indalo

29.02.2008 um 11:36 Uhr

Einmalig im Leben und doch alle vier Jahre

von: indalo

Ende Februar, ein ganz normaler Tag. Für den Rest der Welt. Nicht für mich, nicht für meine Mitbewohnerin und sicherlich auch nicht für meinen Mitbewohner. Es ist vorbei. Nicht nur der Monat, nein, alles. Einfach so.
Nein! Nicht einfach, sondern ungemein schwierig. Schwierig und schmerzvoll.

 

Mitten in der Nacht klingelt mein Wecker – wieso hab ich den bloß gestellt? Na, einfach umdrehen und weiterschlafen. Kann ja nichts wichtiges gewesen sein.
Oh, da liegt ja noch jemand in meinem Bett. „Was war das?“ kam die verschlafene Frage. „Mein Wecker, schlaf weiter.“ Hmm. Komisch. Ach ja, ich weiß wieder wo ich bin, doch wieso der Wecker? Geräusche ausm Wohnzimmer. Stimmt, meine Mitbewohner. Gucken wir doch mal, was die hier im Dunkeln rumstöbern. So taumelte ich aus meinem Zimmer und es traf mich wie der Schlag. Ein Blick in das Gesicht meiner Mitbewohnerin und ein Blick auf meinen Mitbewohner reichte, und die Realität holte mich ein. Schluss, aus, vorbei. Der Tag ist gekommen. Das Leben wie ich es kannte ist weg. Es wird mir etwas genommen, was mir so unendlich wichtig geworden ist. An einem Tag. Einem Tag, der nur alle vier Jahre existiert.

 

Seit ein paar Tagen wollte ein Teil von mir, dass es endlich vorbei ist, dass dieser Tag endlich kommen würde und ich ihn nicht mehr fürchten brauche. Doch die Tage davor wünschte ich, es würde nie eintreten, was vor einer Stunde geschehen ist. Wir standen im Flur, einander umarmend und stützend. Keine blöden Floskeln, kein einfacher Abschied. Nein, ernste Worte. Nur er redete, wir hatten nichts mehr zu sagen. Nichts, einfach rein gar nichts hätte gepasst. Und so hörten wir zu, drückten ihn immer mehr. Loslassen? Kommt nicht in Frage! Nicht einmal die Tür wollte aufgehen, als wir uns der Vernunft wegen doch noch mal voneinander trennten.

 

Ich erinnere mich noch genau an den Tag, als er das erste Mal diese Wohnung betrat. Wie er dasaß und wir uns unterhielten. Nur er und ich. Einander beschnupperten und doch schon längst beschlossen hatten, dass es passt. Es war abends, aber noch warm. Und wir standen aufm Balkon und ich zeigte ihm stolz seinen zukünftigen Ausblick. Nächsten Morgen stand er mit Sack und Pack vor der Tür. So einfach war das. Und er kommentierte es vorhin damit, was für ein unglaubliches Glück er hatte, als er diesen Anruf bekam. Und er sich nicht vorstellen kann, mit anderen zusammen zu wohnen.

 

Glück, was für ein gutes Stichwort. Es war eine der glücklichsten Zeiten meines Lebens. Und ich bin glücklich. Ich weiß, was für ein unglaubliches Schwein (*g*) ich hatte und habe. Denn er ist einer der besten Kerle, die mir je begegnet sind. Und wir sollen ihn doch besuchen kommen. Ja gern, mein Lieber. Wenn es doch nur nicht so weit weg wär. Und... wie lange steht das Angebot? Es ist mir egal. Es ist mir momentan einfach nur egal. Ich sitze hier nur noch auf der Couch und warte darauf, dass er aus seinem Zimmer geschlürft kommt und wir einfach nur wieder rumhängen. Nur die Anwesenheit des anderen genießen. Keine großen Worte, keine großen Taten. Nichts großartiges und doch etwas so besonderes. Niemand wird es mir je nehmen können. Niemals!

28.02.2008 um 19:35 Uhr

Behörden

von: indalo

Für wie dämlich halten die einen eigentlich? Man stellt Antrag um Antrag, hat schon längst die Übung raus – jahrelanges Training hilft irgendwann nun schon – und doch wollen sie einen immer wieder aufs Kreuz legen. Mir ist durchaus bewusst, dass mein Fall kompliziert ist und ich in diesen Angelegenheiten auch sehr fordernd werden kann, aber das nimmt mir noch lange nicht das Recht auf Bewilligung. Abgelehnt? Weil eine Zahl nicht richtig eingetragen wird? Was kann ich denn dafür? ICH habe diesen Zettel nicht ausgefüllt, wieso werde ich denn jetzt bestraft? Und dann meldet man sich natürlich auch nur einen Tag vor Ablauf der Frist. Widerspruch bis Ende Februar. Heute ist der 28., ausnahmsweise hat der Februar 29 Tage – doch hilft mir das? Nein! Denn es ist abends, und selbst wenn ich persönlich in den nächstbesten Flieger steige, könnte ich die Dokumente nicht mehr rechtzeitig ausliefern. Es ist zum aus der Haut fahren!!

27.02.2008 um 10:52 Uhr

Schlafrhythmen

von: indalo

Heute ist nun der dritte Tag in Folge, an dem ich mir einen Wecker gestellt habe. Klingt nach nichts besonderem, ist es aber. Denn wann ich mir das letzte Mal davor nen Wecker gestellt habe, weiß ich schon nicht mehr. Also musste ich jetzt drei Tage lang viel zu früh aufstehen, früher als ich es gewohnt bin. Und der Witz ist – ich war jedes Mal 5 min vor Weckerklingeln wach. Komisch irgendwie. Das erste Mal war sicherlich meine Mitbewohnerin verantwortlich, doch gestern und heute? Komische Sache. Doch genauso komisch wirkt der Vergleich, dass ich Sonntag zu der Zeit ins Bett gegangen bin, zu der ich Montagmorgen aufgestanden bin. Das ist nicht gesund, der Körper braucht einen Rhythmus. Ich weiß. Doch man lebt nur einmal, und wie sagte irgendwer so schön? Das Ziel des Lebens ist es nicht, gut erhalten im Grab anzukommen, sondern völlig verlebt gerade so reinzuschliddern. Nicht, dass dies mein Ziel wäre, aber ich werd auch nicht als Schönheit auf dem Friedhof landen. (Mal abgesehen davon, dass ich dort nie enden möchte.) Ich werde mein Leben leben und in einigen Jahren mit faltigem Gesicht lachend von meinen Erlebnissen berichten.

26.02.2008 um 17:01 Uhr

Abschiedsschmerz

von: indalo

Gestern war ein toller Tag. Aber auch ein trauriger. Es war ein Abschied. Vielleicht nicht als solches gedacht, aber als solches gefühlt. Einen Tag lang mit meinen Mitbewohnern im Auto unterwegs – das erste und letzte Mal. Es kam einfach dazu, einfach so. Doch es war nicht einfach irgendwas, es war wichtig. Den ganzen Tag kämpfte ich damit, nicht darüber nachzudenken, dass es ein Abschied ist. Ich wollte immer sagen, wie schön es doch ist mit ihnen zusammen zu sein, doch dann kam immer der Gedanke, dass der Hintergrund so traurig ist. Das Thema, das dieser Tag im Nachhinein bekam, macht mich traurig. Und so saß ich auf dem Rückweg im dunklen Auto und wusste nicht, was ich denken oder fühlen sollte. Es war so schön, dort zu sitzen und beide zu beobachten. Wie sie sich streiten und doch lieb haben. Wie sie einander anlächeln und gleichzeitig den Stinkefinger zeigen. Und doch war es so traurig, so unendlich traurig. An manchen Punkten meines Gefühlschaos merkte ich nur noch, wie sich meine Augen mit Tränen füllten und ich beide einfach nur noch umarmen wollte. Sie drücken und nie wieder loslassen wollte. Doch dann sagte wieder jemand was und der Moment verflog. Manchmal merkte man richtig, wie jemand nur anfing zu sprechen, damit er nicht mehr nachdenken musste. Damit dieses Gefühl geht, damit der Schmerz geht. Und keiner von uns sprach es an. Es lag in der Luft, doch es wurde nicht diskutiert. Wir wissen alle, was in wenigen Tagen passiert, und wir wissen alle, dass wir es nicht aufhalten können. Wir wissen nicht, wie es danach weitergehen wird, wir wissen nur, dass uns etwas genommen wird, was wir nie wieder bekommen werden.

25.02.2008 um 13:25 Uhr

Ein Traum geht zu Ende

von: indalo

Sonnenuntergangsbild Nr 3

24.02.2008 um 16:06 Uhr

Barleben

von: indalo

Ich fürchte, ich verstehe die Welt nicht. Oder aber ticke anders. Völlig anders. Wieso gehen die Menschen in diese eine Bar, wo ich Stammgast geworden bin? Was steckt hinter ihren Intentionen? Und wieso mache ich mir darüber überhaupt Gedanken?

 

Geweckt wurde ich von dem Lärm auf der Promenade. Irgendwer scheint ne Party zu schmeißen. Erst habe ich die Musik und die Stimmung in meinen Traum eingebaut, toll war er. Wollte nicht aufwachen, und als ich es tat, sofort wieder einschlafen. Doch dann tobten meine Mitbewohner auch noch schreiend durch die Bude. Der Schlaf hatte keine Chance. Aber der Traum war doch sooo schön *seufz* Also wach. Unnu? Schädel dröhnt. Man sollte ma ne Blutprobe bei mir nehmen, wenn ich nach 6 Stunden Baraufenthalt nach Hause gehe. Das wär wissenschaftlich sicherlich höchstinteressant. So taumelte ich ins Bad und brach danach auf der Couch zusammen. Ausgelacht wurde ich. Aber das ist ja nichts neues. Viel schlimmer war mein Gedankenchaos im Kopf. Kann das Leben nicht so verlaufen wie die Träume. (Der war einfach wirklich toll!) Die Realität sieht einfach anders aus – beängstigender. Und so viel gedankenhaltiger.

 

„Ruf mich an, ich hab kein Guthaben!“ lautet die SMS, die mich heute Morgen (oder eher Mittag) erreichte. Kein Name, kein Gruß, kein gar nichts. Doch da ich nur einer Person meine Nummer gegeben habe, ist die Auswahl nicht groß. Und nun soll ich anrufen? Ich bin doch für so was nicht geschaffen... und überhaupt, was passiert als nächstes? Argh! Ich sollte aufhören zu denken, auf der Stelle. Einfach heut Abend anrufen, wenn ich weiß, wie mein morgiger Tag verläuft. Vorher nutzt das Anrufen ohnehin nichts. Doch das ist im Grunde auch nur eine Ausrede. Ausnahmsweise mal keine ganz so blöde. Doch wo rede ich mich raus? Aus einem Anruf? Oder einer Geschichte? Einer Verwicklung, der ich irgendwie zu viel Wert beimesse?

 

So blöd es auch wirken mag, ich fürchte, mein größtes Problem ist, mich selbst zu verstehen. Ich versuche krampfhaft mich in eine Schublade zu stecken, und weiß einfach nicht, welche. Ich springe hin und her. Kaum bewege ich mich in eine Richtung, möchte ich umkehren und das Gegenteil tun. Und tue das auch meist. Herrje, ich muss genauso konfus auf die anderen wirken wie die auf mich.

23.02.2008 um 12:21 Uhr

Menschen nur allein

von: indalo

Es gibt Menschen, die mag ich nur allein. Ich hab das gerade festgestellt. Ich weiß nicht mal, ob ich es schon mal festgestellt hatte, aber jetzt ist es definitiv. Manche ertrage ich nicht in Verbindung mit anderen. Wobei ich mir dann wieder denke, dass diese Menschen auch keine richtigen Freunde sind, nur welche, die ich dulde, solange sie in der Nähe sind. Klingt fies, ich weiß. Aber bei dieser einer Person ist es gerade so extrem. Sobald andere Menschen dabei sind, möchte ich sie ignorieren. Ihre Art, sich anzubiedern widert mich an, mir stellen sich regelrecht die Nackenhaare auf. Es ärgert mich, dass ich da so extrem drauf reagiere, aber selbst mit Beherrschung klappt es nicht.

 

Bei ihr ist es das Anbiedern, bei anderen ist es der „negative“ Umgang mit anderen. Da fehlt mir die Beherrschung, wenn ich sie erziehen möchte. Ihnen ständig sagen will, dass man so nicht mit seinen Mitmenschen umgeht, auch wenn es „nur“ Angestellte sind. Also geht es in beide Richtungen. Sowohl die zu nette, sich selbst verkaufende Art, als auch die unverschämt dreiste Umgangsweise löst in mir Aggressionen aus. Aggressionen, die ich nicht auslebe und die sich in Missmut mir selbst gegenüber umwandeln. Denn im Endeffekt denk ich mir immer, dass ich doch gelassener sein könnte...

22.02.2008 um 14:42 Uhr

Rotwein und andere Eskapaden

von: indalo

Ich weiß ja nicht, was der Rotwein mit mir hat, aber eine gewisse Anziehung scheine ich auf ihn auszuüben. Gestern begnügte er sich nicht nur mit meinem Hosenbein, nein, auch mein Oberteil sollte ein paar schöne Tropfen abkriegen. Wieso ich es immer noch mit Humor nehme, weiß ich selbst nicht. Denn diesmal sind die Flecken nicht rausgegangen, diesmal ist meine helle Hose und mein helles Oberteil übersäht mit grauen Flecken. Und nun? Jegliche Party meiden, damit meine Klamotten nicht alle einem Dalmatiner gleichen? Oder einfach jede Person meiden, die Rotwein trinkt? Letzteres ist auf diesen Veranstaltungen nur leider nicht möglich. Mir sagt der Rotwein zwar in keinster Weise zu, aber jeder anderen Person in diesem Umfeld – wenn auch nur aus dem einfachen Grund, dass er günstig ist.

 

Dann entschied ich mich also doch noch dafür, weg zu gehen. Nicht ich entschied mich, sondern eine Münze erledigte diese Aufgabe für mich. Also stiefelte ich los, nicht richtig überzeugt davon, aber auch nicht in der Laune nach Hause zu gehen. Und ich komme in dieser Bar an, entdecke erst niemanden, den ich kenne und lehne mich an die Wand. So stehe ich da rum und kann an nichts anderes denken, als an meinen Freund, der einfach so verschwunden ist. Er war immer mein Sonnenschein in dieser Bar, und nun wirkte alles so düster.

 

Nachdem ich einige Zeit überlegte, ob ich mich nach hinten durcharbeite, wo ich glaubte, jemanden erkannt zu haben, setzte ich mich in Bewegung. Prompt steht das nächste bekannte Gesicht vor mir. Doch auch dies half meiner Laune nicht. Also ab zu den anderen, wo mich mal wieder jemand hellauf begeistert begrüßte, von dem ich glaubte, ihn nie zuvor gesehen zu haben. Wieso passiert mir das bloß in letzter Zeit ständig? Schlimm genug, dass ich mich weder an Namen noch an Gesichter erinnern kann, aber wieso in aller Welt tun die anderen es dann? Es war ja schon auf der Party so. „Sag ma, gibt’s hier irgendwo was vernünftiges zu trinken?“ – „Keine Ahnung, aber interessant, dass du mich gleich in deutsch ansprichst. Immerhin kannste nicht wissen, welche Sprache ich spreche.“ – „Doch klar weiß ich das.“ – „Wieso, wir kennen uns doch nicht.“ – „Aber klar tun wir das!“  Achso? Das ist mir neu.
Und das ist nur eins von zig Beispielen.

21.02.2008 um 12:57 Uhr

:-(

von: indalo

Jetzt komm ich mir wie ein Jammerlappen vor. Andere haben ernsthafte Probleme, wirkliche Verluste. Und mir geht’s mies, weil... ja, warum eigentlich? Ich fühle eine schwere Last auf mir liegen, und sie war heute morgen noch nicht da. Woher kann sie also gekommen sein? Aus dem Internet! Genau. Ich bekam eine Email von einem Freund. Wir kennen uns nicht lange, und auch nicht besonders gut. Aber ich hab ihn ins Herz geschlossen. Und nun ist er fort. Einfach so. Keine Möglichkeit zum Verabschieden, kein letztes Grinsen oder auf die Schulter klopfen. Nichts. Nur noch digitale Worte. Keine Stimme mehr, keine Umarmung, kein Lachen. Vorbei. Und man weiß nicht, wann man sich je wiedersieht.

 

Und noch mehr Sorgen. Familiäre. Dinge, die mir Angst machen, irgendwie. Es war doch gerade alles so schön. Es war doch gerade auf dem Weg nach oben. Der Sonnenschein trat so langsam zwischen den Wolken hervor, ich hatte Hoffnung. Und jetzt habe ich Angst. Angst davor, dass das, was so viel Besserung versprach, geht. Wieder alles wird wie vorher. Bitte nicht!

 

Doch das ist noch nicht alles. Ein wichtiger Mensch in meinem Leben, ein jahrelanger Begleiter macht sich gerade selbst kaputt. Er hat schon immer Tendenzen dazu gehabt, doch jetzt ist es zu schlimm. Und ich bin machtlos. Weiß nicht weiter. Und wie reagiert er auf meine verzweifelten Versuche, ihm zu helfen? Mit einer Kontaktpause. Er will unsere Freundschaft auf Eis legen. Wie kann er nur?

20.02.2008 um 14:19 Uhr

Sonnenuntergangsbild Nummer Zwei

von: indalo

 Sonnenuntergang

19.02.2008 um 17:50 Uhr

Streng geheim

von: indalo

Es ist noch keine Woche her, dass ich den Gedanken niederschrieb, der mich dahingehend beschäftigte, meinen Blog zu zensieren. Doch ich tat es nicht. Ich schrieb das, was mir in Kopf kam. Und ich habe auch weiterhin vor, ihn nicht aus den angesprochenen Gründen zu zensieren. Und doch wird es Dinge geben, die ich hier nie ausschreiben darf. Und ich sage darf, weil es etwas mit dürfen zu tun hat.

 

Vor über zwei Stunden bekam ich einen Anruf. Er entriss mich dem Traumland, dem ich mich gerade hingeben wollte. Man bot mir an, wieder aufzulegen. Doch es gibt Menschen, und es gibt Momente, da kann man noch so müde sein, da kann es noch so nötig sein, endlich zu schlafen, diese Menschen und Momente sind wichtiger. Und so war es auch diesmal. Ausnahmsweise auch kein langes ins Gespräch stolpern, nein, wir kamen gleich zum Kern. Ich ahnte schon länger, dass etwas los ist, doch so richtig greifen konnte ich es nicht. Jetzt ist wieder alles geklärt. Ich habe Antworten auf die Fragen, die ich mir kaum stellen wollte. Ich traute mich einfach nicht.

 

Ich bin froh, dass es geklärt ist. Es geht mir wieder gut. Und doch wieder nicht. Denn es beschäftigt mich. Es gehört zu den Dingen, die mich jahrelang beschäftigen, wenn auch die meiste Zeit nur am Rande. Doch es taucht immer mal wieder auf. Und darum würde ich es hier gerne „zu Papier“ bringen, damit es mich wenigstens etwas in Ruhe lässt. Doch ich kann nicht. Ich kann dieses Risiko – und sei es noch so verschwindend klein – nicht eingehen. Es gehört zu den bestgehüteten Geheimnissen.

 

Es ist komisch, mit diesen Dingen, die ein streng geheim verdienen. Sie bohren sich immer tiefer in das eigene Dasein. Und wie oft machen sie einen kaputt? Wie oft sind es genau diese Dinge, über die man reden sollte? Zu oft. Viel zu oft. Das einzige, was mich in diesem Fall beruhigt, ist, dass ich mich nicht dafür schäme. Das ist nicht der Grund, wieso ich es niemandem sagen werde. Himmel sei Dank nicht. Obwohl es auch solche Geheimnisse in meinem Leben gibt. Ich behaupte, mich nicht zu schämen, und doch bin ich mir nicht sicher. Und doch ist es möglich, dass genau diese Scham mich davon abhält, auch nur einer Menschenseele davon zu erzählen.

18.02.2008 um 16:59 Uhr

Bett, Decke über Kopf, Nichts

von: indalo

Kaum denke ich "Fertig, alles geschafft" geht meine Laune bergab. Jetzt kann der Urlaub richtig beginnen, und jetzt beginnt der Rückzug. Ich empfinde wieder eine Überforderung, die nicht normal ist. Was ist los mit mir? War ich nicht immer jemand, der gut mit Menschen kann? Warum werden sie mir so schnell zu viel? Es widerspricht sich letztlich nicht, ich weiß. Und doch möchte ich diese Frage wieder und wieder stellen.

Ich will grad niemanden sehen, niemanden hören. Niemanden außer einer Person. Ich glaube, nur sie würde mich gerade verstehen. Okay, vll finde ich da noch andere Personen, wenn ich länger forsche, aber die stehen nicht zur Auswahl. Die sind nicht in meinem Leben. Also konzentriere ich mich auf die eine Möglichkeit, die wirklich möglich ist. Doch so richtig möglich ist auch dies nicht. Denn die Entfernung ist zu groß, und wenn das Internet und die Technik dann auch nicht so will wie ich, dann ist noch schlechter. Und so entsteht die Frustration.

Ins Bett legen und nichts tun. Das ist mein Plan für heute. Wieder nach Hause zurückkehren, mir die Decke übern Kopf ziehen und mit niemandem reden. Schon gar nicht mit meiner Mitbewohnerin. Denn irgendwie fürchte ich, dass sie viel mit meinem Zustand zu tun hat.

17.02.2008 um 22:27 Uhr

Alzheimer und das Alter

von: indalo

Wie ist das mit dem Alzheimer? Man kann sich manchmal an nichts erinnern, und dann gibt es aber auch wieder Zeiten, wo man alles weiß? Oder man erinnert sich an Sachen von früher, vergisst aber die Jahre dazwischen. Fragt als 80 jährige Frau nach seiner Mutter, die schon vor Jahrzehnten gestorben ist. Enkelkinder hat man nicht, denn die sind ja in der Zwischenzeit geboren, in der Zeit, an die man sich nicht erinnert.

 

Doch es muss nicht gleich Alzheimer sein, nicht wahr? Es kann auch einfach die Vergesslichkeit des Alters sein. Doch auch die ist schon anstrengend genug. Denn man erinnert sich an alle, erkennt seine Kinder und sonstige Verwandte wieder, doch letztlich vergisst man doch die Hälfte von dem, was man zu hören bekommt. Oder man schafft es gar nicht erst, einen Satz zu Ende zu hören, weil man störrisch ist. Vielleicht meint man auch immer zu wissen, was das Gegenüber sagen möchte, und widerspricht aus Prinzip. „Die Bäume sind grün.“ – „Aber der Himmel ist blau!“ Ja nee, ist klar. Wo ist da der Widerspruch?

 

Unter diesen Bedingungen möchte ich nicht alt werden. Wenn das meine Aussichten für die späteren Jahre sind, möchte ich sterben, bevor die Entwicklung beginnt. Dies möchte ich anderen nie antun!

16.02.2008 um 12:25 Uhr

Party bei uns

von: indalo

Wir schreiben den 16. Februar 2008. Es ist 4h morgens. Mitten in der Nacht. Das Ende einer Party, und doch für manche erst der Anfang der Nacht. So eben habe ich die letzten Menschen rausgelassen. Die Geburtstagsparty meines Mitbewohners ist vorbei. Jetzt geht’s ins Zentrum. Auf auf, sollen sie doch alle gehen. Ich wollte heute früh ins Bett. Doch wie, wenn man der einzige Mensch ist, der noch klar denken kann? Wie, wenn man aufpassen muss, dass nicht der ganze Kühlschrank geplündert wird? Und wie, wenn man doch mit diesen Menschen reden möchte? So viele Chaoten, und doch ein paar ganz tolle Menschen dabei. Ein paar Menschen, die mir irgendwie immer in Erinnerung bleiben werden. Ein paar von der Sorte, die einem in simplen Worten oder Gesten die tollsten Komplimente machen können.

 

Ich hatte einen tollen Abend. Einen sehr tollen sogar. Wieder einmal gab es jemanden, mit dem ich ein ernstes und doch nicht schwerwiegendes Gespräch führen konnte. Jemand, mit dem ich eine monatelang offengebliebene Frage klären konnte, und einfach alle, die mir in irgendeiner Weise ans Herz gewachsen sind. Es ist verrückt, wie diese Bindungen entstehen. Einfach so. Die Vertrautheit ist da, auch wenn es keine andere Basis gibt. Ein Lächeln, ein Verziehen der Augenbraue. Mehr nicht. Und man fühlt sich so unendlich wohl. Und geliebt.

 

Jetzt sind alle fort. Ich bin allein in der Wohnung. Öfter schon habe ich gehört, wie andere nach solchen Veranstaltungen in Depressionen verfallen. Für mich ist es eher die Möglichkeit, mir diese einzelnen Momente zu bewahren. Mich vorm Schlafengehen noch mal daran zu erinnern, wie die Begrüßung ein klein wenig länger dauerte als bei anderen. [Wobei dies natürlich auch nur die Wahrnehmung aus der Sicht meiner kleinen Welt sein könnte ;-) ] Wie die wortlosen Schmeicheleinheiten ausgetauscht wurden, und ich wieder einmal mehr die Gewissheit habe, dass meine Bewunderung für einzelne Personen nicht nur einseitig ist.

 

Und dann gab es wieder verspätete Resonanzen. Vor bald zwei Monaten habe ich etwas gebastelt, eine Erinnerung an eine Reise mit Freunden. Jeder meiner Mitfahrer bekam diese Fotozusammenstellung. Und heute kamen Menschen auf mich zu, mit denen ich noch nie wirklich geredet habe. „Du hast das gemacht, nicht wahr? Hat mir wunderbar gefallen.“ Wow. Danke. Doch wieso sie sich das angesehen haben... das weiß ich nicht. Und im Grunde ist es auch vollkommen überflüssig. Doch manchmal stelle ich blöde Fragen.

15.02.2008 um 13:41 Uhr

Fertig

von: indalo

Das war's. Der Urlaub kann richtig losgehen. Und doch fühle ich mich gestresster als die ganze letzte Zeit... komisch irgendwie... man mag es nicht glauben. Und zeitlos bin ich jetzt auch noch. Also schon wieder Tschüß.

14.02.2008 um 14:17 Uhr

Sag niemals nie

von: indalo

Ich stehe mir selbst im Weg, weil ich nicht nie sagen möchte. Meine Gedanken sagen "Niemals werden wir eine richtige Chance haben, niemals wieder wird es so sein wie vorher." und die Gegner sagen nur "Sag niemals nie, denn damit verbaust du dir die Chance, dass es je so sein könnte." Beide haben sie recht, beides stimmt. Niemals wieder wird es so sein wie vorher, da brauche ich mir nichts vorzumachen. Ich werde immer wissen, dass sie mich weggeschoben hat, um mit jemand anderem zusammen zu sein. Ich werde nie vergessen, wie sich das anfühlte. Ich werde verzeihen, ich habe schon lange verziehen. Ich habe es ihr ja nie richtig übel genommen, ich habe immer verstanden. Immer gesehen, wieso sie dies oder jenes tut. Manches Mal habe ich ihr sogar erklärt, warum sie sich so verhält, ihr die Augen geöffnet, wenn es um ihre eigenen Handlungen geht.

Und nicht nur bei ihr. Nein, auch bei anderen. Bei so vielen anderen. Es ist meine Art. Und obwohl ich weiß, wie idiotisch das manchmal ist, betreibe ich dieses Spiel immer weiter. Ich mag nicht aufhören, das Gute zu suchen, nicht die Hoffnung aufgeben. Verdammt, was muss noch alles passieren?

Doch heute hab ich es niedergeschrieben. Wenn auch nicht mit diesen Worten. Aber mit einer Endgültigkeit, die ich jetzt schon wieder zurücknehmen möchte...

13.02.2008 um 17:16 Uhr

Einbildung oder Intuition?

von: indalo

Es gibt Dinge, über die ich nur sehr ungern rede. Also sicherlich mehrere, doch auf die eine möchte ich zu sprechen kommen. Ich finde es sehr schwierig, jemandem davon zu erzählen, wenn ich das Gefühl habe, jemand ist interessiert an mir. Womöglich aus Angst, mein Gegenüber könnte mich für arrogant oder eingebildet halten. Kein schöner Gedanke. Und so stand ich auch schon vor dem Problem, es nicht in meinen Blog zu schreiben. Dann die Frage, was ich verlieren könnte? Leser! Doch wenn ich jetzt schon anfange, meinen Blog zu zensieren, wo soll das denn noch enden? So entscheide ich mich also dafür.

 

Gestern lief ich dem Mitbewohner eines Freundes übern Weg. Wir sprachen kurz und ich verabschiedete mich. Es war ein 08/15 Gespräch, normaler hätte es nicht ablaufen können. Er lud mich ein, ich solle doch vorbeikommen. Ich meinte nur, ich bräuchte ja eh noch nen Film von meinem Freund, also wär’s möglich. Er wollte meinem Freund Bescheid geben, er solle mich anrufen. Ja nee, muss er nicht, aber wenn er meint. Und so wurde ich abends angeklingelt, eine mir unbekannte Nummer. Ist jetzt schon das dritte Mal, also hab ich mich dran gewöhnt. Ne Stunde später dann eine SMS: „Ich bin’s [der Mitbewohner meines Freundes], wir essen grad, komm doch vorbei“ So rollte ich mich ausm Bett, wollte meiner Mitbewohnerin von diesem Vorfall erzählen. Die befürchtete Reaktion. Ich solle mir nicht so viel einbilden. Ich bilde mir nicht so viel ein, ich überlege nur, dass es komisch ist, wenn er da so hinterher ist, dass ich vorbeikomme. Und ich mir Gedanken mache. Doch hey, ich brauchte diesen Film, also machte ich mich auf den Weg. Er begrüßte mich freudig, mein Freund auch, wenn auch eher irritiert. Zudem waren noch andere Gäste da. Erleichterung meinerseits. So setzte ich mich und wir hatten ne nette Zeit. Lange wollte ich nicht bleiben, ich lag ja schon im Bett, als die Nachricht kam. „Er hat dir ne Nachricht geschrieben?“ fragte mein Freund erstaunt – daher also die Irritation über mein plötzliches Auftauchen.

 

Als die Eltern dann aufbrachen, dachte ich mir schon, gleich kann ich mich auch vom Acker machen. Gut gedacht, schlecht gemacht. Ich erwähnte dem Mitbewohner gegenüber, dass ich gleich loswill. Er verbot es mir. Als ich aufstand, zwang er mich wieder auf den Stuhl. Als ich dann weitere Anstalten machte, verriegelte er die Tür dreifach und entführte den Schlüssel. Gut gemacht, schlecht gedacht. Mein Freund – dort wohnend – hatte logischerweise auch einen Schlüssel. Und so drückte er ihn mir in die Hand und erklärte mir noch, wie er funktioniert. (Hier kommen die unterschiedlichen Sprachen zum Vorteil, sonst hätte sein Mitbewohner uns ja verstanden und andere Gegenmaßnahmen angewendet.) Und so entkam ich ohne weitere Zwischenfälle. Kaum das Haus verlassen, bekam ich eine Nachricht vom Mitbewohner. (Woher hat er überhaupt meine Nummer?) Und eine Minute später ein Anruf. Da hat er’s sich wohl noch mal schnell anders überlegt. Jetzt fragte er, was ich denn gerne esse, er möchte kochen und ich sei doch jederzeit herzlich willkommen. Er ruft mich nächsten Tag noch mal an, um das Menu zu besprechen.
Und jetzt soll mir noch mal jemand sagen, ich würde mir zu viel einbilden.

 

Es ist mir nicht unangenehm, ich finde es auch nicht beängstigend. Es fällt mir auf, und ich frage mich, wie ich bestmöglichst handeln kann, ohne ihn zu verletzen. Wie ich deutlich mache, dass er keine Chancen hat, ohne ihn zu blamieren. All so was eben. Meine Gedanken drehen sich darum, wahrscheinlich total unnötig. Aber wie anfangs erwähnt, beschäftigen mich die zwischenmenschlichen Beziehungen immer sehr. Vielleicht einfach, weil ich nicht nur zwischen den Zeilen lese, sondern auch „zwischen den Handlungen“. Einfach Dinge wahrnehme, für die andere mich für verrückt erklären. Und eben weil ich es leid bin, behalte ich es lieber für mich. Nur manchmal... da erwischt es mich auf dem falschen Fuß, da muss ich es dann loswerden.

12.02.2008 um 16:31 Uhr

Sie ist wieder da

von: indalo

Sie ist wieder da, in meinem Kopf. Ich weiß nicht, woher sie gekommen ist, oder warum sie mir gerade jetzt wieder durch den Kopf geistert. Aber ich weiß, dass sie wieder sehr präsent ist. Auch meine Träume sind wieder sehr konfus. Menschen springen von Hausdächern, alte Lieben tauchen unerwartet auf. Mein Inneres ist wieder durcheinander geraten. Und wieso? Wieder „zu viel“ Ruhe und Entspanntheit? Zu wenig Input? Das kann es nicht sein. Ich tue etwas, ich lerne viel neues. Mein Kopf dürfte nicht unterfordert sein. Und doch hat er wieder Platz für sie. Oder ist sie Schuld? Denkt sie gerade an mich? So wie beim letzten Mal, als sie völlig unerwartet in meine Gedanken trat und einfach nicht ging? Dafür war sie verantwortlich, denn da hat sie an mich gedacht. Doch ist es jetzt wieder so? Ich könnte ihr schreiben und sie fragen, doch würde sie ehrlich antworten? Und falls sie gar nicht an mich denkt, so würde ich sie mit einer Kontaktaufnahme dazu bringen. Und das möchte ich nicht. Soll sie mich doch vergessen – sofern sie’s kann. Soll sie ihre Erinnerungen und Gefühle mir gegenüber vergraben und gut verstecken. Soll sie es tun. Ich werde nicht sagen „denn ich kann eh nichts dagegen unternehmen“, denn ich könnte. Ich könnte einfach wieder vor ihrer Tür stehen und sagen „Hey, da bin ich. Was kommt jetzt?“ Allein durch eine Email würde ich wieder einiges in ihr auslösen, oder gar eine Postkarte? Wieder dieses Kribbeln in ihr hervorrufen, dass ihren Körper durchströmt, wenn sie meinen Namen liest. All das könnte ich, doch irgendwas hält mich ab. Irgendwas hindert mich daran. Doch darüber nachzudenken, was es sein könnte, ist zu viel. Da entsteht ein Chaos, aus dem ich so schnell nicht wieder herausfinden würde. Und das möchte ich nicht, denn das möchte sie auch nicht. Sie hat eine Entscheidung getroffen, weshalb auch immer. Auch ich folgte einer Richtung, genauso wenig wissend, weshalb ich dies tat. Vielleicht ist es ein Missverständnis gewesen, vielleicht haben wir beide die falschen Schlüsse aus den Aktionen des anderen geschlossen. Vielleicht.

11.02.2008 um 16:51 Uhr

Mauern und Vorurteile

von: indalo

Heute war es wieder einmal so weit. Man sagte mir „Du wirkst gar nicht wie ein Wessi“. Ja nee, wie wirken denn die Wessis? Und wer zum Henker sind überhaupt „die Wessis?“
Was ist los mit den Deutschen? Die Mauer fiel vor fast 20 Jahren, wie kann es sein, dass man heute noch Unterschiede zwischen den Menschen macht? Klar gibt es die, aber doch nicht nach Osten und Westen aufgeteilt. Zumindest nicht auf diese Art *grml*

 

Ich hab ja mal was von der Mauer gehört. Auch das KdW hab ich gesehen. Doch ich hätte mir nicht träumen lassen, dass es immer noch so viele Vorurteile gibt. Ich kann auch noch verstehen, wenn die älteren Generationen sich mehr mit dem Thema beschäftigen, aber ich lass mir doch nicht von ner 22 jährigen sagen, dass man den Menschen anmerkt, woher sie kommen. Nicht auf diese Art! Ja, ich kann nen Hamburger von nem Bayern unterscheiden – der Sprache wegen! Aber der Charakter? Der hat nichts mit Nord oder Süd zu tun, und noch weniger mit Ost und West. Ich find es die Höhe, dass es Menschen gibt, die sagen „geh bloß nicht in Osten, du schmeißt deine Zukunft weg“. Oder man über drei Ecken ausrichten lässt, wie schön man es doch findet, dass jemand anderes in „den Osten“ geht. Auch wenn es gut gemeint sein soll, so unterstützt es doch nur die Mauer in den Köpfen...

 

Doch es freut mich, dass ich ein paar Menschen aufrütteln kann. Dass ein paar Menschen feststellen, dass nicht all ihre Vorurteile zu treffen, dass sie vielleicht noch mal das ein oder andere überdenken. Nicht nur auf diesem Gebiet.

 

Genau deswegen ist es nicht wichtig, woher ich komme, es ist auch nicht wichtig, was ich mache, ich bin wie ich bin, ob blond oder brünett, weiß oder braun, groß oder klein. Ja, es ist ja nicht einmal wichtig, wo ich geboren bin, ob ich überhaupt aus Europa komme oder welche Sprache ich spreche. Es macht keinen Unterschied, ob ich Männer oder Frauen liebe, ob ich jung oder alt bin, oder ob ich Kinder habe oder nicht. All das sagt nichts über mich aus. Rein gar nichts. Es erklärt vielleicht in der ein oder anderen Situation, wieso ich auf diese eine bestimmte Art reagiere, aber mehr auch nicht. Denn letztlich zählt nicht, was man ist, sondern wieso man so ist.

10.02.2008 um 19:06 Uhr

Madrid

von: indalo

Oh mein Gott. Kann dieses Leben denn noch schöner werden? Kann man denn noch mehr Freude und Glück ertragen? Es überhaupt alles aufnehmen?

 

Gestern war wieder eine dieser Nächte... wow... ein neuer Plan entstand als Folge daraus. Ich lernte zwei supernette Frauen kennen. Mama mía. Der einzige Nachteil war, dass man ja schreien musste um sich zu verständigen, und meine Stimme heute sehr blechern klingt. Und die Halsschmerzen nicht besser wurden. Doch das war es mir wert. Die beiden sind umwerfend. Unglaublich! Und sie leben in Madrid. Madrid! Die Dorfstadt schlechthin. Ich fahre nach Madrid! Heute morgen wachte ich auf, noch völlig benebelt von all diesen Informationen. Noch immer damit beschäftigt, all die Komplimente und schönen Momente zu verarbeiten. Und dann schoss es mir durchn Kopf. Ich werde einfach hinfahren. Mir nen Job suchen und mich ein paar Wochen dort rumtreiben. Oh, das klingt toll. Ich bin verliebt. Dieser Gedanke, ein Traum. Es geht mir gut, oh so gut. Und die Jazz Musik, die gerade von der Promenade heraufklingt, steuert dazu bei.

 

*zum Lauschen verschwindet*