ein Bett zu bekommen. Nur so kann man es machen, höre ich. Sonst bekommt man keinen Platz mehr und muss vielleicht in ein teureres Privatquartier. Das kostet schnell mal 2 bis 3 Euro mehr pro Person. Ich sage nichts dazu, nicke nur und mümmle an meinem Brot. Später höre ich von einem Ehepaar aus Linz, dass die Herbergen keineswegs so überfüllt sind, dass man sich so sputen muss. Aber es gibt ein paar Herbergen, die stehen in den Caminoführern und sind deshalb besonders begehrt. Los Arcos gefällt mir nicht – ich lasse es schnell hinter mir und laufe auf der kleinen Landstraße nach Torres del Rio auf ein Quartett Holländer auf. Ich grüße und gehe vorbei. Nach eine halben Stunde kommen sie dann auf einmal wieder von hinten und überholen mich. In Torres del Rio sehe ich sie dann vor der Kirche sitzen. Bis ich dort bin, haben sie schon wieder gepackt und gehen weiter. Zwei Belgier, die ebenfalls vor der Kirche Pause machen, kommen lachend auf mich zu. Ich wäre also der Deutsche, der unbedingt vor den Holländern in Logrono sein möchte. Ich verstehe gar nichts. Und dann erzählen sie, dass die Holländer gemeint hätten, der Deutsche (also ich) würde extra schnell laufen, damit er ihnen, den Holländern, zeigen kann, wer der schnellere Wanderer ist.  Sie haben dann extra beschleunigt, denn so einen wie mich schaffen sie locker. Ich kriege mich fast nicht mehr ein vor Lachen. Beinahe hätte ich dabei vergessen, die Kirche anzuschauen. Da hätte ich wirklich fast was versäumt. Ich beschließe, dass ich gar nicht nach Logrono muss. Ich werde es einfach umgeben. Und so biege ich nach ein paar Kilometern in ein kleines Tal ein, dass mich, begleitet von Weinhängen, zum Ebro bringt. Hier laufe ich dann einfach am Ufer entlang, was sehr gut geht und suche mir noch vor Logrono einen Platz unter ein paar Weiden.


Km: 30,9 Kasse: Euro 84

11.08.2006 um 11:59 Uhr

9. August, Flitzesterne

Musik: Flitzesterne, Flitzesterne (selbst gedichtet, aber nicht hitparadenverdächtig)

Ich konnte mich gar nicht satt sehen. Ein Stern nach dem anderen flitzt durch den Nachthimmel. Also gut, das war übertrieben, aber 5 Stück habe ich sicher gesehen. Dann bin ich eingeschlafen. Wahrscheinlich hatte ich mir gewünscht, dass ich mal wieder richtig gut schlafe. Gestern hat das irgendwie nicht so gut geklappt. Aber zurück zum Morgen. Nachdem ich die letzten Tage ein sehr lebhaftes Auf und Ab hinter mir hatte, ging es jetzt durch ein schönes, breites und vor allem ebenes Tal. Rio Salado, Salz-Fluss? Hm. Bei Lorca kam ich wieder auf den Weg. Nicht zu übersehen, denn es sind viele Menschen unterwegs. Ich reihe mich ein und mache die ersten Bekanntschaften mit Fahrrad-Pilger, die sich mit einer Sturmklingel den Weg freiklingeln. Die könnten auf der Straße, die parallel fährt, viel besser vorankommen. In Lorca treffe ich eine Engländerin, die verzweifelt nach einer Stelle sucht, an der sie ihren Pass stempeln kann. Sie hat noch in kaum einer Ortschaft einen Stempel versäumt, sagt sie stolz und ich muss ihre Sammlung bewundern. Sie ist seit Pamplona unterwegs, über das Hochgebirge wollte sie nicht gehen, meint sie. Das können die Extremsportler machen. Wozu gibt es einen Bus. Aber ich kann ihr nicht helfen, ich weiß nicht, wo ich einen Stempel bekommen kann. Ich hab seit Wochen keinen mehr „gesammelt“. Sie schaut mich an wie einen, der sich ohne Eintrittskarte in ein Opernkonzert geschmuggelt hat. „Oh“, meint sie nur noch, nickt und macht sich weiter auf die Suche. Estella ist eine wirklich schöne Stadt. Überall Kirchen, Klöster, Paläste … Ich verlaufe mich ein wenig darin, aber eher in der Zeit denn im Weg. Dabei ist der Ortskern gar nicht so groß. Zwei Pilger aus Brandenburg lassen mich einen Blick in ihren Reiseführer werfen. Als ich ihnen sage, dass ich aus Jaca komme und NICHT den Umweg nach Santa Maria de Eunate gemacht habe, da bekomme ich eine nicht ganz ernst gemeinte Predigt zu hören, dass dann der ganze Weg umsonst war. Diese einsame Kirche muss man gesehen haben. Das ist heiliger Boden. Ich lache und sage, dass ich schon so viele Sachen unterwegs NICHT gesehen habe. Schon ein Grund, noch einmal zu kommen. Ob der Weinbrunnen ein Grund, wieder zu kommen, das bezweifle ich. Aber eine nette Idee ist es schon. Vor allem wurde dem Brunnen jetzt am Nachmittag schon heftig zu gesprochen. Ich würde mal gerne umfassende Studien anstellen, welche Landsleute am heftigsten zugreifen, weil es nichts kostet. Mein kurzer Aufenthalt von etwa einer Stunde hat mit einer Überraschung geendet. Erster Platz für die Schweizer, dicht gefolgt von Spanien. Ich verlasse das Monasterio de Irache frisch gestärkt und mache noch ein wenig Tempo. Der Himmel ist leicht bedeckt, das hält die Sonne ein wenig ab. Ein schöner alter Brunnen steht am Weg, er sieht aus, als müsste er eigentlich in Nordafrika stehen. Sind die Mauren bis hierher gekommen? Und stehen da noch Bauwerke aus dieser Zeit? Etwas abseits des Weges schlage ich mich dann wieder in die Büsche. Die Pilger sind längst alle in den Herbergen, der Weg liegt unter mir, verlassen, so als wäre es nur ein ganz normaler Feldweg. Beinahe Vollmond. Ein paar Schleierwolken ziehen romantisch, kitschig davor weg. Ich schaue ihnen zu – und sehe Flitzesterne …

 

Km: 32,6 Kasse: Euro 90

11.08.2006 um 11:58 Uhr

8. August, Vollpension

Musik: My my, hey hey, non, Neil Young

Auch das Frühstück war mit drin, davor der Weckdienst mit einem uralten Traktor, bei dem man die einzelnen Zündungen mitzählen konnte. Es schien, als müsse er sich jedes Mal überlegen, wie das mit dem Viertakt-Diesel nun funktioniert. Ich bekomme eine riesige Tüte Trauben geschenkt. Sie hat so viele von ihrem Sohn, sagt die Bäurin (wenn ich sie richtig verstanden habe). Und auch Brot, Käse, Oliven und Speck stecken in der Tüte. Das ist so viel, dass es für den ganzen Tag reicht. Nicht schlecht, den meine Kasse ist seit gestern wieder im zweistelligen Bereich. So langsam muss ich mal schauen, dass ich da wieder etwas reinfülle. Und dass ich schneller vorankomme. Leider widerspricht sich das. Aber laufen geht heute schon. Obwohl es wieder sehr heiß ist und ich jede Gelegenheit nutze, um an Wasser zu kommen. Allerdings sind das nicht viele. Aber die ersten zwei Stunden geht es schon. Dann baut sich die Autobahn auf. Wie eine Barriere kommt sie mir vor – komisch, dass man als Fußgänger so vom besten Freund des Autofahrers denkt. Zum Glück gibt es eine gute Straße hier, die auch noch unter der Autobahn durchführt. Aber die Straße führt nicht in die Richtung, in die ich will. Und von Muscheln weit und breit keine Spur. Dabei kann ich den Hauptweg schon fast riechen … Nur noch eine Sierra liegt dazwischen, dieses Mal namenlos auf meiner Karte. Also Augen auf und drüber. Geht dann aber ganz gut, und irgendwann bin ich dann, nach zwei Kurskorrekturen, in Artajona. Noch ein Stück laufe ich an dem Tag hinunter ins Arga-Tal. Nach Puente la Reina gehe ich dann aber nicht, beschließe ich, als ich abends mein Zelt aufschlage. Ich will ein wenig abkürzen. Geschlafen habe ich wieder bei einem Bauernhof, dieses Mal ohne Verpflegung, dafür mit einem bettelnden Hofhund und guter Duschmöglichkeit mittels Eimer. Aber ich hatte ja immer noch genug von meinem Paket, außerdem ein wunderbares dunkles Brot.

 

Km: 28,1 Kasse: Euro 96

11.08.2006 um 11:57 Uhr

7. August, Sierra de la Sierra

Musik: Gimme hope Jo'anna, Eddy Grant

Ich seh aus wie ein Streuselkuchen. Die Mücken haben mich wirklich voll erwischt. Komischerweise juckt es nicht, aber ein Pilger aus Mailand, den ich in Sanguesa treffe, gibt mir eine Creme gegen Stiche. Der ältere Herr spricht nur wenig Englisch, kein Deutsch oder Französisch oder Spanisch. Aber wenn ich es richtig verstanden habe, macht er sich jedes Jahr für zwei Wochen auf den Weg und schafft dann so um die 200 Kilometer. Aber er nimmt sich viel Zeit, um die Kirchen und Klöster auf dem Weg zu besichtigen und zu fotografieren. Dazu schleppt er eine Fotoausrüstung mit sich herum, die aller Ehren wert ist. Inklusive zwei Blitzgeräten und einem Stativ. Und weil das so schwer ist, hat er eine Art Einkaufswägelchen mit einem großen Doppelrad. Man muss ja nicht alles tragen. Da hat er Recht und muss an meinen Fahrradesel denken. Hier in Sanguesa gibt es eine Menge zu sehen und fotografieren. Allein das Portal der Kirche ist wie ein Ausflug in eine andere Welt. Eine Reise durch Himmel und Hölle. Leider kommt dann eine lärmende Schulklasse. Aber das kommt mir gerade Recht, ich hab lange genug pausiert. Mit zwei Franzosen aus der Nähe von Metz breche ich auf und wir unterhalten uns über den Weg und den Sinn, ihn zu gehen. Weil er da ist, sagen sie. Also sind wir wieder bei Reinhold Messner: Rauf auf den Berg, weil er da ist. Aber der Weg ist nicht „da“, er wurde von Menschen geschaffen und dazu gemacht, was er heute ist. Ich denke, dass er von jedem Menschen neu geschaffen wird und zu einem neuen Weg gestaltet. Die beiden Franzosen wollen nur bis Aibar gehen heute und dann den ursprünglichen Weg, der etwas weiter im Norden liegt. Aber ich will noch ein gutes Stück weiter und tauche ein in die nächste Sierra (de Izco). Eine wunderschöne Gegend wieder, und mir scheint es manchmal, als sei ich alleine auf der Welt. Am Fuße eines kleinen Berges übernachte ich auf dem Grundstück eines Bauernhofes und werde wie selbstverständlich mit verpflegt. 

11.08.2006 um 11:57 Uhr

6. August, Am Mückensee

Musik: Child in time, Deep Purple

6. August, Am Mückensee

Man kann nördlich des Stausees gehen, durch die kleine, aber wohl sehr schöne Sierra de Leire. Eine wilde Landschaft, hat einer der Männer gesagt, die sich lohnt. Oder man kann südlich vorbei gehen am See und dann nach Sanguesa gelangen. Ich entscheide mich für die Südroute. Dabei kommt man eigentlich gar nicht an den See, aber irgendwie bin ich dem kleinen Flüsschen zu lange gefolgt, war dann in Rusta und fand mit Hilfe von zwei Mountainbikern einen schönen Weg am Ufer des Sees entlang. Und da auch einen netten Zeltplatz. Der Jakobsweg geht eigentlich weg vom Stausee, aber irgendwie war mir nach See und Wasser. Rusta war die einzige nennenswerte Ortschaft heute, und die einzige, wo es etwas zu kaufen gab. Ansonsten war nicht viel zu berichten. Außer, dass ich lange vor dem Zelt lag und in den Nachthimmel geschaut habe. Irgendwo vom anderen Seeufer kam der Lärm einer großen Straße und eines Campingplatzes oder so daher. Ich warte immer noch auf Flitzesterne. Jetzt im August müssten die doch unterwegs sein (wahrscheinlich fahren die da auch in den Urlaub). Nicht im Urlaub sind die Stechmücken. Unterstützt von Glühwürmchen (damit sie besser sehen, nehme ich an), machen sie sich daran, das einzige Opfer auszusaugen, das weit und breit zu finden ist. Also mich. Sterne sehe ich viele, aber keiner will vom Himmel fallen. Muss ich eigentlich dabei in eine bestimmte Richtung schauen? Wieder mal nicht aufgepasst in der Schule, aber wenn ich mich nicht täusche, dann kommen die aus eine ganz bestimmten Richtung. Expertenrat ist gefragt.

 

Km: 31,8 Kasse: Euro 109

11.08.2006 um 11:56 Uhr

5. August, Folge dem Kaninchen

Musik: Halo of Flies, Alice Cooper

Zuerst ein Filmquizz: In welchem Film kommt der Satz vor: „Folge dem Kaninchen“? Ok, das ist einfach, muss ich nicht auflösen. Ich folge erst einmal der Muschel. Die ist eigentlich unübersehbar – und doch gab es gestern Abend schon Diskussionen, welchen Weg man denn am besten nimmt. Es gibt nie einen Jakobsweg, so scheint es mir, es sind immer Dutzende. Noch ein kräftiges Frühstück, noch mal schauen, ob auch alle Wäsche eingepackt ist, und dann geht es los. Jorges Mutter ließ sich es sich nicht nehmen, mir ein Fresspaket mitzugeben, das mich schier erdrückte. Kaum aus der Stadt draußen, war die Muschel schon wieder weg. Irgendwo hatte ich sie wohl doch übersehen. Aber ein Mümmelmann hoppelte ganz geruhsam von links nach rechts, einfach den Weg entlang. Folge dem Kaninchen, dachte ich, und so fand ich auch die Muschel wieder. Und den Weg, den man mir gestern ans Herz gelegt hat: Über den Monte Guaso nach St. Juan de la Pena. Eine schöne Strecke, die es aber mit einigen Steigungen in sich hat. Aber es lohnt: Die Barock-Kirche ist interessant, das alte Kloster ein Stück weiter und der Platz unter dem Felsen (Pena) einfach toll (finde ich). Der strahlt mal wieder diesen Geist aus, den manche Plätze haben. Danach geht es weiter durch die Sierra de Pena. Die Sicht ist klar, und ich kann im Norden immer mal wieder die Berge sehen. Der Weg geht eigentlich wieder zurück an den Fluss und damit an die Straße. Das will ich nicht und biege im kleinen Tag schon nach Westen ab, marschiere zwischen zwei gar nicht so niedrigen Berggipfeln hindurch. Ich gebe Gas, auch denn die Sierra mit einigen steilen Anstiegen in die Waden geht. Aber der Ruhetag hat mir anscheinend gut getan, und ich werde irgendwie nicht müde. Ich komme mir vor wie ein Husky: laufen, laufen, laufen … Obwohl ich ziemlich spät erst aufgebrochen bin und in St. Juan de la Pena eine längere Pause hatte, komme ich ganz gut voran. Wie weit bin ich denn schon gelaufen bisher? Die Frage nach den Kilometern stellte sich gestern Abend, aber ich konnte sie nicht beantworten. Ich werde wohl mal meine Aufschriebe zu Hause anschauen müssen und dann rechnen. Soweit ich den Kilometerzähler auch an hatte. Gestern und vorgestern beim Bummel durch die Stadt hatte ich das mal wieder nicht. Und das kam schon öfter vor. Sind auch immer gleich 10 Kilometer, die man da verbummelt.

11.08.2006 um 11:54 Uhr

3.-4. August, Jaca und der Jakobsweg

Ein komisches Gefühl ist es schon, als ich früh morgens nach Jaca hineinlaufe. Jetzt bin ich also auf dem Jakobsweg. Den hatte ich bisher ja immer mal wieder gekreuzt, ihn eine Strecke lang begleitet, aber auch immer wieder verlassen. Jetzt werde ich das wohl eher nicht mehr tun oder nicht mehr können. Und nach allem, was man mir so gesagt hat, wird sich das gerade auf meine Art des Pilgerns auswirken. Ich bin gespannt. Voller gemischter Gefühle. Ich bin mit Jorge erst gegen 12 Uhr verabredet und so habe ich noch ein wenig Zeit, die Stadt ungefiltert zu genießen. Ein gutes Gefühl, auch wenn ich ein wenig zu spät dran bin, die Stadt „erwachen“ zu sehen. Im Süden geht das eben schon ziemlich früh von statten. Trotzdem liebe ich es, das quirrlige Morgenleben zu beobachten. Danach endlich wieder ein Abstecher ins Internet – Blog und Mails schreiben. Jorge ist einigermaßen pünktlich und wir machen uns auf einen kleinen Spaziergang durch die Stadt. Jorge redet ununterbrochen. Erklärt hier und da etwas, zeigt irgendwelche kleinen Details und begrüßt Freunde. Sehr kurzweilig tauche ich so in die Stadt noch tiefer ein. Natürlich steht die Kathedrale im Mittelpunkt. Eine der ältesten romanischen Kirchen Spaniens, und doch mit einer außergewöhnlichen Figurenpracht geschmückt. Schon ist es später Nachmittag und Jorge lädt mich in eine kleine Bar ein. Danach will ich mich eigentlich verabschieden und noch ein paar Kilometer gehen, aber Jorge meint, dass er dachte, ich bleibe über Nacht. Er hat schon bei seiner Mutter das Gästezimmer reserviert. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, ab jetzt ein wenig mehr „Gas zu geben“. Aber daraus wird nichts. Er hakt sich unter und schleppt mich zum Haus seiner Mutter. Hier ist großes Hallo – ein halbes Dutzend Leute sind da, alles gestandene Jakobspilger, wie sich herausstellt. Wenn man hier direkt am Jakobsweg wohnt und jeden Tag die Menschen sieht, die vorüberpilgern, dann muss man sich auf den Weg machen, sagt ein älterer Herr, der den Weg von hier aus vor drei Jahren in beide Richtungen gegangen ist. Warum sollte ich zurück den Zug nehmen, sagt er. Das haben die Pilger früher auch nicht gemacht. Außerdem habe ich Zeit, sagt und lacht. In der Küche ist Hochbetrieb und Jorges Schwester stellt erst einmal fest, dass ich sicher meine Kleider waschen will. Also werde ich in den Keller bugsiert und in die Waschmaschine eingewiesen. Als die läuft und wir wieder nach oben kommen, ist der Tisch schon gedeckt. Wir stoßen mit einem Cava an. Ist viel besser als Champagner, aber viel billiger, sagt Jorge. Ich nicke, will aber keinen wirklichen Vergleich zum Ruinart ziehen. Das geht sich er auch preislich nicht. Ich habe schon festgestellt, dass der Wein in Spanien viel billiger ist als in Frankreich (von Deutschland mal ganz zu schweigen). Vor allem der spanische Wein ist bei uns sehr teuer, hier gibt es eine gute Flasche für weniger als drei Euro. Aber ich bin, die Württemberger werden es mir verzeihen, eh kein Freund von Trollinger und Riesling. Ein paar Stunden und viele Jakobs-Geschichten später verläuft sich die Gesellschaft dann. Ich muss noch Wäsche aufhängen, die hatten wir ganz vergessen. Am nächsten Tag ist die natürlich nicht trocken, aber ich bin natürlich immer noch Gast. Die Mutter spricht nur Spanisch, aber Jorge übersetzt, dass ich ja mal, nach so einer langen Wanderung eine Pause brauche. Also habe ich noch einen Tag in Jaca, den ich mit Körper- und Ausrüstungspflege, mit Internet und Kräfte sammeln verbringe. Ich frage Jorge, wie denn die Chancen sind, für ein paar Tage eine Arbeit zu finden. Er zieht nur die Augenbrauen hoch und saugt tief Luft ein. Am Abend ist wieder die kleine Pilgermannschaft versammelt. Ein paar neue Gesichter und ein paar neue Geschichten. Immer wieder von den Leuten, die den Jakobsweg „abrennen“ müssen. Die einen Teil mit dem Bus fahren, nur um sich in den Pilgerunterkünften einen Platz zu sichern. Aber auch von schönen Plätzen „irgendwo zwischen Leon und Hospital de Orbigo“, wo man den Geist des Weges spüren konnte. Jeder hatte so seinen eigenen „schönsten“ Platz, aber keiner konnte ihn wirklich benennen. Oder wollte es nicht. Aber das ist ok, „schönste“ Plätze sind nun mal sehr persönlich. Mit viel zu viel klebrig süßem Nachtisch im Bauch schlafe ich schließlich ein.

Km: 11,3 Kasse: Euro 121

07.08.2006 um 13:03 Uhr

Neue Postkarten

Habe am Wochenende neue Scanns von Timos Postkarten bekommen - endlich mal wieder was zum Gucken, nicht nur zum Lesen. Günter Da es hier nicht klappt, nur zu sehen unter: heiligerjakob.blog.de

03.08.2006 um 10:01 Uhr

2. August, Himbeeren

Musik: Nebraska, Bruce Springsteen

Gestern habe ich mich noch geärgert, weil ich noch ein Stück laufen musste, heute bin ich froh. So bin ich noch näher an Jaca und kann es an einem Tag gut erreichen. Blöd nur, dass ich nichts auf dem Weg habe, wo ich mich verpflegen kann. Kein größerer Ort kommt. Nur Sabinanigo, und das ist ein Umweg. Aber in den Apfel muss ich wohl beißen. Immerhin finde ich unterwegs wilde Himbeeren in Mengen. Ansonsten lasse ich es langsam angehen. Die Straße nervt mich schon wieder, obwohl wenig Verkehr ist. So verlasse ich sie, als das geht, und folge dem kleinen, reißenden Flüsschen. Erst war ich mich nicht sicher, ob das gut war. Aber dann sehe ich, dass sich so mein Umweg sogar verkürzt. Wenn der Weg weiterhin so gut bleibt. Er bleibt. Ein paar Mal muss ich Sackgassen überwinden, indem ich einfach weiter über die Wiesen gehe. Der Fluss ist mein Wegweiser. Die Nacht war ziemlich kalt und so genieße ich die Sonne, die schnell das Tal wieder mit einer angenehmen Wärme füllt. Sabinanigo gefällt mir. Ein nettes Örtchen voller Energie. Wenn man nicht gerade zur Mittagszeit hinkommt. Aber das macht nichts. Ich mache Siesta auf der Bank vor der Kirche und schaue den Menschen zu. Drei ältere Frauen in Schwarz kommen vorbei, grüßen mich und sagen ein paar Sätze im Vorbeigehen. Ich habe kein Wort verstanden. Ich werde mich an daran gewöhnen müssen, dass meine paar Vokabeln Spanisch nicht ausreichen, um mich wirklich verständlich zu machen. Ein jüngerer Spanier mit kleinem Rucksack kommt und stellt ebenfalls fest, dass die Kirche über Mittag geschlossen ist. Er kann ein wenig Englisch und wir unterhalten uns. Er ist aus Jaca und lädt mich sofort ein. Allerdings erst morgen, denn heute besucht er seinen Bruder, der hier in der Gegend wohnt. Und auch er ist zu Fuß hierher gelaufen. Und: Er kennt einen Weg, der nicht an der Straße entlang führt, sondern an einem kleinen Bach entlang. Runde 20 Kilometer sind es noch. Mit seiner Adresse in der Tasche mache ich mich auf den Weg. Der Zugang zu dem Flüsschen ist nicht einfach zu finden und ich muss noch einmal fragen. Aber dann habe ich den Weg und folge einfach immer dem Wasser. Manchmal ein wenig beschwerlich, aber sicher schöner als an der großen Straße nach Jaca, die hin und wieder zu sehen und zu hören ist. Ein paar Kilometer vor Jaca mache ich mich dann an die Suche nach einem Nachlager. Ich finde keinen Platz, der mir wirklich passt, und schließlich wird es schon dämmrig. Also dann halt einfach auf einer Wieder.

 

Km: 26,5 Kasse: Euro 129

03.08.2006 um 09:44 Uhr

1. August, Blasen

Musik: Wild world, Cat Stevens

Rob und Liz können besser Deutsch, als sie das zugeben wollen. So geriet die Unterhaltung über die Blasen, die sich Liz gelaufen kurzfristig ein wenig in den Bereich unterhalb der Gürtellinie und sorgte für eine Verbesserung der Stimmung. Ansonsten war alles andere nicht dazu angetan, gute Laune zu haben. In der Nacht hatte es geregnet, und unser Platz stand unter Wasser. Wir mussten erst einmal unsere Sachen trocken kriegen. Aber das gelang nur schlecht. Der Käse, den Liz im Rucksack hatte, war voller Ameisen und Rob hatte gestern irgendwo seine Trinkflasche vergessen. Aber das war alles nicht, verglichen mit den Blasen, die sich Liz gelaufen hatte. Und mit dem Aufstieg, den wir vor uns hatten. Runde 550 Höhenmeter auf weniger als acht Kilometer Strecke. Und dann auf der anderen Seite wieder 700 Meter runter. Und das nächste Dorf war knappe 2 Stunden weg. Zum Glück ging es, als wir Liz Ferse gut abklebten und den Schuh, dessen Innenfutter sich aufgelöst hatte, herausschnitten. Und dann kam die Sonne heraus. Wir bekamen frisches Brot und heißen Kaffee, alles war wieder in Ordnung. War es natürlich nicht. Wir hatten gerade mal ein Viertel des Weges geschafft und konnten sehen, wie sich die Straße den Pass hochwindet. Für Liz war das schon eine Quälerei. Aber runter war es wohl leichter, da scheuerte der Schuh nicht an der Ferse. Blöd und für Fußgänger kein Spaß sind die Tunnels in Spanien. Eng und unbeleuchtet. Schon ein einziges Auto, das einem begegnet, ist ein Alptraum. Und wenn es dann noch ein Holländer ist … Zum Glück hatte Rob eine Taschenlampe dabei. Ich bin der festen Meinung, dass uns dieser ##### sonst umgefahren hätte, zumindest mit seinen Wohnwagenrückspiegeln, die er nicht abgenommen hatte, erwischt. Das sind so Momente, auf die kann ich gut verzichten. Wir erreichen Biescas am späten Nachmittag und Liz ist den Tränen nahe. Was, wenn es hier keinen Bus gibt. Rob will dann versuchen, ein Taxi zu bekommen. Aber das Glück ist mit den Tapferen. Es geht noch einer, und es reicht, solange noch gemütlich zu Abend zu essen. Die beiden laden mich ein (was mit, angesichts meiner rapide schwindenden Barschaft ganz Recht ist) und wir können sogar schon darüber lachen, als Liz auf die Toilette muss und meint, dass sie am liebsten auf den Händen gehen würde. Kurzer Abschied. Die beiden können noch ein Glas Wein trinken, bis der Bus kommt, ich mache mich auf und suche einen Unterschlupf. Das Tal ist hier nicht so geeignet dafür, so bin ich noch eine Stunde unterwegs und sehe sogar die beiden noch im Bus vorbeifahren.

 

Km: 22,7 Kasse: Euro 137

03.08.2006 um 09:21 Uhr

31. Juli, Wieder in Spanien

Musik: Rainy Day Women, Bob Dylan

Abschied von Terry und David, sie machen einen Boden zurück nach Gavarnie. Rob und Liz gehen mit mir zusammen rüber nach Spanien und wollen dann versuchen, irgendwie mit dem Bus oder Taxi zurück nach Gedre zu kommen, wo ihr Auto steht. Oh, das wird nicht einfach. Wir haben einen giftigen Anstieg hinter uns, ein Schild weist uns darauf hin, dass wir hier in Spanien sind. Und ein noch größeres erklärt, was hier alles verboten ist. Eigentlich alles. Die beiden schlucken. Wild campen steht an zweiter Stelle, gleich hinter Feuer machen. Ich zucke nur mit den Schultern und wir gehen weiter. Eine schöne Landschaft. Obwohl es Hochsaison ist und wir auf gut gepflegten Wegen gehen, treffen wir kaum mal einen Menschen. Schließlich kommen wir ein kleines Tal. Bergab geht es doch besser. Und die Bäume halten den Schatten ab. Eine alte Ruine taucht auf. Wie kommt die hierher? Zu abgelegen scheint uns die Gegend, als dass man hier eine Burg hätte bauen müssen. Sie gibt immerhin ein schönes Fotomotiv für Liz, die Dutzende Bilder schießt. Auch von mir, und Liz verspricht, mir die Bilder zu schicken, sobald sie wieder zu Hause ist. Wir sind immer noch sehr hoch, zumindest sagt meine grobe Karte, dass der Berg im Norden von uns über 2800 Meter hoch ist. Aber das Wetter ist angenehm und ein lauwarmer Wind kommt aus dem Süden. Ich befürchte, dass ich bald in Gegenden komme, in denen das lauwarm gegen brutheiß getauscht wird. Wir erfrischen uns in dem eiskalten Bach und laufen dann weiter, jetzt schon wieder begleitet von einer kleinen Straße, auf der aber nichts los ist. Eine Ortschaft taucht auf, Torla. Oh, wir haben den Park schon wieder verlassen, ohne dass uns das aufgefallen ist. Aber wir waren auch zu sehr mit der Landschaft beschäftigt, mit dem Sinn des Wanderns und des Lebens und überhaupt. Die Frage nach einem Taxi wird hier nur mit einem belustigten Schulterzucken beantwortet. Nein, gibt es nicht. Kann man anfordern, aber das ist sehr teuer. In Biescas gibt es einen Bus nach Jaca, von da aus kann man nach Frankreich fahren mit dem Bus. Das ist sicher viel billiger. Biescas ist 20 Kilometer weg und liegt auf meiner Route. Und Jaca sowieso. Also beschließen wir, dass wir noch einen Tag zusammen verbringen. Die beiden laden mich zum Essen ein und übernehmen auch die Verpflegung für morgen. Und dann laufen wir noch ein Stück und übernachten auf einer schönen Bergwiese mit eigener Quelle und einem einzigartigen Sonnenuntergang.

  

Km: 19,0 Kasse: Euro 142

03.08.2006 um 08:41 Uhr

30. Juli, Die Kartenlosen

Musik: Michelle, Beatles

In Gedré entschließe ich mich zu einem Kaffee und treffe zwei Engländer, Robert und Liz, die ebenfalls zum Pass hochlaufen wollen. Sie fragen mich, ob wir zusammen laufen, denn sie haben ihre teuren Wanderkarten im Hotel in Pau vergessen. Ich sage ihnen, dass wir gerne zusammen laufen können, aber ich habe gar keine Karten. Nur, der Weg zum Pass hoch ist ja nicht zu verfehlen. Sie wollen allerdings noch ein wenig im Park selbst laufen. Der Wirt meint, dass man in Gavarnie sicher noch Kartenmaterial bekommen kann. Also laufen wir guter Dinge weiter. Die beiden sind ein wenig erstaunt über das Tempo, das ich anschlage. Aber gut, ich bin es jetzt so langsam gewohnt. Der Ausflugsverkehr nimmt noch einmal zu, Sonntag. In Gavarnie gibt es keine Wanderkarten. Aber immerhin einen kleinen Laden, der noch offen hat. Und noch ein Paar aus England, aus Bristol. Terry und David sind bestens ausgerüstet mit nagelneuen Klamotten, Stöcken, GPS und natürlich Karten. Robert hat sie angesprochen und die beiden waren sofort einverstanden, dass wir zusammen gehen. Sie haben ein wenig Angst, weil sie die Gegend nicht kennen … Und weil sie mit dem GPS nichts anfangen können. Sie wollten es sich noch erklären lassen, aber dazu hat die Zeit nicht gereicht. Sie dachten, dass das so einfach wäre und sie es schon irgendwie kapieren würden. Aber ich gebe zu, nach 10 Minuten Bedienungsanleitung habe ich es auch weggelegt. Wozu wurde denn die Wanderkarte erfunden? Und so sind wir dann zu fünft losgezogen. Noch einmal Verpflegung gebunkert, Liz stöhnte jetzt schon unter ihrem schweren Rucksack, und dann los. Gleich in der Stadt weg von der Straße und einen steilen Weg hinauf zu einer kleinen, schönen Quelle. Puh, das ging schon in die Waden. Aber die Aussicht lohnte sich. Danach dann auf einem schlechten Weg den Bach entlang und schließlich rein in den Nationalpark. Die Engländer glauben mir nicht, dass man hier nicht offiziell zelten darf. Dazu wäre es ja ein Nationalpark. Ich bin mir jetzt auch nicht mehr sicher, aber ich habe da ja schon meine Erfahrungen gemacht. Wir werden vorsichtig sein. Danach erreichen wir einen schönen Wanderweg und können das großartige Panorama des Mount Perdu genießen. Abends schlagen wir uns in die Büsche, fühlen uns wie die einzigen Menschen auf der Welt, machen „Vogelstimmen-Erraten“ und trinken Rotwein, den Terry mitgeschleppt hat.

  

Km: 19,0 Kasse: Euro 145

03.08.2006 um 08:28 Uhr

29. Juli, Auffi muas i, i muas, i muas …

Musik: Der Berg, Wolfgang Ambros

Noch vor dem Frühstück habe ich mich verlaufen. Was für ein Tagesbeginn. Ich war einfach nicht konzentriert und folgte einem Schild, das den Pyrenäen-Nationalpark auswies. Aber da will ich gar nicht hin. Zum Glück traf ich eine Frau, die mich fragte, wo ich hin will. So kam ich zum einen auf den richtigen Weg und zum anderen zu einer Einladung zum Frühstück. Also wieder runde 3 Kilometer zurück und dann die Straße entlang. Noch geht die Straße nur gemächlich bergauf, aber die großartige Landschaft hat sich schon vor mir aufgebaut. Es ist Samstag, erinnere ich mich. Das heißt zum einen, dass es ziemlich viele Ausflügler in den Park zieht. Zum anderen, dass ich mich heute auch für morgen verpflegen muss. Mit einige, aber nur kurzen Pausen gehe ich in Richtung Süden. Eine längere mit Kirchenbesichtigung und Einkauf in Luz St. Sauveur. Danach geht es in einem schönen Tal ziemlich zügig bergauf. Wie eine Pforte wirken die Bergen - links und rechts steht jeweils ein Dreitausender. Abends regnet es dann und wird ziemlich frisch. Das hätte nicht sein müssen. Also nicht für mich, für die Natur schon.

 

Km: 26,3 Kasse: Euro 156

03.08.2006 um 08:17 Uhr

28. Juli, Der Berg ruft

Musik: Tears in heaven, Eric Clapton

Ganz früh bin ich auch den Beinen und will raus aus der Stadt. Allerdings ist die Herberge bis 7 Uhr abgeschlossen. Aber dann lockt mich doch ein bereits offenes Internet-Café. So viele Mails, so lange keine Einträge. Sorry, wenn ich nicht alle so ausführlich beantworten kann, wie das vielleicht nötig wäre. Ich gebe Gas an der Tastatur – und bin trotzdem erst wieder auf der Straße, als die Sonne schon hoch am Himmel steht. Eigentlich wollte ich schauen, ob die Stadt am frühen, menschenleeren. Morgen ein anderes Gesicht zeigt. Aber jetzt ist sie wieder wuselig wie ein Ameisenhaufen. Also weiter durch die Hautes Pyrenees. Immerhin sehe ich an einem Souvenirladen eine riesige Auswahl an Postkarten und finde auch eine von meinem nächsten Ziel, dem Mont Perdu, der aber schon in Spanien liegt. Weit komme ich heute eh nicht mehr, aber ich versuche, noch ein paar Kilometer unter die Füße zu bekommen. Immerhin komme ich mit der Verpflegung mal wieder gut weg. Ich bekomme zwei zerbrochene Brote und verunglückten Apfelkuchen sehr günstig. Außerdem eine Dose Sardinen geschenkt. Dann mache ich mich auf den Weg in den Süden, erstmal die Sonne im Gesicht. Nach etwas über einer Stunde kann ich die Hauptstraße endlich verlassen und auf eine kleine Nebenstraße einbiegen. Ein paar kleine Dörfer liegen auf den Weg. Ruhig, beschaulich, friedlich … Dahinter die Berge, die Schritt für Schritt näher kommen. Ich schaue auf die Höhenmeter: 407. Der Pass, den ich wahrscheinlich übermorgen erreichen werde, liegt auf 2255. Puh. Und vor allem hätte ich, als ich im Valle de Boi war, relativ einfach rüber nach Westen gehen können, dann hätte ich mehr von den Bergen gehabt. Bevor ich wieder auf die große Straße stoße, schlage ich mein Zeit auf einer kleinen Baumwiese auf und schaue mal wieder nach Sternschnuppen. Aber ich bin zu müde und schlafe ein, bevor es richtig dunkel ist.

 

Km: 17,1 Kasse: Euro 164