Musik: Walk on the wild side, Lou Reed
Puh, die Nacht war frisch. Und hart. Und vor allem nass. Sehr nass. Es hat so was von geschüttet, dass ich morgens in einer Pfütze liege, sprich – alles ist patschnass. Als ich mich am Wasserhahn wasche, kommt eine Frau aus dem Haus, stellt eine Thermoskanne, ein Brot und einen Apfel auf den Tisch und meint dann: „Wir sind dann weg.“ Ich bedanke mich noch, aber sie winkt nur ab, wünscht mir guten Weg. Das Brot ist dick mit geräuchertem Schinken belegt. So beginnt ein guter Tag. Leider nicht mit dem Wetter. Immer wieder Gewitter, ein paar Mal muss ich mich unterstellen. Mir scheint es auch nicht so ratsam mit dem Rad als Blitzableiter zu fungieren. So komme ich nicht so schnell voran, wie ich wollte, aber egal. Irgendwo geht ein Wegweiser nach „Island“. Sie haben schon nette Namen hier für ihre Dörfer. Das Wetter wird ein wenig besser, und ich mache auf eine Waldwiese eine Pause, kann endlich Zelt, Schlafsack und Klamotten ausbreiten und trocknen. Geht dann doch ganz schnell, weil die Sonne sich richtig Mühe gibt. Am späten Nachmittag verlaufe ich mich dann irgendwie. Aber heute würde ich es eh nicht mehr schaffen. Also langsam tun, noch eine Pause und dann eine Stelle suchen zum Zelten. Zweimal werde ich abgewiesen. Nein, das geht hier nicht. Bäh! Auch egal, dann zelte ich halt im Schutz von einem kleinen Wäldchen. Aber dann lande ich in Usy, noch mal falsch gelaufen, und beschließe, dass ich das Fußballspiel anschaue. Ich kann meine Sachen im „Spielzimmer“ der Bar abstellen. Ein paar Jungs sind hier, belegen das Internet und verraten mir, dass das hier kostenlos ist. Oh! Ich trinke einen Rotwein, rede mit ein paar Leuten am Tresen über – klar – Fußball. Die WM und das Endspiel heute. Aber auch darüber, dass Auxerre den Trainer rausgeschmissen hat, weil sie nicht in den UEFA-Cup kamen. Ich erinnere mich daran, dass Stuttgart mal gegen Auxerre gespielt hat, aber ich weiß nicht mehr, ob sie gewonnen haben. Mein Wein wird nachgeschenkt, der Wirt winkt nur ab und meint, das ist schon bezahlt. Ebenso Käse, Wurst, Oliven und Brot. Dann sind die Jungs fertig und ich setze mich schnell noch ans Netz, bevor das Spiel losgeht.
Kilometer: 18,9, Kasse: Euro 55
werde mich für die nächsten 2 Wochen verabschieden müssen, da ich meinen Weg ab Burgos fortsetzen werde.
Ich wünsche Dir alle Gute und gute Gelingen. Gruß Dirk Schaumann
Weißt Du eigentlich, dass Du mich auf \'ne Idee gebracht hast? Schau doch mal rein (http://www.blogigo.de/summertime2006) - ich hoffe, Du hast nix dagegen, dass ich auf Dich verweise ;-)
Liebe Grüße und eine schöne Zeit, Flumi
alles Gute vor allem schönes Wetter und nette Leute. Burgos muss toll sein.
Timo
Vielleicht triffst Du Adam aus der Bonner Gegend, müsste jetzt gerade in Burgos sein und schreibt auch ein Blog.