Jakobsweg_ohne_Geld

16.05.2006 um 06:25 Uhr

Samstag, 13. Mai. Schäferstündchen

Musik: Give peace a chance, John Lennon

Nachdem es ja gestern nicht geklappt hat mit dem Blog, mache ich heute noch einen Versuch. Mal wieder sicherheitshalber mit dem Text erst im word ... Die letzten Tage waren vom Wetter her ziemlich wechselhaft. Es hat immer mal wieder geregnet, zum Teil aber auch heftig geschüttet und gewittert. Vor allem heute Nacht. Bin ich sogar aufgewacht. Rene meinte vorher, dass er auch ein paar Mal draußen war, um nach den Tieren zu schauen. Aber im Moment sieht es wieder besser aus. Rene ist gerade beim Bäcker – nach dem Frühstück geht’s für mich weiter. Hier noch mal die letzten Tage im Zeitraffer. Mein erster Tag als oberster Schäfer. Die Schafe sind misstrauisch. Sie wissen genau, dass da heute jemand anders auf sie aufpassen soll. Aber sie nutzen meine Unerfahrenheit nicht über Gebühr aus. Eilig haben sie es nicht, da wird sofort klar. Sie bummeln also mit mir ganz gemütlich den Weg entlang. Zum Glück ist kein Verkehr, nur ein Treckerfahrer kommt entlang, staunt über mich, den Unbekannten, und scheucht die Tiere in die Felder. Auf der Wiese angekommen wird es dann ein ruhiger Tag für mich. Die Schafe fressen ein wenig herum, ziehen es vor, nicht groß durch die Gegend zu laufen. Schade, dass ich nichts mehr zu lesen habe. So habe ich einen eher meditativen Tag vor mir, schaue den Wolken zu und fange Blütenblätter. Auch der Rückweg am Nachmittag klappt bestens, ich habe alle 37 wieder im Gatter als Rene gerade in den Hof fährt. Timing. Ich helfe ihm noch schnell auszuladen, mache mich schnell noch an die Wäsche, dann lassen wir den Tag ausklingen mit einem ausgiebigen Essen, trockenem Rotwein und einer Diskussion über Fußball. Leider kriege ich kein Deutsches Fernsehen, habe also nicht live mitbekommen, wie die Saison zu Ende gegangen ist. Klar, Bayern ist Meister, Köln abgestiegen. Den Rest habe ich mir dann im Internet angeschaut. Kilometer: ungefähr 7, Kasse: Euro 15

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