indalo

26.03.2017 um 17:37 Uhr

weicher Saft

von: indalo

Ein Wochenende bei Freunden. Es sind nicht mehr nur Bekannte, es sind Freunde. Ich war Teil der Familie, einfach so, ganz natürlich. Ich fühlte mich wohl, ich gehörte dazu. Wir redeten, über alles. Und ganz besonders wichtig war die Rückfahrt gestern. Die Hinfahrt machte auch schon etwas, denn schon da vertraute sie mir. Auf der Rückfahrt stellte ich ihr eine persönliche Frage, ohne zu fragen, ob ich sie fragen darf. Und sie fragte ebenso persönlich. Es war gut und wichtig. Es fühlt sich richtig an. Ich fühle mich wieder richtig. Das ist meine Welt, mein Leben. Ich war gerade länger glücklich als nur einen Moment, nur einen Tag. Es ist noch kein Zustand, doch das ist okay. Kleine Schritte. Und genau das ist dieses Wochenende. Ein kleiner, aber bedeutender Schritt, den ich mit unglaublich viel leckerer Nahrung machte. Ich habe den weichesten Saft meines Lebens getrunken, frische Kakaofrucht gegessen und farbenfrohe sowie abwechslungsreiche Kuchenstücke. Da war noch mehr, aber das gehört jetzt einfach zu meinem Leben dazu. Ich muss es nicht extra erwähnen.

"The winner takes it all" ertönt im Radio. 

21.03.2017 um 21:30 Uhr

Alles, außer dich zu belügen und zu betrügen

von: indalo

Durch dich weiß ich, dass ich war, wer ich sein wollte. Dass meine Realität auf mich zutrifft. Meine Vorstellung der Welt ist möglich, für mich. Und womöglich sollte ich dir dafür danken. Doch ich bin nicht dankbar. Denn was nützt es einem zu wissen, was wahr ist, wenn es doch nicht möglich ist? Denn nur weil ich tatsächlich so lebe wie es mir gefällt, heißt das nicht, dass andere da mitmachen. Und genau das verfluche ich jetzt. Denn wenn ich nicht so wäre, würde ich jetzt nicht so leiden. Mich so einsam fühlen. Mit dir stirbt ein Teil von mir. Keine Kindheitsträume, keine Luftschlösser, sondern wirklich ein Teil von mir. Sogar ich lasse mich im Stich. Und womöglich werde ich eines Tages dankbar sein können, dich kennen gelernt zu haben, doch momentan war es der größte Fehler meines Lebens, dich an mich heran zu lassen. Denn ein ähnlicher Fehler wird mir so schnell nicht noch einmal passieren. 

In meiner aktuellen Serie hieß es heute „We are not friends anymore. And I am starting to wonder if we ever were.“ Du hast es anders gesagt. Denn aus deiner Sicht sind wir noch Freunde, du willst Freunde sein, aber du sagst, dass wir es nicht waren. Du sagst es, du stellst es nicht in Frage. Du teilst es mir nur mit. Und nicht du allein, sie tut es auch. Sie bezeichnet mich als Ex - welch Ironie. Sich nicht, aber mich. Das ist nicht nur ironisch, das ist absurd. Aber wohlwissend, dass sie gerade der Mensch deiner Wahl ist, kann ich sagen, dass du das ebenso siehst. Sie beeinflusst dich. Sie und ihre aktuelle Weltsicht, in der es nur schwarz und weiß gibt. In der wir keine Freunde waren. Sicherlich bin ich gerade der letzte Mensch, der das beurteilen sollte, aber sie tut dir nicht gut. Sie spielt voll rein in deine Selbstzerstörung. Denn sie würde nicht einmal zu deinem Geburtstag kommen? Nur, weil sie verhindern will, dass du dich in den Zug setzt, kommt sie. Nicht deinetwegen. Sehr schade. 

Wisse, dass ich alles für dich tun würde. Alles, außer dich zu belügen und zu betrügen. 

19.03.2017 um 23:49 Uhr

I will survive

von: indalo

Ein Ukulele Konzert mit meinem Lieblingsmenschen. Dieses Lied wurde gesungen. Musik, die Magie der Musik, sie berührte mich leicht. Und dieses Lied habe ich mir von heute rausgepickt. Man hört nur, was man hören möchte. And I will survive. …as long as I know how to love, I know I’ll stay alive. Und ich sagte dir im Herbst, dass ich in Erwägung zog, meine Sachen zu packen und zu verschwinden. Wirklich zu verschwinden. Es kam die blöde Reaktion „schon wieder?“, die mir zeigte, dass du meine Worte nicht verstehst. Denn ernsthaft, ich wollte gehen und alles hinter mir lassen. Doch dann tauchten einzelne Menschen in meinem Geiste auf. Menschen für die ich lebe. Menschen, denen ich genug bin. Nicht nur genug, nicht nur gut genug, sondern für die ich genau richtig bin, für die ich wichtig bin. Und es zeigte mir, dass es nicht mein Job ist, der mich hier hält. Es ist nicht der Ort selbst. Es sind diese einzelnen Menschen, wegen derer ich bleibe. Nicht für sie, sondern ihretwegen. Weil sie es mir Wert sind. Die nächste Brücke zu nehmen war nie eine Option, denn Leben lohnt sich. Auch mit Schmerz zu leben lohnt sich, doch das heißt nicht, dass man nicht auch vor dem Schmerz weglaufen darf. Er wird bleiben, für immer. Diese Wunde wird nie heilen, aber es wird andere gute Dinge geben, die mich ablenken. Und irgendwann werden die anderen Dinge mehr werden und dann werde ich auch eines Tages wieder sagen können, dass ich glücklich bin. Für länger als einen Moment, für länger als einen Tag. 

It took all the strength I had not to fall apart

Kept tryin' hard to mend the pieces of my broken heart

And I spent oh so many nights just feeling sorry for myself

I used to cry, but [some day] I hold my head up high

And you see me, somebody new

I'm not that chained up little person still in love with you

And so you felt like dropping in and just expect me to be free

But now I'm savin' all my lovin' for someone who's lovin' me

Für jemanden, der mich für den Menschen liebt, der ich bin. Für den ich genug bin, so wie ich bin. Denn schon viel zu lange bin ich dir nicht genug. 

18.03.2017 um 00:09 Uhr

Ohne Freunde glücklich?

von: indalo

Soll man, kann man, darf man? Mir fehlt das passende Hilfsverb. Daher einfach nur: Ohne Freunde glücklich? Geht das?

Um mal wieder das Offensichtliche zu kommentieren: Ich liebe meine Freunde. Es ist mehr als mögen, es ist lieben. Es ist brauchen. Es ist wollen. Und auch wenn ich ein Jahr ohne meine Freunde am anderen Ende der Welt unterwegs bin und lange niemanden gesprochen und gesehen habe, bin ich absolut glücklich. Nicht, weil sie mir nicht wichtig sind, sondern weil ich weiß, dass es sie gibt. Also nein, ich glaube, dass ich ohne meine Freunde nicht glücklich bin. Nicht sein kann. …soll man das denn? Es ist logisch und natürlich, andere Menschen zu brauchen - wäre es trotzdem besser, unabhängig zu sein? 

Mein Leben war perfekt. Ich war glücklich, lange genug um es nicht nur als Phase zu bezeichnen. Es war einfach so. Jetzt bin ich unglücklich. Ich bin nicht undankbar, denn ich habe so viele Dinge. Ich finde sie in anderen Menschen, die Qualitäten nach denen ich suche. Ich sehe sie, ich fühle sie, ich liebe sie. Also muss es doch möglich sein, glücklich zu sein. Und ich sehe die Ironie darin, nach so vielen Monaten zu sagen „Ich kann mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen, aber ich kann ohne dich glücklich sein.“ Denn auf die letzte Zeit zurückblickend muss ich mir kein Leben ohne sie vorstellen, ich kann es betrachten. 

So, mein Leben ist nicht mehr perfekt. Das tut weh, insbesondere mit meiner Art des Perfektionismus. Doch jetzt den zweiten Menschen zu erleben, wie er ebenso kalt und abweisend mir gegenüber ist, kostete mich bereits die letzten zwei Nächte. Auch den gestrigen Tag, denn da hab ich knapp vierundzwanzig Stunden eine Serie geguckt um mich zu betäuben. Es hat nichts genutzt. Wie auch immer, auch da zu sehen, wie… irrelevant Freunde sind, macht so viel mit mir und meiner Welt. Zurück zum Anfang. Es war ne schöne Zeit, aber ich habe mich geirrt. Ich spule zurück, ungefähr ein Jahrzehnt. Alle Prognosen von damals sind eingetroffen. Über diese beiden Menschen gab es keine Prognosen. Ich erinnere mich an keine. Ich hatte auch nie Zukunftsvisionen mit ihnen - erstaunlich, nicht wahr? Oder spricht da der Selbstschutzmechanismus, der sie nun alle ausblendet? Wer weiß. Doch es bleibt ironisch, dass während sie versucht zu beweisen, dass sie ohne Freunde glücklich sein kann, ich versuchte zu zeigen, dass es nicht ohne sie geht. 

13.03.2017 um 21:47 Uhr

Die schönste Antwort und der Pamperspo

von: indalo

Fragen sind echt mein Ding. Viel mehr als Antworten. Insofern stelle ich unheimlich gern Fragen. Und neulich fragte ich endlich meinen Lieblingsmenschen, seit wann er Kinder möchte. Erst kam eine Jahreszahl und als ich verwirrt feststellte, dass er das anscheinend sehr genau an etwas festmachen kann, musste ich nochmal nachfragen, was es auslöste. Und die Antwort war total simpel, was sie noch schöner macht. „Als ich Marie kennenlernte.“

Das war der eine schöne Moment letzte Woche, am vierten Geburtstag seiner Tochter. Dass seine Frau mir heute erzählt, dass sie das vorher gar nicht wusste, löst in mir ein stolzes Grinsen aus. Sie sind im dreizehnten Jahr ihrer Beziehung, mehr als die Hälfte davon verheiratet, und dieser Liebesbeweis wurde bisher nie kommentiert. 

Wir gehören zusammen, ganz klar. 

Doch eigentlich möchte ich seit dem Tag etwas anderes festhalten. Die Magie. Das Unausgesprochene, was manchmal ausgesprochen wird. Das Unerklärliche, was manchmal so klar wird. Denn da saß ich im Schneidersitz auf dem Boden und sprach mit dem Geburtstagskind, als ihre bald dreijährige Cousine zweiten Grades, die ich vor nem halben Jahr das erste und bis zu dem Tag letzte Mal in ihrem Leben sah, zu mir kam und sich in meinen Schoß fallen ließ. Weder guckte sie mich vorher an, noch interessierte sie im Geringsten, ob das für mich okay ist. Ich hab zwar mit dem Geburtstagskind versucht zu interagieren, das gelang aber eher schlecht als recht. Auch die kleine Schwester hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht beachtet. Keine meiner Handlungen ließ darauf schließen, dass ich Kinder mögen würde. Doch sie ließ ihren Pamperspo in meinen Schoß fallen und saß dann da. Sie wollte auch gar nicht meine Aufmerksamkeit, sie spielte mit irgendwas in ihrer Hand. Ich war - wie man womöglich mittlerweile merkt - ziemlich irritiert. Eine meiner Theorien, warum die kleinen Kids in meinem Umfeld trotz einjähriger Abwesenheit sofort gut auf mich zu sprechen waren, ist ja, dass sie sehen, wie ihre Eltern auf mich reagieren. Doch die Mama der Kleinen war nicht einmal anwesend, sie war mit dem Opa da, und dem hab ich brav die Hand geschüttelt. Also warum in aller Welt lässt sie sich mit völliger Selbstverständlichkeit in meinen Schoß fallen?! Sicherlich kenne ich auch die Theorie, dass kinderliebe Menschen das einfach ausstrahlen - aber so sehr? Ich weiß ja nicht. Als sie später wieder das gleiche tat, guckte ich meine Freundin achselzuckend an und bekam als Reaktion „Ja, sie ist so. Sie wird von Menschen, die gut mit Kindern können, total angezogen. Wenn ich mit ihr zum Kinderturnen gehe, wuselt sie immer nur bei der Leiterin rum und ist nie in meiner Nähe.“ Dazu fällt mir als erste Reaktion nur ein, ihr eine Hand aufs Bein zu legen und mit einem tiefen Blick in die Augen zu sagen „Du kannst auch gut mit Kindern.“ - „Aber nicht so.“ Und ich weiß, was sie meint. Und dass es kein fishing for compliments ist. Faszinierend. Dieses Kind geht lieber zu wildfremden Menschen (und das bin ich nun einmal für sie), statt zu ihren Verwandten. Auch als andere anwesende Omas ihren Schoß anboten, schüttelte sie den Kopf und bog in meine Richtung ab. Wäre das irgendwie ein Wettbewerb, hätte ich da triumphieren können. Doch um dieses Kind haben die Oma und ich uns nie gestritten, also kam ich auch nicht zu meinem Triumph. Trotzdem ging das runter wie Öl, und ich bin dankbar. 

11.03.2017 um 09:05 Uhr

Ich bin die Bedrohung

von: indalo

Darum dreht es sich. Mein Leben lang. Mein ganzes, verdammtes Leben lang. Und es ist verdammt. Denn ich weiß, dass der ein oder andere immer wieder meint mir sagen zu müssen, dass das hier nicht meine Schuld ist. Dass es nicht an mir liegt. Und ich reagiere darauf seit Monaten mit den Worten „Doch, es liegt an mir, an meiner Persönlichkeit. Und nur daran.“ Du scheiterst an mir. Du bist an mir gescheitert. Du willst nicht so sein, und ich will auch nicht so sein. Ich verdränge, vergesse, ignoriere es. Immer wieder. Auch das wird mir gespiegelt. Wie sympathisch es mich macht, das scheinbar nicht zu sehen. Nicht zu sehen, wie toll ich bin. Ein Teufelskreis aus dem ich nicht herauskomme. Vielleicht scheiterst du auch daran, mich davon nicht überzeugen zu können. 

Und genau das war gestern mein Gedanke zu meinem sichersten Menschen. Es gibt kein Konfliktpotenzial zwischen uns, weil sie kein Konkurrenzdenken hat. Null. Sie wird bleiben. Weil sie nicht gegen mich antritt. Also abgesehen vom Sport, und da lebt sie seit Anbeginn damit, zu verlieren. (Und da geht die Rutsche wieder runter, denn dann bin ich an ihrem Leben Schuld? Hilfe! Dieser Gedankengang würde gerade in der Hölle enden. …vermutlich der Grund, warum ich es nicht wahrhaben möchte.)

Jetzt hast du den Spieß umgedreht. Denn ja, wir haben uns gedreht. Du zeigst mir nicht mehr, wie gut ich bin, sondern du willst dir jetzt beweisen, dass ich es eben nicht bin. Grandios, und da komme ich ins Spiel und weigere mich, das Gute in mir aufzugeben. Schachmatt, wir beide. 

10.03.2017 um 22:58 Uhr

Bin ich gut so wie ich bin? - Ja.

von: indalo

Im Grunde versuche ich gerade für Veränderungen offen zu sein. Für Verbesserungsvorschläge, explizit zu meiner Person. In einer der Verzweiflungsphasen vorgestern rief ich eine Freundin an um zu fragen „Bin ich gut so wie ich bin?“ Sie ging nicht ans Telefon. Ich erreichte eine andere Freundin über Nachrichten, sie antwortete sofort mit Ja. Abends fragte sie ihren Mann, der ebenso schnell Ja sagte. Nächsten Morgen bekam ich eine weitere Nachricht, dass ich jetzt nicht alles in Frage stellen soll. 

Doch, vielleicht sollte ich genau das. Vielleicht sollte ich alles hinterfragen um mir dann dieser Dinge wieder sicher zu sein. So sicher, dass man sie mir nicht irgendwann nehmen kann. Denn eins der Grundprobleme momentan ist, dass sie mir alles nimmt. Alles. Ich schaff es nicht, mir meine Realität zu bewahren. Und wenn ich das nicht schaffe, dann war sie nicht stark genug. Die Realität, nicht der Orkan, der sie (bzw. mich) gerade umhaut. 

Also, alles hinterfragen. Nachfragen, ob man mir sagen würde, wenn ich etwas ändern sollte. So weit, so gut. Mein sicherster Mensch bleibt das auch. Sie wird nie gehen, da ist einfach kein Konfliktpotenzial. Die Nächste schafft es, mir zufällig einen Liebesbeweis zukommen zu lassen, denn ich gehöre zur Familie. Und die Familie sieht das ebenso!

Wie auch immer, ich versuche gerade, offen zu sein. Und da sitzt madame vor mir und knallt mir etwas vor die Füße, was mich dazu bringt, die Arme vor der Brust zu verschränken und sie auffordernd anzugucken. Autsch. Das scheint gesessen zu haben. Bin ich wirklich so naiv? Also, ist es wirklich so naiv zu glauben, dass ich damit leben kann? Was sie mir da vor den Latz knallt, das weiß ich schon lange. Den Umstand an sich. Verdammt lange. Sie ist nicht der einzige Mensch in meinem Leben, der seinen Finger da schon unangenehm drauf gehalten hat, aber dass sie es jetzt wieder tut - ebenso unverhofft - das bringt mich zu der Frage, ob ich wirklich jahrelang eine Lüge lebe. Verdränge ich es? 

Ich mache zu, denn ich möchte einfach nicht einsehen, dass mir das das Leben erschwert. Ich glaube in der Tat, dass ich damit umgehen kann, dass es mir damit gut geht, ich meinen Weg damit gefunden habe. Vielleicht indem ich es meistens ignoriere, aber auch das ist eine Form des Umgangs. Hmm. Und nun? Selbst wenn es so wäre, was würde ich ändern?

Ja, manchmal wünsche ich mir ein simpleres Leben. Weniger Gefühle. Denn würde ich sie nicht so sehr lieben, würde es jetzt nicht so sehr wehtun. 

09.03.2017 um 11:46 Uhr

Und die Achterbahnfahrt geht weiter

von: indalo

Das Fatale der Situation ist, dass mit jedem Fünkchen Kraft, den ich wiederfinde, ich gleich wieder baden gehe. Ich kämpf mich aus dem Schlamassel raus, erklimme die Leiter und nehm' gleich wieder (absichtlich?) die Rutsche. Das ist ein Teufelskreis. 

Gestern hab ich mich davon getrennt. Von dir, von mir. Auch wenn du immer von einem Uns redest… Das hat mich vielleicht aufgeregt. Ich soll es abhaken. Was? Dich? Und deine Antwort ist „uns“. Denn dich soll ich nicht abhaken, nicht wahr? Du hast diese Entscheidung (welche war das doch gleich?) ja auch weder für dich, noch für mich getroffen. Nur für uns. Hör auf, dich hinter diesem Uns zu verstecken. Es gibt kein Wir. Es gab auch nie das Wir, von dem du redest. Und vielleicht hast du das immer noch nicht begriffen. Mein Wir gab es, für dieses Wir tust du das gerade aber nicht. Sondern für dein Uns. Und das zeigt mir doch nur, dass es zum Scheitern verurteilt ist. Ich sage „So wird das nichts.“ und ich werde Recht behalten. Ich will es nicht, aber es wird so sein. Denn so wird das nichts. 

Und ich sage dir noch etwas. Es ist nicht beängstigend, wie wichtig du mir bist, es ist jedoch beängstigend, mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen leben zu müssen. Und das kannst du nicht. Ganz offensichtlich nicht. Wenn ich dir alles Gute wünsche, schreibst du zurück. Danach nicht mehr. Denn die Panik kam, nicht wahr? Sie ist wieder verflogen, weil du weißt, dass du mich immer noch am Haken hast. Ich muss konsequent sein. Ich muss gehen. Du musst sagen können, dass ich dich verlassen habe. Denn die Welt verlässt dich. Alle gehen, keiner liebt dich. 

Ja, die Erkenntnis, dass du zu schwach bist und ich das Ruder übernehmen soll, die hatte ich in den letzten Monaten immer mal wieder. Aber eben auch die Erkenntnis, dass wenn ich jetzt das Steuer übernehme, es gegen den nächsten Baum fährt. Das weiß ich. Und deswegen sitze ich im Schachmatt. Oder gerade eher Patt. Denn egal, was ich tue, es ist falsch. Weil du im Irrglauben lebst. (Natürlich kann auch ich mich irren, doch davon musst du mich dann endlich mal überzeugen.)

Solange du in deiner Scheinwelt leben willst, in der alle dich verlassen und die Welt so unfassbar ungerecht ist, kann ich nichts tun. Auch wenn alles in mir danach schreit, dir diesen Denkfehler zu nehmen. 

Guck nicht, was von dem Uns in dein Leben passt. Guck, ob ich in dein Leben passe. 

Und es geht nur um eine große Entscheidung. Eine Entscheidung mit deren Konsequenzen du nicht leben möchtest. Denn ich soll sie untergraben, die Entscheidung. Ich soll um dich kämpfen, auch wenn du mich verlassen hast. Und ja, ich treffe die Entscheidung, dass du mit den Konsequenzen deiner Entscheidungen leben lernen musst. Eine Entscheidung, die ich vor ewigen Jahren getroffen habe. Für dich? Vielleicht. Aber hauptsächlich für mich. Denn ich möchte nicht, dass jemand Entscheidungen für mich trifft. Jeder trifft alle seine Entscheidungen für sich selbst. Und wenn ich das in einigen Tagen auch noch so sehe, dann werde ich dir eine neue Email schicken. Ob mit oder ohne Ankündigung, mich zu verändern. Denn da spricht vermutlich der Bock in mir. Ich brauche Klarheit, und möchte nicht nur aus Trotz sagen: „Lerne mit den Konsequenzen deiner Entscheidungen zu leben. Akezptier' einfach, dass du meine Welt zerstört hast.“

08.03.2017 um 03:40 Uhr

Glückliche Menschen sind Egoisten

von: indalo

Dieser Gedanke, nein, diese Erkenntnis kam mir gerade. Und das kann gemein klingen, ist es aber nicht unbedingt. Glückliche Menschen sind Egoisten. Als ich vor ‘nem Jahr hier etwas dazu schrieb, wie glücklich ich bin, hieß es, dass das sehr harte Worte waren. Auch da wusste ich, wie das gemeint war. Jetzt stehe ich nur auf der anderen Seite und diese harten Worte werden mir gesagt. Also ist es an der Zeit, meine Sachen zu packen. Denn du bist glücklich. Der Mensch, der für mich erreichbar und zeitgleich vermutlich einer deiner intensivsten Gesprächspartner ist, sagt das. Du bist auf dem richtigen Weg. Und da ich mir nicht vertrauen kann, werde ich auf diese Aussage vertrauen. 

Egoisten sind scheiße. Du bist so etwas von scheiße geworden, dass egoistisch die treffendste Bezeichnung ist. Ergo, du bist glücklich. (Und nein, diese Rechnung geht nicht immer auf.)

Und auch ich wünsch dir alles Gute

06.03.2017 um 01:00 Uhr

Das Ende meiner Welt

von: indalo

Ich weiß, dass jeder in einer schmerzhaften Situation glaubt, dass es nichts schlimmeres geben kann. Das weiß ich. Und ich versuche, mir das täglich vor Augen zu führen. Immer wieder. Ich versuche, mir zu sagen, dass dies nicht das Ende der Welt ist. Ich versuche zu glauben, dass es nicht das Ende meiner Welt sein muss. Doch ich kann mich nicht überzeugen, ich schaff es nicht. Es IST das Ende meiner Welt. Es ist mein Ende. Und nein, ich werde nicht von der nächsten Brücke springen. Das wird es nicht. 

Du tust mir weh. Die ganze Zeit. Jede Begegnung reißt neue Wunden, tiefere Wunden. Es wird nicht besser. Ich dachte, es würde besser werden, ich dachte, es geht bergauf. Aber das ist gelogen. Ich habe mich selbst betrogen. Ich habe verdrängt, nicht verarbeitet. Ich kann das nicht verarbeiten. Ich weiß nicht wie. 

Es wäre so viel leichter, wären wir ein Paar gewesen. Es wäre so viel leichter, wenn du nicht so lange (mit)gespielt hättest. Du hast mich betrogen, belogen, verarscht. Du hast mich enttäuscht. Ja, das Gute der Enttäuschung ist, dass man nicht mehr getäuscht wird. Doch das Fatale ist, dass damit alles in sich zusammenfällt. Allem voran ich. Denn ich weiß, dass du nicht der Arsch bist, aber ich bin es auch nicht. Ich werfe dir eine Sache vor, und ein paar daraus resultierende Dinge. Aber abgesehen davon will ich dich schützen. Ich rede mit einem Teil meiner Freunde nicht, weil das Auswirkungen auf dich hat. Ich will nicht, dass sie dich meiden, weil sie sehen, was du mit mir machst. Es kann funktionieren, das alles. Das große Wir, der Freundeskreis. Das kann weitergehen, denn der heutige Tag hat mir gezeigt, dass ich bei der Oberflächlichkeit mitmachen kann. Das ist auch sein Gedanke: „Ich bin da optimistischer als ihr es seid.“ Doch seine Antwort auf meine Stunden später gestellte Frage, worauf er diese Aussage stützt, zeigt deutlich, dass er keine Ahnung hat. „Das liegt womöglich an einem Mangel an Informationen, aber meines Wissens nach ist nichts Großartiges vorgefallen, also schafft ihr das schon.“ Und einerseits hat er Recht, es ist nichts Großartiges vorgefallen, aber es wäre so viel leichter, wenn dem so wär. Hättest du mich einfach nur betrogen, wäre die Situation klar. Aber so versteht mich keiner, und jedem, dem ich versuchen würde es verständlich zu machen, dem tue ich zeitgleich nur weh. Ich stecke in einer Patt Situation. 

Und weißt du, was vermutlich noch gruseliger zu denken ist? Es wäre so viel leichter wärst du tot. Nein, ich wünsche dir nicht den Tod, aber es wäre leichter. Ich wünsche dir das Leben, da mein Leben aber zu deinem geworden ist, muss nun irgendwo in meinem Leben eine Grenze gezogen werden, damit wir koexistieren können. Ja, nach außen kann das funktionieren. Wie gesagt, das Oberflächliche bekomme ich auf die Reihe. Aber das ändert nichts daran, dass in mir alles schmerzt. Die Fassade steht, die Wissenden kommen an und fragen, ob es mir gut geht. Ich wirke fröhlich. Doch ein Satz aus meinem Mund, der die Situation klar umreißt, und sie schaut mich verzweifelt an. Sie weiß nichts zu sagen, sie ist hilflos. Und ich weiß, wie sich das anfühlt und will es doch niemandem antun. Sie kann nichts sagen, sie kann es nicht besser machen, sie kann den Schmerz nicht lindern, den du mir zufügst. Nichts kann das. Nur die Ablenkung. Und jetzt Urlaub zu haben, macht mir Angst. Ich würde gerne Freunde besuchen, aber ich habe nichts zu erzählen, ich würde nur jammern. Und das möchte ich nicht. 

03.03.2017 um 22:29 Uhr

Gravitationsfeld

von: indalo

Du bist mein Gravitationsfeld. Das ist unglaublich zu spüren. Du - und zu meinem Glück nicht du allein - bist das Gegenteil von Superman's Kryptonite. Du hauchst mir Leben ein. Doch nicht nur das, du ziehst mich an. Wenn ich mit dir durch die Straßen gehe, gibt es nur uns zwei. Oder drei. Ob mit oder ohne Kind. Es ist als würden wir in einer Seifenblase durch die Gegend treiben. Das merkte ich neulich schon, als du in den Bus gestiegen bist und auf einmal eine Welt um mich herum auftauchte. Sie war auch vorher da, aber sie hatte nichts mit uns zu tun. Das war verwirrend. Doch gestern, als es nach Jahren mal wieder nur dich und mich gab, kein Kind, da sprang ich auch neben dir her. Und ich lachte, du lachtest, wir lachten. Es gab nur dich und mich. Und mehr als das spüre ich, dass du diese Anziehung ganz stark auf mich ausübst, je dichter du bist. 

Wir kennen uns seit so vielen Jahren. Ich für meinen Teil habe schon vor mehr als nem Jahrzehnt beschlossen mit dir alt zu werden. Du siehst das jetzt auch endlich so. Doch in all den Jahren fühlte ich nie - auch rückblickend nicht - diese Gravitation. Du und ich, das war schon damals wie bei E.T., aber von Anziehung war nichts zu merken. Woher es jetzt auf einmal kommt, weiß ich nicht, vielleicht bemerke ich es auch jetzt erst. Aber die Aussage „Du bist die Sonne, um die ich kreise“ ist keineswegs so kitschig wie man meinen könnte. Es ist schlicht und ergreifend die Wahrheit. 

23.02.2017 um 19:53 Uhr

Wiedergutmachungsangebot vom Leben

von: indalo

Gestern war wieder so ein komischer Tag. Einer dieser Tag, an dem man total willkürlich die verschiedensten winzigen Entscheidungen trifft und daraus etwas ganz Großes werden könnte. Die Verkettungen von Ereignissen, die einem meist nicht klar sind. Ich beobachte viel, ich durchdenke alles, doch ich möchte gerade nicht mehr. Denn ich bin gerade ganz böse auf die Nase gefallen. Und dabei war vorher alles so eindeutig. Doch dazu schrieb ich schon vor bald neun Jahren einen Eintrag. Selten haben mich Zeichen auf Glatteis geführt, aber damals schon. So richtig sehr. Und jetzt wieder. Ja, es sind viele Jahre vergangen, vielleicht muss das ab und an passieren. Doch wenn dem so ist, warum dann überhaupt an solche Zufällen glauben?

Seit Jahren laufe ich jeden Tag den gleichen Weg zur Arbeit. Immer vorbei an den gleichen Bäumen und Sträuchern. Viel passiert da nicht. Und schon recht früh bemerkte ich auf der linken Seite ein leerstehendes Haus. Schon damals zog es mich irgendwie an. Dann wurde es nach einigen Monaten abgerissen. Aha. Da baut wohl jemand neu? Nein, nichts passiert. Die Bauarbeiter gingen, das Gras ist wieder gewachsen. Die Monate zogen weiter ins Land. Ich überlegte, ob ich damals die Bauarbeiter hätte ansprechen sollen um zu fragen, wem dieses Grundstück gehört. Doch zuerst dachte ich ja, es würde abgerissen um neu zu bauen. Als nichts passierte, war es zu spät um jemanden zu fragen. Jeden Tag laufe ich daran vorbei, die meisten Tage versuchte ich die Tiefe des Grundstücks abzuschätzen. Jeden Tag gucke ich dahin. Ob auf dem Hin- oder dem Rückweg. Immer wieder spielte ich mit dem Gedanken, dort ein Haus zu bauen. Dann verschwand ich für lange Zeit und fragte mich, ob bei meiner Rückkehr etwas passiert sein wird. Nichts war geschehen. Es ist immer noch verwahrlost. Also versuchte ich herauszufinden, wem dieses Grundstück gehört. Wochenlang durchsuchte ich das Internet nach Informationen oder nach den richtigen Behörden, die mir die Informationen geben könnten. Im Herbst schwang ich mich dann aufs Rad und fragte nach. Ich stand nervös in diesem immensen Gebäude und wurde letztlich dermaßen unfreundlich angeblafft, ich solle bloß nicht wiederkommen, dass ich mich nicht mehr fragte, wieso Beamte so einen schlechten Ruf haben. Versuch gescheitert. Noch einige Zeit später klingelte ich einfach bei den Nachbarn um zu fragen, ob sie mir etwas zu dem Grundstück sagen könnten. Fehlanzeige. Und damit gab ich auf. Ich wusste ja nicht einmal, ob ich das Grundstück überhaupt will. Ich wollte die Möglichkeiten abchecken. Pros und Cons gibt es wie bei allem. Sodass ich letzte Woche kurz nach der Niederlage auch klar sagen konnte „perfekt gibt es nicht, der geplatzte Kaufvertrag wäre der Perfektion am Nächsten gekommen“. Auch da bedachte ich jenes Grundstück. Denn selbst wenn es meins wäre, gäbe es Einschnitte. 

Wie auch immer, gestern entschied ich mich nach einem langen Arbeitstag, mein Essen vor Ort aufzuwärmen, statt gemütlich zu Hause zu essen. Das habe ich noch nie getan und machte auch wenig Sinn. Doch so geschah es, dass ich noch ein kurzes Gespräch mit einer Kollegin führte eh ich mich auf den Heimweg machte. Da sah ich dann eine Frau mit Papierkram in den Händen das Grundstück betreten. Ich weiß nicht einmal, wo die Frau hergekommen ist, noch welchen Weg ich bis dahin gegangen war. Ich blieb am Gartenzaun stehen und wartete. Sie nahm mich war, stapfte aber weiter übers Grundstück, machte Fotos und kam erst dann zurück zum Gehweg. Wohlwissend, dass ich auf sie warte, guckte sie mich dann auch auffordernd an. Wir unterhielten uns und ich weiß jetzt, wem das Grundstück gehört, wie groß es ist und was es mich kosten würde. Meine Fragen aus dem Herbst sind nun beantwortet. Nur meine Frage an mich selbst nicht. Will ich es haben?

Jetzt, so am Abend, kam mir jedenfalls der Gedanke, dass das Leben eingesehen hat, einen Fehler gemacht zu haben und mir deswegen dieses Wiedergutmachungsangebot macht. Oder es will mich nur noch mehr ärgern, indem es mir zeigt, dass ich nicht (mehr) weiß, was ich will. Ich fühle mich um so viele Schritte zurück versetzt. Ich stehe nicht mehr am Anfang, ich stehe davor. Irgendwo im Minusbereich. 

21.02.2017 um 21:53 Uhr

'n Platten

von: indalo

*seufz* Was für ein Tag. Heute. Ein Tag… Einfach ein Tag. Und doch gedanklich noch lange nicht abgeschlossen. Spätestens seit letzter Woche arbeite ich nicht mehr richtig. Wieso ich mir das gerade erlauben kann, weiß ich nicht. Aber auch wenn der Job gerade das ist, was mich über Wasser hält, so vernachlässige ich ihn gerade sträflich. Doch auch wenn der Job gerade das ist, was am Besten läuft, so bleiben meine Freunde mein Rettungsanker. Ja, meine Freunde. Die Menschen, die als Gruppe funktionieren. Denn - und das ist vermutlich auch das Grundrezept - sie werden von mir immer wieder als Gruppe betrachtet. Wenn die Einen einen Totalausfall darstellen (ich werde sehr nachdrücklich „Geht’s dir denn - abgesehen von der Erkältung - gut?“ gefragt, antworte laut und deutlich mit Kunstpause und Kräfte sammeln „Nö“ und werde dann stehen gelassen), kommen die Anderen aus ihren Löchern gekrochen. Faszinierend. Denn heute Abend saß eine Freundin bei mir für drei Stunden auf der Couch und hörte mir einfach nur zu. Ich hab nen Seelenstriptease hingelegt, der sie vermutlich arg überfordert hat, aber uns auch näher brachte. Wenn es dunkel wird, erkennt man die Sterne.

Doch unabhängig von diesem schweren Thema passierte heute noch etwas Wunderbares. Etwas unbeschreiblich Schönes. Da bin ich oben aufm Berg, führe ein längeres Gespräch und als ich mich auf mein Rad schwingen will, ist der hintere Reifen platt. Nein, da möchte ich mich nicht mal nur zum Runterrollen drauf setzen. Also spaziere ich zu Freunden. Ich kündige mich nicht an, ich klingele einfach. Und als er die Tür aufmacht und mich begrüßt, sieht er schon mein Fahrrad und sagt „oh nee“. Ich sage „oh doch“ und er läuft mit der Frage „Wie viel Zeit hast du?“ in den Keller. Ich steh noch etwas unbeholfen im Flur „Joa, je nachdem wofür. So ne halbe Stunde/Stunde vielleicht.“ Letztlich gehe ich nach oben um mit dem Säugling zu spielen, den er auf dem Boden liegen ließ, und höre, wie er raus geht. Kurze Zeit später liegt der abgeschraubte Reifen im Flur und er werkelt vor sich hin. Ich betüdel’ das Kind und zwischendrin fragt er „Wo ist das passiert?“ Fragt er sich, ob ich extra mit dem platten Reifen zu ihm gekommen bin? So dreist bin ich nicht. War ich nicht. Wär ich nicht gewesen. Jetzt schon. Denn wenn das immer so einfach läuft, dass ich klingel’ und er absolut kommentarlos mein Rad repariert, dann mach ich das in Zukunft nochmal. 

Mein Vater ist ein hilfsbereiter Mensch und trotzdem hätte eine solche Aktion nur mit vielen Worten funktioniert. Vielleicht nicht mit Bitten und Betteln, aber definitiv mit Fragen. Doch, mit Bitten. Hier habe ich gar nichts gemacht. Ich kam vorher nicht einmal auf die Idee, dass er den vor Ort und sofort flickt. Ich wollte eigentlich nur den Reifen aufpumpen um damit nach Hause zu kommen. Im Idealfall mein Rad dalassen für wenn er Langeweile hat und mich womöglich noch nach Hause fahren lassen. Aber mit dieser Variante hatte ich nicht ansatzweise gerechnet. Und es wird ein weiterer Meilenstein in der Geschichte, warum dieser Mann zu meinem Lieblingsmenschen wird. 

…da geht das kurze Gespräch, was wir am Ende führten, fast unter. Erstaunlich, da es eins der best gehüteten Geheimnisse meines Lebens werden wird, wenn nicht sogar das geheimste aller Geheimnisse. 

17.02.2017 um 23:07 Uhr

Drei Niederlagen und ein Sieg - doch was überwiegt?

von: indalo

Als ich mich gestern auf den Heimweg machte, passierte etwas Unglaubliches. Etwas Schönes, das ich womöglich in kürzester Zeit schlecht reden kann. Doch ich tue mein Bestes, meine kritische Seite zu ignorieren. Ich bin cool. Am Coolsten. Das sagte man gestern über mich. Es ist nicht so, dass das noch nie jemand gesagt hat, aber doch schon ein Unterschied, wenn es aus heiterem Himmel über mich gesagt wird. Es war so… ehrlich. Denn es wurde nicht mir gesagt, es wurde über mich gesagt. Ohne auch nur die geringste Chance auf einen Vorteil dadurch. Es beflügelte mich, so sehr, dass ich zum ersten Mal seit sehr langer Zeit jemanden anrief, einfach nur um davon zu erzählen. Eine kurze Begegnung, die ich hoffentlich nie vergessen werde. 

Und heute erzählte ich meinen Kollegen davon und schloss die Unterhaltung mit den Worten „Die Kleinigkeiten, die einem das Leben versüßen. … Nein, das ist keine Kleinigkeit, das ist groß.“ Und mein Kollege nickte nur und meinte „Das ist wirklich keine Kleinigkeit.“

Ja, schon gestern dachte ich „…weil immer nur eins gut laufen kann.“ So viel Schaden wie der geplatzte Kaufvertrag in meinem Privatleben anrichtet, so viel wird mir gerade beruflich geschenkt. Erst gestern, und dann heute. Heute ist das Highlight meiner beruflichen Karriere. Heute kann ich sagen, dass ich es wirklich geschafft habe. Auch wenn ich „es“ nicht in Worte fassen kann. 

Im Laufe der letzten Jahre gab es viele wunderschöne Momente in meinem beruflichen Alltag. Es gibt Anerkennung, es gibt Beförderungen, es gibt Lob. Von allen Seiten. Ich hatte meine Hobbies in den Alltag integriert und hab schon vor knapp vier Jahren festgehalten, dass ich’s geschafft habe. Schon da schrieb ich, dass ich schon Karriere gemacht hab. Und meine damalige Feststellung ist keineswegs widerrufen worden oder hat an Bedeutung verloren. Ich hatte schon da Karriere gemacht. Doch heute Abend habe ich einen so großen Sprung auf der Karriereleiter hingelegt, dass ich mir den Kopf stoßen müsste. Es geht nicht höher. Ich bin oben. Ich bin genau dort, wo jede noch so kritische Begutachtung es nicht schafft, mir diesen Erfolg zu nehmen. Ich bekomme die Anerkennung von genau denjenigen, für die ich diesen Beruf gewählt habe. Und dabei waren wir nur Essen. Ein paar Stunden in einem Restaurant am Wasser. Doch die Zeit verflog, es war so natürlich, so normal, so… entspannt. Auch der Wechsel zwischen Du und Sie führte zu keinen Unannehmlichkeiten. Sie erzählten von ihren Partnern, ihren Jobs, ihren Lebensplänen, ihren Familien, ihrer Vergangenheit, ihren Freunden. Von einfach allem. Ohne Scham, ohne Zurückhaltung, ohne Zögern. 

Danke, danke, danke, danke, danke. Für das schüchterne Lächeln, die strahlende Ernsthaftigkeit, die liebevolle Umarmung, das stetige Anhimmeln und das fortwährende Necken. Ihr macht meinen Beruf zu meinem Privatleben, und das ist etwas Gutes. 

15.02.2017 um 17:07 Uhr

Puff. Peng. Kaputt.

von: indalo

In weniger als einem halben Jahr sind drei bis fünf Lebensträume zerplatzt. Und es waren keine Schäume, keine Traumschlösser, es war Realität. Schöne und gute Realität. Absolut realistisch. Und ja, ich bin in der Tat gut darin, mich wieder aufzurappeln, aber so langsam weiß ich nicht mehr… wozu? Oder wie? Ich mein, ist das alles nur ein Spiel? Ja, das Leben ist ein Spiel. Ein Glücksspiel. Und ich halte mich grundsätzlich für glücklich - weil ich es so will. Aber ich verliere gerade. Eine Niederlage nach der anderen und die erste der drei großen habe ich bis heute nicht verkraftet. Die zweite… nunja, hab ich mir schön geredet? Die dritte? Werde ich mir vermutlich irgendwann schön reden, aber zur Zeit seh ich das nicht kommen. Ich sehe nur Nachteile. 

Anfang Dezember steckte ich in einem tiefen Loch. Ich bin da irgendwie wieder raus gekrabbelt. Irgendwie. Jaja, blabla, was einen nicht umbringt, macht einen stärker. Aber es gibt den Zustand „zu stark“. Und ich möchte keinen Deut stärker werden. Nicht nur im November, auch so, erklärte ich meinen Kollegen immer, dass ich - auch im Regen - freiwillig zu Fuß nach Hause laufe, da ich diese Zeit brauche um mein Arbeitsleben gefühlstechnisch hinter mir zu lassen. Ein wenig abschalten. Auch wenn ich zu Hause weiter arbeite, so ist es doch anders. Doch heute gehe ich genau diesen Weg, bei strahlend blauem Himmel, und merke genau das Gegenteil. Ich gehe von meiner Arbeit, mit deren Missständen ich mich wieder arrangiert habe, nach Hause, in mein Leben, das in Bruchstücken vor mir liegt. Mir kamen die Tränen, weil ich nicht nach Hause gehen wollte. Weil mir gerade sehr deutlich wurde, dass ich keine Balance finde. 

Gestern fragte mich eine Freundin „Und nu?“, worauf ich nur schrieb „Nun fall ich in ein Loch und begrab mich da ;-)“ und als Reaktion „Och, bitte nicht!!!“ kommt. Das war am Nachmittag. Das Ende unserer Unterhaltung. Und ich werfe es ihr nicht vor, wirklich nicht, aber ich merke doch, dass es nicht richtig ist. Denn ich versuche gerade, alle Bälle in der Luft zu halten, doch einer nach dem anderen fällt zu Boden, und bleibt dort liegen. Ich habe nicht die Kraft, meinen Freunden zu erklären, was die Niederlagen im Einzelnen bedeuten. Ich vertrage es gerade nicht, nicht verstanden zu werden. So wenig, dass ich manche Dinge nicht angehe, nicht frage, nicht erwähne, weil ich auch nur das kleinste Nein nicht ertragen könnte. 

Und trotzdem geht es mir nicht beschissen. Und trotzdem gehe ich lächelnd durch meinen Tag, weil mir mein Job Spaß macht, weil manche Arbeit eben doch ihre Früchte trägt. Doch ich möchte ganz ernsthaft fragen: Womit habe ich das verdient?

14.02.2017 um 16:15 Uhr

Unfassbar

von: indalo

Einfach unfassbar. Und absolut unverständlich. Nun äußerte ich gestern, dass ich mir meine eigenen vier Wände zu lege. Gestern unterschrieb ich den Darlehensvertrag, alles in Butter. Super Konditionen, die richtige Summe und der schlüssige sowie dazu passende Tilgungsplan. Die Zahlen sprachen für sich, es passt einfach alles. Von vorne bis hinten. Das Gefühl ist wunderbar. Gewesen. Oder doch noch? Heute vormittag notierte ich noch, wie gut alles läuft, wie ich meinen Weg wieder gefunden habe, mich langsam aufrappel und die Tage wieder gut werden. Gestern sagte ich zwar noch, dass noch nicht alles geklärt ist, es muss erst noch beim Notar unterschrieben werden, aber ich war überhaupt nicht skeptisch. Nun war alles geklärt. Die verschiedenen Hürden wurden genommen, die Wartezeiten abgewartet und dann rief ich heute mittag an um den Notartermin zu besprechen und was sagt die Frau am Telefon? „Ich hab gute und schlechte Nachrichten.“ Sie machen mir Angst. Und ehrlich gesagt überlege ich gerade, ob man mir je wirklich schlechte Nachrichten mit diesem Satz eingeleitet hat. Denn sie scheint die Ausmaße nicht zu verstehen. Die schlechten sind: Auch wenn ich den Vertrag vorliegen habe, so hat jemand anders schon beim Notar unterschrieben. Die guten Neuigkeiten? Sie bieten mir ein anderes Objekt zu einem reduzierten Preis an. Klar, sag jemandem einen Tag vor der Hochzeit, dass sie ihren Partner nicht heiraten dürfen, aber wenn sie das Geschwisterkind nehmen, kriegen sie noch ne Entlohnung. Also mal ehrlich. Ich will keine verdammte Kapitalanlage, ich will mein Leben - zumindest das nächste Jahrzehnt - dort verbringen. Nicht mehr und nicht weniger. 

 

Ich bin fassungslos, entsetzt und so schockiert, dass ich es nicht begreifen will. Die Frau am Telefon fragte ernsthaft noch, wie wir nun weiter verfahren. Da kann ich nur sagen, dass ich nicht weiß, wie wir verfahren sollen. Sie verkaufen nicht an mich, worüber sollen wir also noch kommunizieren? Ende. Aus. Vorbei. Ich nehme nicht die große Schwester, auch wenn die Hochzeit geplant und bereits bezahlt ist und man mir mehr als zweiundzwanzig Tausend Euro dafür bietet. Für sie ein Objekt, für mich mein Leben. Ja, da steh ich mir womöglich im Weg. Aber Kompromisse waren noch nie meine Stärke.

13.02.2017 um 17:32 Uhr

kleine Präsente

von: indalo

Ich war noch nie [ein unendlicher Zeitraum… wahrheitsgemäß müsste es wohl heißen: in den letzten zehn bis zwanzig Jahren] ein Freund von Präsenten. Wozu der Schnickschnack? 

Ein einstiger Lebenspartner meiner Mutter hat im Rahmen seiner Selbstständigentätigkeit immer Präsente verteilt, die meine Mutter sich letztlich unter den Nagel gerissen hat. Auch da verstand ich das Konzept schon nicht. Wozu bringt er jemandem etwas mit, nur weil sie zusammen arbeiten? Oder diese Blumensträuße, die man mitbringt. Nee, das ist echt nicht meins. Selbst Geburtstagsgeschenke hab ich gestrichen. 

Doch heute verstand ich auf einmal die Bedeutung des Ganzen. Nein, den Hintergrund? Hmm. Die Tradition? Das, was es auslöst. Denn vor einer Stunde saß ich an meinem Küchentisch mit einem Herren im Anzug und leistete diverse Unterschriften. Hier und da, und ich möchte meinen, ich hab sogar das Meiste verstanden. Ich weiß, was ich da unterschrieben habe. Ich weiß, dass es um horrende Summen geht und welche Bedeutung dahinter steckt. Doch erst als er mir zwei kleine Sektflaschen in Geschenkverpackung vor die Nase stellte, traf es mich. Ich bin im Begriff mir ein Eigenheim zu kaufen, und was gibt es da besseres als mit Sekt anzustoßen?

Ob das nun meine Grundeinstellung zu Präsenten und Geschenken über den Haufen wirft, wage ich zu bezweifeln, aber immerhin verstehe ich jetzt, was es mit dieser Geste auf sich hat. 

09.02.2017 um 15:54 Uhr

unlautere Angebote

von: indalo

Da suchte ich vergebens meinen Chef um ihm für morgen etwas vorzuschlagen und entschied mich dann kurzer Hand, ihm einen Zettel zu schreiben, den ich zwischenzeitlich amüsiert mit Liebesbrief betitelte. Davon kann er nichts mitbekommen haben, genauso wenig wie irgendwelche Herzchen auf dem Zettel sind, und doch kommt er ein paar Stunden später auf mich zu, legt seinen Arm um mich und drückt mich mit den Worten „Vielen Dank für dieses unlautere Angebot“ und ich muss lachen. Das ist immer noch der gleiche Mann, von dem ich vor ein paar Jahren geschworen hätte, dass wir niemals nie Körperkontakt haben würden. Jetzt überrascht mich das schon gar nicht mehr, aber damals umarmte er mich aus heiterem Himmel, was ich bis einschließlich heute überraschend finde. Grundsätzlich würde ich auch behaupten, dass er zu keinem Kollegen ein körperliches Verhältnis hat, ganz im Gegenteil zu unserer Chefin, die mir neulich minutenlang den Rücken streichelte. 

30.01.2017 um 17:40 Uhr

frustriertes Warten

von: indalo

Hallo Frustration, wie unschön, dass du mir Gesellschaft leistet. Weder möchte noch brauche ich deine Gesellschaft, aber vor einigen Stunden hast du mich heimgesucht und machst dich in meinem Gemüt breit. Das ist nicht fair, insbesondere da ich mich dir nicht hingeben möchte. 

Ich habe Pläne, drei an der Zahl. Der erste Plan ruht in der vergangenen Woche, da ich den zweiten Plan aktiv verfolgte und zwar noch vor einer Woche schrieb, dass dem einiges im Weg stehen könnte, ich davon aber sämtliche Hindernisse in den vergangenen Tagen aus dem Weg räumte. Bis mir ein neues vor die Füße geworfen wurde. Wieso? Das ist nicht fair! Ich habe alles nach bestem Wissen und Gewissen gemacht und nun liegt es wieder in der Hand einer mir unbekannten Person. Und diese Person steht auch in keinem Verhältnis zu mir. Sprich sie kennt mich ebenso wenig und weiß vermutlich nicht einmal von meiner Existenz. Es wirkt wie ein Glücksspiel, deren Wahrscheinlichkeit ich nicht einmal einschätzen kann. Bzw. schätze ich sie gerade gering ein, daher rührt auch die Frustration. 

Doch unabhängig von der Wahrscheinlichkeit drehen Prinzipien ihre Kreise in meinen Gedanken. Bockigkeit kommt auch hinzu. Stehe ich mir selbst im Weg? Ich war doch noch gerade so euphorisch, so hoch motiviert und so… begeistert. Und jetzt heißt es achtundvierzig Stunden warten. Ich hasse warten. 

24.01.2017 um 18:50 Uhr

neunzig Minuten bei der Polizei

von: indalo

Als ich gestern durch die Gegend radelte, dachte ich so bei mir, dass ich ruhig noch hier und da hin kann, morgen würde ich dafür ja früh zu Hause sein. Doch ahnte ich keineswegs, dass ich am nächsten Tag ganze neunzig Minuten auf der Polizeiwache verbringen würde. Und wer jetzt total gespannt auf eine mysteriöse Geschichte wartet, der kann an dieser Stelle aufhören zu lesen. Es kommen weder Verbrechen, noch Verbrecher vor. Es ist nur wieder eine dieser Geschichten, die das Leben schreibt. Hach ja.

So, was mache ich also so lange bei der Polizei? Reden. Einfach nur reden. Worüber? Nicht über die bösen Nachbarn, auch nicht über die Kleinkriminellen, die mir tagtäglich begegnen, noch weniger über die Falschparker oder die Dame in Uniform, die vor knapp zehn Tagen durch meine Wohnung lief. Nein, wir haben uns über meine Weltreise unterhalten. Und ich kann es immer noch nicht fassen. Da stolpere ich ganz spontan in die Wache, krame noch in meinem Rucksack, als mich ein Herr in Uniform auffordernd anguckt und fragt, ob mir schon geholfen wird. Da stammel’ ich etwas vor mich hin, was er nicht wirklich versteht. Gestern saß ich vorm Computer und suchte etwas zur… Straßenverkehrsordnung. Regeln, Gesetze, ähnliches. Schlau wurde ich daraus nicht. Auch die Fahrschulen in der Nähe konnte mir bei meinen Fragen nicht weiterhelfen, sodass ich überlegte, einfach mal die Polizei zu fragen. Denn wenn mich jemand im Straßenverkehr aufhält, dann doch wohl die Polizisten. Ich meinte noch, dass er mir auch gerne sagen kann, dass ich hier völlig falsch bin, ich aber beim besten Willen nicht weiß, wo ich sonst verlässliche Aussagen bekommen kann. Er sah ein wenig so aus, als wär ihm das Thema zu banal, was im Grunde mein Einstieg war. „Das ist eine total banale Frage, aber…“ Denn mir ist durchaus bewusst, dass sie auch besseres zu tun haben. Doch wer sonst kann mir diese Fragen beantworten? Er entschied kurzerhand, mit mir in ein Verhörzimmer (das stand wirklich an der Tür) zu gehen und meinte: „Wir suchen das jetzt gemeinsam.“ Okay. Also suchte er im Computer und rief jemanden an, doch die konnten mir nicht weiterhelfen. Verkehrspolizisten. Wirklich versucht hat der gute Mann am Telefon es leider auch nicht. Egal. Ich bedankte mich zig mal bei meinem Uniformierten für seine Mühen und wollte mich auf den Weg machen. Mehrmals. Doch dann begann er den verhängnisvollen Satz „Entschuldigen Sie meine Neugier…“ und das Gespräch begann. Keine Ahnung, was ich vorher eigentlich sagte, aber plötzlich sprachen wir über meine Reise. Neunzig Minuten. Über alles. ALLES. Einmal kam eine Kollegin rein und forderte ihn auf, dass da draußen im Blick zu haben. Hatte er nicht. Er machte auch keine Anstalten, weiter arbeiten zu wollen. Ich hingegen war dauerhaft - nein, nicht dauerhaft - auf dem Sprung. Denn ich halte doch niemanden von der Arbeit ab, noch weniger die faulen Beamten ;-) Und so sprachen wir immer weiter, sagte ich schon, über alles? Er vertat sich ein paar Mal und duzte mich, was ich mit einem „wir können das hier gerne per Du machen“ abtat, und er ein paar Sätze später meinte „ich sag jetzt Du“. Okay. Wie verrückt. Ich würde gerne alles wiedergeben, was ich erzählte, was er dazu sagte, doch das würde jeglichen Rahmen sprengen. Ich halte fest, dass es mir unheimlich gut tat, dass ich total die Zeit vergaß, zwischendurch auch den Raum. Denn ich war so gefesselt, dass ich zwischendurch wirklich nicht auf dem Sprung war. Verloren im Moment. 

Zuhören ist eine Fähigkeit, die Polizisten haben sollten. Dieser hat sie. Sicherlich auch des Themas wegen, doch auch unabhängig davon. Denn er kam am Ende auf das Kind zurück, und zwischendrin auf die werdenden Ochsen. Und hätte er nicht auf zweimaliges Nachfragen von seiner Freundin gesprochen, würde ich jetzt meinen, einen neuen Fan zu haben. Wobei ich den sicherlich auch so habe, denn mit dieser Begegnung hat er genauso wenig gerechnet wie ich. Wow. 

„Das klingt jetzt womöglich deprimierend, aber ich habe in den vergangenen Monaten mit niemandem so viel darüber geredet wie jetzt gerade.“ 

Danke.