Jakobsweg_ohne_Geld

13.07.2006 um 13:12 Uhr

Freitag, 7. Juli, Keine besonderen Vorkommnisse

Musik: Father of day, Manfred Mann

Ich bin weiter am Kanal unterwegs und genieße es, weg von der doch hektischen Gegend am Meer zu sein. Ich bin wieder sehr früh unterwegs, um der brennenden Mittagssonne zu entgehen. Ich genieße den Flug der Schwalben, die dicht über dem Wasser nach Mücken jagen. Höre den vielen Lärchen zu, die immer wieder das gleiche Lied in den Himmel schreiben. Schau den vielen Hausbooten nach, winke hin und wieder den Kindern, die am Bootsrand sitzen und stelle überrascht fest, dass das Korn schon gelb wird. Puh, das Jahr geht schneller als ich. Unwillkürlich lege ich einen Gang zu und marschiere kräftig. Frühstück in Le Somail. Hier kommt die Straße wieder an den Kanal, aber es ist nicht so viel los. Jetzt liegen ein paar kleinere Ortschaften direkt am Kanal. Und der Wein dominiert auf einmal. Und das heißt wieder: Kein Schatten. Zum Glück ist es kein Problem, Wasser zu bekommen. Die Mittagszeit verbringe ich dann im Schatten einer kleinen Kirche. Laufe dann aber bis weit in den Abend rein. Selbst erstaunt darüber, wie weit man noch kommen kann, wenn man nach 19 Uhr noch einmal richtig Gas gibt. Da wollte ich eigentlich schon den Tag beschließen. Aber ich fand keinen schönen Platz zum zelten und eine Frage bei einem Bauer wurde mit einem sehr deutlichen „NO!“ beantwortet. Also dann halt nicht. Auch in Homps finde ich nichts, nur ein Hausboot am anderen. Hier sieht es aus, wie in einem Jachthafen. Also laufe ich weiter, bis es dämmert und schlage mich dann in die Büsche. Km: 36,2, Kasse: Euro 338

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