Mittwoch, 21. Juni, Römer und andere
Musik: Absolut beginners, David Bowie
Orange ist ein komisches Städtchen. Eine (selbst für Frankreich) ungewöhnliche Mischung aus antiken Bauwerken, modernen Dingen, Praktischem und Notwendigem und dem morbiden Charme, der das Mittelmeer ankündigt. Ich laufe ein wenig in der Stadt umher, kaufe mir meine Postkarte, gönne mir angesichts meines guten Kontostandes sogar den teuren Eintritt in die Arena und angesichts der hohen Preise kein Eis (Weiß jemand, warum Eis in Frankreich fast dreimal so teuer ist wie in Deutschland?). Der Weg hierher war nicht besonders aufregend. Und er wird es auch weiter nicht, Autobahnen beherrschen das untere Rhonetal. Ich habe keine so rechte Lust, weiterzulaufen, und der Lärm eines Freibades lockt mich an. So gönne ich mir auch diesen Luxus, hänge ein wenig ab und ziehe ein paar Bahnen zwischen kreischenden Kinderscharen und genervten Müttern. Obwohl ich im Schatten war, hole ich mir an den Oberschenkeln einen leichten Sonnenbrand. Als das Bad schließt, hilft mir einer der Bademeister sogar, meine Sachen nach draußen zu tragen. Erst, weil es ihm nicht schnell genug geht, dann, weil er neugierig ist, und ich muss ihm noch eine ganze Weile alles Mögliche erzählen. So bin ich immer noch in der Stadt, als es schon 21 Uhr ist. Niederlande gegen Argentinien. Das muss ich natürlich sehen. Aber sehr enttäuscht, ich bin noch vor der Halbzeit gegangen. Kommt auch nicht oft vor. Ebenso, dass ich mich total verfranze – die blöde Autobahn hat mich total durcheinander gebracht. So verbringe ich wieder eine Nacht in der Nähe der Straße und schlafe schlecht. Auch, weil es zwischendrin mal heftig gewittert und schüttet.
Km: 18,2, Kasse: Euro 429

:o)
Ich war im letzten Jahr dort und leider war ich sehr enttaeuscht von der stadt. Sie war dreckig und laut. Baustellen rund um das Antiktheater und einfach nur... schrecklich..
Wobei... der Weg bis dort hin durch die kleinen Dörfer halt viel netter und spannender war.
Dann mal noch viel spass...