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<title>Jakobsweg_ohne_Geld</title>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob</link>
<description>Dieses Blog ist Teil meines Weges - meines Jakobweges. Und damit Teil einer sehr ernst gemeinten Schnapsidee, ohne Geld von Ostfildern nach Santiago de Compostela zu wandern. Einfach so. Um zu sehen, ob es geht. Um zu sehen, was passiert. Um zu erleben, wie es ist. 
Start ist der 1. April 2006 (kein Aprilscherz)</description>
<language>de</language>
<dc:creator>heiliger_jakob</dc:creator>
<dc:publisher>heiliger_jakob</dc:publisher>
<pubDate>Fri, 11 Aug 2006 11:59:00 +0200</pubDate>
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<title>10. August, Auf der Autobahn</title>
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Ich dachte, ich bin immer früh unterwegs, aber das täusche
ich mich. Der Camino ist längst schon zur Autobahn geworden. Ein Wanderweg, auf
dem, das lerne ich dann später am Tag, die Freaks schon frühmorgens mit
Stirnlampen loslaufen. Nur, um rechtzeitig am Refugio zu sein und ein Bett zu
bekommen. Nur so kann man es machen, höre ich. Sonst bekommt man keinen Platz
mehr und muss vielleicht in ein teureres Privatquartier. Das kostet schnell mal
2 bis 3 Euro mehr pro Person. Ich sage nichts dazu, nicke nur und mümmle an
meinem Brot. Später höre ich von einem Ehepaar aus Linz, dass die Herbergen
keineswegs so überfüllt sind, dass man sich so sputen muss. Aber es gibt ein
paar Herbergen, die stehen in den Caminoführern und sind deshalb besonders
begehrt. Los Arcos gefällt mir nicht – ich lasse es schnell hinter mir und
laufe auf der kleinen Landstraße nach Torres del Rio auf ein Quartett Holländer
auf. Ich grüße und gehe vorbei. Nach eine halben Stunde kommen sie dann auf...</description>
<pubDate>Fri, 11 Aug 2006 11:59:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/10.-August-Auf-der-Autobahn/152/</link>
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<title>9. August, Flitzesterne</title>
<description> 
Ich konnte mich gar nicht satt sehen. Ein Stern nach dem
anderen flitzt durch den Nachthimmel. Also gut, das war übertrieben, aber 5
Stück habe ich sicher gesehen. Dann bin ich eingeschlafen. Wahrscheinlich hatte
ich mir gewünscht, dass ich mal wieder richtig gut schlafe. Gestern hat das
irgendwie nicht so gut geklappt. Aber zurück zum Morgen. Nachdem ich die
letzten Tage ein sehr lebhaftes Auf und Ab hinter mir hatte, ging es jetzt
durch ein schönes, breites und vor allem ebenes Tal. Rio Salado, Salz-Fluss?
Hm. Bei Lorca kam ich wieder auf den Weg. Nicht zu übersehen, denn es sind
viele Menschen unterwegs. Ich reihe mich ein und mache die ersten
Bekanntschaften mit Fahrrad-Pilger, die sich mit einer Sturmklingel den Weg
freiklingeln. Die könnten auf der Straße, die parallel fährt, viel besser
vorankommen. In Lorca treffe ich eine Engländerin, die verzweifelt nach einer
Stelle sucht, an der sie ihren Pass stempeln kann. Sie hat noch in kaum einer
Ortschaft einen Stempel versäumt,...</description>
<pubDate>Fri, 11 Aug 2006 11:59:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/9.-August-Flitzesterne/151/</link>
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<title>8. August, Vollpension</title>
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Auch das Frühstück war mit drin, davor der Weckdienst mit
einem uralten Traktor, bei dem man die einzelnen Zündungen mitzählen konnte. Es
schien, als müsse er sich jedes Mal überlegen, wie das mit dem Viertakt-Diesel
nun funktioniert. Ich bekomme eine riesige Tüte Trauben geschenkt. Sie hat so
viele von ihrem Sohn, sagt die Bäurin (wenn ich sie richtig verstanden habe).
Und auch Brot, Käse, Oliven und Speck stecken in der Tüte. Das ist so viel,
dass es für den ganzen Tag reicht. Nicht schlecht, den meine Kasse ist seit
gestern wieder im zweistelligen Bereich. So langsam muss ich mal schauen, dass
ich da wieder etwas reinfülle. Und dass ich schneller vorankomme. Leider
widerspricht sich das. Aber laufen geht heute schon. Obwohl es wieder sehr heiß
ist und ich jede Gelegenheit nutze, um an Wasser zu kommen. Allerdings sind das
nicht viele. Aber die ersten zwei Stunden geht es schon. Dann baut sich die
Autobahn auf. Wie eine Barriere kommt sie mir vor – komisch, dass man als...</description>
<pubDate>Fri, 11 Aug 2006 11:58:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/8.-August-Vollpension/150/</link>
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<title>7. August, Sierra de la Sierra</title>
<description> 
Ich seh aus wie ein Streuselkuchen. Die Mücken haben mich
wirklich voll erwischt. Komischerweise juckt es nicht, aber ein Pilger aus
Mailand, den ich in Sanguesa treffe, gibt mir eine Creme gegen Stiche. Der
ältere Herr spricht nur wenig Englisch, kein Deutsch oder Französisch oder
Spanisch. Aber wenn ich es richtig verstanden habe, macht er sich jedes Jahr
für zwei Wochen auf den Weg und schafft dann so um die 200 Kilometer. Aber er
nimmt sich viel Zeit, um die Kirchen und Klöster auf dem Weg zu besichtigen und
zu fotografieren. Dazu schleppt er eine Fotoausrüstung mit sich herum, die
aller Ehren wert ist. Inklusive zwei Blitzgeräten und einem Stativ. Und weil
das so schwer ist, hat er eine Art Einkaufswägelchen mit einem großen Doppelrad.
Man muss ja nicht alles tragen. Da hat er Recht und muss an meinen Fahrradesel
denken. Hier in Sanguesa gibt es eine Menge zu sehen und fotografieren. Allein
das Portal der Kirche ist wie ein Ausflug in eine andere Welt. Eine Reise durch
Himmel...</description>
<pubDate>Fri, 11 Aug 2006 11:57:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/7.-August-Sierra-de-la-Sierra/149/</link>
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<title>6. August, Am Mückensee</title>
<description> 
 6. August, Am Mückensee   
 
 
Man kann nördlich des Stausees gehen, durch die kleine, aber
wohl sehr schöne Sierra de Leire. Eine wilde Landschaft, hat einer der Männer
gesagt, die sich lohnt. Oder man kann südlich vorbei gehen am See und dann nach
Sanguesa gelangen. Ich entscheide mich für die Südroute. Dabei kommt man
eigentlich gar nicht an den See, aber irgendwie bin ich dem kleinen Flüsschen
zu lange gefolgt, war dann in Rusta und fand mit Hilfe von zwei Mountainbikern
einen schönen Weg am Ufer des Sees entlang. Und da auch einen netten Zeltplatz.
Der Jakobsweg geht eigentlich weg vom Stausee, aber irgendwie war mir nach See
und Wasser. Rusta war die einzige nennenswerte Ortschaft heute, und die
einzige, wo es etwas zu kaufen gab. Ansonsten war nicht viel zu berichten. Außer,
dass ich lange vor dem Zelt lag und in den Nachthimmel geschaut habe. Irgendwo
vom anderen Seeufer kam der Lärm einer großen Straße und eines Campingplatzes
oder so daher. Ich warte immer noch auf...</description>
<pubDate>Fri, 11 Aug 2006 11:57:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/6.-August-Am-Mueckensee/148/</link>
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<title>5. August, Folge dem Kaninchen</title>
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Zuerst ein Filmquizz: In welchem Film kommt der Satz vor:
„Folge dem Kaninchen“? Ok, das ist einfach, muss ich nicht auflösen. Ich folge
erst einmal der Muschel. Die ist eigentlich unübersehbar – und doch gab es
gestern Abend schon Diskussionen, welchen Weg man denn am besten nimmt. Es gibt
nie einen Jakobsweg, so scheint es mir, es sind immer Dutzende. Noch ein kräftiges
Frühstück, noch mal schauen, ob auch alle Wäsche eingepackt ist, und dann geht
es los. Jorges Mutter ließ sich es sich nicht nehmen, mir ein Fresspaket
mitzugeben, das mich schier erdrückte. Kaum aus der Stadt draußen, war die
Muschel schon wieder weg. Irgendwo hatte ich sie wohl doch übersehen. Aber ein
Mümmelmann hoppelte ganz geruhsam von links nach rechts, einfach den Weg
entlang. Folge dem Kaninchen, dachte ich, und so fand ich auch die Muschel
wieder. Und den Weg, den man mir gestern ans Herz gelegt hat: Über den Monte
Guaso nach St. Juan de la Pena. Eine schöne Strecke, die es aber mit einigen...</description>
<pubDate>Fri, 11 Aug 2006 11:56:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/5.-August-Folge-dem-Kaninchen/147/</link>
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<title>3.-4. August, Jaca und der Jakobsweg</title>
<description> 
Ein komisches Gefühl ist es schon, als ich früh morgens nach
Jaca hineinlaufe. Jetzt bin ich also auf dem Jakobsweg. Den hatte ich bisher ja
immer mal wieder gekreuzt, ihn eine Strecke lang begleitet, aber auch immer
wieder verlassen. Jetzt werde ich das wohl eher nicht mehr tun oder nicht mehr
können. Und nach allem, was man mir so gesagt hat, wird sich das gerade auf
meine Art des Pilgerns auswirken. Ich bin gespannt. Voller gemischter Gefühle.
Ich bin mit Jorge erst gegen 12 Uhr verabredet und so habe ich noch ein wenig
Zeit, die Stadt ungefiltert zu genießen. Ein gutes Gefühl, auch wenn ich ein
wenig zu spät dran bin, die Stadt „erwachen“ zu sehen. Im Süden geht das eben
schon ziemlich früh von statten. Trotzdem liebe ich es, das quirrlige
Morgenleben zu beobachten. Danach endlich wieder ein Abstecher ins Internet –
Blog und Mails schreiben. Jorge ist einigermaßen pünktlich und wir machen uns
auf einen kleinen Spaziergang durch die Stadt. Jorge redet ununterbrochen....</description>
<pubDate>Fri, 11 Aug 2006 11:54:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/3.-4.-August-Jaca-und-der-Jakobsweg/146/</link>
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<title>Neue Postkarten</title>
<description>Habe am Wochenende neue Scanns von Timos Postkarten bekommen - endlich mal wieder was zum Gucken, nicht nur zum Lesen. 
Günter

Da es hier nicht klappt, nur zu sehen unter: heiligerjakob.blog.de
</description>
<pubDate>Mon, 07 Aug 2006 13:03:18 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/Neue-Postkarten/145/</link>
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<title>2. August, Himbeeren</title>
<description>  Gestern habe ich mich noch geärgert, weil ich noch ein Stück laufen musste, heute bin ich froh. So bin ich noch näher an Jaca und kann es an einem Tag gut erreichen. Blöd nur, dass ich nichts auf dem Weg habe, wo ich mich verpflegen kann. Kein größerer Ort kommt. Nur Sabinanigo, und das ist ein Umweg. Aber in den Apfel muss ich wohl beißen. Immerhin finde ich unterwegs wilde Himbeeren in Mengen. Ansonsten lasse ich es langsam angehen. Die Straße nervt mich schon wieder, obwohl wenig Verkehr ist. So verlasse ich sie, als das geht, und folge dem kleinen, reißenden Flüsschen. Erst war ich mich nicht sicher, ob das gut war. Aber dann sehe ich, dass sich so mein Umweg sogar verkürzt. Wenn der Weg weiterhin so gut bleibt. Er bleibt. Ein paar Mal muss ich Sackgassen überwinden, indem ich einfach weiter über die Wiesen gehe. Der Fluss ist mein Wegweiser. Die Nacht war ziemlich kalt und so genieße ich die Sonne, die schnell das Tal wieder mit einer angenehmen Wärme füllt. Sabinanigo gefällt mir....</description>
<pubDate>Thu, 03 Aug 2006 10:01:20 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/2.-August-Himbeeren/144/</link>
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<title>1. August, Blasen</title>
<description>  Rob und Liz können besser Deutsch, als sie das zugeben wollen. So geriet die Unterhaltung über die Blasen, die sich Liz gelaufen kurzfristig ein wenig in den Bereich unterhalb der Gürtellinie und sorgte für eine Verbesserung der Stimmung. Ansonsten war alles andere nicht dazu angetan, gute Laune zu haben. In der Nacht hatte es geregnet, und unser Platz stand unter Wasser. Wir mussten erst einmal unsere Sachen trocken kriegen. Aber das gelang nur schlecht. Der Käse, den Liz im Rucksack hatte, war voller Ameisen und Rob hatte gestern irgendwo seine Trinkflasche vergessen. Aber das war alles nicht, verglichen mit den Blasen, die sich Liz gelaufen hatte. Und mit dem Aufstieg, den wir vor uns hatten. Runde 550 Höhenmeter auf weniger als acht Kilometer Strecke. Und dann auf der anderen Seite wieder 700 Meter runter. Und das nächste Dorf war knappe 2 Stunden weg. Zum Glück ging es, als wir Liz Ferse gut abklebten und den Schuh, dessen Innenfutter sich aufgelöst hatte, herausschnitten. Und dann kam die...</description>
<pubDate>Thu, 03 Aug 2006 09:44:09 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/1.-August-Blasen/143/</link>
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<title>31. Juli, Wieder in Spanien</title>
<description>  Abschied von Terry und David, sie machen einen Boden zurück nach Gavarnie. Rob und Liz gehen mit mir zusammen rüber nach Spanien und wollen dann versuchen, irgendwie mit dem Bus oder Taxi zurück nach Gedre zu kommen, wo ihr Auto steht. Oh, das wird nicht einfach. Wir haben einen giftigen Anstieg hinter uns, ein Schild weist uns darauf hin, dass wir hier in Spanien sind. Und ein noch größeres erklärt, was hier alles verboten ist. Eigentlich alles. Die beiden schlucken. Wild campen steht an zweiter Stelle, gleich hinter Feuer machen. Ich zucke nur mit den Schultern und wir gehen weiter. Eine schöne Landschaft. Obwohl es Hochsaison ist und wir auf gut gepflegten Wegen gehen, treffen wir kaum mal einen Menschen. Schließlich kommen wir ein kleines Tal. Bergab geht es doch besser. Und die Bäume halten den Schatten ab. Eine alte Ruine taucht auf. Wie kommt die hierher? Zu abgelegen scheint uns die Gegend, als dass man hier eine Burg hätte bauen müssen. Sie gibt immerhin ein schönes Fotomotiv für...</description>
<pubDate>Thu, 03 Aug 2006 09:21:32 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/31.-Juli-Wieder-in-Spanien/142/</link>
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<title>30. Juli, Die Kartenlosen</title>
<description>  In Gedré entschließe ich mich zu einem Kaffee und treffe zwei Engländer, Robert und Liz, die ebenfalls zum Pass hochlaufen wollen. Sie fragen mich, ob wir zusammen laufen, denn sie haben ihre teuren Wanderkarten im Hotel in Pau vergessen. Ich sage ihnen, dass wir gerne zusammen laufen können, aber ich habe gar keine Karten. Nur, der Weg zum Pass hoch ist ja nicht zu verfehlen. Sie wollen allerdings noch ein wenig im Park selbst laufen. Der Wirt meint, dass man in Gavarnie sicher noch Kartenmaterial bekommen kann. Also laufen wir guter Dinge weiter. Die beiden sind ein wenig erstaunt über das Tempo, das ich anschlage. Aber gut, ich bin es jetzt so langsam gewohnt. Der Ausflugsverkehr nimmt noch einmal zu, Sonntag. In Gavarnie gibt es keine Wanderkarten. Aber immerhin einen kleinen Laden, der noch offen hat. Und noch ein Paar aus England, aus Bristol. Terry und David sind bestens ausgerüstet mit nagelneuen Klamotten, Stöcken, GPS und natürlich Karten. Robert hat sie angesprochen und die beiden...</description>
<pubDate>Thu, 03 Aug 2006 08:41:54 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/30.-Juli-Die-Kartenlosen/141/</link>
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<title>29. Juli, Auffi muas i, i muas, i muas …</title>
<description>  Noch vor dem Frühstück habe ich mich verlaufen. Was für ein Tagesbeginn. Ich war einfach nicht konzentriert und folgte einem Schild, das den Pyrenäen-Nationalpark auswies. Aber da will ich gar nicht hin. Zum Glück traf ich eine Frau, die mich fragte, wo ich hin will. So kam ich zum einen auf den richtigen Weg und zum anderen zu einer Einladung zum Frühstück. Also wieder runde 3 Kilometer zurück und dann die Straße entlang. Noch geht die Straße nur gemächlich bergauf, aber die großartige Landschaft hat sich schon vor mir aufgebaut. Es ist Samstag, erinnere ich mich. Das heißt zum einen, dass es ziemlich viele Ausflügler in den Park zieht. Zum anderen, dass ich mich heute auch für morgen verpflegen muss. Mit einige, aber nur kurzen Pausen gehe ich in Richtung Süden. Eine längere mit Kirchenbesichtigung und Einkauf in Luz St. Sauveur. Danach geht es in einem schönen Tal ziemlich zügig bergauf. Wie eine Pforte wirken die Bergen - links und rechts steht jeweils ein Dreitausender. Abends...</description>
<pubDate>Thu, 03 Aug 2006 08:28:13 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/29.-Juli-Auffi-muas-i-i-muas-i-muas/140/</link>
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<title>28. Juli, Der Berg ruft</title>
<description>  Ganz früh bin ich auch den Beinen und will raus aus der Stadt. Allerdings ist die Herberge bis 7 Uhr abgeschlossen. Aber dann lockt mich doch ein bereits offenes Internet-Café. So viele Mails, so lange keine Einträge. Sorry, wenn ich nicht alle so ausführlich beantworten kann, wie das vielleicht nötig wäre. Ich gebe Gas an der Tastatur – und bin trotzdem erst wieder auf der Straße, als die Sonne schon hoch am Himmel steht. Eigentlich wollte ich schauen, ob die Stadt am frühen, menschenleeren. Morgen ein anderes Gesicht zeigt. Aber jetzt ist sie wieder wuselig wie ein Ameisenhaufen. Also weiter durch die Hautes Pyrenees. Immerhin sehe ich an einem Souvenirladen eine riesige Auswahl an Postkarten und finde auch eine von meinem nächsten Ziel, dem Mont Perdu, der aber schon in Spanien liegt. Weit komme ich heute eh nicht mehr, aber ich versuche, noch ein paar Kilometer unter die Füße zu bekommen. Immerhin komme ich mit der Verpflegung mal wieder gut weg. Ich bekomme zwei zerbrochene Brote und...</description>
<pubDate>Thu, 03 Aug 2006 08:17:35 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/28.-Juli-Der-Berg-ruft/139/</link>
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<title>27. Juli, Lourdes – ein Fehler</title>
<description>   Ganz sicher war ich mir nicht, aber jetzt, wo ich in der Stadt bin, da kommt es mir so vor, als hätte ich schon heute morgen gewusst, dass es ein Fehler ist, nach Lourdes zu gehen. Meine Beine sträubten sich schon am Morgen dagegen. Wollten sich nicht den kleinen, giftigen Anstieg hochquälen. Mein Magen war dagegen, so viel Wasser und so wenig Essen zu sich zu nehmen. Nichts zu kaufen bis zum Nachmittag. Und der Kopf, der hing seltsam leer herum. Dabei war Lourdes ja ein Ziel gewesen. Jetzt lag es vor mir, wie ein Amphitheater eingebettet in den Talkessel. Aber das Stück, das da unten gespielt wurde, das gefiel mir nicht. Aber natürlich wollte ich es sehen. Also Augen auf und rein. Ich glaube, es gab noch keinen Ort, der mich so enttäuscht hat. Wo war der Geist? Wo das Gefühl? Wo die Ruhe? Die Andacht? Ich kam mir vor wie in einem überdimensionalen Souvenirshop. Carcassonne war dagegen ein beschaulicher Ort. Wer bisher nicht der Meinung war, dass man Seeligkeit und das Glück im Paradies kaufen...</description>
<pubDate>Fri, 28 Jul 2006 09:45:06 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/27.-Juli-Lourdes-ein-Fehler/138/</link>
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<title>26. Juli, Aufgestiegen</title>
<description>  Das Tal der Adour ist wirklich wunderschön. Ein schöner Weg geht zum Teil ein paar Meter neben der Straße. Ich genieße es, wieder sehr früh unterwegs zu sein. Aber dann kommt die Sonne wieder und steigt auf den Rucksack. Ich mache Pause, zu lange, und bereue es. Es wird schnell heiß und sehr schwül. Die Grottes de Medous liegen am Weg. Das wäre eine nette Abkühlung, ein paar Stunden da drin zu verbringen. Aber für eine Abkühlung ist es zu teuer. Außerdem will ich unbedingt mal wieder schauen, was meine Mailbox macht. Und ein paar Seiten blog sollte ich auch einmal wieder schreiben. Also gehe ich weiter nach Bagnere de Bigorre. Die Stadt ist heiß und atmet schwer. Aber sie hat eine Internet-Kneipe. Auch hier ist es heiß, aber es gibt Wasser und eine Pizzeria. Also ran an die Mails. Danke für die Geduld, die Ihr gehabt habt. Das ist schon Schwerstarbeit, sich da durchzuwühlen. Spams und Freunde zu trennen und dann noch immer ein paar nette Sätze zu schreiben. Viel passiert ist nicht. Der...</description>
<pubDate>Fri, 28 Jul 2006 09:28:23 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/26.-Juli-Aufgestiegen/137/</link>
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<title>25. Juli, Tour der Leiden</title>
<description>  Mit einem guten Frühstück im Bauch und ein paar Kopien von Wanderkarten meiner nächsten Strecken mache ich mich wieder auf den Weg. Wenn ich die Höhenangaben richtig erkenne, dann liegt Arreau auf einer Höhe von 698 Meter – und praktisch hinter der Stadt beginnt der Aufstieg zum Col d’Aspin. Da oben sind es dann 1489. In engen Kehren windet sich die Straße den Berg hinauf. Und jeder, der sich da einmal ohne Motorhilfe hinauf gequält hat, der weiß, warum die Tour de France auch Tour der Leiden heißt. Denn die zieht hier regelmäßig hinauf. Nicht weit davon ist der noch berüchtigtere Col du Tourmalet, der bis über 2100 Meter hochgeht. In früheren Jahren hatte einer der Fahrer die Organisatoren der Tour einmal als Mörder beschimpft, weil sie den Pass in die Tour eingebaut haben. Und es ist wirklich mörderisch. Es zieht sich. Das Wasser ist schnell alle. Ein Pärchen aus Berlin macht in einer Kehre Picknick und füllt meine Flasche nach. Irgendwann bin ich oben. Ich setze mich auf einen...</description>
<pubDate>Fri, 28 Jul 2006 09:06:27 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/25.-Juli-Tour-der-Leiden/136/</link>
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<title>24. Juli, Ruinat</title>
<description>  Die kleine Straße ist schön zu laufen. Immer mal wieder ein Baum, der Schatten gibt, wenig Verkehr, die Berge als Kulisse. Ich habe das Laufe ein wenig automatisiert – gehe, ohne groß nachzudenken. Genieße es, wenn die Landschaft langsam, aber stetig an mir vorbei zieht. Bourg d’Oueil taucht auf. Der kleine Ort wirkt auf mich, als hätte man ihn vergessen. Kein Mensch auf der Straße. Wohnt hier jemand? Ja, ein Vorhang bewegt sich, ein zuckt im Schatten seiner Hütte matt mit dem Schwanz … Bareilles schein mir ein wenig lebendiger. Aber das ist relativ. Es geht bergab, es wird heißer … Ich erreiche Arreau. Arme und Gesicht im Brunnen kühlen. Die Kirche ist offen. Ich beschließe eine kleine Pause. Der Innenraum hat nichts Besonderes zu bieten, aber es ist nett und alles passt zueinander. Während ich mir den Altar anschaue, kommt eine Frau und stellt Blumen in eine Vase. Sie sieht meinen Rucksack und die Muschel und wir kommen ins Gespräch. Über den Jakobsweg, über das Wandern und über...</description>
<pubDate>Fri, 28 Jul 2006 08:52:39 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/24.-Juli-Ruinat/135/</link>
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<title>23. Juli, Ich bin über de(n)m Berg</title>
<description>  Der Morgen beginnt ernüchternd. Ich habe nichts mehr zu essen. Ich habe Gummi in den Knien. Ich habe einen ziemlichen Sonnenbrand. Und ich weiß, dass ich die Berge, die ich jetzt überquert habe, in die andere Richtung noch einmal bewältigen muss. Kurz die frische Bergluft inhaliert und los. Ich muss mich nach Osten wenden, immer noch ohne richtigen Weg. Aber der kommt nach einer guten halben Stunde, kommt aus einer anderen Richtung, mehr Osten. Immerhin, er bringt mich schnell und gut ins Tal und nach Hospice de France. Auf die Frau, die ich nach einer Einkaufsmöglichkeit gefragt habe, muss ich schrecklich gewirkt haben. Sie hat mich auf jeden Fall mit allem versorgt, was ich brauche oder zu brauchen schien.  Sonnencreme, Tee, Obst, Brot, Paprika … Später gönne ich mir an einem Kiosk noch einen Riegel Schoki.  Die Straße kommt, der Verkehr kommt, die Menschen kommen, Bagnesres-de-Luchon kommt, ein etwas komischer Kurort. Ich laufe durch und staune, wie ein so kleiner Ort so hektisch sein kann....</description>
<pubDate>Fri, 28 Jul 2006 08:32:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/23.-Juli-Ich-bin-ueber-de-n-m-Berg/134/</link>
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<title>21. und 22. Juli, Ende der Steinzeit</title>
<description>  Ist schon ein komisches Gefühl, jetzt auf einmal alleine aufzuwachen. Jagger ist weg. Keine Stones-Lieder mehr. Dafür Steine vor mir. Ein großer Haufen Steine, der auf den Namen Pico de Aneto hört. Und davor noch ein kleiner Bergrücken. Den gehe ich dann schnell an. Der Weg ist gut und geht auf der Kuppe angenehm bergab. Was für ein Gefühl, auf einmal wieder alleine unterwegs zu sein. Ich kann mein eigenes Tempo gehen, meine eigenen Pausenzeiten machen, die eigene Route nehmen … Und ich habe niemanden mehr, der etwas anderes als ich sieht, riecht, hört, denkt … Ich brauche eine Weile, bis ich mich daran wieder gewöhnt habe. Inzwischen erreiche ich Senet. Letzte und einzige Möglichkeit, Verpflegung aufzunehmen und mich nach der Route zu erkundigen. Ersteres ist schwer, aber immer noch einfacher als die Geschichte mit der Route. Letztlich erfahre ich alles und nichts. Ich treffe nur Menschen, die alle wissen, wo es langgeht, aber die noch nie selbst über den Berg gelaufen sind. Und alle...</description>
<pubDate>Fri, 28 Jul 2006 08:07:12 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/heiliger_jakob/21.-und-22.-Juli-Ende-der-Steinzeit/133/</link>
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