Musik: Sugar Mountain, Neil Young
Heute morgen noch ein wenig ins Internet, ein paar Mails geschrieben und nachgeschaut, was denn so los ist in Fußball-Deutschland. So gesehen bin ich froh, dass ich ein wenig Abstand habe. Da scheint sich ja wirklich alles um den Ball zu drehen. Weniger ist manchmal mehr. Allerdings: Was macht denn mein ehemaliger Nachbar, der Bundesjürgen? Schmeißt den Kuranyi raus und holt dafür Hanke (zum Glück eh gesperrt) und Odonkor. Ich liebe Odonkor – immerhin schon 2 Tore in 73 Spielen. Nicht gerade der Hit für einen Außenstürmen. Und der Hinkel wird dem Klinsi auch noch fehlen, aber dafür hat er ja zwei Mann dabei, die verletzt sind.
Nach einem fulminanten Frühstück gings dann für mich weiter. Nach drei etwas ruhigen Tagen war ich richtig hungrig auf das Laufen. Rene gab mir für die drei Tage 50 Euro, außerdem wollte er mir ein Fresspaket packen, das bis Arles gereicht hätte. Da konnte ich ihn ein wenig bremsen, vor allem, weil sich Käse nun mal nicht so gut hält ohne Kühlung. Ich bekomme dann immerhin so viel mit, wie ich an einem Tag vertilgen kann. Aber danach wird mir diese Köstlichkeit schon fehlen.
Das Wetter ist leider nicht so schön, wie es der Wetterbericht versprochen hat. Es regnet immer mal wieder und ist relativ frisch. Und ich komme auch in ein kleines Gewitter. Aber die Blitze sind weit im Norden, so gehe ich weiter. Am Wegrand stehen kleine blaue Blumen, als Kinder haben wir sie immer Gewitterblumen genannt.
Ich habe beschlossen, dass ich nicht nach Avalon gehe, sondern im Süden vorbeimarschiere. Wie befürchtet laufe ich ein wenig zu schnell los, aber das legt sich dann wieder, als ich den ersten kleinen Anstieg hinauf muss. Danach geht es dann wieder mit gemächlicherem Tempo voran. Aber besser als bisher, die kurze meinen hat Rippen gut getan. Ich gehe über die N6 und merke, wie mich der Lärm und die Hektik der Straße stören. Schnell wieder rein in die Landschaft, ziemlich nette, Gegend hier. Hinter Marrault kommt ein kleiner See und ich finde eine nette Stelle zum ausgiebig Pause machen. Aber da ist eh schon später Nachmittag. Ich gönne mir eine kurze Zeit hier, mache mich dann aber doch noch einmal auf den Weg, wenigstens um einen schönen Zeltplatz zu finden. Und das lohnt sich. Ich finde einen Platz bei einem Bauern, Wasserhahn und eine Bank mit Tisch sind auch da. Und der Bauer spendiert mir ein halbes Baguette, Käse, Fleisch und Wein habe ich noch. Den Käse erkennt er sofort, kauft er hin und wieder auf dem Markt in Avalon.
Kilometer: 19,2, Kasse: Euro 62