von katzen und menschen
Diese Woche haben Dilek und ich einen langen Artikel über Katzen aus der “Zeit” gelesen und übersetzt. Ich lese dabei den deutschen Text laut auf Englisch vor und Dilek schreibt es in Türkisch nieder, immer die Erlebnisse mit unseren eigenen Katzen vor Augen.
Der Artikel handelt von der Haustierforschung und ist zu weiten Teilen den Miezen und dem Katzenforscher Dennis C.Turner, der in Zürich arbeitet und lehrt, gewidmet. Alles mögliche können diese Süßen, und umso erstaunlicher scheint dies, da sie sich als überzeugte Nachtjäger und Einzelgänger sehr gut dem Sozialgefüge der Menschen angepasst haben. Nur eines tun sie niemals: Befehle ausführen und sich in Hierarchien eingliedern. Mit Disziplin und Strafen ist da gar nichts auszurichten. Manchmal hätten sie allerdings Lust, „gehorchen zu spielen“, besonders, wenn noch eine kleine Belohnung herausspringt.
Ach wäre es bei uns Menschen auch so! Hätten wir nur Lust, eine bessere Welt spielerisch zu realisieren! Unsere Kultur wäre der Gipfel….. Aber was tun wir: wir wollen Hierarchien, einen Führer, der uns sagt wo’s langgeht. Wir kriegen den Arsch nicht hoch, es sei denn, es wird uns Strafe angedroht………
(In den Nachrichten wird von einem amerikanischen Soldaten berichtet, der mehreren Irakern, die er zuvor hinknien ließ, je eine Gewehrsalve in den Rücken jagte. Nun plädiert sein Anwalt auf „Selbstverteidigung“).
Unsere Katzen akzeptieren uns keinen Augenblick als unsere Chefs. Aber sie lieben uns.
