23. Juli, Ich bin über de(n)m Berg
Musik: Neil Young, Burned
Der Morgen beginnt ernüchternd. Ich habe nichts mehr zu essen. Ich habe Gummi in den Knien. Ich habe einen ziemlichen Sonnenbrand. Und ich weiß, dass ich die Berge, die ich jetzt überquert habe, in die andere Richtung noch einmal bewältigen muss. Kurz die frische Bergluft inhaliert und los. Ich muss mich nach Osten wenden, immer noch ohne richtigen Weg. Aber der kommt nach einer guten halben Stunde, kommt aus einer anderen Richtung, mehr Osten. Immerhin, er bringt mich schnell und gut ins Tal und nach Hospice de France. Auf die Frau, die ich nach einer Einkaufsmöglichkeit gefragt habe, muss ich schrecklich gewirkt haben. Sie hat mich auf jeden Fall mit allem versorgt, was ich brauche oder zu brauchen schien. Sonnencreme, Tee, Obst, Brot, Paprika … Später gönne ich mir an einem Kiosk noch einen Riegel Schoki. Die Straße kommt, der Verkehr kommt, die Menschen kommen, Bagnesres-de-Luchon kommt, ein etwas komischer Kurort. Ich laufe durch und staune, wie ein so kleiner Ort so hektisch sein kann. Immerhin gibt es etwas zu essen hier, das ist ja auch schon mal was. Bei St. Auventin steht eine schöne Kapelle (natürlich zu, war ja klar). Aber gut für eine kleine Pause im Schatten. Und danach geht ein Weg von der großen Straße ab, der in meine Richtung führt. Ich laufe, bis es dämmrig wird und schlage mich dann in die Büsche.
Km: 25,9 Kasse: Euro 211
