Wundervolle
Frauen, sehr geehrte Männer!
Dass SEX
"die schönste Nebensache der Welt" sei, wird uns immer wieder
eingeredet. Doch in der Natur gibt es keine Nebensachen, alles, womit
wir ausgestattet sind, einschließlich unserer Triebe, hat eine
fundamentale Bedeutung. Wir schleppen keinen "Ballast" mit uns herum,
den man als "Nebensache" einordnen könnte.
Wer einmal
selbst schweren Liebeskummer hatte oder ihn vielleicht jetzt gerade
hat, dem ist klar, welch ungeheure Kräfte dahinter stecken müssen.
Soviel Druck der Natur für eine Nebensache?
Die
Wahrheit, über die wir hinweg getäuscht werden sollen, ist eine andere:
Bei allen sich geschlechtlich vermehrenden Lebewesen dient Sex der
Fortpflanzung, doch bei monogam lebenden Lebewesen kommt noch etwas hinzu: Im
Zuge von vollständigem Sexualverhalten werden Weibchen und Männchen
innerlich aufeinander fixiert, wird eine gegenseitige Liebe aufgebaut,
die durch keine andere Liebe erreicht wird (im Falle eines Falles auch
die Mutterliebe übertrifft): So entsteht die perfekte Lebensgemeinschaft!
Nun gibt es
sicherlich eine Menge an verschiedenen sozialen Lebensformen in der
Natur, doch das Merkmal für echte Monogamie ist ein sehr einfaches: Kann
ein Individuum, ob Weibchen oder Männchen, so stark auf einen
Sexualpartner fixiert werden, dass es meint, ohne diese Partner nicht
mehr leben zu können und dass es sich für andere mögliche Sexualpartner
nicht mehr sexuell interessieren kann, dann liegt strenge Monogamie vor.
Genau das
ist bei Menschen der Fall, wie auch Erkenntnisse aus unseren
zivilisierten (nicht mehr artgemäß lebenden) Gesellschaften beweisen:
Jedem von uns sind Fälle bekannt, in denen eine Frau auf einen Mann vollständig
fixiert war/ist bzw. ein Mann auf eine Frau. Schließlich gibt
es einseitige felsenfeste Liebe ja nicht gerade selten, das herrschende
verkürzte Sexualverhalten verhindert nur die gegenseitige feste Liebe.
So sind
"Forschungen" über das Sexualverhalten von Menschen stets mit Vorsicht
zu genießen: Wenn man Gesellschaften untersucht, in denen bereits das
verkürzte Sexualverhalten gelebt wird, kann man natürlich nicht
herausfinden, wie Frau und Mann triebgerecht miteinander umgehen.
Entsprechend findet man für jedes und alles irgendwelche Belege, gibt es
keine klare Erkenntnis, sondern ein diffuses Spektrum an Meinungen. Das
belegt auch die Torten-Statistik unten aus einem Frage-Forum:
Dabei ist
es Tatsache, dass Sexualverhalten artenspezifisch genormt ist, dass es
z.B. keine Art gibt, in der manche Individuen auf strenge Monogamie
eingestellt sind, andere aber irgendwie anders. Damit ist klar, dass die
Existenz von eindeutigen sexuellen Fixierungen auf einen Sexualpartner,
wie sie von Menschen bekannt ist, bereits der Beweis für in uns
angelegte strenge Monogamie ist.
Doch es
gibt auch einen höchst plausiblen anderen Grund, von in uns angelegter
Monogamie auszugehen: Über Jahrmillionen lebten unsere Vorfahren in
Sippen, für deren Überleben der soziale Zusammenhalt notwendig war. Man
musste sich untereinander bestens verstehen. Nun wissen wir alle,
welchen Hass sexuelle Eifersucht aufbauen kann, sie gehört zu den
klassischen Motiven sogar für Mord.
Nun rechnen
Sie sich einmal selbst aus, was aus dem notwendigen sozialen
Zusammenhalt in menschlichen Sippen geworden wäre, wenn irgendein Mann
sich auch an den Frauen anderer Männer "vergriffen" hätte oder
irgendeine Frau sich auch an den Männern anderer Frauen!!! Gesetze oder
künstlich geschaffene Moralmaßstäbe hätten das nicht sicher verhindern
können, nur eines konnte das sicher verhindern: Interesselosigkeit an
"Seitensprüngen", also vollständige sexuelle Erfüllung durch den eigenen
Lebenspartner, innerlich gewollte strenge Monogamie.
Zu bemerken
ist noch, dass gerade die Hirnregionen, in denen das Sexualverhalten
bestimmt wird, den stammesgeschichtlich ältesten Teil unserer Hirne
ausmachen: Sie sind seit ca. 1 Million von Jahren unverändert!
Mit
herzlichen Grüßen
Ihr
Winfried
Sobottka, United Anarchists