Inner city blues/vagina

29.11.2004 um 17:44 Uhr

Di Lorenzo kündigt

von: hibou

-Di Lorenzo hat zu Ende des Jahres gekündigt, Poacher!

-Hoffentlich wird er‘s nicht bereuen....

-Würdest du mich je verlassen, Poacher?

-Ach, Lieutenant, manchmal träume ich davon, in einem Krankenhaus zu arbeiten.

-Da könntest aber nicht am Arbeitsplatz rauchen!

-Dafür gibt’s da Drogen.

28.11.2004 um 09:33 Uhr

Dorothee mit Nerz

von: hibou

- Was hast Du auf der Hochzeit über Philippe herausgefunden?

- Er hat Dorothée einen Nerz geschenkt

- Und?

- Und nun, wo dir nicht mehr kalt ist, Liebling, hat er gesagt, hast du Hunger, oder möchtest du was trinken? Und sie - ich konnte es gerade noch verstehen - flüsterte: nur zum Bumsen hab ich Lust.... Und weißt du, was er geantwortet hat, Lieutenant?

- Sag schon

- Etwas vergisst man doch immer....

- Heißt Du nun eigentlich in der Halbwelt "das Auge", Poacher? Vielleicht sollten sie Dich "das Ohr" nennen?

25.11.2004 um 22:59 Uhr

perche?

von: hibou

„Warum hab ich mich auf dich eingelassen, Poacher?“

„Du sahst dich selbst in mir?“

„Und warum geht es so gut mit uns?“

„Weil wir uns so nahe kamen, dass das Vertraute fremd wurde, Lieutenant, Liebste.“

24.11.2004 um 19:35 Uhr

Ungewiss

von: hibou

„Poacher sag, wie sollen wir unser Baby nennen?“

„Wenns ein Mädchen wird: Sarah.“

„Hast Du was dagegen, Di Lorenzo als Paten zu bitten?“

„Kann ich noch nicht entscheiden, Lieutenant.“

23.11.2004 um 17:31 Uhr

Brooklyn

von: hibou

„Eine gute Nachricht, Lieutenant!“

„Sag?“

Di Lorenzo hat endlich den Fall Gössl und Reder gelöst.“

„Ich bin gespannt.“

„Die beiden Paare haben in Brooklyn eine neue Galerie eröffnet.“

„Und die im 1.Bezirk?“

„Betrügerischer Konkurs. 600 000 ATS Steuerschulden.“

„Wer ist der zuständige Finanzbeamte?“

„Der Schediwy. Aber er meint, dass wir nichts tun können.“

„Geh! Wir könnten die Globocops einschalten?“

Weißt Du, dass Gössl jetzt mit der Frau vom Reder zusammen ist und der Reder mit seiner Frau?“

Ach, hat Di Lorenzo das auch recherchiert? Aber das spielt ja wohl keine Rolle für uns, Poacher?“

„Außer, dass der Schediwy nicht mehr durchblickt, Lieutenant, Liebste.“

22.11.2004 um 18:14 Uhr

Telegramm in der Nacht

von: hibou

„Fast scheint es, als ob Tom Waits in den Fall Gössl und Reder verwickelt sein könnte.“

„Theoretisch wär’s möglich, er war zu der Zeit in Wien.“

„Hab ihm bereits ein nächtliches Telegramm geschickt, Lieutenant.“

„Hast Du Antwort? Lies vor.“

„Er schreib nur kurz.“

„Lies schon.“

„‘I promise when the sun comes up/I promise I’ll be true‘.“

„Da siehst Du, warum wir mal vormittags arbeiten sollten.“

21.11.2004 um 14:58 Uhr

unwichtige fragen

von: hibou

„Poacher, eine Frage?“

„Ja?“

„Was würdest Du tun, wenn Du an Ostern in Juarez hängenbliebest?“

„Ich würde die süße Melinda besuchen. Aber nicht zu früh zu ihr gehen.“

„Und wenn sie Dir dann Deine Stimme nimmt und Dich den Mond anheulen lässt?“

„Schicksal, Lieutenant.“

 

19.11.2004 um 18:40 Uhr

ach, Poacher, amore....

von: hibou

„Poacher, jetzt dichte Du mal für mich!“

„Na gut. Also los:

 

sauer bier

 

auf meiner contessa de luxe

schreibe ich

hau in die tasten (rund)

kling! macht der wagen

und: schwupp! schieb ich ihn

schwungvoll zurück

so dass mein bierglas

vom tisch fliegt

und: platsch! sauer bier

sagt mein teppich.“

 

„Poacher....echt konkrete Poesie das... Aber die Bilder?“

 

„OK. hör zu:

ich hab was auf der kante

ich kann die zeche bezahlen

ich fische auch im trüben

ich spring noch nicht über die klinge

hab was in petto

und schwer was drauf.“

 

Ach, Poacher, Amore, und wie wärs mit was Erotischem?“

 

„spanner

im zweispänner

deep penetration from the rear.“

 

„Brrrrrh. Genug für heut“

18.11.2004 um 23:14 Uhr

und mein herz?

von: hibou

„Du bist schon überall gewesen, hast die Berge und das Meer gesehen....“

„Das nächste Mal nehme ich Dich mit, Lieutenant.“

„Und mein Herz, Poacher.“

„Und die Raben um den Turm?“

 

„Alle erzählen sich von Dir

 Du hättest keinen festen Wohnsitz

 und Deine billigen Geschäfte

und von wo Du gekommen bist

es gibt hier Leute, die mir sagen

Du seist grad am Scheitern....“

Aber doch jetzt nicht mehr, wo Du auch dichtest, Lieutenant, Liebste!“

 

 

17.11.2004 um 19:26 Uhr

home

von: hibou

„Danke für die Rosen!“
„Hier bei Dir gefällts mir besser als in dem kleinen Hotel.“
„Ich genieß zuweilen das Unbehauste.“
„Was denkst Du, wie es mit uns weitergeht, Poacher?“
„Die Träume von gemeinsamem Leben türmen sich unter meinem Bett, Lieutenant.“

15.11.2004 um 15:52 Uhr

von deinen blicken

von: hibou

„Du sagst ja gar nichts?“
„Ich fülle mich mit Worten, und Du läßt mich überfließen.“
„Und ich werde schon von Deinen Blicken schwanger, Poacher.“
„Ist Liebe die Freude und die Angst, einem Menschen Raum zu geben?“
„Frag Dich eher, was Di Lorenzo dazu sagen wird.“
„Er wird zufrieden sein, dass ihm der Fall Gössl und Reder jetzt bleibt, Lieutenant.“


11.11.2004 um 17:54 Uhr

Freundschaft

von: hibou

“Wir sind gute Freunde, nicht?"

"Küsst man denn so seinen besten Freund?"

" Nicht, wenn er einem gleichzeitig das Höschen auszieht"

"Oh, das habe ich unbewusst getan.”

 

10.11.2004 um 19:29 Uhr

Eine Seele

von: hibou

"Du darfst mich küssen", sagte sie, "aber ohne Zunge". In dieser Hinsicht war sie altmodisch. "So lange du nicht für uns sorgen kannst, läuft nichts."

Warum ziehen wir alle das Unmögliche dem Möglichen vor? Und zwar reihum....
"Haare schwarz. Augen wie Feuer. Eine Seele, die sich nie verdüstert."

09.11.2004 um 20:15 Uhr

Beileid

von: hibou

„Mein aufrichtiges Beileid zum Tod Ihres Mannes!“

„Kommen Sie, Poacher, Sie wissen wohl auch, dass es eine Erlösung für ihn war...“

„Werden Sie wieder heiraten?“

„Ums Himmels Willen nein. Kinder kann ich wohl keine mehr kriegen, und wenn ich mal einsam würde....“

„Sie können auf mich zählen, Lieutenant.“

08.11.2004 um 17:34 Uhr

wofür poeten nicht geliebt werden

von: hibou

„Ist es wahr, dass Sie Lyrik schreiben?“

„Würde das etwas ändern?“

„Unsinn, Poacher, ich mag Sie wie Sie sind.“

„Ein Poet hat es gut, Lieutenant. Nie wird er seines Geldes, seiner Grundstücke oder seiner Muskeln wegen geliebt.“

07.11.2004 um 10:20 Uhr

er meditiert

von: hibou

„Wie hat Ihnen Yokohama gefallen, Poacher?“

„Eigentlich ganz gut. Sieht ähnlich aus wie bei uns in Hibbing. Nur mehr Häuser“

„Und wie sind Sie mit Inspektor Seiko zurechtgekommen?“

„Das war zuerst ungewohnt, Lieutenant. Er meditiert.“

06.11.2004 um 16:11 Uhr

beim sopherl

von: hibou

„Ja hallo? Ich bin grad beim Sopherl.

Am Sonntag ist Konzert? Wo?

Ja. Wunderbar, wunderbar.

Ja ich denke schon. Wo bist Du jetzt?

Ah so. Oben bei dir.

Ja, das passt, September.

Nein da eher nicht, s’ist noch zu heiß, ja.

Ist im September was wichtiges?

Zweite bis dritte Woche, ja, einverstanden.

Wann ham wir voriges Jahr?

Und wenn wir zum Haisaki gehen? Der war sehr gut. An der kleinen Neugasse, ja.

Das Lokal ist Scheiße aber das war  sehr gut.

Naa. Das war mit der Martina. der Martina vom Günter.

Nein, nein, es ist besser. Wie in Japan. Es ist hervorragend.

Er war besoffen und dann bin ich gleich mit ihr weg ins Wirtshaus.

Also kommst? In einer halben Stunde? Bist schneller? Ist gut.“

 

„Hallo Lieutenant?“

„Ja?“

„Ich habe eben mit dem Kamikaze einen Termin gemacht.“

„Nehmen Sie ihm bloß das Akkordeon ab, Poacher.“

04.11.2004 um 20:51 Uhr

Milchkaffee

von: hibou

„Was nehmen Sie, Poacher?“

„Einen kleinen Milchkaffee.“

„Es gibt nur eine Größe.“

„Gut. Einen Milchkaffee.“

„Störe ich Sie beim Schreiben, Poacher?“

„Nein.“

„Warum schauen Sie mich dann so an?“

„Auch Sie sind eine ganze Welt, Lieutenant.“

03.11.2004 um 19:50 Uhr

wieder motoradfahrn

von: hibou

„Stimmt es, dass bei der Geburt Ihre beiden Füße nach hinten wiesen, Poacher?“

„Das ist richtig.“

„Ist ja unglaublich.“

„Ich bin mit vier operiert worden. Ich könnte wohl sonst kaum Motorrad fahren, Lieutenant.“

02.11.2004 um 19:03 Uhr

Pfarrer Bös

von: hibou

„Ist Ihre Familie nicht auch vertrieben worden, Poacher?“

„Hm. Ich stamme aus den Karpaten, aus Lita.“

„Deutsch-Lita oder Windisch-Lita?“

„Keine Ahnung. Ist das wichtig?

„Ich fragte mich, ob Sie vielleicht auch den Pfarrer Bös kannten?“

„Das Gräslein weiß nichts vom Acker, aus dem es wuchs, Lieutenant.“